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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Einfach mal liegen bleiben
  2. 2 Abacus Mirra 14: Klangtest & Vergleiche

Es gibt viele Audio-Fans, die ein Herz für Studiomonitore haben, weil sie sich für die Heimanwendung ein besonders unverfälscht und lupenrein wiedergebendes Musiktool wünschen. Nichtsdestotrotz geht damit meist der Wunsch einher, es nicht zu sehr nach Arbeit, sprich zu analytisch klingen zu lassen – denn freilich gibt’s Profi-Monitore, die aufgrund ihrer entlarvenden Fähigkeiten alles andere als unkomplizierten Genuss verheißen. Bei der Konzeption der vollaktiven Mirra 14 (2.790 Euro) von Abacus electronics (https://www.abacus-electronics.de/) stand der Studioeinsatz im Fokus, dem Musikgenuss im heimischen Wohnzimmer soll das dennoch keineswegs abträglich sein, verspricht der niedersächsische Hersteller.

Liegen oder stehen – Abacus Mirra 14 oder 15 …

Die kompakte Drei-Wege-Box gibt‘s in mattem Schwarzgrau sowie in einer optisch leichter wirkenden, weißen Ausführung. Der mattierte Lackauftrag meiner Mirra 14 ist sehr sauber ausgeführt, unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und mutet in Sachen Lichtreflexionen angenehm dezent an. Mit Abmessungen von 40 cm Breite, 33 cm Höhe und 25 cm Tiefe ist dieser Aktivlautsprecher eine durchaus stattliche Erscheinung – bei je 13,5 kg Gewicht. Über eine adäquate Aufstellung – im Idealfall liegt auch bei der Mirra 14 der Hochtöner auf Ohrhöhe – sollte man sich also Gedanken machen. Wer es handelsüblicher mag, nimmt einfach das Schwestermodell Abacus Mirra 15: technisch identisch, nur eben nicht horizontal, sondern vertikal konzipiert. Die Mirra 15 lässt sich auf niedrigeren Standflächen positionieren, wie etwa auf klassischen Boxenständern.

Abacus Mirra 15

Das hochkant zu stellende Schwestermodell Abacus Mirra 15 gibt es ebenfalls sowohl in Weiß als auch in Schwarzgrau (Foto: Abacus)

Mir allerdings gefällt die optische Wirkung der liegenden Variante ziemlich gut, das ist auch der Grund, warum ich mich für die Mirra 14 als Testlautsprecher entschieden hatte. Im Hörtest konnte ich bei eigentlich zu niedriger Positionierung (fünf bis zehn Zentimeter) des Hochtöners übrigens keine klanglichen Defizite wahrnehmen.

Abacus Mirra 14: Handhabung und Technik

Das Wörtchen „Mirra“ ist dem englischen Mirror entlehnt – aufgrund der Spiegelsymmetrie von rechter und linker Box. Die sanften Gehäuserundungen wirken unliebsamen Kantenbrechungen entgegen, die sowohl dem Frequenzverlauf als auch der Ortbarkeit von Schallereignissen abträglich sein können. Gar nicht mal so unstolz ist das Abacus-Team darauf, dass das Gehäuse und viele Bauteile entweder aus regional umliegenden Betrieben, aus Deutschland oder zumindest dem europäischen Umfeld stammen. So steuert Toroidy aus Polen spezielle Audio-Grade-Ringkerntrafos bei. Aluteile, Kühlkörper und Gehäuse kommen aus Deutschland. Die Endmontage im nordniedersächsischen Nordenham verleiht der Aktivistin endgültig das Prädikat „Made in Germany“.

Die Rückseite der Abacus Mirra 14: Anschlüsse, Kühlkörper und Klangregelung

Die Rückseite der Abacus Mirra 14 beherbergt neben den Anschlüssen und einem Kühlkörper auch eine Klangregelung

Während vorne drei Chassis, die wir gleich näher betrachten wollen, um Aufmerksamkeit buhlen, findet sich auf der Rückseite der Abacus Mirra 14 die antreibende Leistungsabteilung nebst Schaltzentrale und markanter Kühlrippen wieder. Der Kontakt mit Quellgeräten erfolgt entweder unsymmetrisch (Cinch) oder symmetrisch (XLR, 6,3-mm-Klinke) für jede Box einzeln. Das eingehende Signal übernimmt der Digitale Signalprozessor (DSP): Dieser digitalisiert das analoge Signal zunächst, erledigt die nachfolgende Frequenzganglinearisierung sowie Phasen- und Laufzeitkorrektur – und natürlich die definierte Auftrennung der Frequenzbereiche, bevor diese nach einer D/A-Wandlung an die Leistungsabteilung gereicht werden. Abacus merkt an, dass all diese Prozesse im selben Chip mit einheitlicher Taktung geschehen, was unnötige Signalwege und Synchronisierungsprozesse vermeide. Ob die doppelte Wandlungsarbeit akustisch durchschlägt, wird der Hörtest zeigen.

Je Lautsprecher werden vier Verstärkerzüge bedient, die dann nur noch kurze Strippen von ihren Treibern trennen. Auf einen digitalen Signaleingang habe Abacus bewusst verzichtet. Nicht zuletzt komme man so ohne Funkstrecke oder Verkabelung zwischen den Boxen aus. Man setzt den Abacus Mirra 14 einfach einen Vorverstärker seines Vertrauens vor die Nase – oder einen regelbaren DAC bzw. Netzwerkplayer.

Die Verstärkerelektronik der Abacus Mirra 14

Die Verstärkerelektronik der Abacus Mirra 14

So oder so bieten die Abacus Mirra 14 weitergehende Möglichkeiten zur Anpassung des Sounds an die Raumakustik oder den eigenen Geschmack – und zwar mittels je vier vertikal angeordneter Drehregler. Einer dient der stufenlosen Pegeleinstellung des Eingangssignals und deckt einen Bereich von +/- 6 dB ab. Man wollte, so erklärt Hanno Sonder, Juniorchef von Abacus, den DSP in der Eingangsverstärkung bewusst nur moderat eingreifen lassen, weil im Nahfeld sonst ein erhöhtes Grundrauschen die Folge wäre. Ein vernachlässigbar minimales Rauschen ist tatsächlich nur bei Vollaussteuerung und mit Ohr unmittelbar an der Membran wahrnehmbar. Regler Nummer zwei erlaubt neben der Neutral-Stellung eine Höhenkorrektur im Bereich von +/- 3 dB. Nummer drei erlaubt eine Pegelanpassung unterhalb von 100 Hz in einem Bereich von -8 dB bis +2 dB. So kann eine wandnahe Aufstellung kompensiert oder umgekehrt die Tieftonenergie forciert werden, falls man einen basshungrigen Hörraum besitzt oder einfach nur viel Bass mag. Und mit dem letzten Drehregler, dem Bass-Roll-Off, wird festgelegt bis in welchen Bereich zwischen 16 und 80 Hz der Tiefbass hinabsteigen darf. Für programmierwütige Nerds halten die Mirra-Lautsprecher noch individuelle Eingriffsmöglichkeiten in die Frequenzweichen-Regelung bzw. Raumanpassung des DSPs parat.

Das rückseitige Anschluss- und Reglerfeld der Abacus Mirra 14

Rückseitig lassen sich Volume, Höhen- und Basspegel sowie der Bass-Roll-off regeln

Die hauseigenen, bekannten Dolifet-Verstärker arbeiten zwar klassisch via Class-AB, sind dennoch keineswegs gewöhnliche A/B-Verstärker. Die für Abacus typische Über-Alles-Gegenkopplung der Endstufen soll sowohl eine präzise Ansteuerung (durch niedrige Ausgangsimpedanz) als auch hohe Laststabilität selbst bei niederohmigen Lautsprechern garantieren. Die bewährten Elektronik-Module entstammen grundsätzlich der Abacus-Cortex-Aktivlautsprecher-Serie, wurden modifiziert und eigens auf die technischen und klanglichen Zielsetzungen der Abacus Mirra 14 optimiert. Dem Basstreiber arbeiten gleich zwei Verstärkerstufen in Brückenschaltung zu. Das steuert nicht nur mehr Leistung, sondern zudem mehr Kontrolle bei. Bleiben noch jeweils ein Verstärkerzug für das Mittenband und einer für den Hochton. Versorgt wird das Ganze von einem mit insgesamt 8 x 4700 Mikrofarad Siebkapazität flankierten Ringkerntrafo, der pro Box insgesamt eine maximale Verstärkerleistung von 120 Watt sicherstellt. Das klingt zunächst nach nicht viel, reicht aber für alle Lebenssituationen vollkommen aus, wie ich jetzt schon verraten darf.

Kommen wir zu den Treibern: Der Mitteltöner der Abacus Mirra 14 ist so etwas wie eine höherwertigere Version des 10-cm-Bassmitteltöners aus der Minibox Abacus C-Box 3, dem darüber hinaus ein dedizierter Basstreiber zur Seite gestellt wurde. Gefertigt werden sämtliche Treiber beim chinesischen Hersteller Wavecor – der Hochtöner wird von Abacus noch leicht modifiziert. Dieser fällt recht groß aus (30 Millimeter), was durch die für Abacus typische tiefe Trennung bei 1250 Hz bedingt ist. Eine tiefe Trennung (größere Wellenlängen) erlaubt eine dichtere Treiberpositionierung (Stichwort: Punktschallquelle), ohne dass störende Interferenzen auf den Plan treten. Das Bündelungsverhalten sei selbst bei einer 30-mm-Kalotte, so Hanno Sonder, „noch nicht besonders stark ausgeprägt, in gewissen Maße für die Nahfeldanwendung aber auch gewünscht. Damit der Abfall unter Winkeln gutmütig verläuft, hat der Hochtöner einen leicht angedeuteten Waveguide“.

Die drei Treiber der Abacus Mirra 14 stammen von Wavecore

Die drei Treiber der Abacus Mirra 14 stammen von Wavecore

Der 10-cm-Mitteltöner könnte theoretisch auch als Basstreiber eingesetzt werden, was er wie gesagt in abgewandelter Form in der C-Serie tatsächlich wird. Bei der Abacus Mirra 14 darf er einen klar abgegrenzten Bereich bis hinab zu 200 Hertz beackern, bevor er von der Frequenzweiche steilflankig (24 dB/Oktave) aus dem Rennen genommen wird. Die noch südlicheren Gefilde verantwortet der 20-cm-Basstreiber. Auf die vergleichsweise tiefe Trennung zwischen Mittel- und Tieftöner setzt Abacus deshalb, weil man außergewöhnlichen Tiefgang ohne Dröhn-Phänomene oder effekthascherische Wirkung erzielen möchte.

Abacus Mirra 14: Klangtest & Vergleiche

Hinfort mit aller Theorie und ran an die Praxis. Per XLR an einen RME-ADI 2 DAC angeleint, steuert ein Wattson Audio Emerson Digital via Roon die musikalischen Inhalte bei. Gehört wird in normaler Hörentfernung von ca. 2,5 bis 4 Metern – wie sonst auch.

Das Abacus-Logo an der Schallwand der Abacus Mirra 14

Während der Einspielphase, in welcher sich die Abacus Mirra 14 im Stockwerk unter meinem Hörraum bei normaler Zimmerlautstärke einspielt, überrascht mich schon mal eine ihrer Besonderheiten: Der durch das Mauerwerk hindurch vernehmbare Tiefbass, den ich überrascht zur Kenntnis nehme.

Der Drang zu Tiefgang

Dieter Ilgs DedicationVon Werk aus ungebremst auf Tiefgang eingestellt, werden abgrundtiefe Gefilde erreicht, die man sonst eher dedizierten Subwoofern zutrauen dürfte. Nicht minder überraschend ist, dass der Bass nichtsdestotrotz wendig, impulsiv und präzise tönt, selbst feine Rauminformationen werden durchgereicht. Nehmen wir den Opener „Rochade“ von Dieter Ilgs Album Dedication (auf Amazon anhören). Die Kontrabassläufe drängen satt und sonor aus den beiden Bass-Treibern in den Hörraum, mit geschlossenen Augen manifestiert sich dabei ein von den Lautsprechern losgelöstes Instrument mit authentischen Dimensionen und glaubhaften Rauminformationen, man meint förmlich in und um den Kontrabass herum hören zu können.

KEF LS50 Wireless II und Abacus Mirra 14

KEF LS50 Wireless II und Abacus Mirra 14

Wer es bassseitig als zu viel des Guten empfindet – bei Vollaussteuerung der erwähnten Bassregler tönt es schon recht feudal – oder die Abacus Mirra 14 wandnah positionieren muss, zähmt die tiefen Töne per Regler hin zu schlankerer und damit noch neutralerer Spielweise. Um nicht missverstanden zu werden: Im Rahmen des Bassregelbereichs bewegt man sich stets im näheren Umfeld von „neutral“, richtiggehend verfärbt klingt es nie. Auch nicht im Vergleich zu einer mitlaufenden KEF LS50 Wireless II. Diese, ebenfalls kein Kind von Traurigkeit in Sachen Tiefgang und Pegelfestigkeit, kann gleichwohl weder in Sachen Druck noch Tiefgang mithalten, die Abacus Mirra 14 muten insgesamt merklich souveräner an. Selbst bei leisen Pegeln vermag die Mirra diesen Vorteil auszuspielen.

Laut & leise

Gojira The LinkGleichwohl geht den Abacus Mirra 14 auch bei nachbarschaftsschädigenden Pegeln grobdynamisch nicht die Puste aus – und das bei stets sauberer tonaler Balance. Dass eine mit hohen Pegeln angesteuerte, aktive Elac AM 200 durch ihren „Jet 5 Air Motion Transformer“ in den oberen Lagen etwas mehr Glanz und ein wenig Nervosität hinzufügt, verdeutlicht den Unterschied zur teureren Mirra 14. Wer es sich mit den Nachbarn zu später Stunde nicht verscherzen will, freut sich, dass nächtliche Zimmerlautstärke ebenfalls gut funktioniert, das Klangbild bleibt stabil, der Bass stets beindruckend „vollständig“ vernehmbar. Die Ausgewogenheit der Abacus Mirra 14 zieht sich von zart leise bis krass laut konstant durch. Allerletzte Zweifel diesbezüglich werden bei „Remembrance“ von Gojira (Album: The Link; auf Amazon anhören) mit schier unglaublicher Vehemenz und Sauberkeit aus den Hörgängen gepustet. Ganz ehrlich, der dynamische Impact der Doublebass ist schlichtweg irre.

Nah dran – die Räumlichkeit

Kii Three und Abacus Mirra 14

Kii Three und Abacus Mirra 14

Mit Blick auf die räumliche Abbildung starten die Mirra 14 direkt von der Boxengrundlinie nach vorne. Die Bühne wirkt anstandslos ausgedehnt, nicht nur für die Breite, auch für Vertikale gilt dies. Übermäßige Tiefenstaffelung ist nicht so das Ding der Mirra. Bei klassischen Werken wie etwa Sibelius – Symphony No. 1 in E-Minor, Op. 39 – III. Scherzo, Allegro (Klaus Mäkelä / Oslo Philharmonic) – führen mich die Abacusse eher aufs Parkett in Reihe 1 und bieten keine weitläufige Distanz und Übersicht von der Empore aus. Eine vernachlässigte Randschärfe zu attestieren, ginge zu weit, aber es gibt Lautsprecher, die im Randbereich der Abbildung noch mehr liefern können. Beispielsweise meine ungleich teureren Kii Three, die zudem stärker in die Tiefe abbilden, aber auch die Horizontale noch ein bisschen stärker zur Entfaltung bringen.

Befreite Stimmen und griffige Mitten

Abacus Mirra 14 von oben

Nicht zuletzt Kinderstimmen, wie sie bei der Sendung „Kakadu“ von DLF Kultur sonntäglich zu hören sind, wirken enorm authentisch, zumal dabei der angenehme Eindruck entsteht, als stünden sie direkt vor einem, statt im Lautsprecher gefangen zu sein. Beeindruckend. Bleiben wir fürs Mittenband bei akustischen Instrumenten, wie sie im Stück „Burning Plain“ von Cochemea Gastelum (Album: Vol. II Caca Sewa) in Form von Congas, Bongas, Kalimbas zuhauf vorkommen. Das Ganze wirkt weder angewärmt-aufgehübscht noch nüchtern-freudlos, sondern so ausgewogen wie sich’s gehört. Bei alledem bereiten die Abacus Mirra 14 selbst komplexeste Strukturen mühelos nachverfolgbar auf. Zwar schimmern aufgrund der eher direkt-griffigen als geschmeidig-runden Gangart durchaus ihre Studio-Gene durch, das zahlt für meine Ohren allerdings auf eine lebendige Spielfreude ein. Besonders euphonisch bzw. schönfärberisch geht es in den Mitten jedenfalls nicht zu, das sollte man wissen.

Vergleiche ich zwischen meiner Kii Three und der Abacus Mirra 14, fällt auf, dass beide Lautsprecher einer durchweg ehrlichen statt gefälligen Wiedergabe nachgehen – allerdings unterschiedlich stark ausgeprägt: Die Kii Three leuchten Texturen noch eindeutiger aus, ihr Klangbild wirkt noch definierter durchgezeichnet. Und nur im direkten Vergleich wirken die Mirra 14 dann doch etwas gefällig(er), auch aufgrund ihrer fast automatisch etwas satter ausfallenden Klangfarben.

Unmissverständlich ausgeleuchtet – der Hochton

Die 30-mm-Hochtonkalotte der Abacus Mirra 14

Die 30-mm-Hochtonkalotte der Abacus Mirra 14

Mit Blick auf die oberen Lagen trifft es sich ganz gut, dass im nächsten Stück „Tukaria“ reichlich Percussion – unter anderem recht intensiv eine Shékere (afrikanische Rassel) – auf den Plan treten. Die Hochtöner der Abacus Mirra 14 zeigen eine gute Mischung aus Auskunftsfreude, dynamischer Verve und Absenz unbotmäßiger Härten oder Zischeleien. Lobenswert zudem, dass Höhen- und Mittenband zu einer wunderbar homogenen, kohärenten Eintracht verschmelzen.

Rymden Live in UmeaBei Neutralstellung des Höhenreglers tonal auf der minimal helleren Seite von „unbestechlich neutral“ angesiedelt, haben die Höhen die Mirra 14 mit kaschierender Kosmetik grundsätzlich nichts am Hut. Das zeigt sich im breit angelegten Vergleich ganz deutlich: Nehmen wir zunächst die Isophon Indigo, die erwartungsgemäß tonal zurückhaltender tönt und verrundeter auflöst, mit der Folge, dass Feininformationen nicht richtig wahrgenommen werden können. Davon liefert eine KEF LS 50 Wireless II deutlich mehr – die in Sachen Auflösung und Transparenz fürs Geld eh zu meinen persönlichen Favoriten zählt. Im Vergleich zur Mirra 14 erscheint mir die KEF gleichwohl weniger akribisch feinzeichnend, dazu klingt sie obenrum minimal zurückgenommener, mithin neutraler. Dafür, dass eine Kii Three eine noch feinstofflichere Darstellung der obersten Lagen bietet, muss sich die Abacus Mirra 14 nicht grämen. Das deutlicher aufgefächerte Obertonspektrum bei Rymdens „Homegrown“ (Live in Umeå; auf Amazon anhören) begünstigt eine noch offenere, luftigere Hochtonatmosphäre inklusive noch knackigerer Attack – und somit noch etwas mehr Live-Gefühl. Die hier enteilende, ungleich teurere Kii Three zeigt der Abacus Mirra 14 zwar eine Grenze auf, dennoch kommt die Mirra 14 dieser Grenze näher, als man das preisklassenbezogen eigentlich erwarten dürfte, zumal beide Lautsprecher unterm Strich einer sehr ehrlichen Arbeit nachgehen.

Der 20-cm-Basstreiber der Abacus Mirra 14

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HMS

Test: Abacus Mirra 14 | Aktivlautsprecher

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