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Kircher HiFi
Demnächst im Test:

Leserbriefe

15. Oktober 2019 / Thomas Born

Hi,

ich setze einen Marantz HD-DAC1 als Vorverstärker an Elac-Aktivschallwandlern ein. An den Marantz sind mehrere Geräte angeschlossen, unter anderem ein Auralic Aries LE Femto und ein überarbeiteter Sonos Connect.

Frage: Lohnt sich unter der Konfiguration eigentlich ein “Tidal Hifi”-Abo (bzw. Amazon HD, Deezer Hifi) oder wird durch den Marantz zuviel Qualität “verschenkt”, so dass auch ein normales Streaming-Abo reicht?

Wenn ja, was gibt es für Geräte, die eine ähnlich breite Anschlussvielfalt haben wie der Marantz, dann aber höhere Auflösungen können.

Vielen Dank im Voraus für eine kurze Aufklärung.

Thomas Born

Hallo Herr Born,

auch wenn der Marantz HD-DAC1 tendenziell leicht warm klingt und kein ausgemachter Analytiker ist, würde ich ihn keinesfalls als "Auflösungsflaschenhals" in Ihrer Kette ansehen, sondern als absolut würdig, mit "gutem Stoff" versorgt zu werden. Aber letztlich entscheiden immer die eigenen Ohren ...

Beste Grüße
Jörg Dames


15. Oktober 2019 / Volker Resnik

Hallo Herr Dames,

ich weiß nun nicht, ob Sie inhaltliche Fragen zu Testberichten beantworten. Ich stelle die meinige trotzdem einmal. Sie beschreiben den Bassbereich der Genuin Nimbus als präzise, wendig, aber nicht allzu mächtig „schiebend“. Eine Beschreibung mit ähnlich gewählten Attributen aus Ihrer Feder existiert für das Lindemann musicbook:55. Ich bin Besitzer desselben (mit Vorstufe MB15, Harbeth SHL5+ ). Meine Frage, was das „Schiebende“, den Tiefgang betrifft: Ist bezüglich dieser Kriterien die Nimbus als substanzieller, habhafter, also doch mit etwas mehr „Fleisch auf den Knochen“ einzustufen? Denn das fehlt mir bei meiner Lindemann-Endstufe, so sehr ich das Präzise und die Wendigkeit schätze, doch manchmal. Für eine kurze Antwort wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Volker Resnik

Hallo Herr Resnik,

da beide Tests schon eine Weile zurückliegen, ohne "Garantie": Ja, der Genuin Nimbus sollte noch etwas substanzieller spielen. Wenn Sie ganz untenrum nach einem richtigen Pfund suchen, wie es manch anderes Endstufendickschiff liefert, ist der Nimbus aber ebenfalls nicht die ultimative Lösung. Gleichwohl zählt er zu den besten, musikalischsten Endverstärkern, die bisher mein Rack bevölkerten.

Beste Grüße
Jörg Dames


23. September 2019 / Rolf Witt

“Die allerdings auch mit der Länge meines verwendeten Netzwerkkabels und dessen Güte zusammenhängen wird. Es handelt sich um fünf Meter lange Standardware, wie sie üblicherweise in Büronetzen eingesetzt wird. Verwendet man eine kürzere und hochwertigere Strippe, dürfte sich das Klangergebnis entsprechend verbessern.” (aus Test Marantz NA 8005 | Netzwerk-Player, die Red.)

Können Sie das auch technisch begründen? Wenn die Netzwerkkomponenten keine Defekte aufweisen, sollte einer verlustfreien Übertragung nichts im Wege stehen. Ethernet ist mit fünf Meter Kabel in keinster Weise überfordert. Ich werde die Goldohren, die Klangunterschiede zwischen diversen Digitalkabellagen auszumachen glauben wohl nie ernst nehmen können.

Rolf Witt

Hallo Herr Witt,

so sehr wir auch technik- und physikinteressiert sind: HiFi ist doch vor allem ein „praktisches“ Thema, bei dem es letztlich um Hörempfinden geht – und Messtechnik „nur“ wichtige Hilfestellungen bietet. Heißt: Warum nicht unbeeindruckt von Messtechnik (und natürlich HiFi-Magazinen, die anregen sollen, aber keinesfalls das letzte Wort haben) unvoreingenommen selbst antesten? Wer dann wirklich meint, keine Unterschiede zu hören, lässt das Thema „Kabel & Co“ einfach ganz relaxed außen vor. Und schreibt uns dazu womöglich einen Leserbrief mit seinen Erfahrungen, die wir gerne veröffentlichen. Bloße Trockenübungen zu diskutieren – da fließt gemeinhin erstaunlich viel Tinte – bringt einen nicht richtig weiter, wie ich finde ...

Schöne Grüße
Jörg Dames


18. September 2019 / Uwe Ziegeler

Was sind die gebräuchlichen Hörlautstärken in den Tests? Ich höre meine KEF 104/2 gemeinhin bei 80-85 dB, bei unterer Grenze 35 Hz. Wenn es knallen soll, kann die auch 112 dB, aber das hält kein Mensch lange aus. Ab 90 und mehr ist das Ohr angetäubt, das muss man wollen. Ich hätte da gern Zahlen. Danke.

Gruß
Uwe Ziegeler

PS: Selbstverständlich kein T3, hier läuft Scan d2604/83000

Hallo Herr Ziegeler,

um die Pegelfestigkeit beziehungsweise den klanglichen Eindruck unserer Testkandidaten bei hohen und (sehr) niedrigen Lautstärken zu überprüfen, liegen die „gebräuchlichen Lautstärken“ bei unseren Tests natürlich zwischen ganz leise und ganz laut.

Die subjektive Lieblingslautstärke ist natürlich noch einmal eine andere Geschichte – und variiert je nach Hörer und so auch bei unseren Testautoren. Ich persönlich liege da ziemlich genau in dem Bereich, den Sie angeben, also zwischen 80-85 dB. Das hindert mich freilich nicht, kurzfristig auch mal richtig Gas zu geben ... :-)

Viele Grüße
Ralph Werner


16. September 2019 / Peter Klima

Zum Test des Jadis JS2 MK III

Liebes Fairaudio-Team,

„Glückwunsch!“, endlich ein „Test“ nach musikalischer, persönlicher (!) und fachlicher Einschätzung. Ähnlich wie „Das Ohr“ (größeres Lob gibt‘s nimmer!), jenseits der dämlichen Punktebewertung (140, 141, 142, 143 …) anderer sogenannter Fachzeitschriften, seid ihr ein Juwel im tristen deutschen (werbeabhängigen) Fachzeitschriftenmarkt. Ein Hoch auf euren „befangenen“ Tester!! Seit dem Ende der Zeitschrift „Das Ohr“ warte ich sehnsüchtig auf Tester, die ihre persönliche, musikalisch fundierte, auch technisch begründete Einschätzung zum Besten geben. Je persönlicher und musikalisch begründeter, desto besser.

Macht weiter so, wie ihr seid!! Nix Besseres kann der deutschen HiFi-Szene bewertungsmäßig passieren.

Mit vielen freundlichen Grüßen
Peter Klima


12. September 2019 / Harald Nolden

Zu ihrem Testbericht Geithain ME150 von Herrn Dames im Jahr 2008 möchte ich etwas hinzufügen. Meines Wissens ist diese Box ein echtes Zweieinhalb-Wege-System, da sich der untere Mittel/Tieftöner erst ab einer bestimmten Frequenz zuschaltet. Ansonsten finde ich mich voll und ganz in ihrem Test wieder. Meine Geithains werden von einem Magnat RV 3 befeuert und machten bislang richtig Spaß.

Nun hatte ich das Glück und Vergnügen, Holger Stein von SteinMusic in Mülheim Ruhr kennenzulernen. Bei seinem Besuch hat er dann etwas Feintuning betrieben, sprich, seine Speakers Match an die Boxen geklemmt. Was dann passierte, würde ich am ehesten mit der Explosion einer Handgranate bezeichnen. Ich stand mit offenem Mund da und wunderte mich, was diese Boxen wirklich können. Abgrundtiefe Bässe, höchste Höhen , ein Traum. Alles ohne Verzerrungen. Die Geithain ME150 ist von Natur aus gut. Aber mit den Speakers Match noch einige Klassen besser (ich werde nicht von Herrn Stein für diesen Artikel bezahlt!). Mal selber ausprobieren.

Viele Grüße, Harald Nolden

Lieber Herr Nolden,

ist das schon wieder so lange her? An die genauen Trennfrequenzen erinnere ich mich dann auch nicht mehr, an die klanglichen Eindrücke aber noch gut, zumal der Kollege Martin Mertens die Geithain ME150 eine ganze Weile sein Eigen nannte. Ja, tolle Lautsprecher. Die man natürlich weit(er) ausreizen kann. Vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht.

Schöne Grüße
Jörg Dames


19. August 2019 / H.G. Seidel

Hallo,

wie alle Lautsprecher-Besprechungen, auch hier (Test B&W Formation Duo, die Red.) exzellent, also erstmal Kompliment. Ehre, wem Ehre gebührt. Bitte als Ergänzung verstehen für zukünftige Tests.

Im Vergleich zu den größeren Nubert-Aktivmonitoren (30 Hz /- 3 db), bietet die Bower und Wilkins also nicht die letzte Bassgrundierung? Habe den Nubert-Test (größere Bookshelf-Variante) so verstanden, dass die 30 Hz/ -3db nicht nur geschönt sind, sondern real? Darauf kann man nicht bei jedem Hersteller vertrauen.

Gerade z.B. bei Opernliveaufnahmen wird der Raum auch durch den Tiefbassbereich unter 40 Hz dargestellt. Es geht dabei nicht so sehr um den Ton an sich, sondern um die Raumanmutung.

Insofern bitte bei Bookshelf-Lautsprechern hier konkreter werden, was noch unter 40 Hz geht bzw. wo das Ende der Fahnenstange konkret ist und nicht nur pauschal, “für die Größe erstaunliche Basswiedergabe”. Liest man permanent. Das ist zu unspezifisch.

Mit frdl. Grüßen
H.G. Seidel

Hallo Herr Seidel,

Frequenzgangmessungen beziehungsweise die entsprechenden „genauen“ Werte lesen sich gerade im schwerer zu messenden Bassbereich häufig eindeutiger und fassbarer als sie es tatsächlich sind.

Die Nubert nuPro X-8000 gehören aber so oder so zu den Lautsprechern, die nicht zuletzt  Tiefbassfans erfreuen werden. Dass die kompakte B&W Formation Duo für Räume bis 30 qm hinreicht und hier raumakustisch entsprechend unkompliziert ist, aber eben keinen Druck im Tiefbass aufbaut, wie das insbesondere größere Lautsprecher vermögen, schreibt der Kollege Fritz Schwertfeger aber ja explizit. Wer tief unten mehr will, kann mit dem Subwoofer der B&W-Formation-Serie modular aufrüsten.

Schöne Grüße
Jörg Dames


13. August 2019 / Rees William David

Thank you fairaudio for your excellent reviews and great humour within these reviews from all your writers. The honest insights and straightforward no bullshit comparisons with other relevant equipment are way ahead of the ditherings of a great number of British and American audio reviewers. Excellent review of Magnum Dynalab 301. Danke!

Rees William David


12. August 2019 / Oliver

Hi Martin!

Danke für den ausführlichen Bericht! Wie macht sich denn das neue Modell des Airy in Bezug auf den Sound im Vergleich zum alten Modell von 2015? Ist dieser gleich geblieben oder hat sich etwas geändert?

Ich bin überzeugter Airy-Anhänger. Doch so langsam schwächelt der Akku meines 2015er Airy, und ich überlege, mir die neue Version anzuschaffen.

Beste Grüße,
Oliver

Hallo Oliver,

soweit ich das beurteilen kann, hat Teufel den Airy klangmäßig nicht großartig verändert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dir der neue Airy mindestens so gut gefällt wie der alte. Ansonsten kannst du ihn ja an Teufel zurückschicken … :-)

Viele Grüße
Martin


02. August 2019 / Jens Thurm

Hallo,

ich habe die Heco Direkt seit 18 Monaten. Mein Verstärker ist ein Unison Simply Italy mit 2 x 8 Watt Sinusleitung. Quellen sind ein Rega Apollo CD-Spieler und ein Dual CS 606 Plattenspieler.

Ich hatte Epos Elan 35 Lautsprecher, mir denen ich sehr zufrieden war. Die Heco Direkt habe ich wegen guter Testergebnisse gekauft, weil ich sie gebraucht, 6 Monate alt, für 1.500 Euro in der Stereo inseriert sah.

Im Vergleich mit den Epos fiel erst gar kein großer Unterschied auf. Nach längerem Hören wurde aber klar, dass die Heco im Mittenbereich wesentlich mehr Details offenbarte.

An meinem sehr feinen Röhrenverstärker kann sie einfach alles. Laut, leise, fein und heftig. Der Bass ist so furztrocken und sauber, das knallt richtig. Sie könnte auch Heco Neutral heißen, denn sie hat keinerlei Eigenklang.

Ihr Test, der schon eine Weile her ist, spiegelt in vollem Umfang meine Erfahrungen wider.

Jens Thurm


31. Juli 2019 / Christoph Jaschke

Hallo Herr Mertens!

Ich hatte mich schon fast auf den neuen Unison Unico Due für meine Harbeth Hl5 plus festgelegt, den Sie in Ihrem Test als Verstärker für die Insel beschrieben haben, der auch schon eine Phonovorstufe hat.

Jetzt schreiben Sie über den Parasound Halo 6 ähnlich euphorisch. Ich habe mir beide Besprechungen mehrmals durchgelesen, und da beide Verstärker preislich in meinem Rahmen liegen und der Parasound sogar noch einen Kopfhöreranschluss hat, bin ich jetzt unsicher geworden. Spielt der Halo 6 vielleicht noch eine Liga höher?

Vielleicht können Sie mir eine Entscheidungshilfe geben, indem Sie mir kurz vergleichend die Vor- und Nachteile beider Verstärker aufzeigen. Das würde mir sehr helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Jaschke

Hallo Herr Jaschke,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die Entscheidung ist in der Tat gar nicht so einfach. Der Parasound ist der teurere Verstärker, bietet dafür aber nicht nur mehr Leistung, sondern auch mehr Ausstattung, sprich mehr Ein- und Ausgänge und – wie Sie richtig sagen – auch einen Kopfhörerverstärker.

Was das Klangbild betrifft, ist es beim Unison nun so, dass er auch schon mal eine etwas flaue Aufnahme „verzeiht“. Allerstrengste Neutralität ist nicht seins, die Röhren lassen hier mal die Klangfarben ein bisschen stärker leuchten oder verleihen dem Hochton ein wenig mehr „Air“. Das ist nicht böse, ganz im Gegenteil, es macht richtig Spaß. Der Parasound ist dagegen mehr der reinen Lehre verpflichtet. Er holt aus exzellenten Aufnahmen sicherlich noch etwas mehr heraus als der Unison, macht dafür aber auch jeden Trick des Toningenieurs hörbar.

Welche Ausstattung und Klangsignatur Ihnen lieber ist, müssen Sie selbst herausfinden. Am besten hören Sie sich die beide Verstärker einmal in Ruhe an!

Viele Grüße
Martin Mertens


29. Juli 2019 / Alfons Detro

Sehr geehrte Herren,

im Fazit des Tests der KEF R7 meinten Sie, für intim eingefangenen Jazz, Singer-Songwriter-Sachen etc. gebe es bessere Lautsprecher. Welche meinten Sie? Haben Sie einen Tipp in der Preisklasse 3.000 bis 4.500 Euro?

Ich habe zurzeit die KEF R700 in Schwarz. Inzwischen würde Weiß besser zu meiner Einrichtung passen. Deshalb wird es demnächst neue Lautsprecher geben. Die R700 finde ich eigentlich ganz gut.

Mit freundlichen Grüßen
Alfons Detro

Sehr geehrter Herr Detro,

danke für Ihre E-Mail. Auch wenn es ohne Kenntnis der Kette und Räumlichkeiten immer etwas schwierig ist, Empfehlungen auszusprechen, fallen mir doch einige Kandidaten ein, die zu Ihren grundsätzlichen Anforderungen passen. In der genannten Preisklasse würde ich unter anderem an die kürzlich von mir getesteten Elac Vela FS 407 (3.990 Euro) denken – sie spielen klangfarbenstark, erwachsen und dennoch sehr fein auflösend. Wenn es etwas direkter und dennoch schön farbig klingen darf, wären die Horns Aria 2 (ab 4.000 Euro) ein Tipp. Eine günstige Alternative wären aber auch die Rosso Fiorentino Elba (2.880 Euro) – mit leichten Nachteilen bei der Grobdynamik.

Mit den besten Grüßen
Michael Bruss



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