Leserbriefe

19. September 2017 / Markus Fleischer

Hallo Herr Bruß,

Ihr AVM Test bewog mich Ihnen zu schreiben, weil Sie die Norma zum Vergleich heranziehen. Können Sie einschätzen, inwieweit sich die Norma-Monos klanglich von der Norma Stereoendstufe unterscheiden würden oder absetzen könnten? Nicht weil ich unzufrieden bin mit der Norma Kombi, habe aber das Gefühl, wenn’s mal lauter hergeht, dass ihm langsam die Kontrolle meiner KEF Ref.5 ausgeht. Lt. einem Testbericht sollen die KEF bis auf 3 Ohm fallen und eine Leistung von 200 W schon sein sollten. Die Norma Mono haben eigentlich nur 10 Watt mehr als die Stereoendstufe, aber vielleicht laststabiler?

Wärmer darf’s aber auch nicht werden, die KEF sind schon eher sanft. Einfach eine Powerendstufe dranhängen will ich auch nicht, die Norma kriegt man nicht so leicht verkauft, einzeln wahrscheinlich gar nicht. Rein klanglich find ich sie ja top, Die Monos reizen mich, bin aber sowas von unschlüssig, die kosten echt eine Stange mehr und ob Sie den Mehrwert mir bieten???

Über eine Nachricht würde ich mich sehr freuen.
Markus Fleischer 

Hallo Herr Fleischer,

danke für Ihre Nachricht! Die Norma Monos besitzen ein geregeltes Netzteil, das laut Norma Audio quasi auf je einem Kanal der Stereo-Endstufe basiert – das Ganze ist also gerade in Bezug auf die Stromlieferfähigkeit und Kontrolle eine ziemlich (um nicht zu sagen: extrem) potente Geschichte. Ich persönlich empfand gerade die Kontrolle und Strukturauflösung im Tiefbass mit den Monos als beeindruckendsten Fortschritt beim Umstieg von den mit je 420 Watt pro Kanal auf dem Papier deutlich potenteren AVM-Monos MA 3.2. Die Watt-Zahl an sich ist diesbezüglich nur sehr bedingt ein Gradmesser.

Generell empfinde ich die Monos als deutlich souveräner, stabiler, freier und holographischer abbildend sowie im Hochton seidiger und feiner auflösend (nicht dunkler!) als die an sich schon sehr gute Stereoendstufe (die ich übrigens mal live dabei erlebt habe, wie sie eine drei mal so teure und nicht gerade schwächliche Röhre frisch aus der Verpackung kommend in jeder Hinsicht in Grund und Boden gespielt hat, und das an einem 1,80 großen, recht anspruchsvollen Lautsprecher …). Ich bin übrigens sicher, dass Sie beim deutschen Vertrieb (Audioplan) in Erfahrung bringen können, welcher Händler Ihnen ein Probehören ermöglichen kann und gerne wird.

Beste Grüße
Michael Bruß


18. September 2017 / Wolfgang Dreide

Liebes fairaudio-Team,

Eure Berichte, Tests etc. sind immer wieder interessant und hilfreich. Leider habt Ihr das Layout so geändert, dass Berichte etc. schwerer zu finden sind. Die klare Einteilung nach Rubriken sowie die Unterteilung z. B. das „ABC“ fehlen oder ich finde sie/es nicht.

Gruß
Wolfgang Dreide

Hallo Herr Dreide,

vielen Dank für Ihre E-Mail! Im Grunde ist das schnell erklärt: Wenn Sie beispielsweise in unserem Testarchiv stöbern möchten, so klicken Sie zunächst auf „HiFi-Tests“ im Hauptmenü, sodann „HiFi-Tests filtern“ ...

hifi-tests-filtern

... und schon öffnet sich ein Kontextmenü, in dem Sie bequem nach Gerätekategorie, Marke und Preis selektieren können. Natürlich können Sie diese Einstellungen auch miteinander kombinieren.

Viele Grüße
Ralph Werner


15. September 2017 / G. Seidelmann

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Redaktion,

über die Wiedergabe vom PC ist schon viel publiziert worden, ich möchte in diesem Zusammenhang meine bereits längeren Erfahrungen zu diesem Thema aufzeigen. Vorweg, es geht mir um kompromisslosen Klang und nicht um Bedienbarkeit o. ä. Zur Wiedergabe genügt ein älterer Laptop mit Core 2.0 o.ä. und einem 2 GB RAM, der mit einer SSD- Platte (nur für das Betriebssystem!) ausgestattet wird. Darauf wird Windows XP Pro SP3 und foobar 2000 installiert, bis hierher nichts Ungewöhnliches.

Wie bekannt, beschäftigt sich Windows im Hintergrund hauptsächlich mit sich selbst u. macht gelegentlich das, was man von ihm will. Das belastet die CPU und, davon bin ich überzeugt, generiert Probleme auf der Zeitachse. Wenn Jitter bereits im eigentlichen Player erzeugt werden, hat man von vornherein verloren. Dazu müssen im Betriebssystem nicht benötigte Funktionen abgeschaltet werden. Sie sind sehr umfangreich. Dazu gab es in der Klang u. Ton 5/2010 eine Anleitung.

Wenn man sich vorher ein Musikstück aufspielt und über die PC- Lautsprecher anhört und nach erfolgter Abrüstung erneut, traut man seinen Ohren kaum, ob der Verbesserung. Das Ganze hat bisher 250,-€ und einen Abend Arbeit gekostet. Nun wird das große Geld in einen guten externen D/A- Wandler investiert. Die Musikdateien befinden sich auf einer externen HDD- Platte.

Im foobar 2000 muß noch der Abspielmodus aus dem RAM eingestellt werden: Library- Configure- Advanced- Playback- Full file buffering up to- 2000000, sowie die Puffer length im Output auf mind. 10s eingestellt werden, sonst gibt es bei Livemusik Aussetzer . Diese Einstellung schont nicht nur die externe HDD, sie setzt der Wiedergabe auch noch die Krone auf.

Im Übrigen klingen die vielen foobar- Versionen unterschiedlich, damit kann man spielen, auch abwärts. Der Einsatz von ASIO4All macht sich erforderlich, wenn der Wandler keinen Treiber mitbringt. Mit dieser Konfiguration läuft der PC beim Abspielen mit 0…5% CPU!

Viel Spaß und gutes Gelingen
G.S.


14. September 2017 / Thomas Klein

Hallo Herr Reinecke,

ich habe die C5-Reference jetzt seit einigen Wochen in meinem Zweitsystem in einem Wintergarten als Nahfeldmonitore auf K&M-Stative montiert als Alternative zu meinen Kopfhörern im Einsatz.

Ihrem Testfazit kann ich nur zustimmen, die Klangqualität ist für die Größe und den Preis erstklassig! Im Nahfeld brauchen die C5 nach meiner Wahrnehmung den Vergleich mit einem derzeit gehypten Wireless-Lautsprecher aus UK nicht zu scheuen, wenn ein Top-DAC/PreAmp vorgeschaltet ist.

Dennoch kann ich ein, wenn auch sehr geringes, Grundrauschen im Leerlauf wahrnehmen.

Zuspieler: Synology NAS, Auralic Aries Femto, Ayre CODEX DAC/Pre-/KH Amp, Audeze LCD XC

Thomas Klein


13. September 2017 / Harald Blass

Zu Ihrem Test Luxman LX-380: Gutes Design, ein bisschen retro, ein bisschen 60er Jahre.

Aber halt, gab es das nicht schon einmal? Stimmt, Luxman CL-35 MK-III/Wood – sieht dem Neuen zum Verwechseln ähnlich. Nur das die inneren Werte auf neuestem Stand sind und ganz weit vorne. Für mich eine schöne Entwicklung.

Harald Blass

 


12. September 2017 / Frank Linder

Lieber Herr Baum,

bei der Lektüre Ihres sehr detaillierten Artikels [Test Luxman LX-380] verfestigte sich bei mir der Eindruck ‚weder Fisch noch Fleisch‘ für diesen immerhin fast 7 TEUR teuren Vollverstärker … was sich auch bei einem Hörtest meinerseits kürzlich bestätigte. Schön verarbeitet, mit viele ‚Vintage-Features und -Flair‘ (die aber in der Praxis bei einem Gerät dieser Preisklasse wohl kaum jemand wirklich nutzen möchte).

Hierzu gäbe es eine Reihe interessante Alternativen wie z. B. aus deutschen Landen: Musica Nova aus Fürth – ein blitzsauber, modular aufgebauter Röhren-VV oder Vor-/Endstufen-Kombination, die über mehr als ein Jahrzehnt immer weiter entwickelt wurde. Zu allem Überfluss auch noch zu einem absolut fairen Preis … einfach mal reinhören und selbst urteilen.

Ich würde mir grundsätzlich bei fairaudio für die Zukunft wieder mehr Gerätetests etwas abseits vom Mainstream und den großen Herstellern wünschen. Dies machte Ihre Seite in der Vergangenheit zu einem sehr positiven ‚Außenseiter‘ in diesem Metier.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Linder


11. September 2017 / Markus Fleischer

Hallo Herr Pfleger,

danke für den Artikel. Ich bin ein Fan von Joe B., aber mehr von seinen Live-Performances, die ich in Regensburg erlebt habe. Meine Schwester war in München und war auch schwer begeistert. Live scheint er ein Perfektionist zu sein, was die akustische Abstimmung betrifft. Ich finde, dass sie das leider nicht so besonders auf die CD bringen. Das einzige Album, was für mich klanglich heraussticht, ist das aus der Royal Albert Hall.

Über Künstler und seine Musik möchte ich nichts hinzufügen, würde aber gerne anregen, wie bei fairaudio bei Geräten üblich, noch mehr über Klangqualität zu berichten. Ich finde, ob ein Album einen mitnimmt oder nicht, ist nicht ausschließlich dem geschuldet, ob man die Musik mag.

Falls Sie das beim rezensierten Album anders sehen, interessiert es mich auch. Dann würde ich mir noch mal Gedanken um die Abstimmung meiner Anlage machen.

Vielen Dank und schöne Grüße aus Niederbayern,
Markus Fleischer

Hallo Herr Fleischer,

vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Anregung. In der Tat spielt die Klangqualität eine wesentliche Rolle, ob eine Aufnahme insgesamt überzeugt, fasziniert und mitreißt. Den Raum, den die klangliche Präsentation in einer Rezension (mit begrenztem Umfang) bekommt, würde ich danach bemessen, ob detaillierte Klangfacetten und -nuancen zur musikalischen Erfindung, d. h. zum Kern der jeweiligen Musik gehören.

Ohne Klang gibt's keine Musik, das ist klar. „Klangspielereien“ sind meiner Meinung nach bei einigen Bands zentral und werden dann in den Texten entsprechend zur Sprache gebracht. Bei Joe Bonamassas aktuellem Live-Akustik-Doppeldecker ist die klangliche Präsentation hochwertig, aber nicht auffallend differenziert. Sehr schön und punktgenau ist das chinesische Streichinstrument Erhu klanglich abgebildet, ebenso das metallische Schlagzeug Anton Figs.

Ihnen noch viel Freude und schöne Bluesstunden mit Joe B. - ob auf Platte oder im Konzert!

Beste Grüße
Tobias Pfleger


08. September 2017 / Hans-Georg Seidel

Hallo,

danke für den aufschlussreichen Test [der KSdigital C5-Reference, Anm.d.Red.]. Da dem Monitor praktisch Rauschfreiheit selbst bei leisen Passagen attestiert wird, hat man hier wohl nachgebessert? Die vorherigen Modell sind immer, selbst von Studioleuten, als doch über dem Durchschnitt rauschbehaftet im Leerlauf beschrieben worden.

Gibt es belastbare Angaben auf welche Modelle, ab welchem Zeitraum diese Rauschfreiheit attestiert werden kann? Das entscheidende Hindernis für einen Kauf war für mich bisher die nervige Rauschtendenz im Leerlauf, die vergleichsweise sehr hoch war.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Seidel

Lieber Herr Seidel,

ich kann ihnen nicht sagen, ob und ab wann hier nachgebessert wurde. Fakt ist aber, dass ich selbst äußerst allergisch in Hinsicht Grundrauschen bin und beim Test von Aktivmonitoren intensiv darauf achte. Ich konnte beim aktuellen Probanden KSD C5-Reference keines vernehmen.

Herzliche Grüße,
Jochen Reinecke


07. September 2017 / Mark Becker

Hallo, welchen Vorteil haben die Audioplan Spikes den gegenüber den Originalen von Sonus Faber? Mir wurde hier beantwortet (siehe Leserbrief vom 4. September, die Red.) , es gebe dadurch Klangliche Vorteile! Doch welche genau sollen das sein? Durch die Nichtverwendung der original Spikes fällt der Lautsprecher nach hinten nicht weg. Doch gerade diese Schrägstellung ist es doch, was die Olympicas in ihrem Abstrahlverhalten so gut macht. Kann mir dies mal einer erklären??

Danke, Gruss
Mark Becker

Hallo Herr Becker,

die originalen Spikes habe ich nicht gehört, weil ich wie gesagt standardmäßig mit Audioplan Antispikes höre, auch weil das das Positionieren bzw. "Herumrücken" im Raum erleichtert. Da ich über weitere, längere Gewindestangen für die Antispikes verfüge, lässt sich gleichwohl auch ein Neigungswinkel erreichen. Aber lassen Sie sich von dem Thema bitte nicht verrückt machen, ich habe den Umstand der Vollständigkeit halber im Testbericht erwähnt, die "Besohlung" der Olympica 2 macht aus ihnen keine anderen Lautsprecher.

Grüße
Jörg Dames


06. September 2017 / Werner Goger

Großartiger Test der KSdigital C5! Sehr detaillierte Beschreibung und absolut nachvollziehbare Argumente und Vergleiche. Damit kann man etwas anfangen. Gratuliere!

Werner Goger


05. September 2017 / R. Bodenstab

Sehr geehrter Herr Werner,

habe selten eine so ausführliche Beschreibung eines Klangbildes von einem Verstärker gelesen (Nu Vista 600), das ist wohltuend in einer Zeit von häufig wenig informativen Gerätebeschreibungen in Hifi-Magazinen. Den Klang eines Verstärkers in Worte zu fassen ist auch nicht immer leicht, deshalb hätte ich zum Nu-Vista 600 auch noch ein paar Fragen.

Ich bevorzuge Hifi-Komponenten die detailgetreu, aber auch mit etwas Charakter spielen, also nicht analytisch kalt, sondern eher etwas neutral-warm die Musik vermitteln. Wie ist in dieser Hinsicht der Nuvista 600 einzuschätzen? Ich höre sehr viel Independent Musik (Foals, Daughter, Pixies) sowie Elektro (Bonobo) und Jazz, bin also da relativ breit aufgestellt, Stimmen von Diana Krall, Rebecka Backen aber auch Gitarren von Fink sollten realistisch mit etwas Schmelz nicht zu kalt vermittelt werden. Würde der Nuvista 600 in diese Richtung gehen?

Als Boxenkombination mit dem Nuvista bin ich an Focal Sopra 2 und Sonus-Faber-Boxen interessiert. Können Sie eine derartige Kombination einschätzen? (Natürlich muss man probehören.) Momentan habe ich einen Naim Supernait 2 an Focal-Boxen am Start und suche eine Klangkombination die davon abweichen darf, aber immer noch homogen klingt.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen, mit freundlichen Grüßen
R. Bodenstab

Hallo Herr Bodenstab,

vielen Dank für Ihre E-Mail zum Nu-Vista-600-Test.

Was Aussagen zu konkreten Paarungen mit Lautsprechern betrifft, die ich nicht bzw. nicht gut kenne, bin ich vorsichtig.

Da Sie einen detailgetreuen Verstärker suchen, kann Ihnen der Nu-Vista 600 ganz viel bieten, denn sein Auflösungsvermögen ist hervorragend. Tonal wärmer als neutral gibt er sich allerdings nicht, eher ein kleines bisschen schlanker. „Kalt“ wäre dafür aber der völlig falsche Begriff. Wie ich im Test schrieb: Das ist ein kleines Tendenzchen, keine Schlagseite.

Beste Grüße
Ralph Werner


04. September 2017 / Mark Becker

Kann man mir verraten, warum im Test der Olympica 2 Lautsprecher nicht das originale Spikeset von Sonus Faber verwendet wurde?

Gruss
Mark Becker

Hallo Herr Becker,

ja, das kann ich gerne verraten: Ich schraube die Audioplan Antispikes regelmäßig unter Testlautsprecher - zum einen empfinde ich sie gegenüber Metallspikes meist klanglich vorteilhafter, zum anderen gerät das Positionieren der Lautsprecher leichter und bodenschonender.

Beste Grüße
Jörg Dames