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Leserbriefe

17. Januar 2020 / Thomas Kohl

Guten Morgen!

Geschätzte Redaktion ich vermisse den Test des Dussun V8i, andere Tests desselben Zeitraums sind noch abruf/lesbar – Interessieren würde mich, warum wurde dieser, doch eigentlich positive Test entfernt, oder hatte irgendwer, irgendwie vor irgendjemand vllt. Ängste – preislich, qualitativ und klanglich ist der Amp kaum zu schlagen, bin selber im Besitz desselben und würde den Verstärker nicht mehr hergeben wollen, seit neun Jahren ist das Teil in meinem Besitz, nie Defekte oder Ausfälle welcher Art auch immer gehabt! Wie gesagt, reine Neugier trieb mich zum Schreiben, mal gespannt auf die Antwort

MfG Thomas Kohl

Hallo Herr Kohl,

nein, keinerlei Ängste oder konspirative Umtriebe. Der letzte umfängliche Relaunch unserer Site ging mit einer ziemlich tiefgreifenden Systemumstellung einher. Wir haben im Zuge der Migration alter Testberichte nur solche ins neue System überführt, bei denen das automatisch ging, manuelle Übertragungen wären zu aufwendig geworden. Dem Relaunch sind einige Tests zum Opfer gefallen, das betrifft nicht nur den Dussun.

Schöne Grüße
Jörg Dames


15. Januar 2020 / Daniel Homolka

Hallo Herr Mertens,

da die Nubert nuVero 140 als stromhungrig gilt, wäre ein Hinweis zu dieser Problematik wünschenswert gewesen. Im Artikel lese ich von unproblematischer Aufstellung und Antrieb (?). Neugierig geworden, finde ich als Testequipment dann eine Bryston-Endstufe. Was wäre denn das Minimum an (soliden, nicht Mond-)Watt, das der Verstärker mitbringen sollte?

Da beide in derselben Preisklasse liegen, wäre die Nubert nuVero 140 oder eine etwas wärmer klingende B&W 702 S2 ihr Favorit?

Danke und Gruss
Daniel Homolka

Hallo Herr Homolka,

dank der verschiedenen Einstelloptionen - Stopfen für die Reflexöffnungen und Schalter zur Frequenzganganpassung - lassen sich die Nubert nuVero 140 wirklich gut an den Hörraum und die Aufstellungssituation anpassen. Da haben die bei Nubert offenbar Erfahrung, weswegen die Aufstellung kaum kritisch ist.

In der Datenbank von fairaudio stehen immer die aktuellen Komponenten der Redakteure. Zum Testzeitpunkt habe ich die nuVero 140 mit einem Musical Fidelity AMS 35i betrieben, einem Class-A-Verstärker, der gerade einmal 35 Watt liefert. Insofern kann ich Ihnen versprechen, dass die Lautsprecher nicht viel Leistung benötigen. Angesichts der vier Langhub-Basschassis pro Kanal sollte der Verstärker natürlich schon Strom liefern und einen guten Dämpfungsfaktor besitzen. Einen Röhrenverstärker würde ich vom Prinzip erst einmal für wenig empfehlenswert halten. Doch alles was Transistor, halbwegs stromstabil und unempfindlich gegen die Gegeninduktion der Treiber ist, sollte problemlos mit den nuVero 140 laufen. Auch unterhalb dreistelliger Wattzahlen.

Zu den B&W 702 S2 kann ich leider wenig sagen, da die mein Kollege Jochen Reinecke besprochen hat. Nur soweit: die nuVero 140 sind sehr neutral, jedoch nicht kühl abgestimmt.

Viele Grüße
Martin Mertens


14. Januar 2020 / Harry Zweers

Ich habe mich sehr gefreut über Ihren Test des Hegel-H120-Verstärkers und bin sehr interessiert, wie der Verstärker wirklich klingt. Deswegen werde ich mich in Kürze für einen Hörtermin an meinen Händler wenden.

Was mich an dem Test aber noch mehr interessiert, ist, dass Sie einen Vergleich mit dem Norma HPA-1 machen. Ich erinnere mich an den Test dieses Verstärkers noch sehr gut, und nachdem ich den Test gelesen habe, bin ich lange auf der Suche nach einem Händler gewesen. Im Internet aber leider nichts gefunden! Auch jetzt wieder gesucht – ohne Erfolg. Bitte sagen Sie mir, wo ich den Norma HPA-1 eventuell anhören kann. Als ich vor ein paar Jahren eine Verstärker-Wunschliste erstellt habe, war dieser Norma HPA-1 mein Favorit … aber anscheinend gibt es diesen Verstärker überhaupt nicht.

Über eine Rückmeldung wurde ich mich sehr freuen! Vielen Dank im Voraus.

Harry Zweers

Hallo Herr Zweers,

danke für Ihre Zuschrift - und sorry, wir haben uns bei der Bezeichnung des Norma-Verstärkers im Hegel H120-Test geirrt, der nennt sich Norma Audio HS-IPA1 (und nicht „HPA-1“). Das haben wir inzwischen korrigiert.

Wo Sie den Norma-Verstärker hören können, erfragen Sie am besten direkt beim Vertrieb: Audioplan (Herr Kühn), Telefon: +49(0)7246-1751 / E-Mail: info@audioplan.de

Viele Grüße
Ralph Werner


10. Januar 2020 / Rudolf Goerke

Hallo Herr Zoporowski,

vor gut einer Woche habe ich mir aufgrund Ihrer Klangbeschreibung den Arcam CDS50 angeschafft. Ein neuer CD-Player war wegen Leseschwierigkeiten des alten fällig geworden. Vor allem Ihre Beurteilung des „frischen“ Klangbildes des CD-Players in Kombination mit dem etwas sonorer abgestimmten Amp aus gleichem Hause hatte mich interessiert. Ich habe den Arcam CD-Player mit einem auch neuen in-akustik Exzellenz Kabel an meinen NAD M3 Vollverstärker angeschlossen. Der Klanggewinn und die Performance waren ausgezeichnet. Hier der sauber auflösende mit wunderbaren Stimmen klingende Arcam, dort der kräftige und satt klingende NAD M3. Ich bin begeistert, einzig die nur über iOS funktionierende App ist ein kleiner Wermutstropfen und die etwas einfache Lade. Ansonsten Dank für die gute Beschreibung des Klangbildes.

Rudolf Goerke


10. Januar 2020 / Frank Hartmann

Hallo,

habe soeben die aktuelle fairaudio’s favourite Liste 2019 durchgesehen und habe jetzt ein extrem breites Grinsen im Gesicht, da ich mir im Laufe des Jahres sowohl die Buchardt S400 wie auch den Innuos ZENmini Mk3 zugelegt habe. Ich kann die positiven Eindrücke bzw. Meinungen zu beiden Geräten mehr als bestätigen und möchte beide definitiv nicht mehr missen 🙂

Grüße und eine gute Zeit!
Frank Hartmann


03. Januar 2020 / Reza Grimm-Mostofi

Sehr geehrtes Redaktionsteam,

vor Kurzem wurde ich durch Ihren Bericht auf den Switch Silent Angel Bonn 8 aufmerksam geworden. Seit einigen Tagen habe ich den Switch bei mir im Einsatz und muss zugeben, dass die Auflösung und die Raumdarstellung merklich besser geworden sind. Normalerweise bin ich bei Tuningsmaßnahmen im digitalen Bereich sehr skeptisch und vorsichtig, aber hier wurde ich eines Besseren belehrt.

Ich würde gerne Ihre Meinung erfahren, ob der Einsatz eines externen Linearnetzteils, gemeint sind Produkte der Firma sBooster, statt des Standardnetzteils die positiven Effekte weiter verstärken könnte.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Grimm-Mostofi

Lieber Herr Grimm-Mostofi,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Tatsächlich lassen sich durch den Einsatz eines zum Silent Angel Bonn 8 passenden sBooster-Linearnetzteils die positiven Effekte weiter verstärken. Insbesondere die Präzision der Abbildung scheint noch einmal zu gewinnen. Allerdings liegen die klanglichen Gewinne im (sehr) subtilen Bereich.

Viele Grüße
Ralph Werner


17. Dezember 2019 / H.G. Seidel

Hallo, überzeugender Hörbericht zum Kii Three Aktivlautprecher. Aber wie soll das Bassmodul noch eine Oktave tiefer spielen, wenn der Monitor schon bis 20 Hz reicht, das also keine Märchenangabe ist? Substanzieller in großen Räumen ja, aber tiefer?

Mit frdl. Grüßen
H.G. Seidel

Hallo Herr Seidel,

auf der letzen Münchener High End konnte ich einen unmittelbaren A/B-Vergleich der beiden Kii-Varianten verfolgen. Auch das Kii-Three-Kompaktsystem hatte keine Mühe, den doch klar über handelsübliche Wohnzimmergröße hinausgehenden Vorführraum mit genügend Bassenergie zu versorgen. Womöglich hätte man tieftonseitig eher größere Unterschiede erwartet. Allerdings geht es beim Thema „mit/ohne BXT“ ja auch noch um andere Aspekte: Die vertikale Anordnung der Treiber auf dem BXT-Sockel  sorgt für eine stärkere vertikale Bündelung der unteren Frequenzen, was dann sogar wieder kleineren Hörräumen zugutekommen kann.

Hier noch einmal die Unterschiede im Frequenzgang (Herstellerdaten, normaler Leistungsbereich, vor Eingreifen des Limiters):

Kii THREE:  -6 dB bei 20 Hz (entsprechend dem Rolloff erster Ordnung, also -3 dB bei 30 Hz)
Kii THREE BXT:  -3 dB bei 20 Hz

Schöne Grüße
Jörg Dames


05. Dezember 2019 / Ernst Wilhelm Grüter

Moin!

Kann man das Dynaudio Music 7 System reibungslos in eine Kette Amazon fire TV und Fernsehgerät einbinden? Ist die zugehörige App weiterentwickelt worden? Kann man ein NAS-System direkt über die App bedienen oder braucht man eine zusätzliche App?

Mit freundlichen Grüßen
Ernst Wilhelm Grüter

Hallo Herr Grüter,

wenn Sie den Fernsehton über das Dynaudio Music 7 System ausgeben möchten, können Sie das zum Beispiel über Toslink oder über die HDMI-ARC-Schnittstelle. In beiden Fällen sollten Sie die Ausgabe im Menü des TV auf PCM stellen. Die Einbindung einer NAS funktioniert, die Bedienung muss (zurzeit) aber noch über externe Apps erfolgen, wie im Testbericht geschildert.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen helfen.

Viele Grüße
Ralph Werner


27. November 2019 / Michael Brencher

Mir scheint die Raumakustik (siehe unser Artikel “Grundlagen der Raumakustik“, die Red.)  der wichtigste Aspekt des  HiFi zu sein, dann folgt die Stromaufbereitung und dann die Geräteplattformen. Dass die Hersteller wissen, wie Geräte gebaut werden, damit sie Musik reproduzieren, ist unbestritten. Sie unterscheiden sich eigentlich nur geschmacklich. So lang man sich nicht ins Exil eines Nur-Hörraums zurückziehen will oder eine coole Designer-Hütte beschallen will, wäre für mich der ideale Akustikprofi ein von Produkten unabhängiger Berater (der ggf. den Markt überblickt), der ein optimales Ergebnis hinbekommt, das in einem normalen Wohnraum mit den vorhandenen Einrichtungsgegenständen möglich ist und nicht durch Akustikelemente mehr oder weniger an ein Studio erinnert. Ich möchte mit Musik leben!

Michael Brencher

Hallo Herr Brencher,

Raumakustik ist ein extrem wichtiger Einflussfaktor. Je nach Wohnzimmerschnitt und -einrichtung sind aber glücklicherweise auch ohne überbordende raumakustische Maßnahmen überzeugende Ergebnisse möglich bzw. oft einfache Veränderungen (alleine die Lautsprecherpositionierung) schon ziemlich gewinnbringend. Daher finde ich es in praxi nicht sinnvoll feste Reihenfolgen zu definieren, denn auch mit ungünstigen Stellflächen (in meiner Vor-fairaudio-Zeit dachte ich nach einem Umzug einmal, meine Geräte wären kaputt gegangen) lässt sich der Klang ebenso trefflich ruinieren wie mit subjektiv "suboptimal" klingenden oder auch objektiv geringwertigeren Komponenten. Selbst vermeintliche Banalitäten wie "wackelig" aufgestellte Lautsprecher können mitunter eine sehr gut klingende Anlage zu einer mäßig klingenden Anlage degradieren - trotz guter Raumakustik.

Der Spruch "eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied" passt hier eigentlich ganz gut.

Beste Grüße
Jörg Dames


11. November 2019 / R. Götzenberger

Sie haben seinerzeit beim Test der Sauermann-Endstufe in der Zusammenfassung geschrieben: “einen härtefreien, gleichsam sehr transparenten, feinste Texturen hörbar werden lassenden Hochtonbereich, der aufs erste Hören vielleicht etwas weniger hell-leuchtend als von manch anderem Verstärker gewohnt klingen mag, zu dem die Wort-Kombi „tonal zurückgenommen“ aber dennoch nicht passen will: …” Wie bewerten Sie dazu im Vergleich die Bryston 7B³? Spielt sie auf Augenhöhe mit dem Sauermann, was Feindynamik, Auflösung , Transientenwiedergabe angeht, oder übertrifft sie diesen merklich? Eine Antwort würde mir weiterhelfen!

Mit freundlichem Gruß
R. Götzenberger

Hallo Herr Götzenberger,

der Test der Sauermann-Endstufe liegt zwar bereits eine Weile zurück, dennoch bin ich recht sicher, dass die Bryston 7B³ - und dass ohne jeglichen Anflug von unangenehmer Analytik - in Sachen Feindynamik und Auflösung die Nase vorne haben, wenngleich der Sauermann-Amp hier ebenfalls ziemlich gut unterwegs ist. Der Sauermann Verstärker hat übrigens einen Nachfolger: den deutlich energieeffizienteren Genuin Nimbus.

Schöne Grüße
Jörg Dames


24. Oktober 2019 / Stefan Reinhold

Viele Worte beschreiben den wohl guten Rega-Verstärker. Allerdings wird nicht gesagt, mit welchen Lautsprechern getestet wurde. Mich würde interessieren, ob der die Dynaudio Contour 1.3 ausreizt – ganz? Oder teilweise?! Ein Verstärker zu dem Preis sollte das können. Kann dieser das? Können Sie diese Frage beantworten? Oder lieber ein anderer? Tipp? Weil die Dynaudios gerne zicken.

Vielen Dank für den Artikel.

Stefan Reinhold

Hallo Herr Reinhold,

danke für Ihre Zuschrift! Am Ende eines jeden Testberichts finden sie einen Equipment-Kasten, dort wird angegeben, mit welchen eigenen Komponenten/Lautsprechern der jeweilige Tester aktuell hört und arbeitet. Da der Test des Rega Elicit nun aber auch schon gut zehn Jahre her ist und ich keine Erfahrungen mit der Dynaudio Contour 1.3 sammeln konnte, kann ich Ihnen da leider nicht wirklich weiterhelfen …

Wenn Sie Anregungen suchen, welcher Verstärker passen könnte: Schauen Sie doch einfach in unser Testarchiv (https://www.fairaudio.de/test/hifi-verstaerker/), dort können Sie auch bequem nach Marke, Gerätegattung und Preis selektieren. Viel Spaß beim Stöbern!

Viele Grüße
Ralph Werner


23. Oktober 2019 / Markus Gerhards

Ich habe die Messe auch besucht [die Westdeutschen HiFi-Tage 2019, Anm.d.Red.]. Dieses Jahr war ich an einem Samstag dort, sonst meist am Sonntag. Der Samstag 2019 hat noch mehr Besucher gesehen, als es der Sonntag im Jahr zuvor tat. Es dürfte zwar anders kaum machbar sein, auf relativ kleinem Raum so viele Aussteller zusammenzubringen, aber außer im Erdgeschoss habe ich mich nirgends wohlgefühlt. Die relativ engen Flure waren überfüllt, sodass es eher wie beim Football zuging als bei einem Spaziergang. Echt anstrengend und nichts für Zartbesaitete. Da aufgrund des großen Interesses ständig Türen auf und zu gemacht wurden (oder irgendwann einfach offen gelassen wurden, was durchaus verständlich ist), machte es nicht besser. Ein Klangchaos begleitete die Messebesucher so während des mühseligen Wegs über die Flure. Natürlich konnte man auch in die Räume hinein. Selten jedoch ohne in den Türen verweilende Gäste um Zutritt zu bitten. Klar, warum sich die Zeit nehmen und hineingehen bei der Anzahl der Aussteller. Mir hat es so keinen Spaß gemacht.

Zum Angebotenen möchte ich sagen, dass natürlich jedes System eines jeden Ausstellers anders klang. In keinem Raum klang es so wie im nächsten, was naturgemäß zu erwarten war. Oft hatte ich aber nur einen Gedanken im Kopf: „Teuer kann jeder“. Sicher, es gab auch preisgünstige Anlagen zu hören, die wirklich tollen Klang produzierten, aber wie auch in diesem Artikel scheint es interessanter (oder lohnender für die Berichterstatter) die megateuren Anlagen jenseits von 100.000 Euro zu feiern. Ich selbst zähle mich durchaus zu denjenigen, die bereit sind für den besonderen Klang besonders viel Geld auszugeben (auch gern im hohen fünfstelligen Bereich), aber ich glaube für 99 % der Menschen (auch derer die die Messe besucht haben) sind Anlagen, die preislich darunter liegen, interessanter. Insbesondere wenn sie auch noch fantastisch klingen.

Neben meinen Anmerkungen zu diesem Artikel habe ich noch eine Anregung. Da ja durchaus nicht jedes Jahr jeder Aussteller eine komplett neue Produktpalette vorführt, würde es aus meiner Sicht Sinn ergeben, wenn man denn (gern auch preisklassenbezogen) Empfehlungen für einen künftigen Besuch aussprechen würde. Was hat besonders gefallen? Was hat überrascht? (Vielleicht trotz eines günstigeren Preises.) Ein Urteil erlaubt Ihr Euch ja zum Glück durchaus hier schon seit Jahren und viele, die wie ich wiederkehren, schätzen genau das. Die Sorge, dass sich manch Hersteller beleidigt zeigt, wenn er nicht erwähnt wird, ist zwar gegeben, aber man sollte sich trotzdem trauen.

Markus Gerhards

Hallo Herr Gerhards,

vielen Dank für ihre Messeimpressionen, die einmal einen etwas anderen Blick auf eine solche Veranstaltung erlauben, als der eines Redakteurs, dem, angesichts einer in der Regel doch recht großen Zahl an Ausstellern und ausgestellten Produkten, häufig nur wenig Zeit bleibt zu entscheiden, welcher Aussteller nun explizit Erwähnung in einem Messebericht findet und wer nicht. Dabei ist Klang naturgemäß ein wesentliches Kriterium, aber auch Aktualität und Originalität spielen hier durchaus eine Rolle.

Auch in Bonn haben es wieder einige Hersteller in den Bericht geschafft, die wir vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatten. Andere wiederum beweisen durch kontinuierlich gute Vorführungen eine beachtenswerte „Langzeitkonstanz“ und haben sich eine Erwähnung daher ebenfalls verdient. Sicher, die Mischung tendierte gerade in diesem Jahr ein wenig zu Höherpreisigem, doch verschließen wir uns Anbietern in niedrigeren Preissegmenten dabei keineswegs. Allerdings ist dies, wie sie selber auch anmerken, oft eine Frage des Standpunkts. So kann ein NF-Kabel um 200 Euro dem einen extrem günstig erscheinen, während es für andere bereits die Schmerzgrenze markiert.

Auch im Bonner Maritim konnte es auf den Hotelfluren schon mal etwas gedrängter zugehen und bei besonders angesagten und beliebten Ausstellern, selbst in den größeren Sälen, waren nicht immer für alle Interessierten ausreichend Sitzplätze vorhanden. Insgesamt schienen uns die diesjährigen Westdeutschen HiFi-Tage aber keineswegs überlaufen zu sein, denn es ließen sich stets reichlich Ausstellungsräume und Vorführungen finden, wo es halt doch bedeutend „luftiger“ zuging.

Naturgemäß kann ein ständiges Rein und Raus dem konzentrierten Hörgenuss nicht zuträglich sein. Auf einer Messe, ein wenig Rücksichtnahme aller Beteiligten vorausgesetzt, muss dies aber wohl in Kauf genommen werden, sonst stünde die Masse der Besucher häufiger vor verschlossenen Türen.

Empfehlungen zum Besuch bestimmter Vorführungen für anstehende HiFi-Messen zu geben, dürfte sich, zumindest im Hinblick auf den zu prognostizierenden Klang, auch für uns als schwierig erweisen. Bei Interesse sollten sich aber aus bisherigen Messeberichten durchaus brauchbare Rückschlüsse hinsichtlich der zu erwartenden Performance eines bestimmten Herstellers oder Vertriebes ziehen lassen.

Mit besten Grüßen
Frank Hakopians

 


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