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Leserbriefe

06. Mai 2021 / R. Seifert

Hallo Herr Dames,

ich bin neugierig bezüglich Ihrer schönsten Endstufe auf dem Markt (Norma Revo PA 150). Beweggründe zum Erwerb? Nutzen Sie diese mit dem Norma DAC/Pre oder mit dem Funk MTX?

Mit freundlichen Grüßen
R. Seifert

Hallo Herr Seifert,

klanglich top (neutral, sehr fehlerfei und schlagseitenfrei musikdienlich), energieeffizient, physisch noch portabel und für mich unterm Strich eine echte Referenz beziehunsgweise ein würdiges Back-up flankierend zu meinen größeren Bryston 7B3.

Der Norma-DAC ist nur über den Kopfhörerausgang lautstärkeregelbar: Die Endstufe Norma Revo PA 150 spielt also in einer Kette mit Norma-DAC und analoger Funk-MTX-Vorstufe.

Beste Grüße
Jörg Dames


04. Mai 2021 / Hans-Ingo Trompeter

Betreff: Test Aqua Formula und Leserbrief „Macht nichts falsch“

Hallo Herr Werner, hallo Herr Lausen,

als „statisch“ möchte ich meinen LaScala II von Aqua (insbesondere nach dem Wechsel auf die aktuell verbauten Röhren) nun nicht bezeichnen; er spielt aber auch nicht vordergründig „schnell“. Tatsächlich finde ich das meiste der Klangbeschreibungen zum Formula auch im LaScala II wieder, insbesondere schätze ich die völlig natürliche Transparenz und Offenheit, die ich so von „gefilterten“ DACs auch noch nicht vernommen habe (Vorgänger war ein Ayre DX-5).

Tatsächlich verschiebt die Integration des Innous PhoenixUSB in die Kette Aurender X100L > LaScala II das Klangbild noch mehr in Richtung Plastizität, Raumtiefe und transparenter Durchhörbarkeit. Interessant im Formula-Test wäre noch (falls ich es nicht überlesen habe) eine Diskussion asymmetrischer vs. symmetrischer Ausgang gewesen, insbesondere wegen der bei Letzterem verwendeten Trafos. Bei mir spielt’s symmetrisch auf.

Hans-Ingo Trompeter

Hallo Herr Trompeter,

vielen Dank für Ihre Einschätzung und die Schilderung Ihrer Eindrücke.

Der symmetrische und unsymmetrische Ausgang des Aqua Formula klingen sehr, sehr ähnlich. Die symmetrische Verbindung wirkt im Vergleich allenfalls einen Hauch geschmeidiger und wärmer in den Mitten, aber das würde ich nicht zu hoch hängen wollen, zumal ja auch die „Empfängerseite“, sprich der folgende Verstärker bei der Verbindungsfrage ein Wörtchen mitzureden hat - eines, das eventuell entscheidender ist als der Unterschied beim Aqua.

Viele Grüße
Ralph Werner


04. Mai 2021 / Norbert Reis

Hallo Herr Werner,

Ihr Bericht zum Aqua Formula ist wieder klar formuliert und technisch fundiert. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass bei Delta-Sigma-Dacs durch genauestes Clocking alle wesentlichen Nachteile des Filters überkommen werden. Mit Rubidium- oder hochwertigen OCXO-Clocks wird die R2R vs. Delta Sigma Diskussion akademisch. Viel entscheidender sind vielmehr die Analogstufen, insbesondere deren Immunität gegen digitale Störstreuungen respektive EMI/RFI.

Beste Grüße
Ihr Norbert Reis


03. Mai 2021 / Sven Lausen

Lieber Herr Werner,

die Beschreibung des Aqua DACs deckt sich mit meinen Wahrnehmungen eines allerdings röhrenbasierten DACs aus demselben Hause für etwa 6000 Euro. Tatsächlich war er mir aber zu statisch. Mein sicherlich nicht auf allerhöchstem Niveau angesiedelter Pro-Ject Pre Box S 2 mit Accu Box macht aber für meinen persönlichen Geschmack nichts Wesentliches falsch, zugleich gefällt dieser DAC mir aber mit elektronischer Musik besser, da der Tiefton nicht so präsent ist, neutraler also. Daher möchte ich nochmals an dieser Stelle fragen, wie der DAC im Verhältnis zu Ihrem Referenzgerät Luxman DA-06 dasteht. Ich habe schon mehrfach über dessen Anschaffung nachgedacht, ohne ihn allerdings jemals gehört zu haben.

Herzliche Grüße
Sven Lausen

Hallo Herr Lausen,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. „Statisch“ ist so ziemlich das letzte Adjektiv, das mir zum Aqua Formula einfällt, da gehen unsere Wahrnehmungen doch etwas auseinander – aber Sie beziehen sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Aqua La Scala. Den kenne ich wiederum nicht und kann deshalb auch keinen Vergleich zum Luxman DA-06 anbieten. Das Gleiche gilt für den Pro-Ject.

Viele Grüße
Ralph Werner


22. April 2021 / Peter Singer

Fragen zum Test: Boaacoustic Evolution Black.usb2.0 und Evolution Black.digital

Ich hätte gerne wenigstens einen Ansatz von Erklärung dafür, weshalb das Kabelmaterial bei digitaler Übertragung Einfluss auf die Klangfarbe habe sollte.

Meine Verständnis: Das Übertragungsmedium hat sehr wohl großen Einfluss auf die Übertragungsqualität, aber bei digitalen Signalen kann eine Störung prinzipbedingt bei jedem übertragenen Bit auftreten. Das führt dann dazu, dass der Empfänger die Daten falsch interpretiert. Was genau falsch interpretiert wird, hängt davon ab, welches Einzelbit in der Übertragung verfälscht wird. Deshalb ist es nach meiner Meinung praktisch unmöglich, dass USB-Kabel Einfluss auf den Frequenz- oder Phasengang des analogen Audiosignals haben.

Ich lasse mich gerne überzeugen, aber eigentlich würde ich dann erwarten, dass man das mit analogen Messungen am Signal nachvollzieht. Selbst wenn man die Zusammenhänge im Spektrum nicht versteht, sollte man eine solche Änderung wenigstens sehen.

Wie gesagt, ich bitte um eine plausible Erklärung, nur auf die Hörtests zu verweisen ist mir in dem Fall viel zu einfach. Danke.

Peter Singer

Hallo Herr Singer,

danke für Ihre Feedback zu diesem Test – Berichte über Digitalkabel scheinen öfter einmal zu polarisieren.

Audio-Digitaltechnik ist reichlich komplex und jenseits der Frage, ob einzelne Bits korrekt übertragen werden gibt es ja auch noch Einflüsse wie Jitter, Rauschen, EMI-Einstreuungen, eventuell vorhandene, unvorteilhafte galvanische Kopplungen von Geräten etc. Und um das Chaos zu komplettieren, hängt vieles auch noch von der Sender- und der Empfängerseite ab.

Genau deshalb lautet unser Ratschlag auch regelmäßig: Selbst ausprobieren! Ein solcher Test dient als Anregung, genau das zu tun. Und kaum etwas lässt sich leichter zur Probe hören als ein Digitalkabel – wenn es nicht gefällt, dann geht es halt wieder zurück.

Warum sollte man den eigenen Ohren nicht trauen, nur weil einem eine vermeintlich „harte“ Messung für das Phänomen fehlt?

Viele Grüße
Ralph Werner


22. April 2021 / Ronald Gneiting

Test Digitalkabel von Boaacoustic

Hallo Herr Schwertfeger,

ich war auch lange der Meinung, dass ich mit einem 150 Euro Digitalkabel (BNC-Cinch) eines sehr bekannten Herstellers von meinem Naim Core zum Atom gut aufgehoben bin.

Als ich mir dann mal vor gut einem Jahr das neue Digi von WSS Premiumline angehört habe, war der Sprung so eindeutig, dass ich sofort zugeschlagen habe, trotz des dreifachen Preises (Reinsilber und auch wirklich komplett Made in Germany).

Gruß
Ronald Gneiting


16. April 2021 / R. Hohn

Hallo fairaudio-Team,

es ist ja bekanntlich so, dass die Stromaufbereitung (siehe Test GigaWatt PowerPrime, die Red.) viel Stoff für Streitereien in allerlei Foren bietet und selbsternannte Elektrofachmänner gebetsmühlenartig vorrechnen, dass das alles nichts bringt, aber es zum Teil selbst nicht probiert haben, oder das Glück haben auf dem Land zu leben mit wenig Verunreinigung im Netz und keinem Elektrosmog. Wahrscheinlich reicht sogar dieser kleine Bericht für eine große Diskussion.

Ich selbst habe nicht so ein Glück und verzweifle oft beim Musikhören. Es reicht von Glücksgefühlen, Gänsehaut am späten Abend und größter Frustration unter der Woche mittags. Dies hat nichts mit der jeweiligen Verfassung oder Laune zu tun und lässt sich auch nicht immer zeitlich festmachen.

Nach einem bestimmt dreiviertelstündigem Gespräch mit Herrn Strassner (ein sehr netter Mann mit einer ruhigen Ausstrahlung) auf einer Messe in Darmstadt, habe ich, obwohl ich auch sehr skeptisch war, eine Filternetzleiste von HMS gekauft. Nun will ich aber nicht behaupten, dass meine Probleme gelöst sind. Ich habe immer noch große Schwankungen im Klangbild, höre aber insgesamt auf höherem Niveau. Die Filterleiste beruhigt das Klangbild, die Höhen verfranzen nicht mehr so, verschiedene Hi-Hats gleichzeitig sind z.B. deutlich voneinander zu unterscheiden und kein Einheitsbrei. Beckenschläge klingen länger und besser hörbar aus. Der Bass ist besser verfolgbar und alles klingt etwas organischer.

Für manchen klingt das vielleicht nicht so anspringend und dynamisch, aber es lohnt sich und auch das Gehirn freut sich, weil es die Instrumente nicht selbst aufwendig voneinander trennen muss und man kann länger entspannt Musik hören.

Was mir aber auch sehr wichtig erscheint und den meisten relativ unwichtig erscheint, ist das Fernhalten von Stromkabel, Chinchkabel analog und digital, Netzwerkkabel voneinander. Nach meiner Erfahrung sollte man mindestens 10 cm einhalten, oder wo das nicht möglich ist mit kleinen Trennplatten z.B. aus Kunststoff arbeiten. Auch das Abschließen aller offenen Anschlüsse (auch nicht gebrauchte Netzwerkanschlüsse oder Digitalanschlüsse und sogar Kopfhöreranschlüsse) sind ein Versuch wert. Den Turmbau zu Babel werden die meisten wahrscheinlich nicht mehr machen und die Geräte auf Abstand halten.

So, dies war mal ein Teil meiner Erfahrungen und wenn der Beitrag veröffentlicht wird, kann er vielleicht anderen helfen auch etwas zu probieren, denn eigentlich wollen wir ja alle nur genussvoll Musik hören.

Viele Grüße
Reiner

Lieber Herr Hohn,

vielen Dank für Ihren interessanten Erfahrungsbericht. Mit modernen Filterlösungen haben wir klanglich ebenfalls sehr gute Erfahrungen (siehe unser Testarchiv -> bitte "Netzfilter" unter "Kategorie"-Menü wählen) gemacht, die ich ganz ähnlich beschreiben würde wie Sie. Dynamikeinschränkungen sollten mit modernen, wertigen Filtern tatsächlich kein Problem sein, zumal häufig ja extra Steckplätze für stromfordernde Verstärker angeboten werden. Letzteres ist ja auch bei der von Ihnen erwähnten HMS Energia MkII der Fall, die wir bereits im Test hatten und seitdem hinter meinem Rack im Dauereinsatz ist. Durch die Einzelsteckplatzfilterung wird übrigens auch die Beeinflussung der Geräte untereinander reduziert - es geht nicht nur um von außen einwirkende Störungen.

Kabel auf Abstand zu halten, ist ebenfalls eine gute Idee, nimmt doch die Intensität von elektromagnetischen Feldern, wenn sie sich kugelförmig ausbreiten, pro Flächeneinheit überproportional mit der Entfernung ab - und zwar mit dem Quadrat der Entfernungsveränderung.

Mit Blick auf weitere, allgemeine Tipps zum Klangtuning verweise ich auch gerne auf unseren Bericht Tipps & Praxis Tuning-Tricks für guten Hifi-Klang.

Weiterhin maximalen Hörgenuss!

Beste Grüße
Jörg Dames


15. April 2021 / Ronald Schickling

Zum Test der Buchardt A500: Herr Bruss, Sie beziehen sich in Ihren Aussagen zum Klang in der Regel auf die drahtlose Betriebsweise, das schicken Sie voraus. Sie konstatieren aber eine deutliche Klangverbesserung durch direkten Anschluss eines Vorverstärkers an die Boxen.

Leider wird nicht deutlich, welche Signalwege Sie da vergleichen: Wird der Direktanschluss an die Box mit dem Anschluss des Vorverstärkers an die analogen Eingänge des Hub verglichen? Oder mit der digitalen Einspeisung in den Hub? Ersteres muss zu einer Verschlechterung des Signals führen, da gegenüber dem rein digitalen Pfad zwei Wandlungsstufen dazwischengeschaltet werden: DA im Vorverstärker, AD im Hub.

Ich könnte mir vorstellen, dass die direkte digitale Einspeisung (WLAN, bzw. Toslink oder SPDIF) besser klingt. Die Erfahrung habe ich zumindest mit einigen von mir getesteten Aktivboxen gemacht. Es wäre schön, wenn Sie dazu noch ein paar Worte verlieren würden.

Ich habe gerade die kleinere Version der Nubert, die X3000, zur Ansicht hier und wenn die Buchardt den Nuberts so überlegen ist, wie Sie im Text schreiben (na ja – kein Wunder beim dreifachen Preis), dann werde ich mich evtl. umentscheiden. Ich bevorzuge aber den digitalen Signalweg und der sollte nicht schlechter sein…

Viele Grüße – Ronald Schickling

Hallo Herr Schickling,

danke für Ihre Nachricht. Der Vergleich fand statt zwischen der Funkstrecke vom Audio Hub, der “über den analogen Line In mit Signalen vom Norma Audio SC-2/DAC-Vorverstärker und dem optischen Digitaleingang vom Apple TV gefüttert wird“ und der direkten XLR-Verbindung vom Norma SC-2/DAC zu den Lautsprechern.

In zwei Fällen (Line In beim Audio Hub und XLR-Verbindung zu den A500) kommt derselbe D/A-Wandler (im Norma) zum Einsatz. Natürlich könnte hier im ersten Fall der A/D-Wandler im Audio Hub eine Rolle spielen. Allerdings findet auch bei der analogen Ansteuerung der Lautsprecher ebendort eine A/D-Wandlung (selber Chip) statt, um die Mastertunings über das DSP der A500 realisieren zu können.

Unabhängig davon brachte die digitale Toslink-Verbindung (und probeweise Bluetooth) keine Vorteile – trotz des Wegfalls der A/D-Wandlung. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der D/A-Wandler im Norma – die ganze vorgelagerte Kette – qualitativ sehr hochwertig ist und die Zuspielung via Toslink/Bluetooth auf gänzlich anderem (nicht so hochwertigem) Weg über das AppleTV/iPhone stattfand.

Sie sehen also: Am Ende sind Gedankenspiele außerhalb des konkret Getesteten nur „qualifizierte Mutmaßungen", die den komplexen individuellen Situationen und Fragestellungen nicht wirklich gerecht werden können. Alles in allem scheint der Faktor A/D-Wandler in meiner Kette keine dominante Rolle zu spielen. Hier trat der Audio Hub als Gesamtpaket als Nadelöhr auf – und zwar so gut wie egal, ob analog oder digital angesteuert.

Mein Rat: Machen Sie Gebrauch von den Angeboten der Hersteller zum Probehören – nur so werden Sie abschließende Gewissheit in jeder Hinsicht haben.

Viel Spaß dabei!
Michael Bruss


09. April 2021 / W. Zwiener

Sehr geehrter Herr Mertens,

meine gesamte Musik ist CD-Material 44,1/16. Meine Frage lautet, wie gut hört sich das auf dem Player DAP Cayin N3 Pro an. Wird das bei allen DAPs in bestmöglicher Weise gewandelt?

Mit freundlichen Grüßen
W. Zwiener

Hallo Herr Zwiener,

mit guten Kopfhöreren hört man über den Cayin N3 Pro, dass CD-Qualität Grenzen hat. Gerade hier empfinde ich die Röhren als Bereicherung. Die bringen ein wenig mehr Farbe in fade Aufnahmen. Und bei guten Aufnahmen oder wenn man doch mal HiRes-Daten hat, kann man auf den sehr neutralen und hochwertigen Solid-State-Amp umschalten. Die meisten besseren DAPs haben hochwertige Wandler-Chips, die Unterschiede liegen meist in den Verstärkern, bei der Ausstattung und Bedienung.

Viele Grüße
Martin Mertens


09. April 2021 / Thomas Gärtner

Lieber Herr Bayer,

schon seit einiger Zeit schleiche um das Thema Plattengewicht bzw. -klemme herum.

Was mich bislang davon abhielt, dies auf meinem Rega P8 zu versuchen, ist schlicht die Befürchtung, dass dieses zusätzliche Gewicht schlecht für das Tellerlager sein könnte und sich somit in einem erhöhten Verschleiß niederschlägt.

Dabei wäre diese Klemme angesichts oft verwellter Scheiben sicherlich eine gute Wahl. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Beste Grüße
Thomas Gärtner

Hallo Herr Gärtner,

danke für Ihre Nachricht. Es gibt sicher noch leichtere Klemmen, die überhaupt keine Belastung für das Lager darstellen. Die Michell Techno Clamp fiele mir da spontan ein. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der bFly Octopus einen erhöhten Verschleiß erzeugen könnte. Dafür wiegt er einfach zu wenig. Da müssen Sie wirklich keine Sorge haben.

Beste Grüße
Christian Bayer


08. April 2021 / N. Reis

Lieber Herr Werner,

vielen Dank für einen sehr klar formulierten und technisch fundierten Bericht [zum Innuos PhoenixNET; Anm.d.Red.].

Wir sind allerdings m. E. mit der Entwicklung von zahllosen individuell getakteten Einzelgeräten in Serienschaltung auf dem Holzweg. Eine logischere Vorgehensweise wäre ein vollständiges Überdenken der Verbindung vom Netzanschluss zum DAC, also der gesamten digitalen Kette. Würde man diese über eine Masterclock gesteuerte Ethernet- oder vielleicht noch besser – optische Verbindung darstellen, so ließe sich die RFI/EMI-Einstreuung sowie Ground Loops weitestgehend vermeiden und es gäbe auch keine Notwendigkeit für im Extremfall 4 separate OCXO-Clocks (PhoenixNet, Server, PhoenixUSB, DAC) mit zugehörigen Netzteilen. Nix für ungut, aber die Frage nach dem rechten Verhältnis von Aufwand und Ertrag stellt sich da schon …

Beste Grüße
N. Reis

Hallo Herr Reis,

die Idee hat natürlich etwas für sich, im Studio synchronisiert man unterschiedliche Digital-Komponenten ja auch oft. Ob der Aufwand damit sinkt – eine Masterclock muss her, entsprechende Verkabelung, ein geeigneter Router, Streamer/Server, DAC – sei aber mal dahingestellt.

Viele Grüße
Ralph Werner


07. April 2021 / R. Stein

Hallo Herr Baum,

Ihre Testberichte bzw. Eindrücke finde ich immer am beeindruckendsten. Ich hätte eine kurze Frage zwecks Benutzung des Kondo Ls-Kabels in Ihrer Anlage. Sie besaßen ja früher die Tellurium Kabel Ultra Black LS in Ihrer Anlage und wechselten dann auf das Kondo. Würden Sie das Kondo auf jedenfalls selbst an Transistorelektronik gegenüber dem Tellurium vorziehen, oder gefällt es Ihnen am besten in Synergie mit Röhrenelektronik. Für eine Rückmeldung wäre ich Ihnen dankbar.

Viele Grüße
R. Stein

Hallo Herr Stein,

Ihre Frage so pauschal zu beantworten, wie sie gestellt wurde, ist leider nicht möglich. Ob ein Kondo Operia SPc gegenüber dem Tellurium Ultra Black einen klanglichen Fortschritt bedeutet, hängt nämlich stark von Ihrer Kette und Ihrem Geschmack ab.

Sofern Sie einen Schritt zu gesteigerter tonaler Homogenität, räumlicher Ordnung, einem geschmeidigeren musikalischen Fluss und authentischeren Klangfarben machen möchten, stellt das Kondo ein ein Upgrade dar – und zwar an Röhren- und Transistorketten gleichermaßen. (Synergien ergeben sich eher mit weiteren Kondo-Kabeln als mit bestimmten Komponenten.) Gegenüber dem Ultra Black sollten Sie sich aber im Klaren sein, dass Sie hierfür ein wenig an Ultra-Black-typischer grobdynamischer „Sportlichkeit“ sowie an Tiefgang und Basskontrolle einbüßen. Bei Vorführungen im Freundeskreis werden Sie mit dem Ultra Black mehr Kinnladen ausrenken.

Sofern Sie aber vielleicht eher Klassik und Jazz als Elektro und HipHop hören, den erwähnten Trade off für lohnend erachten und überdies mit dem finanziellen Risiko leben können, dass ein erstes Kondo-Kabel äußerst selten auch das letzte zu sein pflegt, würde ich sagen: zumindest mal beim Händler Ihres Vertrauens leihen und - mindestens eine Woche lange! – ausprobieren.

Beste Grüße
Benjamin Baum


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