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Leserbriefe

16. April 2019 / Hans-Georg Seidel

Hallo,

erstmal das Positive. Die Beschreibung der großen Harbeth-Lautsprecher, wirklich sehr gut gelungen, Kompliment.

Aber das Mokieren über „highfideles Bullshit Bingo“ ist doch reine Heuchelei. Sind es nicht alle Magazine, mal mehr mal weniger, die genau diese Ebene immer wieder bedienen mit Voodoo-Nonsens? Ein ganzes Universum des Bullshits wird doch permanent durch die sogenannten Tests in Magazinen getrieben? Eine Entwicklung der letzten 20 Jahre.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Seidel

Hallo Herr Seidel,

interessant, dass Sie auf das Thema Voodoo kommen. Geht es bei der Stelle nicht um mehr oder minder missglückte Metaphern, die „sogar“ HiFi-Journalisten schon mal aus der Feder gerutscht sein sollen? So hatte ich es jedenfalls gelesen - und musste schmunzeln.

Viele Grüße
Ralph Werner


11. April 2019 / Christoph Jaschke

Ich habe mit Interesse Ihre Tests der Harbeth 40.2 und des Vollverstärkers Unico Due gelesen, da ich selbst eine Harbeth Super HL 5 plus besitze und später mal auf die größere Harbeth umsteigen möchte. Als Quelle benutze ich im Moment einen Primare CD 35 Prisma und möchte mir jetzt einen neuen Vollverstärker für die Kette zulegen. Ich schwanke zwischen der Triode 25 und dem Unico Due. Ich vermute, dass die Harbeth für die Triode 25 zu wenig Wirkungsgrad hat. Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen. Probegehört habe ich an der Harbeth den Ear Yoshino V12, der mir klanglich sehr zugesagt hat, aber preislich im Moment zu hoch liegt.

Viele Grüße
Christoph Jaschke

Hallo Herr Jaschke,

nach unserem dem Test des Unison Triode 25 habe ich mir den hübschen, kleinen Verstärker gekauft, ich kenne ihn also ganz gut. So sehr ich ihn mag, ich teile Ihre Vermutung, dass er zusammen mit den Harbeth nicht zu voller Größe auflaufen wird. Zumindest für die große Harbeth 40.2 dürfte er zu klein sein – die Super HL5+ wird bestimmt ganz gut mit ihm harmonieren, aber mit dem kräftigeren Unico Due wohl noch besser.

Viele Grüße
Ralph Werner


09. April 2019 / Karl-Heinz Bornhoefft

Sehr geehrter Herr Baum,

Sie schreiben in Ihrem Test der Harbeth 40.2, dass der Lautsprecher circa 80 cm von der Rückwand stehen sollte (muss). Ist dieser Abstand von der Schallwand oder von der Rückwand des Lautsprechers zu messen?

Mit freundlichen Grüßen
Bornhoefft

Guten Tag Herr Bornhoefft,

der Mindestabstand bezieht sich im genannten Szenario auf den von der Lautsprecher-Rückwand zur rückwärtigen Wand des Raumes gemessenen.

Der tatsächlich klanglich erforderliche Mindestabstand variiert allerdings recht stark in Abhängigkeit von der Möblierung und der Wandbeschaffenheit des jeweiligen Hörraums. Sprich: Je weiter Sie meinen Höreindrücken zufolge die 80 Zentimeter unterschreiten möchten oder müssen, desto weniger sollte der fragliche Raum zu Raummoden neigen und gegebenenfalls mit sogenannten Bassfallen akustisch modifiziert werden.

Beste Grüße
Benjamin Baum


09. April 2019 / Ruben Cwiklenski

Der Bass des neuen MrSpeakers Ether 2 geht nicht tiefer als der des Audeze LCD-2. Das ist messtechnisch schon mehrfach bewiesen worden. Der Audeze LCD-2 hat sogar einen Bass, der weniger verzerrt als der des neuen Ether. Von daher ist die Aussage subjektiv gehalten.

Liebe Grüße
Ruben Cwiklenski

Guten Tag, Herr Cwiklenski,

herzlichen Dank für diese Information. MrSpeakers veröffentlicht grundsätzlich keine Messdaten, und im Test habe ich ebenfalls nur auf den subjektiven Klangeindruck Bezug genommen. Hier präsentierte sich der Bass des MrSpeakers Ether 2 im direkten A/B-Vergleich sauberer, griffiger und auch tiefer reichend. Dass dieser Eindruck den Ihnen bekannten Messdaten, sofern korrekt erhoben, widerspricht, wäre allerdings nicht weiter verwunderlich, da bei einem komplexen Vorgang wie dem des Kopfhörerhörens ja bekannterweise wesentlich mehr Faktoren eine Rolle spielen, als sich unter Laborbedingungen erfassen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Baum

05. April 2019 / Sven Lausen

Hallo Herr Dames,

meine Erfahrungen mit dem von Ihnen besprochenen Denon AH-D 9200 sind weitgehend deckungsgleich, wobei ich die fantastische Natürlichkeit herausgreifen würde. Allerdings habe ich nur einen Class-A-Kopfhörerverstärker von CEC, den HD53R, VAR. 8, sodass ich es hilfreich fände, wenn Sie mir sagen könnten, ob eine Kombination mit einem Röhrenverstärker, z.B. Unison Research HA oder Feliks Audio Euforia, eine noch bessere Wahl wäre, trotz der niedrigen Impedanz des Denon. Und es würde mich auch interessieren, ob Sie einen Versuch mit einem anderen Kabel gemacht haben, z.B. von Cardas. Für mich ist der Denon-Kopfhörer wegen seiner Qualität schon jetzt ein Klassiker von morgen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Lausen

Hallo Herr Lausen,

obwohl ich den Denon AH-D9200 gekauft habe und regelmäßig mit ihm höre, habe ich mit weiteren Kabeln noch nicht experimentiert. Leider auch nicht mit Röhrenverstärkern - Sie haben Recht, denn bei aller Mobiltauglichkeit geht bisweilen unter, dass niedrige Kopfhörerimpedanzen und die damit verbundene „Stromgier“ ja nicht per se eine überlegene Lösung darstellen (eigentlich eher das Gegenteil) beziehungsweise auch nicht für alle Amps optimal sind. An meinen Transistorverstärkern (neben den im Test erwähnten auch am Keces S3) und DAPs (u.a. auch iBasso DX 80) läuft der Denon AH-D9200 aber tadellos.

Schöne Grüße
Jörg Dames


04. April 2019 / Thomas Bongartz

Moin aus dem Nordwesten,

der Artikel (zum Innuos ZENmini Mk3, Anm.d.Red.) war sehr vielversprechend und interessant! Nun ist meine Frage hierzu: Kann ich die gerippten CDs im Anschluss direkt per DAC oder über den Analogausgang über die Anlage hören, entsprechende Listen einsehen, meinen FiiO X5 füllen oder benötige ich ein anderes Zwischengerät. Hatte den RIP-NAS, der irgendwie mit den ganzen FLAC nicht mehr klar kam und jedwede Mitwirkung verweigerte. Habe derzeit etwas den Durch- und Überblick über die Sammlung verloren und benötige einfach ein Speichermedium, von dem ich problemlos hören und per Tablet steuern kann. Hatte eine Zeitlang mit Cocktailaudio geliebäugelt, macht laut Foren jedoch auch viele Probleme.

Würde mich freuen, hierzu eine Antwort oder Tipps zu bekommen!

Mit freundlichem Gruß
Bongartz

Hallo Herr Bongartz,

ja, Sie können gerippte CDs direkt abspielen. Da der Innuos ZENmini Mk3 mit integriertem DAC kommt, lässt sich das analoge Signal ganz einfach wie bei einem CD-Player abgreifen. Ein externer USB-DAC lässt sich via USB, ein Netzwerkplayer über eigens dafür vorgesehene LAN-Buchse ansteuern. Ein „Zwischengerät“ brauchen Sie nicht.

Wenn Sie einzelne Alben/Stücke/Ordner auf Ihren FiiO übertragen wollen, dann am besten über einen PC/Mac, der Zugriff sowohl auf den Innuos wie den FiiO hat – dann können Sie die Dateien kopieren. Wobei: Je nach Umfang Ihrer Musiksammlung und der Speicherkapazität Ihres DAPs können Sie den FiiO wahrscheinlich auch direkt als Backup-Laufwerk für den Innuos verwenden – hinten an die USB-Buchse klemmen und dann per Smartphone/Tablet die Datensicherung anstoßen. Ich kann meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass es funktioniert, aber eigentlich müsste es das.

Viele Grüße
Ralph Werner


03. April 2019 / Jason Kay

Hallo Herr Baum,

ich habe Ihre Jadis JS2 Rezension bzw. Liebeserklärung mit Interesse und einem leichten Schmunzeln (wiederholt) gelesen. Mein Interesse kommt daher, dass ich auf der Suche bin nach einem Wandler mit viel „Musikalität“ (nicht zu analytisch, nicht zu sehr „Information betont“), und vor allem der Emotionen klar vermitteln kann. Wenn die analytische/bewertenden Frage in meinem Kopf beim Musikhören schweigen, und stattdessen ich emotional mitgenommen werde, dann ist es richtig.

Unsere Systeme sind ein wenig verwand bzw. der Anfang und das Ende der Kette, und der Französische Cousin dazwischen (Auralic Aries Femto, Lavardin ITx, Harbeth Monitor 30.1). Bisher habe ich meinen Musical Fidelity M6 CD-Player als Wandler benutzt. Im Moment habe ich ein Lampizator Baltic bei mir zu Hause (Probehören/Kauf). Ich bin beeindruckt, die Auflösung ist phänomenal, aber vermisse ein wenig (körperliche) Präsenz und Emotionalität. In Kürze, ich denke, die Musik könnte mich mehr mitnehmen.

Dann habe ich Ihre Rezension gelesen. Auf Papier klingt der Jadis nach dem, wonach ich suche. Haben Sie den JS2 mit einem Transistor-Verstärker angehört (gleich gesagt der Lavardin ist kein gewöhnlichen Transistor Verstärker)? Wenn ja, würde ich gerne Ihrer Eindrücke hören. Mit dem Lampizator habe ich den Eindruck, er könnte gut mit einem Röhrenverstärker kombinieren. Ich frage mich, ob dies der Fall wäre mit dem Jadis JS2?

Mit freundlichen Grüßen
Jason Kay

Hallo Herr Kay,

in der Tat: Emotion, Körper und die angeführte „Mitnahme-Mentalität“ dürfen Sie vom Jadis JS2 getrost erwarten. Auflösung und Dynamik des Jadis allerdings liegen etwas unter dem Niveau der „mittleren" Lampizator-Geräte, die ihrerseits wiederum nicht ganz den analogen Fluss und die Klangfarbenpracht des Franzosen erreichen.

Meine weiteren – weniger bekannten – Tipps für cremig-musikalische Wandlung, die Ihren genannten Klangpräferenzen womöglich ebenso entsprechen, beherbergen aber kurioserweise jeweils keine Röhren: nämlich der DiDiT-DAC212SE (Preis: 3.990 Euro), den ich im vergangenen Jahr getestet habe, sowie der Graham Slee Majestic DAC (Preis: 1848 Euro). Alle drei Kandidaten – Jadis, DiDiT und Graham Slee – funktionieren grundsätzlich problemlos mit Röhren- und Transistor-Verstärkern, wobei der Jadis keine allzu „verrundet“ spielenden Verstärker mag (zu denen der Lavardin aber meines Wissens ja ohnehin nicht zählt.)

Herzliche Grüße aus Berlin und viel Spaß beim Testen,
Benjamin Baum


29. März 2019 / Jan-Peter Schmidt

Hallo,

Ich lese regelmäßig mit großer Freude Ihre ausführlichen Testberichte.

Was ich so ein bisschen vermisse, sind Berichte über italienische HiFi-Hersteller.  Die aktuellen Komponenten von “Audio Analogue” genießen zum Beispiel international höchste Anerkennung, finden aber in deutschen Fachzeitschriften so gut wie keine Resonanz.

Ähnliches gilt für den Röhrenverstärker Graaf GSM 400 oder die äußerst melodischen, gut verarbeiteten und im Verhältnis  zu Konkurrenten sehr preisgünstigen Lautsprecherboxen von Indiana Line.

Viele Grüße
Jan-Peter Schmidt

Lieber Herr Schmidt,

nach Ländern ordnen wir unsere Testberichte freilich nicht, aber dass Bella Italia sooo schlecht weg kommt, glaube ich eigentlich nicht. Unsere Autoren waren sogar schon wiederholt dort, siehe die Firmenberichte über Norma Audio sowie Unison Research und Opera. Bei uns zu Gast war der letzte Italiener (Gold Note IS-1000) im September letzten Jahres. Dass die von Ihnen genannten Hersteller sehr interessant sind, steht gleichwohl außer Frage, zumal ich insbesondere an Audio Analogue zwar länger zurückliegende, aber sehr gute Erinnerungen hege.

Ach ja, eines der nächsten Testobjekte stammt von Unison Research ...  (-;

Schöne Grüße
Jörg Dames


28. März 2019 / Jakob Blumenthal

Sehr geehrte Herrschaften,

ich lese gerne ihre Seite und informiere mich über eine neue Streaming-Bridge. Ich habe ein spezielles Problem, das ist die Menge meiner über NAS zur Verfügung stehenden Daten, die über 80 TB Audio betragen (über 250000 CDs).

Speziell, weil ich schon bei mehreren Händlern mein Problem der Menge an Daten angesprochen habe und eigentlich noch keine Lösung gefunden habe. Bisher habe ich noch Logitech und Squeezebox Touch. Damit geht die technische Seite des Streamens ohne Probleme. Mit allen anderen komme ich an die Grenzen. Ich möchte mich verbessern.

Können sie mir eine Hilfe geben, um mein Problem zu lösen? In Besitz ist 2 x Mutec MC-3+ und Mytek Brooklyn.

Jakob Blumenthal

Hallo Herr Blumenthal,

okay, 80 TB Musik, das ist wirklich mal eine Ansage!

Wenn Sie mit dem Logitech Media Server gut klarkommen, wäre ein Streamer/Renderer, der die Logitech-Architektur unterstützen kann, vielleicht einen Versuch wert. Das könnten etwa die Streamingbridge von SOtM sein (LINK) oder die Server/Streamer von Innuos beziehungsweise der jüngst getestete Antipodes EX. Ob die Genannten aber eine so große Musikbibliothek „verdauen“ können, müssten Sie testen.

Für genauere Infos könnten Sie vorab auch die jeweiligen Vertriebe bzw. Supportcenter anrufen: SOtM - Higoto, 0201-8325825 bzw. für Innuos & Antipodes - Digital Audio Competence Center, 02161-6782451.

Viele Grüße
Ralph Werner


19. März 2019 / Micha Sonntag

Ich habe mal eine Frage: Kann man mit dem AVM Rotation R 2.3 auch CDs abspielen? Denn der Österreicher Bernhard Wöstheinrich auf seinem neuen Album “Elsewhere” erschien nur als CD.

Gruss
Micha

Lieber Micha,

das wäre ja wirklich ein dickes Ding, wenn AVMs Rotation auch noch die kleinen Silberlinge abspielen könnte. Soweit ist es aber dann doch noch nicht. Die Doppel-LP gibt es online tatsächlich als Limited Edition Double Vinyl zu erstehen.

Allerdings sollte man sich etwas beeilen, denn von den lediglich 100 gepressten Exemplaren zum Preis von 38 Euro sind nur noch 19 übrig (Stand 18.3.19).

Hifidele Grüße
Frank Hakopians


18. März 2019 / Frank Schlaberg

Liebes fairaudio-Team,

ich habe eine Frage an Herrn Werner, dessen Testbericht zum B.M.C. MCCI Phonovorverstärker ich mit großem Interesse gelesen habe.

Ich habe den Testbericht so verstanden, dass der Vorverstärker besonders mit MC-Systemen, die über einen „hohen Stromfluss“ verfügen, gut funktioniert (sorry, aber mein Physikunterricht ist schon eine Weile her, Stromfluss ist wahrscheinlich nicht der richtige Ausdruck). Ich habe einen Lyra-Kleos-Tonabnehmer und ich konnte bisher als mir relevant erscheinende technische Daten nur folgendes herausfinden:

– Ausgangsspannung: 0,56 mV bei 5 cm/s

– Empfohlener Abschlusswiderstand am Step-Up-Transformator: 5 – 15 Ohm (bei Verbindung des Trafo-Ausgangs mit einem MM-Phonovorverstärker-Eingang von 47 kOhm)

– Innenwiderstand: 5,4 Ohm

Leider kann ich aus diesen Daten selber gar nicht beurteilen, ob der BMC MCCI gut mit meinem Kleos harmonieren würde. Können Sie mir da vielleicht Ihre Einschätzung geben?

Für Ihre Mühe danke ich Ihnen herzlich im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Frank Schlaberg

Hallo Herr Schlaberg,

Ihr Lyra Kleos sollte sehr gut mit der B.M.C. MCCI Signature ULN harmonieren, der Entwickler selbst empfiehlt durchaus, Lyra-Tonabnehmer an seiner Phonovorstufe zu betreiben. Der Grund dafür liegt darin, dass die Lyra-Systeme einen recht geringen Innenwiderstand bei gleichzeitig anständiger Ausgangsspannung bieten – auf diese Relation kommt es an. Wenn man vereinfachend das Ohmsche Gesetz hernimmt und die Werte Ihres Kleos einsetzt, ergibt sich ein Strom von 0,56 mV/5,4 Ohm = 104 µA. Ein sehr guter Wert! Gegenbeispiel: Wie ich im Test schon schrieb, spielt die B.M.C. mit dem Standard-Denon-DL-103 nicht so prächtig auf – kein Wunder, kommt man mit obiger Rechnung doch nur auf einen Wert von circa 8 µA.

Natürlich heißt das jetzt nicht, dass es ausschließlich auf die Relation Spannung/Eigenimpedanz des Tonabnehmers ankäme, damit es klanglich passt. Aber meiner Erfahrung nach korrelieren hohe Werte bei dieser Relation sehr gut mit dem klanglichen Ergebnis.

Viele Grüße
Ralph Werner


15. März 2019 / Oliver Klaeffling

Hallo Herr Dames,

ich habe Ihre Testberichte auf fairaudio über die Spendor SP100R² und die Sehring 903 aufmerksam gelesen und habe in diesem Zusammenhang eine Frage an Sie. Wie Sie vor einiger Zeit habe ich seit ca 18 Jahren eine Sehring 703, mit der ich bis heute sehr gut und gerne Musik höre. Bei der 703 finde ich vor allem den Mittel- und Hochtonbereich sehr gelungen – vor allem bei Stimmen und akustischen Instrumenten. Das einzige was mit wirklich fehlt, sind die unteren Lagen, die aus der Sehring nicht wirklich überzeugend rüberkommen. Die ist einfach nicht druckvoll im Bass. Ich bin daher gerade dabei, mich nach einem neuen Lautsprecher umzusehen. Die Sehring 903 ist mir zu teuer, weshalb ich mich eher für eine neue 805 interessiere. Alternativ dachte ich an die Spendor oder eine gebrauchte Harbeth 40.1, die in meiner Gegend (Raum Frankfurt) angeboten wird. Leider kann ich mir keinen dieser Lautsprecher in Geschäften in meinem Umkreis anhören. Da Sie sowohl meine derzeitige 703 als auch die neuen Sehrings sowie die Spendor (und vielleicht auch die Harbeth 40.1?) gut kennen, wollte ich Sie mal um Ihre Meinung bitten, welchen Lautsprecher Sie empfehlen würden, um die Mitten/Höhen der 703 zu behalten, jedoch in den unteren Lagen mehr Druck zu erhalten. Als Elektronik habe ich alte Naim-olive Komponenten (NAC 82 Vorverstärker und NAP 135er Monos). Mein Hörraum ist ca 43 m² groß und 2,70 m hoch.

Viele Grüße
Oliver Klaeffling

Hallo Herr Klaeffling,

meiner Meinung nach trägt leider auch das nicht gerade ultrastarre Dreifußsystem der 703 dazu bei, dass unterherum etwas Energie bzw. Impact verloren geht. So oder so: Sowohl die Spendor SP100R² als auch die größeren Sehring 800er-Modelle sollten mehr Druck und Tiefgang als die Sehring 703 bieten. Die Spendor - nach wie vor einer meiner absoluten Lieblingslautsprecher - geht dabei sogar leicht ins Voluminöse. Bei 43 Quadratmetern Auslauf sollte das aber kein Problem darstellen. Die größeren 800er-Modelle von Sehring hatte ich bisher nur beim Hersteller gehört, aber ebenfalls in einem ziemlich großen Raum. Die neuen Sehring-Modelle klingen zudem auch im Mittel- und Hochton etwas spritziger und transparenter als die etwas weicher zeichnende 703.

Schöne Grüße
Jörg Dames



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