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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Bodenständig highendig
  2. 2 Quadral Chromium 85: Klangtest & Vergleiche

Es gibt anspruchsvolle Audiophile, die bei Marken, die sie irgendwann schon mal auf einer Elektrogroßmarktfläche gesehen haben, reflexartig die Nase rümpfen. Und wiederum andere, die mit der Preisentwicklung von Highend-Audio-Geräten hadern, welche an den Budgets von Normalverdienern allzu nonchalant vorbeizielen. Ich kann beide Sichtweisen zwar nachfühlen, gleichwohl sachlich nicht ganz nachvollziehen. Ein taufrisches Argument liefert mir da mal wieder einer unserer Tests: Die Chromium 85 (2.500 Euro | www.quadral.com/) zählen zu den jüngsten Würfen des hannoveranischen Lautsprecherspezialisten Quadral und haben – so viel sei schon mal gespoilert – das Zeug dazu, hüben wie drüben für versöhnliche Momente zu sorgen.

Eine gewisse Mehrheitsfähigkeit darf man den Quadral Chromium 85 wohl bereits optisch zusprechen: Überschaubare 100 Zentimeter Höhe, schlanke 18 Zentimeter Schwallwandbreite und maßvolle 34 Zentimeter Tiefe lassen sie zwar durchaus grazil, aber nicht mickrig wirken. Die konvexen Seitenwände des sich nach hinten leicht verjüngenden Gehäuses (Wandstärken: 21 bis 28 Millimeter) befördern einen höherwertigen Look – sollen aber insbesondere auf die Gehäusestabilität einzahlen.

Quadral Chromium Style 85 von oben: Grundform

Die konvexen Seitenwände der Quadral Chromium 85 sorgen für vermehrte Gehäusestabilität – und sehen gut aus

Den häufig ins Feld geführten Vorteil der Minimierung stehender Wellen im Gehäuseinneren durch nichtparallele Seitenwände hält Quadrals Chefentwickler Sascha Reckert übrigens für „Quatsch“. Das beträfe höchstens den Mittelton, über dessen vagabundierende Wellen werde man aber bereits durch die Verwendung entsprechenden Dämmmaterials Herr. Relevanter seien da schon die vertikalen Reflektionen zwischen Boden und Decke – hier schiebt dann ein zwischen dem unteren und oberen Treiberpaar der Chromium 85 positioniertes Trennbrett einen Riegel vor. Trennbrett? Ja, die beiden unteren Basstreiber und das obere Duo aus Hoch- und Tiefmitteltöner arbeiten paarweise in strikt getrennten Kammern, im Hinblick auf ihre rückwärtigen Bassreflexvolumina dennoch mit den gleichen Tuningfrequenzen (39 Hertz). Zwei Bassreflexvolumina? Yep, rückseitig hat es an den Chromium 85 tatsächlich zwei dedizierte Bassreflexöffnungen.

Quadral Chromium Style 85 - Blick auf die Frequenzweiche

Blick auf die Frequenzweiche der Quadral Chromium 85 und das Trennbrett zwischen den beiden Gehäusekammern

Sie werden sich’s bestimmt bereits denken: Genau, die Quadral Chromium 85 sind Zweieinhalb-Wege-Systeme. Man könnte sich deren Kammer mit den beiden oberen Treibern als kompakte Zweiwege-Box denken, die von zwei bis in den Mittelton vordringenden Subwoofern unterstützt wird.

Oder genauer: Der 15,5-cm-Tiefmitteltöner läuft nach unten frei aus und wird nach oben hin bei 3200 Hz mit 24 dB je Oktave sehr steilflankig vom Hochtöner getrennt – letzteres ist typisch beim Einsatz von Bändchentreibern. Die beiden Bässe werden bei 600 Hz, also erst im Mittelton, in den Ruhestand geschickt, zunächst flach-, im weiteren Verlauf steilflankiger (6 bis 12 dB/Okt.). Die Vorteile dieser Lösung: Man kommt mit den drei Konussen insgesamt auf eine schon recht beachtliche Membranfläche (285 cm²) und die Konustreiber werden mit Blick auf den benötigten Hub entsprechend entlastet. Verglichen mit einer klassischen Zweiwegebox kommt das natürlich nicht zuletzt der Mittenwiedergabe zupass, um die sich der Tiefmitteltöner ungestörter kümmern kann. Drüber hinaus lässt dessen breitbandige Überlappung mit den beiden „Subs“ gewisse Vorteile in Sachen Kohärenz (Stichwort: Gruppenlaufzeiten) erhoffen. Wir werden hören.

Quadral Chromium Style 85 - ALTIMA-Membran

Die Membranen der Konustreiber der Quadral Chromium 85 bestehen aus einer Legierung auf Aluminium-Basis mit hohem Magnesium- sowie geringem Titan-Anteil (ALTIMA)

Alle drei Konusse sind technisch übrigens nahezu identisch, die Tieftöner haben lediglich etwas mehr Schwungmasse auf die Rippen bekommen. Das Akronym ALTIMA haben Sie im Zusammenhang mit Quadral-Treibern bestimmt schon mal gehört: Quadral setzt (und bis auf wenige Ausnahmen: setzte) exklusiv bei den Konusmembranen der Linien Aurum und Chromium auf eine Legierung aus Aluminium, hohem Magnesium- sowie eher homöopathischem Titan-Anteil. Sowohl die Ausprägungen störender Resonanzen als auch deren Orte (möglichst weit entfernt von den Arbeitsbereichen) sollen durch ALTIMA besonders günstig beeinflusst werden.

Einen entscheidenden Unterschied zwischen den genannten Linien machen die proprietären, exquisiten Bändchentreiber der Aurum-Lautsprecher aus, die inhouse am Firmenstammsitz in Hannover gefertigt werden. Die Chromium-Bändchen stammen hingegen aus Fernost und müssen aufgrund ihrer technischen Parameter höher und steiler angekoppelt werden. Entsprechend bringen sie ihre Qualitäten weniger in die Mittenübertragung ein beziehungsweise sind sie schwieriger mit dieser auf eine möglichst idealtypische Phasenlage zu trimmen. Technisch sind Bändchentreiber, denen stets ein Übertrager vorgeschaltet ist, natürlich so oder so aufwändig und faszinierend: Bei einer Fläche von 60 x 12 Millimetern (H x B) beträgt die Stärke der Aluminiummembran gerade mal 10 Mikrometer (Mikrometer = ein Millionstel Meter). Bitte das Oberstübchen der Chromium 85 also auf keinen Fall zu stark anpusten, falls Sie eventuellen Staubablagerungen den Garaus machen möchten.

Quadral Chromium Style 85: ausgebauter Bändchenhochtöner

Der Bändchenhochtöner der Quadral Chromium 85

Treiber, Weichen und Gehäuse machen die Quadral Chromium 85 zu waschechten Vier-Ohm-Boxen (Impedanzminimum 3,3 Ohm @ 270 Hertz) mit gutem Wirkungsgrad (89 dB/W/m), die den vorgeschalteten Verstärker elektrisch kaum vor Probleme stellen sollten.

Quadral Chromium 85: Klangtest & Vergleiche

Die ersten Sympathiepunkte sammeln die Quadral Chromium 85 damit, dass sie sich auch von einer Person ziemlich mühelos aus Karton und Styropor schälen lassen, dafür sorgt nicht zuletzt ihr moderates Gewicht von jeweils 24 Kilogramm. Ordnungsgemäß an die Verstärker geleint (in diesem Zuge am besten gleich mal die Kontakte der vormontierten Bi-Wring-Brücken bewegen und danach die Polklemmen wieder kräftig festziehen, Stichwort Übergangswiderstände), darf dem bis hierhin höchstens vor aufgeregter Vorfreude schwitzenden Neubesitzer gleich mal warm ums Herz werden: Die Chromium 85 umarmen ihren neuen Gastgeber gleich frisch aus dem Karton mit einem sauberen und räumlich involvierenden Klang, wie er für nicht-eingespielte Lautsprecher eher selten ist. Gleichwohl bewegt sich die ersten Tage noch einiges, ich werde drauf noch kurz zu sprechen kommen.

Quadral Chromium Style 85 im Hörraum

Die Quadral Chromium 85 im Hörraum

Läuft doch – die Bühne

Apropos „räumlich involvierend“: Mit Blick auf meine letzten Lautsprechertests hatte ich in Sachen Bühne so etwas wie einen Lauf, ich denke nur an die Wilson Audio SabrinaX oder Wilson Audio TuneTot, die B&W 805 D4 und auch die Inklang Ayers Four mit ihrer tollen Stereomitte. Klar, dass ein „nur“ 2.500 Euro kostender Standlautsprecher mit inkohärenzverdächtigen vier Treibern auf der Front eigentlich nur angetreten sein kann, um diese Serie zu durchbrechen.

Downloads Helicopter und Wookie WallNun, die Chromium 85 haben anderes im Sinn als in dieser Sache derartige Bedenken zu erfüllen: Sie toppen in Sachen Fokussierung von Transienten etwa die Ayers Four und enttäuschen die Ohren selbst nach dem direkten Wechsel von meinen SabrinaX in keiner Weise. Extrem gut kommt etwa Downloads „Bell 47“(Album: Helicopter + Wookie Wall; auf Amazon anhören), auf dem die durchs Stereopanorama wuselnden, quietschen Elektroniksounds auffallend präzise nachverfolgbar und klar fokussiert geraten. Darüber hinaus scheinen die zusätzlich auf den Plan tretenden sphärischen Klänge vor der linken und rechten Box ebenso unverrückbar wie frei zu schweben. Der tonal in den Mitten angesiedelte, perkussive Synthesizersound erdet das Ganze – und puckert dabei so sauber definiert aus der Bühnenmitte heraus, wie ich das von den erwähnten teureren Lautsprechern kenne. Derartige Elektronikmusik wirkt über einfache Audiosysteme regelmäßig öde, finde ich, entwickelt über Lautsprecher wie die Quadral Chromium 85 hingegen eine faszinierende räumliche Sogwirkung.

Quadral Chromium Style 85: Nahaufnahme des Bändchens

Zumal auch die Größenverhältnisse stimmen, sich die Bühne extrem gut von den Lautsprechern löst und einzelne Sounds – angesichts einer Standbox in dieser Preisklasse ist das nicht zu dick aufgetragen – sich „überragend“ plastisch virtualisieren. Dazu trägt sicherlich der für diese Klasse tolle schwarze Hintergrund bei: Die Art und Weise, wie sich Klänge von voneinander absetzen, wirkt dadurch sehr natürlich. Einzelne Sounds und Instrumente muten räumlich nicht nur präzise platziert an, sondern zudem klar umrissen und „konzentriert“ (nicht flächig oder ausgefranst), wodurch sie zwischen einander automatisch mehr Luft bzw. schwarzen Hintergrund lassen.

Robert Wyatts ComicoperaLogisch, das kommt nicht nur bei elektronischer Musik gut, obwohl mir der letztgenannte Zug bei transientenreicher Elektronica tatsächlich stärker auffällt, sondern ebenso bei handgemachter. Rechts ein Kornett, mittig eine Gitarre, darüber eine die Bühne schön weit nach oben öffnende, luftig-metallene Percussion und links eine Steeldrum, bei der sich einige Töne sogar außerhalb der eigentlichen Basisbreite manifestieren: Robert Wyatts „On the Town Square“ (Album: Comicopera; auf Amazon anhören) vermitteln die Quadral Chromium 85 ausnehmend definiert. Sie spannen hier einen Raum auf, wie er losgelöster, akkurater strukturiert und involvierender kaum sein könnte.

Ein Herz fürs Sustain – die Dynamik

Quadral Chromium Style 85 - Metallschild mit Logo

Da wir gerade „On the Town Square“ in der Playlist haben und der songeröffnende Trommelwirbel ebenfalls ein guter Prüfstein für Audiogeräte ist, können wir flugs zum Thema Dynamik springen: Nicht zuletzt aufgrund ihrer Bändchenhochtöner könnte man die Quadral Chromium 85 für „schnelle Analytiker“ halten, die im Zweifelsfall eher ein Herz für die Attack als für den Körper von Tönen, das Sustain, haben. Überraschenderweise ist’s genau umgekehrt, was zum einem zu angenehm deckkräftigen Klangfarben führt. Und zwar ohne, dass die 85er hierzu mit tonal angewärmten Mitten tricksen würden. Zum anderen muten die den Mittelhochton überlagernden Trommelschläge nicht ganz so straff und trocken an, wie es maximal möglich wäre. Sie klingen zwar schön sauber aus (woran viele Lautsprecher scheitern), dafür geraten die Signalanstiegsphasen nicht maximal zackig, was die schnell aufeinanderfolgenden Impulse einen Tick stärker ineinander übergleiten lässt.

Battles Juice B CryptsLiebe Zwischen-den-Zeilen-Leser, es ist wirklich nur ein Tick, und zwar einer, der in speziellen Musikpassagen auffällt, wenn man – wie ich für diesen Test – genau hinhört . Denn selbst vor Dynamik sprühende Tracks wie „Titanium 2 Step“ von den Battles (Album: Juice B Crypts; auf Amazon anhören) bringen die Quadral Chromium 85 anmachend rüber: Die trockene Hi-Hat, die exakt mittig positionierte Snare und die tief gestimmte Tom mit ihrem nachhaltigen Sustain kommen so impulsiv-anmachend, wie sich’s gehört. Das Händchen der 85 für ein sauberes Sustain trägt mit dazu bei, dass gerade solche Tracks nicht zu schepperig-dünn klingen.

Lecker Sahne – die Mitten

Quadral Chromium Style 85 - Schallwand von oben

Das Wörtchen „Klangfarben“ fiel ja bereits – viele Hörer konnotieren mit diesen insbesondere die Mittenwiedergabe. Und ja, den Mittenbereich empfinde ich – neben der Räumlichkeit – als eines der leckersten Sahnestücke an den Chromium 85: transparent, auffallend rein und tonal nahezu mustergültig neutral. Schlagseitenfreier ausbalanciert als etwa bei den B&W 705 Signature oder den Bryston Mini A Bookshelf. Die B&W kontern dafür mit einem insgesamt attackbetonteren Dynamikverhalten und dadurch noch besserer Durchhörbarkeit – dennoch liefern für mich die Quadral unterm Strich die überzeugendere, organischere Stimmwiedergabe. „Organisch“ haben die sympathischen Bryston ebenfalls exzellent drauf, dabei reichern sie die Mitten von unten mit einem Schuss Extrawärme an und tönen mithin weniger neutral als unsere Gäste aus Hannover. Ein Abstimmungsunterschied, der wohl als reine Geschmackssache durchgeht.

Augen versus Ohren und der Bass

Klar, im Bass streichen Kompakte natürlich früher die Segel als Standlautsprecher, selbst wenn letztere so grazil gebaut sind wie die Quadral Chromium 85. Sogar wesentlich früher. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihre Ohren Ihre Augen Lügen strafen werden, falls Sie die 85er mal beim Fachhändler probehören sollten. Meine Ohren tun jedenfalls genau das, als ich Tracks wie „Turbulence“ von Free the Robots (Album: Ctrl Alt Delete) oder „Am I“ von Kode9 & the Spaceape (Black Sun) auflege.

Quadral Chromium Style 85 - Logo

Hier kommt’s auf Grobdynamik an: Die Chromium 85 schaufeln die schweren Bässe derart kraftvoll und selbst bei hohen Pegeln kontrolliert Richtung Hörsofa, dass auch Fans von Standboxen der Schwergewichtsklasse anerkennend nicken werden. Und ja, die Quadral transportieren sogar den alle zwei Takte etwa eine Sekunde lang stehenden Bassimpuls in „Am I“ tadellos. Ihr Tiefgang ist nicht nur angesichts ihrer zierlichen Abmaße aller Ehren wert, ich hätte in dieser Sache selbst dann nichts zu meckern, wären die 85er zweimal so breit, anderthalbmal tiefer und 20 Zentimeter höher gebaut – und würden 5.000 Euro kosten. Okay, der Bass kommt mir pegelseitig eine Prise (wirklich nicht mehr) vorwitziger als streng neutral vor, was allerdings nichts mit Größe und Preis zu tun hat, und vielmehr von Entwickler Sascha Reckert bestimmt so gewollt ist. Ich selbst mag es, im Gegensatz beispielsweise zum Kollegen Elmar Salmutter, bei Lautsprechern im Zweifallfall lieber ein bisschen schlanker. Und bei Kopfhörern dann wieder vollmundig. Die richtige Tonalität ist halt immer die, die gefällt.

Das Timing des Basses, sprich dessen zeitliche Kohärenz zum Rest des Frequenzgangs ist dann wieder ein Aspekt, den die meisten Hörer sehr ähnlich wertschätzen – und hier liefert die Quadral Chromium 85 überhaupt keinen Anlass zur Krittelei. Lobenswert zudem, wie griffig sie die unter dichten Gitarrenwänden und Gesang liegenden Bassdrumimpulse in „Not in Rivers, but in Drops“ von Isis (Album: In the Absence of Truth) sauber differenzieren. Diese Qualität entwickeln die Quadral übrigens erst nach längerer Einspielzeit. Schade, dass die Inklang Ayers Four nicht mehr bei mir weilen, deren Basswiedergabe gefiel mir extrem gut, ein direkter Vergleich wäre bestimmt spannend. Womöglich reichen die Quadral noch einen Hauch tiefer und wirkt der Bass der Inklang dafür noch etwas tänzerischer, behänder.

Beckenblitzer und deren Auflösung …

Quadral Chromium Style 85 schräg von oben

In Sachen Auflösung ginge ein Vergleich auf jeden Fall zugunsten der Chromium 85 aus. Die Inklang sind insgesamt eher erlebnisorientiert als streng monitoresk abgestimmt. Die Quadral lassen zwar beim Aufdröseln der ätherischen Beckengespinste in Øystein Sevågs „Hanging Gardens“ (Album: Bridge) im Vergleich zu avancierteren Highend-Lösungen etwas Potenzial offen. Ich vermute etwa, dass die quSENSE-Bändchen aus Quadrals Premiumserie „Aurum“ hier noch feinstofflicher/-pixeliger unterwegs wären. Nichtsdestotrotz überzeugen die Bändchen der 85er wie beschrieben mit präzisem Fokus und sauberem Hintergrundkontrast, was auch dabei hilft, subtile Details zu offenbaren: Die im fünften Gesangstakt vom erwähnten „Not in Rivers, but in Drops“ auf dem rechten Kanal gerade noch so eben wahrzunehmenden, ultraleisen Beckenblitzer offenbaren sie tadellos. Gleiches gilt mit Blick auf die leise im Hintergrund tickenden Sechzehntel der synthetischen Hi-Hat in „Final Program“ (gleichlautende Maxi) von Clock DVA.

Ja, das Bändchen macht angesichts der Preisklasse, in der sich die Chromium bewegen, einen tollen Job. Wer wirklich noch wesentlich mehr Durchhörbarkeit und Luftigkeit an seine Ohren lassen möchte, sollte dann gleich zu Kalibern wie den B&W 805 D4 greifen.

Quadral Chromium Style 85 - Polklemme für Lautsprecherkabel

Kein fairaudio-Bericht ohne einige weitere Abers: Während ich die Qualität des Hochtons als preisbezogen hervorragend einstufe, ließe sich an dessen Quantität gemäß streng neutraler Lehre nörgeln: Die Höhen liefern im Vergleich zu den darunterliegenden Mitten einen Hauch Zusatzfrische. Das allerdings, keine Bange, ohne jegliche unangenehme Härten oder Zischeleien. Übrigens: Diese Zusatzfrische entwickelt sich ebenfalls erst im laufenden Einspielprozess. Flüsterpegel-Connaisseurs werden beim highfidelen Ins-Bett-Wiegen zur Mitternachtsstunde zudem womöglich bemerken, dass der Hochtonpegel bei extremer Linksstellung des Volumereglers etwas stärker abfällt als von manch anderen Lautsprechern gewohnt. Okay, zugegeben ein sehr subtiler, vielleicht gar nerdiger Aspekt, aber (auch) deshalb lesen Sie fairaudio ja hoffentlich gerne.

Quadral Chromium Style 85 - Zentrierspinne des Tieftöners

Billboard
Luxman D-10X bei CM-Audio

Test: Quadral Chromium 85 | Standlautsprecher

  1. 1 Bodenständig highendig
  2. 2 Quadral Chromium 85: Klangtest & Vergleiche

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