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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Feuer & Finesse
  2. 2 Tsakiridis Hermes: Hörtest und Vergleiche

„Ein nettes Zweitgerät für den Schreibtisch‟, so Thomas Kühn, der mit seiner Firma Audioplan die Geräte des griechischen Herstellers Tsakiridis Devices in Deutschland vertreibt, zum Röhrenvollverstärker „Hermes“ (Preis: 2.300 Euro | www.audioplan.de). Und ja, mit einer Breite von nur 28 Zentimetern mutet der Hermes wirklich recht kompakt an und fände sicherlich auf dem einen oder anderen Schreibtisch Platz. In Verbindung mit wirkungsgradstarken Hornlautsprechern wäre er aber genauso gut geeignet, um ein mittleres Loft zu beschallen. Es gibt viele Möglichkeiten, einen kompakten Röhrenvollverstärker einzusetzen. In unserem Test darf der Tsakiridis Hermes zeigen, wie er sich an normalen HiFi-Boxen macht.

Ich muss zugeben, dass ich den Gedanken extrem verlockend finde, den hübschen Tsakiridis Devices Hermes zusammen mit einem Paar der gerade inflationär auftauchenden BBC-LS3/5A-Nachbauten auf meinen Schreibtisch zu stellen. Dank des eingebauten DACs könnte ich ihn unmittelbar an meinen Desktop-Computer anschließen. Lediglich die Tiefe des Geräts spricht mit 48 Zentimetern gegen diesen Einsatz – zumindest auf meinem Schreibtisch.

Röhrenverstärker Tsakiridis Hermes von vorne, leicht angewinkelt

Der Tsakiridis Hermes ist ein klassischer Röhrenvollverstärker mit EL84-Bestückung in der Endverstärkung, die Ausgangsleistung liegt bei 2 x 20 Watt

Auf der anderen Seite bedient der Hermes sowieso eine andere Klientel als die Desktop-User, nämlich die Gemeinde der EL84-Fans. Die vergleichsweise kleinen Leistungspentoden, von denen beim Hermes je vier Stück pro Kanal in einer Parallel-Push-Pull-Schaltung (PPP) zum Einsatz kommen, stellen in der Welt der Röhrenverstärker quasi den Gegenpart zu großen Trioden wie etwa der 300B, 211 oder 845 in Single-Ended-Class-A-Schaltungen dar, wie sie etwa bei einem Cayin CS-300A zum Einsatz kommen. Wobei Tsakiridis Devices die Röhren des Hermes trotz der Push-Pull-Schaltung, bei der sich eine Class-AB-Betriebsart anböte, in Class A laufen lässt.

Wie gesagt, die EL84 hat ihre Fans. Die kompakte Leistungsröhre ist eine relativ junge Entwicklung aus der Zeit, kurz bevor Transistorgeräte den Markt übernahmen. Sie gilt als robust und leicht zu beschalten und wurde deshalb häufig in Radios verwendet. Ersatz ist erfreulich preiswert zu beschaffen, es gibt sogar noch nennenswerte NOS-Bestände (NOS = New Old Stock, unbenutzte Röhren aus alten Produktionsbeständen). Die amerikanische Bezeichnung ist 6BQ5. In den 1990er Jahren erlebte sie mit Verstärkern wie Manley Stingray (den Stingray II hatten wir im Test), Tube Technology Unisis oder EAR Yoshino V12 und weiteren einen kleinen Boom.

Rückseite des Tsakiridis Hermes

Rückseite des Tsakiridis Hermes: Drei Hochpegeleingänge, einmal USB-B und ein einfach ausgeführtes Lautsprecherterminal – das ist schon alles und sollte für die meisten Zwecke ja auch reichen

Dafür, dass der Tsakiridis Hermes für mehr als für den Einsatz auf dem Schreibtisch gedacht ist, spricht unter anderem die beiliegende Fernbedienung, die auch aus entfernten Ecken eines Lofts die Lautstärkeregelung und die Eingangswahl erlaubt. Die Umschaltung zwischen den Eingängen erfolgt per Relais. Schön gemacht ist die Eingangsumschaltung auf der Gerätefront: Ein Kipptaster erlaubt es, sequenziell die einzelnen Eingänge durchzuschalten. Je eine LED gibt Auskunft über den aktiven Eingang.

Front des Tsakiridis Hermes: Kippschalter zur Eingangswahl und der Power-Knopf

Mit dem Kippschalter auf der Front des Tsakiridis Hermes lassen sich die vier Eingänge schalten. Links daneben: der Power-Knopf

Ansonsten gibt es auf der Front noch den Netzschalter, den Lautstärkeregler und einen Kopfhöreranschluss (6,35 mm) sowie ein hübsches, kleines Rundinstrument, das den Ruhestrom der Leistungsröhren für den rechten oder den linken Kanal anzeigt – je nachdem, welchen Kanal man mithilfe des daneben angeordneten Kippschalters auswählt. Wobei die Ruhestromanzeige im Grunde eine nette Spielerei ist, denn die Arbeitspunkte der Röhren regelt der Hermes dank einer Auto-Bias-Schaltung ganz alleine. Ein manueller Abgleich mithilfe des Anzeigegeräts ist weder nötig noch möglich.

Das Anzeigeinstrument des Hermes auf der rechten Seite der Front

Sieht hübsch aus, hat aber nur informatorischen Charakter: Das Anzeigeinstrument des Hermes auf der rechten Seite der Front

Trotz ihrer recht hohen Betriebstemperatur – auf eine ausreichende Belüftung des Verstärkers beziehungsweise der Röhren sollte man achten –, weist die EL84 eine lange Lebensdauer auf. Die der ab Werk mitgelieferten acht EL84 von JJ aus der Slowakischen Republik veranschlagt Tsakiridis auf 5000 Stunden. Wer jeden Tag vier Stunden Musik hört, sollte die Röhren also nach gut drei Jahren austauschen. Die Lebensdauer der als Eingangsröhre eingesetzten 12AX7 und der beiden als Treiberstufen dienenden 12AT7, jeweils von Electro Harmonix aus Russland, dürfte noch wesentlich länger ausfallen.

Pflichtgemäß liefert Tsakiridis eine hübsch gemachte Abdeckung für die Röhren mit, die nach vorne eine dicke Plexiglasscheibe besitzt, sodass man die Röhren auch mit aufgesetzter Haube bewundern kann. Wer sich weder um Kinder noch Haustiere sorgen muss, wird die Abdeckung wohl trotzdem lieber weglassen, um einen ungehinderten Blick zu haben.

Der Tsakiridis kommt mit einer Abdeckhaube, die eine Plexiglasscheibe besitzt

Setzt auf Transparenz: Der Tsakiridis kommt mit einer Abdeckhaube, die eine Plexiglasscheibe besitzt

Der Tsakiridis Hermes hat jeweils nur ein Paar Lautsprecherklemmen pro Kanal. Seine Übertrager sind für Lautsprecher mit einer Impedanz von sechs Ohm ausgelegt, eine Praxis, der mittlerweile viele Hersteller von Röhrenverstärkern folgen. Das ist einfach pragmatisch, denn die Impedanz von Lautsprechern schwankt über die Frequenz meist eh stark, sodass sich die Angabe, ob ein Lautsprecher vier oder acht Ohm hat, lediglich auf den Mittelwert bezieht. Dazu kommt, dass Übertrager, die Abgriffe für Vier- und für Acht-Ohm-Lautsprecher besitzen, aufwendiger zu wickeln sind und dass je nach gewähltem Anschlusswiderstand Teile der Übertragerwicklungen ungenutzt bleiben.

Blick von unten auf die Platine und den Trafo des Tsakiridis Hermes

Blick von unten auf die Platine und den Trafo des Tsakiridis Hermes

Über den im Hermes eingebauten DAC schweigt sich Tsakiridis Devices aus. Die Squeezebox-Server-Software auf meinem Antipodes S40 zeigt, dass sich der Hermes mit einem Burr-Brown-Chip anmeldet. Ein Blick auf die entsprechende Platine im Inneren des Hermes lässt den Chip nicht erkennen. Auffällig ist, dass die Platine offenbar keinen Stromanschluss hat, sodass der Chip wohl über den USB-Anschluss mit Strom versorgt wird. Das spricht eher für einen einfachen Wandler. PCM-Daten verarbeitet er bis 24 Bit/96 kHz. Na, ich werde später mal ein Ohr riskieren.

Tsakiridis gibt freimütig die Klirrwerte des Hermes an, und die liegen, je nach Frequenz, bei einem Watt Leistung schon zwischen 0,5 und 1,2 Prozent, bei zehn Watt sind es dann zwischen 1,5 und 2,3 Prozent. Ja, das ist nennenswert. Allerdings wissen Auskenner, dass Röhren oft ein „geradzahlig harmonisches‟ Klirrspektrum aufweisen. Das heißt, dass sie Verzerrungen erzeugen, die den geradzahligen Vielfachen der Grundfrequenz entsprechen, also dem Doppelten, Vierfachen etc. Die Verteilung des Klirrs erfolgt also primär in Oktavabständen, und die werden in der Musik als harmonisch wahrgenommen. Deswegen nimmt das Gehör solche Verzerrungen als weniger störend – wenn nicht gar als angenehm – wahr. So zumindest die „Theorie“ der Röhrenfans.

Tsakiridis Hermes: Hörtest und Vergleiche

Tove Los Dirt FemmeBeim ersten Reinhören habe ich zunächst den Eindruck, dass der Tsakiridis Hermes deutlich kräftiger ist, als ich aufgrund der angegebenen 20 Watt vermuten würde. In Erwartung von wenig Leistung habe ich die Lautstärke aber auch gleich etwas weiter aufgedreht – und bin überrascht, dass der Grieche die ersten Töne von Tove Los Hit „2 Die 4‟ (Album: Dirt Femme) vehement in meinen Hörraum schiebt. Ok, ok, unterschätze die Kleinen nicht. Wobei das letztendlich eine Frage ist, wie der Regelbereich des eingebauten Potenziometers ausgelegt ist.

Der Bassbereich

Als zweites fällt mir der Bass auf. Hier geht das Stück teils in amtliche Tiefen, in denen so einiges passiert. Um das adäquat wiederzugeben, schätzen meine Divine Acoustics Bellatrix durchaus einen Amp, der sie an der kurzen Leine führt, sprich, der einen ordentlichen Dämpfungsfaktor hat. Das ist im Allgemeinen weniger ein Talent von Röhrenverstärkern und der Tsakiridis Hermes macht da keine Ausnahme. So klingt der Bass zwar angenehm füllig, fülliger als „Normalnull‟, aber etwas weniger differenziert. Andererseits: Würde ich es nicht auch anders kennen, ich würde es wohl nicht vermissen. Ja, es gibt Röhrenverstärker, die den Bassbereich besser kontrollieren, wobei mir hier aber nur Modelle einfallen, die mit „dickeren“ Röhren arbeiten, etwa ein Octave V40 SE, der aber auch gleich das Doppelte des Hermes kostet. Wie auch immer – der Hermes liefert jedenfalls einen wunderbaren Dancefloor-Bass, der sich angenehm in den Magen schiebt und von dem man sich gerne tragen lässt.

Tsakiridis Hermes - Frontal-Perspektive

Stimmen, Klangfarben, Dynamik

„Look alive and come with me, you’re to die for everyday
Drag you out at midnight to dance in headlights and making out in the rain‟

Die Stimme von Frau Nilsson klingt eindringlich, und ihr Wunsch, um Mitternacht im Scheinwerferlicht zu tanzen, verführerisch. Davon im Regen … ganz zu schweigen. Stimmen verleiht der Hermes eine Prise mehr Grundton, was zur tonalen Wärme beiträgt, und er bereichert das Obertonspektrum – was in Kombination dann gerne als „Röhrenschmelz‟ durchgeht. Ich finde das sehr sympathisch, denn beides ist so bemessen, dass es sich nirgends störend bemerkbar macht. Das ist ein bisschen so wie mit dem Zimt in der Tomatensauce: Der wirkt Wunder, so lange man ihn nicht herausschmeckt. Eine Nuance zu viel, und die Sauce ist versaut. Stimmt die Dosierung, kommt niemand auf die Idee, dass es ausgerechnet Zimt ist, der hier die Raffinesse verleiht. Der Hermes trifft exakt die richtige Dosis: Genau so müssen Stimmen klingen, wenn man sie über einen Röhrenverstärker hört.

Beethoven Violinkonzert Wiener Philharmoniker María DueñasUnd nicht nur Stimmen, auch Instrumente mit ausdrucksstarken Klangfarben profitieren erfahrungsgemäß von einer dezenten Prise Obertöne, Geigen zum Beispiel. Beethovens Violinkonzert, eingespielt von den Wiener Philharmonikern mit María Dueñas. Es ist atemberaubend, was die junge Geigerin hier bietet. Und der Hermes scheint den Ausdruck, den sie ihrem Instrument entlockt, perfekt umzusetzen. Doch auch das Orchester vergisst er nicht. Ich bin überrascht, wie souverän dieser vermeintlich schwache Röhrenverstärker das große Orchester in Szene setzt. Der Dynamik des beeindruckenden Klangkörpers zeigt er sich bis zu deutlich gehobener Zimmerlautstärke gewachsen. Angesichts von lediglich 20 Watt bin ich erstaunt, wie souverän der Hermes das Orchester auch bei Forte- und Fortissimo-Passagen grobdynamisch in Szene setzt. Es gibt Menschen, die behaupten, ein „Röhrenwatt‟ entspräche drei „Transistorwatt‟. Was physikalisch natürlich Unsinn ist. Aber da Röhren nicht wie Transistoren an ihrer Leistungsgrenze mit hartem „Clipping“ lautsprechermordende Verzerrungen verursachen, kann man einen Röhrenverstärker bis an die Leistungsgrenze aussteuern. Er klirrt dann eben stärker und klingt „satter‟.

Tsakiridis Hermes auf dem Rack

Dank seiner kräftigen Klangfarben habe ich auch keine Probleme, die einzelnen Instrumente zu identifizieren. Er differenziert das Geschehen sauber auseinander. Dabei fällt mir auf, dass er auch eine gute Auflösung bietet. Mir fallen nicht viele Verstärker dieser Preisklasse ein, die ein Orchester so überzeugend wiedergeben. Dazu kommt seine gute feindynamische Differenzierung. Feinste Lautstärkeabstufungen darzustellen ist meiner Erfahrung nach eh eine Domäne von Röhrengeräten. Auch der Tsakiridis Hermes beherrscht eine völlig selbstverständliche, schnelle und dabei unaufgeregte Feindynamik. Klar – ohne ein kleines Grundton-Bäuchlein können Röhrengeräte noch „schneller“ wirken. Maßstäbe setzt hier beispielsweise der doppelt so teure Audio Note Cobra (5.500 Euro), der allerdings andere tonale Tricks einsetzt, um diesen Aspekt noch zu unterstützen.

Die Bühne

Auch die räumliche Abbildung trägt das ihre dazu bei, dass mir Beethovens Violinkonzert über den Tsakiridis Devices Hermes so ausnehmend gut gefällt. Die gelingt ihm nämlich in einem Maß, das mich überrascht. Insgesamt bildet er die Bühne etwas näher und größer ab, als ich das gewohnt bin. Dabei macht er einen realistischen und überraschend tiefen Raum auf. Das Ganze wirkt recht einnehmend, sodass er mir die Illusion vermittelt, ich säße wirklich im Konzertsaal.

Die Röhren des Tsakiridis Hermes im Betrieb

Da verzeihe ich ihm gerne, dass er bezüglich der Lokalisationsschärfe nicht ganz so holografisch agiert. Er lässt mich trotzdem genau wissen, wo welches Instrument im Raum zu verorten ist. Und dass das nicht ganz so messerscharf geschieht, entspricht meiner Hörerfahrung mit klassischen Konzerten, etwa in der Kölner Philharmonie oder der Düsseldorfer Tonhalle. Die vorhin genannten Sängerinnen stellt er klar in der Mitte zwischen den Lautsprechern. Auch hier ein bisschen größer, aber nicht übergroß. Der Hermes rückt einen einfach etwas näher ans Geschehen heran. Mir gefällt das sehr gut.

Tsakiridis Hermes im Hörraum mit dem Lautsprecher Divine Acoustics Bellatrix

Tsakiridis Hermes im Hörraum mit dem Lautsprecher Divine Acoustics Bellatrix

Hochton

Röhren und Hochton sind ein eigenes Thema und der Tsakiridis Hermes macht hier keine Ausnahme. Häufig begrenzen die bei den meisten Röhrenverstärkern notwendigen Übertrager den Hochton. Auch wenn 20 Kilohertz messtechnisch in den meisten Fällen drin sind, kenne ich wenige Exemplare, die hier so luftig aufspielen wie vergleichbare Transistor-Geräte. Ausnahmen wie etwa der Audio Hungary Qualiton A20i (4.500 Euro) bestätigen da eher die Regel. Will sagen, Air, glitzern und strahlen sind nicht zwingend Attribute, die ich dem Tsakiridis Hermes bescheinigen würde. Wobei er aber auch in keiner Weise dumpf klingt. Auch wenn ihm vielleicht das letzte Quäntchen Auflösung im Hochton fehlt, so gleicht er das doch durch sein angenehmes Obertonspektrum aus. Die Höhen klingen weniger strahlend, dafür aber irgendwie reichhaltig. Das passt sehr gut zum sonoren Grundtenor des Amps und gewährleistet uneingeschränkte Langzeithörtauglichkeit.

Wie schlägt sich der DAC?

Zum Schluss möchte ich noch wissen, was von dem eingebauten DAC des Tsakiridis Hermes zu halten ist. Wenn mein RME ADI-2 DAC FS die Daten zurück in Musik wandelt, geht da natürlich mehr. Der DAC im Hermes erreicht vor allem in Sachen Auflösung und Feindynamik nicht das Niveau des externen Studio-DACs. Ich möchte keinen Hehl daraus machen, dass mir die Performance der Hermes im Zusammenspiel mit dem externen Wandler besser gefällt, aber der kostet alleine ja schon halb so viel wie der Röhenamp. Insofern geht die Performance des im Hermes integrierten DACs völlig in Ordnung.

USB-Eingang des Tsakiridis Hermes

Einordnung Tsakiridis Hermes

Insgesamt ist der Tsakiridis Devices Hermes ein sehr typischer Röhrenverstärker. Sein grundsätzlicher Klangcharakter lässt sich gut mit dem ebenfalls mit acht EL84 bestückten Manley Stingray vergleichen, wobei der Ami seinen mehr als vier mal so hohen Preis vor allem durch eine höhere Auflösung, eine bessere (wenn auch immer noch röhrentypisch nicht so harte) Basskontrolle und natürlich seine üppigere Ausstattung rechtfertigt.

Tsakiridis Hermes von vorne-links

In seiner Preisklasse würde ich den Tsakiridis Hermes fast als Gegenentwurf zu einem Unison Research Unico Due sehen, der als Hybridverstärker in der Vorstufenabteilung Röhren einsetzt, die Leistungsverstärkung dann aber Transistoren überlässt und der eher leicht, präzise und kontrolliert spielt. Spannend ist auch der Vergleich mit dem doppelt so teuren Audio Note Cobra, der ein völlig anderes, weniger warmes denn schlank-durchhörbares „Röhrenklangideal‟ verfolgt und dessen eingebauter DAC kongenial zum Klangcharakter des Amps passt. Rein klanglich würde ich den Tsakiridis Hermes auf demselben Niveau wie den Unison Triode 25 sehen, der mit vier EL34 Röhren arbeitet, aber insgesamt etwas aufwendiger gemacht ist, was den leicht höheren Preis erklärt.

Billboard
HGFA  - Horn Acoustic

Test: Tsakiridis Hermes | Vollverstärker

  1. 1 Feuer & Finesse
  2. 2 Tsakiridis Hermes: Hörtest und Vergleiche

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