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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Bühne frei!
  2. 2 Technics EAH-AZ70W: Klangtest & Vergleiche

Technics, ein Hersteller mit einer nun über 55-jährigen Tradition – der erste Lautsprecher unter dem Markennamen wurde bereits 1965 vorgestellt – lässt seit einigen Jahren wieder mit innovativen Hifi-Produkten aufhorchen: Neben den legendären direktgetriebenen Plattenspielern werden beispielsweise auch audiophile Lautsprecher und Verstärker an den Start gebracht. Auch in Sachen Kopfhörer hat sich Technics mittlerweile einen Namen gemacht. Als neuester Preis-Leistungs-Kracher der Japaner soll der kompakte und vollkommen kabellose Bluetooth-In-Ear Technics EAH-AZ70W (280 Euro | www.technics.com) mit Active Noise Cancelling (ANC) den mobilen Kopfhörer-Markt aufmischen. Was der Mittelklasse-Hörer leistet, klären wir in diesem Bericht.

Die komplett in Schwarz gehaltene Aufbewahrungsbox des Technics EAH-AZ70W beinhaltet neben der Ladestation und den In-Ears selbst noch fünf Paar auswechselbarer Ear-Tips aus Silikon, um einen perfekten Sitz bei verschiedensten Ohrgrößen zu gewährleisten. Ein USB-C-Ladekabel, ein Quickstart-Guide und die Garantiekarte gehören ebenfalls zum Paket.

Technics EAH‑AZ70W - Ear-Tips, Ohrpasstücke

Der Technics EAH‑AZ70W kommt mit Ladebox und Silikon Ear-Tips in fünf Größen sowie einem USB-C-Ladekabel

Die Gehäuse der EAH-AZ70W fallen durch die integrierten Akkus recht voluminös aus, sind aus einem Kunststoff-Aluminium-Mix hergestellt und weisen eine hohe Verarbeitungsqualität mit exzellenten Spaltmaßen auf. Die bei meinem Exemplar in Anthrazit gehaltene Metall-Face-Plate – die In-Ears gibt‘s des Weiteren in Silber – ist mit dem Technics-Schriftzug versehen. Seitlich befinden sich Öffnungen für die Mikrofone (Ambient- und Sprachmikrofone) sowie die Status-LED. Die Kopfhörer sind erfreulicherweise IPX4-zertifiziert und somit vor Spritzwasser geschützt. Schweißtropfen beim Sport und (leichter) Regen können dem Bluetooth-In-Ear also nichts anhaben.

Genauso hochwertig wie die kabellosen In-Ears von Technics verarbeitet sind, so robust und edel fühlen sich die kleinen „Knubbel“ auch an. Die Passform im Ohr stellt sich für die Bauart als durchaus angenehm dar. Der EAH-AZ70W sitzt, die richtigen Ohrpassstücke vorausgesetzt, genügend fest im Ohr, sodass man auch beim Sprint zur U-Bahn nicht befürchten muss, die In-Ears zu verlieren. Falls sie aber doch einmal verlegt oder vergessen werden sollten, hilft die Technics-App bei der Ortung der In-Ears.

Dynamisch

Technics EAH‑AZ70W mit Laptop

Die Technics EAH-AZ70W arbeiten mit dynamischen Treibern

Die Technics EAH-AZ70W kommen mit dynamischen Treibern. Die mit Graphen beschichteten, zehn Millimeter durchmessenden Treibermembranen werden von einem Neodym-Magneten angetrieben. Die Graphenbeschichtung der PEEK-Membran (Polyetheretherketon, ein hitzebeständiger thermoplastischer Kunststoff) erhöhe laut Technics die Robustheit der Membran und wirke unerwünschten Schwingungen entgegen. So soll „der gleichmäßige, klare Klang“ mit einer „ausgewogenen Stimmwiedergabe“ einhergehen. Wir werden noch hören  …

Gut gecancelt

Wie jeder ANC-Kopfhörer (Active Noise Cancelling), benötigt der Technics neben den Mikrofonen für die Freisprecheinrichtung auch Mikrofone, um Außengeräusche zu registrieren und sie effektiv durch aktiv generierten Gegenschall zu eliminieren. Der EAH-AZ70W besitzt je Kanal gleich zwei davon, die auf jeweils eigene Schallbereiche abgestimmt sind: Auf den Oberseiten der In-Ears sitzen Hybrid-Mikrofone, die sowohl für die Eliminierung des Außenschalls (Feed-Forward) als auch für die Sprachtelefonie verwendet und per Software gesteuert werden. Ein Mikrofon in der Nähe des Schallkanals eliminiert darüber hinaus Reflexionen in den Ohrmuscheln (Feed-Back). Dual Hybrid Noise Cancelling nennt Technics dieses System.

No Tricks

Technics EAH‑AZ70W in der Hand: integrierte Mikrofone

Der Technics EAH‑AZ70W besitzt sowohl Mikrofone für die Freisprecheinrichtung als auch Mikrofone, um Außengeräusche zu erfassen

Während einer Bahnfahrt konnte mich die Außenschalldämpfung positiv überraschen. Besonders die tieffrequenten Vibrationsgeräusche entfernt der Technics EAH-AZ70W sehr effizient, sodass ich die Lautstärke nicht übermäßig hoch aufdrehen musste, um noch alle Details der Musik wahrnehmen zu können. Ein weiteres erfreuliches Detail stellt die nahezu unveränderte Basswiedergabe bei aktiviertem ANC dar. Die Anhebung des Bassbereichs wird bei manchen Herstellern oft als Trick angewandt, um den Eindruck von guter Schallisolation zu erwecken. Der Technics EAH-AZ70W kommt dank seiner effektiven Geräuschunterdrückung ohne solche Tricks aus.

Nutzungs- und Ladedauer

Die nicht näher spezifizierten Akkus der beiden In-Ear-Knöpfe erlauben eine dauerhafte Musikwiedergabe mit aktiviertem ANC von bis zu 6,5 Stunden, bevor die EAH-AZ70W wieder in die ebenfalls mit Akkus ausgestattete Ladeschale müssen. Werden sie zwischendurch per Ladeschale aufgeladen – ein vollständiger Ladevorgang dauert in etwa 2 bis 2,5 Stunden – können ganze 19,5 Stunden Musik ohne Steckdose gehört werden – danach muss auch die Ladeschale wieder ans Netz. Technics bietet zudem eine Schnellladefunktion an, die den Akku in 15 Minuten mit genug Saft für 70 Minuten Musikgenuss füllen soll.

Technics EAH‑AZ70W mit Ladebox

Touch me

Die Technics EAH-AZ70W besitzen eine berührungsempfindliche kapazitive Oberfläche zur Steuerung der Musik auf beiden In-Ears. Diese ermöglicht es, über den linken In-Ear die Lautstärke zu regeln (drei Mal tippen zur Erhöhung und zwei Mal zur Absenkung) sowie etwa durch einmaliges Tippen auf der rechten Seite das Abspielen der Musik zu starten oder zu stoppen, Gespräche anzunehmen oder durch mehrfaches Tippen den nächsten beziehungsweise vorhergehenden Track anzuwählen. Bei längerem Druck wird wahlweise die Stärke der Geräuschunterdrückung variiert (3 Sekunden) oder der Pairing-Mode (7 Sekunden) aktiviert. Das Ein- und Ausschalten der In-Ears erfolgt automatisch, sobald man die EAH-AZ70W aus der Ladeschale nimmt beziehungsweise wieder zurücklegt. Mittels App lässt sich natürlich auch eine automatische Abschaltzeit einstellen (5, 10, 30 und 60 Minuten).

In Sachen Langlebigkeit beziehungsweise Verschleißarmut ist eine Touch-Bedienung physischen Tasten vorzuziehen. Die verschiedenen Tipp-Gesten erfordern dafür eine gewisse Eingewöhnungszeit und sind nicht immer intuitiv gelöst, wie zum Beispiel die Lautstärkeregelung, die sich nur über den linken Ohrhörer bedienen lässt und den Gesten zum Vor- und Zurückspringen am rechten Hörer entspricht.

Nur mit App ist’s richtig nett

Technics Audio Connect App - Geräuschunterdrückung

Mit der „Technics Audio Connect“-App hat man unter anderem die Umgebungsgeräuschregelung im Griff

Wie mittlerweile bei den meisten Bluetooth-Kopfhörern üblich, bietet auch Technics zu seinen drahtlosen Produkten eine eigene App für Android und iOS. Für die EAH-AZ70W-In-Ears steht die App „Technics Audio Connect“ im Google Playstore sowie im Apple Store zur Verfügung. Mittels dieser wird nicht nur eine Übersicht über den genauen Ladezustand der beiden In-Ear-Akkus geboten, es können darüber hinaus umfangreiche Einstellungen zur Klangoptimierung und zum Noise Cancelling vorgenommen werden.

Wer zum Beispiel nicht nur zwischen ANC, Ambient Sound und Off auswählen, sondern die Stärke der Geräuschunterdrückung präzise dosieren will, ist auf die App ebenso angewiesen wie bei der Feinabstimmung der Gesprächsverstärkung. Im Untermenü „Klangmodus“ befindet sich zudem ein 5-Band-Equalizer, in dem Frequenzen zwischen 100 Hz und 10 kHz variiert werden können. Für den Klangtest habe ich allerdings alle Regler in der Nullstellung belassen.

Technics Audio Connect App - Equalizer

Der 5-Band-Equalizer für den Technics EAH-AZ70W

In den App-Einstellungen können auch die Status-LEDs ein- oder ausgeschaltet oder die Anmeldung beziehungsweise Registrierung für die Sprachsteuerung mit Amazon Alexa vorgenommen werden – Sprachbefehle an das Smartphone via Google Assistant, Apple Siri etc. sind über das Mikrofon des Technics EAH-AZ70W natürlich ebenfalls möglich. Neueste Firmware-Updates mit Verbesserungen der In-Ear-Performance werden ebenfalls über die App aufgespielt und können je nach Größe zwischen fünf und 45 Minuten dauern. Dazu müssen die In-Ears mindestens zu 30 Prozent geladen sein und neben dem Smartphone platziert sein. Das Firmware-Update, das während des Testzeitraums erschien, nahm etwa zehn Minuten in Anspruch.

Technics Audio Connect App - Update

Firmware-Update des Technics EAH‑AZ70W

Bluetooth

Die Technics EAH-AZ70W nutzen den Bluetooth-5.0-Standard. Laut Hersteller besitzen die In-Ears eine Reichweite von bis zu zehn Metern. Diese Angabe kann ich bestätigen: Die Technics gewährleisteten bei mir zu Hause sogar eine abbruchfreie Wiedergabe durch 2 Wände hindurch.

Anders als zum Beispiel Bowers & Wilkins (siehe Test B&W PX7) oder Beyerdynamic (Test Beyerdynamic Lagoon ANC) setzt Technics beim EAH-AZ70W nicht auf eine aptX-Zertifizierung von Qualcomm, sondern nutzt den lizenzfreien Low Complexity Subband Codec (SBC), um die Musik am Bluetooth-In-Ear zu dekodieren. Anhand der reinen Bitrate unterscheidet sich SBC (345 kBit/s) nur unwesentlich von Qualcomms aptX-Lösung (354 kBit/s). Des Weiteren werden auch noch AAC und die Bluetooth-Profile A2DP, AVRCP, HSP und HFP unterstützt. Ob sich der Verzicht auf aptX in der Praxis bemerkbar macht, soll der folgende Klangbericht unter anderem klären.

Technics EAH-AZ70W: Klangtest & Vergleiche

Prononciert

Esbjörn Svensson Trio - ViaticumSitzt der Technics EAH-AZ70W korrekt im Ohr, begrüßt er seinen Nutzer nach erfolgter Verbindung mit dem gewünschten Bluetooth-Device sogleich mit einem sehr detaillierten, leicht ins Analytische tendierenden Klangbild. Der seitliche Anschlag der Drumsticks an der Snare im Klassiker „Tide of Trepidation“ (Album: Viaticum) des Esbjörn Svensson Trios (auf Amazon anhören) erfreut über den Technics-In-Ear mit einer ebenso luftigen wie prägnanten Note. Auch die Hi-Hat-Anschläge arbeiten die EAH-AZ70W präzise heraus, Gleiches gilt für den im Hintergrund sanft über die Snare gleitenden Besen.

Den Klavieranschlag stellt der EAH-AZ70W realistisch, wenn auch etwas prononcierter als zum Beispiel der auf höchste Neutralität ausgelegte Audiofly AF160 (ca. 300 Euro) dar. Die leichte Betonung des Hochtons wirkt dank der hohen Detailauflösung nie zu aufdringlich oder gar nervend.

Technics EAH‑AZ70W von beiden Seiten

Die tendenziell analytische Hochtonabstimmung des Technics EAH-AZ70W kommt auch und besonders seiner Feindynamik zugute. Nicht nur, dass er die hintergründigen, subtilen Passagen in der Musik nicht verschluckt – der Technics EAH-AZ70W vermag auch bei leiser Gangart sein Klangpotenzial zu entfalten, wie das Besenspiel zu Beginn von „In the Tail of Her Eye“ bei geringer Lautstärke aufzeigt. Auch das im Brillianzbereich angesiedelte leichte Becken-Tipping ist noch bei Lautstärken wahrnehmbar, bei denen mit einem günstigeren Bluetooth In-Ear wie zum Beispiel dem Shure SE112 nur mehr Stille herrscht.

Stimmen die Stimmen?

Pentatonix - PTX, Vol. IIIDass der Technics EAH-AZW auch bei der Stimmwiedergabe mit Detailverliebtheit und Dynamik begeistern kann, beweist er mit dem dritten Studioalbum der A-cappella-Gruppe Pentatonix aus den USA, PTX, Vol. III (auf Amazon anhören). Mit einem Hauch Frische versehen und glasklar verständlich beginnt die Ballade „Standing By“ und mithin der Bariton von Leadsänger Scott Hoying. Gleiches gilt für die Mezzosopranistin Kristin Maldonado in „Rather Be“. Eine leichte Betonung des Präsenzbereichs gegenüber den darunter angesiedelten Mitten verleiht darüber hinaus Stimmen eine Sprachverständlichkeit, die der Audiofly AF160 so nicht erzielt. Die Bassbegleitung von Avriel Kaplan zeigt sich in den mittleren Lagen ebenfalls minimal zurückhaltend, legt dann aber vom Grundton abwärts wieder an Volumen zu.

Diese leichte Absenkung der mittleren Mitten, die Betonung im Präsenzbereich und die analytische Hochtonabstimmung bescheren dem Technics-Bluetooth-Hörer ein insgesamt etwas helleres Klangbild als etwa dem mitttenbetonteren, im direkten Vergleich aber auch weniger weitläufig und offen klingenden Fabs Dual Basic (440 Euro) mit Balanced-Armature-Treibern.

Technics EAH‑AZ70W spielt mit Smartphone

Gitarre & Garage

Wer jetzt meint, der Technics EAH-AZ70W sei mit dieser Abstimmung für gitarrenlastige Musik denkbar ungeeignet, der wird spätestens mit den harten Gitarrenriffs auf dem 1998 erschienenen Album The Somberlain der schwedischen Extreme-Metal-Band Dissection eines Besseren belehrt. Der sehr rockige Einstieg gelingt dem Technics zwar nicht so gehaltvoll wie zum Beispiel dem Fabs Dual Basic, die verzerrten E-Gitarren klingen aber keinesfalls zu clean. Der rotzige „Garagensound“, den die oft im Black-Metal-Genre verortete Band auf ihren Alben verbreitet, bleibt mit dem Technics EAH-AZ70W erhalten. Auch bei diesem Album werden im Mittenbereich noch genügend Details der Gitarre zum Ohr transportiert, der Japaner wirkt beim Akustik-Solo „Feather‘s Fell“ sogar feinfühliger als der etwas teurere Audiofly AF160.

High Volume

Beim Titeltrack des Albums drehe ich gerne auch mal ein bisschen weiter auf. Die Wiedergabe des Schlagzeugs, der E-Gitarren und des Gekreisches bleibt mit dem EAH-AZ70W auch bei hohen Lautstärkepegeln sehr präzise. Was etwa beim Shure SE 112 irgendwann nur mehr wie ein Einheitsbrei anmutet, vermag der Technics ohne hörbare Verzerrungen sauber darzustellen.

On Stage

Technics EAH‑AZ70W von vorne, mit Ladebox

Dabei stellt die Instrumententrennung und die für einen In-Ear überraschend räumliche Bühnendarstellung ein Highlight dar. Schlagzeug, E-Gitarre und die Stimme des Frontmanns Jon Nödtveidt verteilen sich realistisch im Raum. Die Bühnentiefe wirkt im Vergleich zur beachtlichen Breite des Klangbilds zwar etwas weniger ausgeprägt, tut einer ausreichend dreidimensionalen Abbildung jedoch keinen Abbruch. Vergleicht man zum Beispiel den recht räumlichen AKG K550, werden schnell klangliche Parallelen hörbar. Das macht unseren japanischen Probanden nicht zuletzt für Kopfhörer-Umsteiger sehr interessant, welche die tendenziell meist räumlichere Darstellung von großen Bügelkopfhörern schätzen.

Wow!

Technics EAH‑AZ70W - Box

Den größten Wow-Faktor der Technics EAH-AZ70W erfährt man, wenn man sich genauer mit dem Bassbereich auseinandersetzt. Die Blastbeats, die der In-Ear hier ans Trommelfell hämmert, sind trotz des in nicht optimaler Soundqualität aufgenommenen Dissection-Albums eine Wucht. Der Kick der Bassdrum schlägt schnell und druckvoll wie bei keinem zweiten mir bekannten In-Ear in dieser Preisklasse ein und kann sich qualitativ sogar mit dem Basskünstler Fabs Dual Basic messen. Dabei mutet der Technics durch den weniger vordergründigen Grundton und den angenehmen Übergang vom Mitten- in den Bassbereich insgesamt sogar etwas besser ausbalanciert an.

The Prodigy - The Fat of the LandNoch besser ausloten kann man die Bassleistung der kleinen Bluetooth-Knubbel aber mit einer Formation wie The Prodigy. Die Kultband um den verstorbenen Frontmann Keith Flint zeichnet sich durch ein Crossover von Hardcore, Drum’n‘Bass, Techno und Punk aus. Die teils abgrundtiefen elektronischen Bässe auf dem dritten Studioalbum The Fat of the Land (auf Amazon anhören) sind für mich immer wieder Anlass, um mitwippend und im Takt klopfend in den vertrackten Rhythmen zu versinken. Umso erfreulicher, wenn mir ein portabler und kabelloser In-Ear bei den Bässen von „Firestarter“ dieselbe Energie liefert, wie ich es normalerweise nur von deutlich teureren Bassspezialisten wie dem Fabs Dual Basic oder etwa einem InEar SD4 (699 Euro) gewöhnt bin.

Dabei verliert der Technics bis in den Tiefbass nie die Kontrolle und schnalzt den Tiefton auch noch im Bass-Keller trocken und dynamisch in die Gehörgänge, wie die artifizielle und abgrundtiefe Bassbegleitung bei „Mindfields“ ab Minute 1:20 zeigt. Hier kann weder ein Audiofly AF160, welcher sich eher auf den Grundton und den Oberbass konzentriert, noch der wesentlich teurere und offene Over-Ear Sennheiser HD800S (1.200 Euro) mithalten. Elektronische Musik mit schnellen Beats scheint also wie geschaffen für den Technics EAH-AZ70W zu sein.

Technics EAH‑AZ70W outdoor

Billboard
B&W

Test: Technics EAH-AZ70W | In-Ear-Kopfhörer

  1. 1 Bühne frei!
  2. 2 Technics EAH-AZ70W: Klangtest & Vergleiche

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