Thomas Kopanz

Schon von klein an war ich für Technik und für neue Errungenschaften in diesem Bereich sehr aufgeschlossen. Meine Suche nach dem perfekten Klang begann allerdings erst bei einem Auslandsaufenthalt in Norwegen, dem Land der relaxten Gemüter, des schlechten Essens und der schwermütigen Musik.

Mein Schaffen als HiFi-Redakteur hat eine längere Vorgeschichte und ist der Verknüpfung verschiedener Umstände und Ideen geschuldet. Schon vor der Schulzeit konnte mich mein Vater, selbst ein begeisterter Hobbymusiker und Sänger, für seine Hans-Deutsch-Lautsprecher begeistern. Diese schlichten Holzquader begleiteten mich über viele Jahre meiner musikalischen Höhen und Tiefen. Zur gleichen Zeit entschloss ich mich auch für eine musikalische Ausbildung in der Schule, wo ich klassische Gitarre lernte. Im Landeskonservatorium meiner Heimat Österreich versuchte ich mich sogar zwei Jahre am Klavier. Aufgrund (zumindest meiner Meinung nach) zu antiquierter Lehrmethoden entschied ich mich aber für einen Abbruch dieses ungleichen Fleiß-Erfolg-Verhältnisses.

Mit ein Grund, weshalb ich mich schließlich doch für eine technische Laufbahn entschied, die Musik aber mein ständiger Begleiter blieb. Trotz der vierjährigen Ausbildung zum Audio-Video-Techniker inklusive Matura fand ich mich aber später statt im Lehrberuf an der Universität wieder – inmitten eines Skandinavistikstudiums mit sprachwissenschaftlichem Schwerpunkt.

Wie es dazu kam? Mich ärgerten schon seit langem immer wieder Artikel in Zeitungen, die zu plump und ohne Begeisterung geschrieben wurden. Zudem hatte ich mich bei einer meiner musikalischen Ausschweifungen Richtung Metal in die norwegische Sprache verliebt. Die Sprachmelodie, die Ästhetik, einfach alles daran faszinierte mich.

Während des Studiums blühte auch meine Liebe zum skandinavischen Jazz auf, den ich bei einem Streifzug durch das Internet mit dem Esbjörn Svensson Trio entdeckte. Groß war die Begeisterung für dieses Trio und groß war auch die Trauer, als ich vom tragischen Unfall des namensgebenden Pianisten erfuhr. Meiner Verbundenheit zu diesem Genre tat dieses Ereignis aber keinen Abbruch, im Gegenteil, es verstärkte meine Bande zur Musik nur noch.

Bei meinem einjährigen Studienaufenthalt in Bergen, Norwegen, entschloss ich mich deshalb, mich nicht mehr nur mit Konzertbesuchen zufriedenzugeben. Ich wollte diese Atmosphäre auch zu Hause spüren können. Das Problem war allerdings, dass sich Lautsprecher in meiner damals kleinen, 16 Quadratmeter umfassenden, verwinkelten Studentenbude nicht entfalten konnten. Es musste also ein Kopfhörer sein, der auch die Dynamik und die Gefühle der Liveperformance wiedergeben konnte. Dies war die Geburtsstunde einer langen Suche nach dem richtigen Wiedergabegerät. Und so wurden aus zunächst einem Kopfhörer für alles über die Jahre immer mehr Geräte – für jedes Musikgenre war etwas dabei.

Aus dieser Suche nach dem perfekten Kopfhörer, zusammen mit dem technischen Wissen meiner Audio-Video-Techniker-Ausbildung, der universitären Schreiberfahrung und nicht zuletzt meiner ungebrochenen Liebe zur Musik, entstand der Wunsch, die gesammelten Erfahrungen weiterzugeben.

Seit Mai 2015 kann ich die Erfahrung mit Kopfhörern und deren akkurate Verstärkung nun bei fairaudio auch einer großen Leserschaft bieten. Ich hoffe, damit auch dem einen oder anderen bei Kaufentscheidungen und der klanglichen Einordnung behilflich sein zu können und stehe bei weiteren Fragen rund um das Thema Kopfhörer und Kopfhörerverstärker gerne zur Verfügung!

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