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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Perlenfischer
  2. 2 Aperion Verus III Grand Bookshelf: Klangtest & Vergleiche

Immer dann, wenn man denkt, sich in der HiFi-Szene inzwischen ganz gut auszukennen, laufen einem Geräte vor die Flinte, deren Herstellername einem völlig unbekannt ist. So ging es zumindest mir, als die fairaudio-Herausgeber den Test eines Lautsprechers vom amerikanischen Anbieter Aperion Audio (Verus III Grand Bookshelf: 800 Euro | www.hifipilot.de) vorschlugen. „Aperion Audio? Kenn‘ ich nicht“, musste ich gestehen. Dabei gibt es das Unternehmen schon seit 20 Jahren. Es sitzt in Portland/Oregon und ist seit 1999 im Lautsprecherbau aktiv.

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf Logo

Aperion Audio?!

Das Programm umfasst Wandler für fast jeden Einsatzzweck – es gibt Stand- und Kompaktboxen, Subwoofer und Heimkinolautsprecher, aber auch „Spezialisten“ wie Wand- und Deckenlautsprecher oder Supertweeter – für die Extraportion audiophiler „Luft“ am Hörplatz gewissermaßen. Ähnlich wie hierzulande Teufel, Nubert, Saxx Audio oder im Grunde auch Abacus Electronics setzt man bei Aperion Audio auf das Prinzip des Direktvertriebs: Die Geräte sind ausschließlich online zu erwerben und werden unter Umgehung eines Einzel-, Fach- oder Großhändlers direkt zum Kunden nach Hause geschickt.

Kritiker mögen bemängeln, dass man auf diese Weise die „Katze im Sack“ kauft, aber erstens gibt es ja bei Nichtgefallen des Produkts auch noch das gesetzlich verankerte Rückgaberecht, zweitens machen viele Direktvertriebe auch verlängerte Rückgabefristen oder Probearrangements möglich, damit realistische Hörtests ohne unbotmäßigem Zeitdruck in den eigenen vier Wänden möglich sind. Das alles ergibt betriebswirtschaftlich natürlich nur dann Sinn, wenn Hersteller und Kundschaft sich im gleichen Land befinden. Denn irgendwann – zum Beispiel beim Versand „über den großen Teich“ – machen Versandkosten und die Abwicklung von Retouren und Garantiefällen die Kalkulation zunichte. Wie aber kommt es nun, dass dieser Direktvertrieb gewissermaßen nach Deutschland verlängert wurde?

Audiophile Trüffelschweinchen

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf Pärchen von vorne

Nun, seit Herbst 2019 existiert eine Vertriebskooperation zwischen Aperion Audio und den umtriebigen Herren Berthold Daubner und Jens Hörmann von der HifiPilot GmbH. Kenner horchen bei den vorgenannten Namen auf: Richtig, die Betreiber von HifiPilot sind auch für Burchardt Audio, IOTAVX und die schwedische Marke XTZ unterwegs – als nicht nur die bloße Distribution verantwortende deutsche Außenstelle der Schweden, die sowohl Lautsprecher als auch die Endstufe A2-300 im Programm haben und schon mehrfach bei fairaudio mit der Qualität ihrer Produkte überzeugen konnten. Auf die Frage, warum HifiPilot nun auch Aperion Audio vertreibt, schreibt uns Berthold Daubner: „Wir haben die Marke Aperion Audio auf einer Messe in Hong Kong das erste Mal gesehen und waren vom Preis-Leistungsverhältnis der Produkte begeistert. Da wir immer auf der Suche nach Marken sind, die bisher in Deutschland nicht vertreten sind, es aber definitiv sein sollten, haben wir den Kontakt intensiviert. So hat sich dann die aktuelle Kooperation ergeben, bei der wir Aperion Audio exklusiv in ganz Europa vertreten.“ Das bedeutet für europäische Kunden viele Vorteile: Ansprechpartner im Garantiefall ist ein hierzulande ansässiges Unternehmen, HifiPilot liefert versandkostenfrei – und gewährt 30 Tage Rückgaberecht statt der gesetzlich vorgeschriebenen 14.

Gestatten? Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf …

Doch zurück zu unserem Lautsprecher! Wie der Name schon klar macht, handelt es sich um einen Kompakt- beziehungsweise „Regal“-Lautsprecher. Der 28 Zentimeter hohe Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf ist ein klassischer Zweiwegler mit Bassreflexsystem. Der Tiefmitteltöner wird – wie alle Treiber des Herstellers – von der in China ansässigen Aperion-Audio-Produktionsstätte gefertigt, ist also ein „Eigengewächs“. Er kommt als 135-mm-Konuslautsprecher mit Phase Plug und einer Membran aus Kevlar – einem gut erforschten und durchaus beliebten Membranmaterial, das bei einer Vielzahl von wohlbekannten Herstellern gerne eingesetzt wird. Ab einer Trennfrequenz von 2.800 Hertz werden die Signale an eine 25-mm-Seidenkalotte übergeben, deren Bauform sich Aperion Audio sogar patentieren ließ (hier geht’s zur Patentschrift, wenn jemand genaueres erfahren will). Zentrales Merkmal der Konstruktion ist, dass die Membran zusätzlich mittig stabilisiert wird, was nicht nur unerwünschte Verzerrungen reduzieren soll, sondern auch den Frequenzbereich nach unten hin erweitert, sodass der Tweeter für einen Kalottenhochtöner vergleichsweise tief hinabspielen kann und auch darf.

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf Hochtöner

Die Bauform der 25-mm-Seidenkalotte hat sich Aperion Audio patentieren lassen

Der gut sechseinhalb Kilo schwere Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf besitzt eine eher minimalistische Frequenzweiche, die mit hochwertigen Bauelementen bestückt ist, unter anderem mit Dünnfilmkondensatoren, die ebenfalls aus hauseigener Entwicklung stammen. Der Wirkungsgrad beträgt 88 dB/W/m, wodurch nicht zwingend ein Verstärker mit extremer Leistung erforderlich ist: Schon mit 40 bis 50 Watt Sinusleistung pro Kanal lässt sich ein mittelgroßer Hörraum mehr als ausreichend und verzerrungsfrei beschallen.

Das Gehäuse wirkt wertig-elegant: Die Ecken sind leicht verrundet, das Gehäuse zur Vermeidung stehender Wellen symmetrisch in einer geschwungenen Linie nach hinten verjüngt. Auffällig ist nicht nur die ausgezeichnete Verarbeitung in Bezug auf Fertigungsqualität und Spaltmaße, auch der tadellos applizierte schwarze (es gibt den Lautsprecher alternativ auch in Kirschholzfurnier) Hochglanzlack unseres Testmodells würde einem merklich teureren Lautsprecher noch gut zu Gesicht stehen.

Entzücken kann auch der Rücken: So finden wir auf der Heckseite ein Bi-Wiring-Terminal mit vergoldeten Anschlüssen, das ab Werk mit einer hochwertig erscheinenden Kabelverbindung inklusive Kabelschuhen gebrückt ist – und nicht mit einfachen Blechen. Noch dazu hat Aperion Audio dem Verus III Grand Bookshelf die Möglichkeit spendiert, den Hochtonbereich um 3 dB abzusenken, hierfür muss einfach ein oberhalb der Lautsprecherklemmen angebrachter Brückenstecker umgelegt werden – was ich jedoch nicht nutzte, der Lautsprecher klang in der Neutral-Stellung für mich und meine Hörsituation gerade richtig. Zu erwähnen wäre noch die vom Hersteller offiziell empfohlene Einspielzeit: Sie beträgt 50 bis 100 Stunden; ein Ratschlag, den man unbedingt beherzigen sollte, denn frisch aus dem Karton spielen diese Lautsprecher tatsächlich ihre Talente nicht voll aus. Man gönne den Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf fünf Tage ununterbrochene Akklimatisierung unter mittlerer Last, es lohnt sich sehr.

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf Rückseite

Der Hochtonbereich der Aperion Audio Verus III lässt sich bei Bedarf um 3 dB absenken

Bevor wir an den Klangteil gehen, möchte ich noch einmal auf die Einleitung zurückkommen: Wer in einem heiß umkämpften Preissegment auf sich aufmerksam machen möchte, der hat eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Man kann sich durch Glanz und Wumms an den Frequenzgangenden beim schnellen Hörvergleich in den Vordergrund spielen – was aber dazu führt, dass die Effekthascherei nach wenigen Wochen oder Monaten zunehmend nervt. Oder man überzeugt mit Tugend und Charakter, was zwar nicht unbedingt spektakulär erscheinen mag, aber der Beginn einer langen und unverbrüchlichen Freundschaft werden kann. Wie hält es Aperion Audio? Folgen Sie mir in den Hörraum!

Aperion Verus III Grand Bookshelf: Klangtest & Vergleiche

Sie ahnen es bereits, die Überleitung lässt es vermuten, der Aperion Verus III Grand Bookshelf ist kein Blender, auch wenn er tonal nicht zu 100 Prozent die reine Lehre bietet. An der Hundert fehlt aber nur ein klitzekleines Bisschen, doch dazu später.

Sobald dieser Lautsprecher seine Einspielzeit überwunden hat, fällt er vor allem durch seine Über-alles-Kohärenz und Stimmigkeit auf. Mir ist bewusst, dass der gemeine HiFi-Redakteur diese Vokabeln ganz gerne einsetzt, wenn ein Testobjekt im guten wie im schlechten Sinne eigenschaftslos ist und der Redakteur verzweifelt versucht, diesen Umstand freundlich zu umschreiben. Doch halt! Das ist hier nicht der Fall. Vielmehr gibt der Aperion Verus III Grand Bookshelf einem nach wenigen Takten das gute Gefühl, dass alles „am richtigen Platz“ ist. Und dass das Klangbild vollständig ist.

Geschickt getrickst …

Secrets Of The Moon - SUNSteigen wir gleich mal beherzt ein mit der deutschen Black-Metal-Band Secrets of the Moon. Der Track „Hole“ (Album: Sun; auf Amazon anhören) ist ein richtig schönes Brett. Eher langsam gehalten, mit verhallten Doomgitarren, fettem Bass, intensiver Schlagzeugarbeit. In meinen Hörnotizen ist zu lesen: „Tief, schwer, schwarz“. Das erstaunt insofern, als dass man Black-Metal und Kompaktlautsprecher bekanntermaßen in Bezug auf Tiefbass und Pegelfestigkeit nicht immer zu einer Traumhochzeit vermählen kann. Beim Aperion Verus III Grand Bookshelf hingegen saß der Rezensent selig durchgeföhnt auf dem Sofa und hatte nicht mal das Bedürfnis nach einem Subwoofer. Er hatte auch nicht das Bedürfnis, nach einer halben Minute einen anderen Track von der Festplatte zu fischen – denn es ist die eingangs im Klangteil erwähnte Schlüssigkeit und Stimmigkeit des Gesamtbildes, die ganz erstaunlich viel Spaß macht. Gut, ein flinker A/B-Vergleich mit einer großen Kompakten wie der Harbeth 30.1 oder einem Standlautsprecher wie meinem Audes Maestro 116 zeigte erwartungsgemäß, dass man Bauch und Zwerchfell in Bezug auf Bass noch kräftiger massieren kann – keine Überraschung, diese Erkenntnis. Doch bei dem Verus III Bookshelf haben die Entwickler einen so raffinierten und genau platzierten minimalen Oberbasshöcker in die Abstimmung einfließen lassen, dass der Sound sonor, druckvoll – und im Falle von Secrets of the Moon – sinister wird und der Wunsch nach der alleruntersten, bauartbedingt nicht erreichbaren Oktave im Grunde obsolet.

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf mit Frontabdeckung

Die Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf mit Frontabdeckung

Gutes Händchen

Bei den Höhen hatten die Amerikaner ebenfalls ein geschicktes Händchen: Die Seidenkalotte spielt mit einer ganz ausgezeichneten Feinauflösung, drängt sich aber weder in den Vordergrund noch beißt oder zischelt sie. Bei unserem Black-Metal-Track beispielsweise spielt der Drummer über weite Passsagen mit vollem Einsatz und drischt bei jeder Viertelnote aufs Crashbecken. Während so etwas über eine „billige Box“ vor allem in den Ohren schmerzt, gibt es dem Song über den Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf etwas zwingendes, nach vorne treibendes: Jeder Beckenschlag jagt sozusagen ein ordentlicher Pfund Frischluft in den Raum. Und die in den etwas ruhigeren Passagen eher zart gespielten Ridebecken setzen sich bestens von dem anderen „Blech“ des Drummers ab. Will heißen: Der Verus III kann in den Höhen durchaus differenzieren und fein auflösen, er muss dafür aber nicht über Gebühr dominant aufspielen. Es ist aber auch in diesem Bereich noch mehr Präzision möglich, selbst in der Preisklasse: Die Fishhead Audio Resolution 1.6 BS (800 Euro) fällt mir hier ein: Sie kitzelt mit ihrem Air Motion Transformer doch noch mehr Obertondetails aus so manchem Musikmaterial, beispielsweise wenn es um hochfrequente Transienten bei Geigen- oder Gitarrenflageoletts oder Sizzle-Becken beim typischen Jazzschlagzeug geht. Auch die Heco Celan Revolution 3 (ab 999 Euro) hat einen auf den ersten Blick „spritzigeren“ und auch geringfügig feiner auflösenden Hochton, der allerdings zuweilen auch – je nach Hörraum und zugespieltem Material – minimale Schärfen mitbringen kann.

Mittendrin

Ebenfalls erfreulich ist, was im Mittenband geboten wird – wie das Klavier in dem Song „Break“ des amerikanischen Multiinstrumentalisten Ryan Lott, der auch unter dem Bandnamen Son Lux firmiert, zeigt. Nahezu pornografisch-nah und direkt ist dieses Klavier abmikrofoniert, das nach der ersten Minute des Songs einsetzt. Hier hört man wirklich alles, nicht nur das Klingen der Saiten, sondern auch die Nebengeräusche der Hämmer, das Senken und Heben der Filze bei der Nutzung des Pedals. Der Verus III bietet hier eine vollständige und sehr akkurat gemischte Farbpalette an – von den Noten um das „Schlüssel-C“ herum bis zum Diskant. Hier hört man sofort, dass keine Samples zum Einsatz kommen, sondern ein richtiges Klavier, denn je höher die angespielten Töne werden, desto mehr verändert sich nicht nur ihre reine Tonhöhe beziehungsweise Frequenz, sondern auch ihre Klangsignatur, mithin das Obertonspektrum. Dass man das mit einem 800-Euro-Kompaktlautsprecher so gut dargeboten bekommt, ist erfreulich – und keine Selbstverständlichkeit.

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf Bassmitteltreiber

Auch der 135-mm-Konuslautsprecher mit Kevlar-Membran ist ein “Aperion-Eigengewächs”

Als tonales Zwischenfazit darf man also festhalten: weitgehend neutral mit einem kleinen Körnchen klanglichen Glutamats in Form einer klug abgestimmten, sehr dezenten Oberbassanhebung – und das bei einem Auflösungsvermögen, das auch eine Preisklasse höher noch als angemessen durchginge, Insgesamt ergibt sich ein runder, stimmiger Sound.

Weitere Talente

Es gibt aber noch ein weiteres Talent, mit dem mich dieser Lautsprecher überrascht hat: Zu Beginn des oben erwähnten Son-Lux-Tracks wird nämlich ein veritabler Radau veranstaltet: Wir hören hektische, live eingespielte Drumsounds in typischer Drum-n-Bass-Phrasierung und wildes Menschengeschrei – bevor der Song in eine Zäsur geht und das erlösende Klavier einsetzt. Das Schlagzeug wurde zweifellos von einem kenntnisreichen Menschen unter der Verwendung bester Mikrofone und echter Laufzeitstereofonie „eingefangen“. Oder anders: echt geil und fett.

Was passiert bei der Wiedergabe über den Aperion Verus III Grand Bookshelf? Stellen Sie sich vor, irgendjemand hätte die hinter den Lautsprecher stehende Wand mit einem Fingerschnipp entfernt. Ganz ehrlich: So tief habe ich für diesen Kurs noch nie in eine Aufnahme hineinhören können. Sagenhaft plastisch, mehrdimensional und doch präzise löst dieser Lautsprecher in Bezug auf die Bühne auf. Ganz vorne das Stimmengewirr, deutlich dahinter die Drums, noch weiter dahinter die als Effekte dazu gemischten Raumanteile. Auch ein mittelmäßig begabter Zeichner könnte vermutlich die Platzierung von Bassdrum, Snare und anderen Instrumenten genau auf einen Zettel malen. Hut ab.

Mono - Hymn to the Immortal WindDieses Talent bewahrt sich der Lautsprecher auch bei wesentlich komplexerer Musik, zum Beispiel bei Monos Zehn-Minuten-Klopper „Everlasting Light“ (Album: Hymn to the Immortal Wind; auf Amazon anhören): Im minutenlangen Intro ein tief verhalltes Klavier, zahlreiche Streicher, cleane und verzerrte Gitarren – und ab der sechsten Minute ein Drummer, der dermaßen auf sein Set einprügelt, dass er offenbar das erklärte Ziel hat, es bis zum Ende des Songs vollständig zu zerstören.

Selbst in diesem Chaos separiert der Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf ungerührt die einzelnen Klangquellen – tonal wie räumlich. Statt also zentnerweise Klangbrei in den Raum geschaufelt zu bekommen, hat man eher das Gefühl, mit einem sicheren Containerschiff durch meterhohe Wellenberge zu pflügen. Beeindruckend, auch in grobdynamischer Hinsicht. Es gibt jedoch – wie sollte es anders sein? – dabei ein kleines „aber“: All das funktioniert nur dann, wenn man die Lautsprecher sehr akkurat aufstellt (in meinem Raum um wenige Grad auf den Hörplatz eingewinkelt) und sich im eher kleinen Sweet Spot aufhält. Zwar gibt es auch noch einen halben Meter links und rechts davon noch einen stimmigen Gesamteindruck, doch für die zuvor beschriebene enorme Tiefenstaffelung sollte man schon wirklich genau in der Mitte sitzen.

Gute Erinnerungen

Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf - einzeln von vorneWenn ich einem Lautsprecher auf den Zahn fühle, läuft in meinem Gehirn immer eine Zweitspur mit: Ich krame quasi automatisch in meinen Erinnerungen, ob es einen Lautsprecher aus vergangenen Tests gibt, der ähnlich klingt. Selten fiel mir dieser Vergleich so leicht: Gleich mehrfach musste ich an die Sonus Faber Venere 1.5 denken. Sowohl in Bezug auf die Tonalität als auch Dynamik und Bühnendarstellung erscheinen mir beide Lautsprecher ziemlich ähnlich. Mit dem kleinen Unterschied, dass die smarte Italienerin etwa anderthalbmal so viel kostet wie der „Ami“. Das Spiel funktioniert natürlich auch andersherum: Müsste ich einen Lautsprecher in – ungefähr – der Preisklasse benennen, der im gewissen Maße das Gegenteil des Aperion Audio Verus III Bookshelf verkörpert, würde mir die nuBox 483 (558 Euro) von Nubert einfallen. Sie ballert nämlich im Tiefbassbereich richtig was weg, kommt mit einem präsent-crispen Hochtonbereich und einem eher durchschnittlich feinzeichnenden Mittenband. Gemeinsam hingegen haben die Schwäbin und die Amerikanerin ihre tiefe Bühnendarstellung – allerdings materialisieren die Aperion gerade in der virtuellen Mitte noch plastischer und glaubhafter.

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AudioQuest

Test: Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf | Kompaktlautsprecher

  1. 1 Perlenfischer
  2. 2 Aperion Verus III Grand Bookshelf: Klangtest & Vergleiche

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