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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Heavy Rotation
  2. 2 Teac VRDS-701: Hörtest & Vergleiche

fairaudio's favourite AwardIn den zweieinhalb Jahren, in denen ich jetzt schon für fairaudio schreibe, landete eine Gerätegattung noch nie bei mir im Rack: ein CD-Player. Als das Angebot kam, den neuen Teac-CD-Player VRDS-701 (https://eu.teac-audio.com/) zu testen, sagte ich deshalb sofort zu. Zwar besitze ich viele, viele CDs, höre diese aber nur noch selten, muss ich zugeben – vor allem, weil ich die meisten auf dem Musikserver gespeichert habe. Doch das ändert sich nun, schließlich soll der Teac VRDS-701 Technologien an Bord haben, die lange Jahre der sündhaft teuren Edelmarke Esoteric vorbehalten waren. Und trotzdem verliert er mit einem Listenpreis von 2.499 Euro nicht die Bodenhaftung.

Der erste Eindruck

Boah, ist das Ding schwer für einen CD-Player! Das erinnert mich fast schon an den legendären Sony-CD-Player CDP-X-777 ES, den ich mir als 18-Jähriger vor einer Ewigkeit vom Mund abgespart hatte. Damals zeigte die Waage 17 Kilogramm, im Fall des auf der High End 2023 in München erstmals vorgestellten Teac VRDS-701 sind es immerhin stattliche 11,8 Kilogramm – das verspricht Wertarbeit und viele Jahre Musikgenuss.

Die Front des CD-Players Teac VRDS-701 in der schwarzen Variante

Der CD-Player Teac VRDS-701 besitzt ein sehr solides Gehäuse und bringt fast 12 Kilogramm auf die Waage. Er kann nicht nur CDs abspielen, sondern auch als D/A-Wandler dienen

Mit Abmessungen von 444 × 111 × 333 mm (BxHxT) entspricht der in Schwarz und Silber lieferbare Japaner mit seinem resonanzarmen Aluminiumgehäuse den HiFi-Standardmaßen. Die schwarze Testversion sieht edel, aber auf den ersten Blick etwas unspektakulär aus. Das liegt an der dunklen Farbgebung, die silberne Version offenbart die Designdetails schneller. Keinesfalls zu übersehen sind hingegen die beiden frontseitigen Tragegriffe, die aber eher wie ein Designkniff ohne echten Zusatznutzen wirken. Betrachtet man den Teac von der Seite, fallen seine Kühlrippen auf, die ihm etwas Windschnittiges verleihen. Auffällig ist außerdem der On/Standby-Schalter auf der Vorderseite, der wie ein altmodischer Lichtschalter wirkt, wie man ihn aus 50er-Jahre-Häusern kennt. Und noch etwas macht sich sofort bemerkbar, wenn man den Teac VRDS-701 aus seiner Verpackung holt: die Anti-Vibrations-Standfüße.

Blick auf einen Anti-Vibrations-Standfuß des Teac VRDS-701

Der Teac VRDS-701 steht auf drei speziellen Anti-Vibrations-Standfüßen

Nicht vier, sondern drei – zwei vorne und einer hinten in der Mitte. Die Spikes und die dazugehörigen Unterstellfüße sind lose ausgeführt und klackern leicht, wenn man das Gerät trägt. Die Konstruktion soll Vibrationen minimieren und das Rack vor Kratzern schützen. Eine recht schwere, im positiven Sinne unauffällige Fernbedienung liegt selbstverständlich auch bei.

Die Fernbedienung des Teac VRDS-701

Eine Fernbedienung gehört zum Lieferumfang des Teac VRDS-701

Unter dem Kleid

Kommen wir zu dem, was das Auge nicht gleich erblickt, zum Beispiel das neu entwickelte Vibration-free-Rigid-Disc-Clamping-System (VRDS), das schon im Namen des Teac VRDS-701 auftaucht. Es kommt auch in den teuren Highend-Playern von Esoteric vor. Die Japaner haben einen CD-Laufwerksmechanismus konstruiert, der die Rotationsvibrationen der CD und unerwünschte Schwingungen des Laufwerks reduzieren soll. Dazu wird die CD an einen Aluminium-Drehteller mit gleichem Durchmesser geklemmt, was die träge Masse maximiere und die Rotation stabilisiere. Die Brücke, die diesen Plattenteller trägt, sei sehr leicht und übertrage keine Vibrationen, so der Hersteller. Hinzu kommt eine halbschwimmende Lagerung des gesamten Laufwerks auf einem Subchassis. Das Fernhalten der Motorvibrationen vom Hauptchassis verhindere Resonanzen innerhalb des Chassis, umgekehrt soll so auch der CD-Mechanismus von externen Schwingungen isoliert werden. All diese Maßnahmen erhöhen die Lesegenauigkeit, sagt Teac.

Das Vibration-free-Rigid-Disc-Clamping-System (VRDS) des Teac-CD-Players

Namensgebend: Das Vibration-free-Rigid-Disc-Clamping-System (VRDS) des Teac-CD-Players soll Vibrationen den Garaus machen und so die Lesegenauigkeit erhöhen

Auch bei der D/A-Wandlung ließen sich die Japaner etwas einfallen und setzen einen eigenen Delta-Sigma-DAC mit diskreter Schaltungsstruktur ein. Der DAC steht dabei nicht nur CDs zur Verfügung, sondern auch Quellen, die von außen andocken. Sprich: Der Teac fungiert auch als D/A-Wandler. Dafür stehen auf der Rückseite drei digitale Anschlussmöglichkeiten bereit: USB, Toslink und S/PDIF koaxial. Bei der UBS-Buchse handelt es sich nicht um die bisher in der HiFi-Welt weitverbreitete USB-B-Schnittstelle, sondern um die modernere USB-C-Variante. Ich habe die DAC-Funktion des Teac mit meinem Musikserver NAD M50.2 getestet und die Signale per digitalem Koaxialkabel zugespielt, später mehr dazu.

Hinaus geht es analog nicht nur per RCA, sondern auch über die symmetrische XLR-Verbindung. Auch zwei digitale Ausgänge (optisch und koaxial) stehen bereit. Zusätzlich gibt es noch eine Clock-Schnittstelle, mit deren Hilfe man per koaxialem BNC-Kabel ein externes Gerät anschließen kann, das ein 10-MHz-Clock-Signal zur Synchronisation ausgibt. Teac führt dafür den CG-10M Master-Taktgenerator im Programm, dessen präzises Signal noch mehr aus dem Wandler herausholen soll – wir hatten ihn übrigens schon im Test.

Das rückseitige Anschlussfeld des Teac VRDS-701

Das rückseitige Anschlussfeld des Teac VRDS-701: Drei Digitaleingänge sind an Bord, eine externe Clock lässt sich über eine BNC-Buchse andocken – und das gewandelte Signal lässt sich symmetrisch und unsymmetrisch sowie fix oder variabel abgreifen

Ach ja: Der Teac VRDS-701 spielt keine SACDs ab, beherrscht dafür aber das MQA-Format. DSD512 hat der Japaner auch drauf, ebenso wie Hi-Res-Audio im PCM-Format bis hin zu 32 Bit/384 kHz. Was der Kopfhörerverstärker mit dem 6,3-mm-Klinkenanschluss taugt, zeigt der Klangtest im Anschluss.

Erwähnung verdient die analoge Lautstärkeregelung, die den Teac VRDS-701 zum Vorverstärker für Digitalquellen macht. Sie ermöglicht den direkten Anschluss an eine Endstufe oder Aktivboxen. Der Pegel lässt sich mithilfe der Fernbedienung oder eines kleinen Drehreglers unterhalb des angenehm gelb schimmernden, dimmbaren Displays einstellen – das Ganze funktioniert einwandfrei und fein justierbar in Schritten bis 100. Die Lautstärkeregelung lässt sich auf Wunsch aber auch abschalten. Zudem besitzt der Teac noch eine optionale Abtastratenfunktion, die PCM-Eingangssignale aufwärtskonvertiert (doppelt, vier- oder achtfach bis zu 384 kHz). Für den Hörtest habe ich diese Funktion aber deaktiviert, da sie in meinen Ohren keine hörbaren Vorteile brachte.

Display und Bedienelemente des Teac VRDS-701

Der Teac VRDS-701 besitzt eine analoge Lautstärkeregelung sowie einen Kopfhörerausgang

Versuchsaufbau

Als Vollverstärker fungiert der kräftige McIntosh MA8900 AC (circa 9.000 Euro), der per Cinchkabel mit dem Teac-CD-Player verbunden ist. Auch der Röhrenvollstärker PrimaLuna EVO 300 (4.890 Euro) darf zwischenzeitlich mal ran, um die mit dem McIntosh notierten Beobachtungen zu überprüfen. Als Vergleichsplayer tritt mein etwas betagter CD-Player McIntosh MCD 301 (damals 5.600 Euro) auf.

Als ehemaliger Musikjournalist, der Musikthemen nur noch nebenbei macht, habe ich das Glück, auf einen großen CD-Schatz zurückgreifen zu können. Damals, in den Neunziger- und Nuller-Jahren, war es nämlich noch üblich, Journalisten mit CDs zu bemustern. Heutzutage gibt es vor einer Albumveröffentlichung nur Streams oder datenreduzierte MP3-Dateien zum Runterladen, mit ganz, ganz viel Glück auch WAV-Dateien. Warum ich Ihnen das erzähle, fragen Sie sich? Weil ich im Zuge der Bemusterung damals einige wenige CDs doppelt bekam, zum Beispiel das hier verwendete Album Judgement der Future-Pop-Institution VNV Nation aus dem Jahr 2007. Das kommt mir jetzt zugute, da ich die beiden CD-Player mit demselben in ihnen rotierenden Album an den Vollverstärker anschließen kann. Das ermöglicht das blitzschnelle Umschalten zwischen ihnen, indem ich per Fernbedienung einfach den Eingang wechsle – der perfekte A/B-Vergleich! Sie können jetzt natürlich einwenden, dass der McIntosh-CD-Player mehr als doppelt so viel gekostet hat wie sein Kontrahent von Teac. Auf der anderen Seite ist der Teac ein brandneues Gerät aus dem Jahr 2023, während der McIntosh schon zehn Jahre auf dem Buckel hat, also nicht mehr ganz taufrisch ist.

Standfuß des Teac VRWS-701

Teac VRDS-701: Hörtest & Vergleiche

Und los geht’s: Das Erste, was beim Direktvergleich auf meinem Schmierzettel landet, den ich mit aufs Sofa genommen habe, lautet: „Der Teac klingt temperamentvoller.“ Nicht viel, aber doch hörbar, und das gilt übrigens für alle hier aufgezeigten Unterschiede zwischen den beiden Playern: Es sind Nuancen, keine Welten.

Während der McIntosh MCD 301 eine Spur zurückhaltender und kontrollierter spielt, prescht der brandneue Japaner eher nach vorne los und ballert die schweren Industrial-Elektrobeats von „Momentum“ mit mehr Schmackes in den Raum. Das soll nicht heißen, dass seine Bässe tiefer in den Frequenzkeller reichen, nein, sondern dass einfach etwas mehr Drive in seiner Performance liegt. Ein aufgewecktes Kerlchen, das Leben in zu trantütig abgestimmte Anlagen bringen kann.

Die CD-Lade des Teac VRDS-701

Weil ich den Bass schon angeschnitten habe: Er ist tatsächlich nicht tiefer als der des McIntosh-Players. Im Gegenteil: Der Japaner klingt im Tiefbass minimal schlanker – und damit neutraler – als sein US-amerikanischer Kollege, der diesen Frequenzbereich leicht betont. Wer McIntosh-Komponenten kennt, weiß, dass sie in der Regel bassstark sind. Deswegen heißt „minimal schlanker“ beim Teac VRDS-701: Weder bassstark noch -schwach, sondern mit einer gelungenen Mischung aus Tiefgang, Präzision und Durchzeichnung gesegnet. Nicht schwammig-voluminös, nicht dünn und schwachbrüstig. Und schön federn tut er auch. Das geht schon ein Stück über das hinaus, was ich in dieser Preisklasse erwartet habe.

Dynamik

Womit wir auch schon bei der Grobdynamik angekommen sind, und hier erahnen Sie aus obiger Schilderung bereits die Einschätzung: Der Teac VRDS-701 präsentiert sich eher schnell und zackig als gemütlich-gutmütig. Während andere eher etwas runder und weicher den Stein ins Rollen bringen, lässt der Japaner den Temperamentbolzen raushängen und brettert ungeniert drauflos. Auch größere Laut-leise-Pegelsprünge bringt er ohne Umschweife und mit viel Energie auf den Punkt, etwa in der schnellen Abgehnummer „Nemesis“ von besagtem VNV-Nation-Album. Nachdem Ronan Harris hier im Mittelteil kurz den Fuß vom Gaspedal nimmt, um Luft zu holen, zieht der Song mit seinen massiven E-Drums gleich wieder vehement an, und diese Energie bringt der Teac mitreißend rüber.

Der Teac VRDS-701 in silberner Ausführung

Der Teac VRDS-701 ist auch in silberner Ausführung zu haben

Feindynamisch lässt der Japaner ebenfalls keine Wünsche offen: Seine Genauigkeit bei der Wiedergabe von leisen Details ist hervorragend. Das wird beim abschließenden VNV-Nation-Stück „As It Fades“ deutlich, einer ruhigen und melancholischen Instrumentalnummer mit ausschließlich sanften, hingehauchten Synthieflächen. Letztere sind so zart, dass man genau hinhören muss, um alle Details zu erfassen, sofern es die Wiedergabekette überhaupt hergibt. Mit dem Teac als Quelle gelingt es, hier ist er dem McIntosh sogar ein Stückchen voraus. Hörer, die größten Wert auf musikalischen Fluss „mit ein bisschen Samt“ legen, werden aber den Amerikaner bevorzugen, denn der bietet einen Hauch mehr Atmosphäre. Geschmackssache.

„How are you doing?“ – Hochton & Auflösung

Green Mind Dinosaur Jr.Okay, jetzt mal eine andere CD: Green Mind von Dinosaur Jr., eine komplett andere musikalische Baustelle. Die kratzige, eigenbrötlerische und dennoch eingängige Alternative-Rock-Band von Gitarrengenie J Mascis ist seit bald vier Jahrzehnten unterwegs und erreicht mit genanntem Album aus dem Jahr 1991 einen Karrierehöhepunkt. Das relativ hell klingende und ein bisschen schlank aufgenommene Werk offenbart viele Details, etwa einen kurzen Sprechfetzen zu Beginn des Titelstücks. Quellen mit begrenzter Auflösung verschlucken oder verwässern das leise, schludrig dahingequakte „How are you doing?“ gerne mal, das wie Kermit der Frosch klingt. Das kann dem Japaner nicht passieren: Danke, gut geht’s! Dieser CD-Player macht Spaß.

Detail seitliche Kühlrippe des Teac VRDS-701

Allerdings – kleine Einschränkung – kann es mit der Hochtonenergie bei besagtem Dinosaur-Jr.-Album manchmal auch etwas zu viel des Guten werden. Denn den oberen Frequenzbereich stellt der Teac VRDS-701 relativ frisch dar, was besonders bei hell beziehungsweise eher dünn produzierter Rockmusik mit verzerrten Gitarren auffällt. Die Höhen-Betonung hält sich aber im Rahmen, sie wirkt nicht – bis auf angesprochene Ausnahmen – störend im Sinne von überbetont.

Chvrches The Bones Of What You BelieveDie Auflösung in diesem Frequenzbereich ist jedenfalls sehr hoch und dürfte „Analyse-Fans“ ansprechen, während der zum Vergleich herangezogene McIntosh hier dezenter und seidiger musiziert. Dem Hochton des Japaners kann ich darüber hinaus eine schöne Luftigkeit attestieren, die ihm etwas Ätherisches verleiht. So geschehen beispielsweise bei „The Mother We Share“ von der schottischen Elektropop-Band Chvrches (Album: The Bones Of What You Believe, 2013). Der Sound der Schotten und besonders der zarte Gesang von Frontfrau Lauren Mayberry haben generell etwas sehr Schwebendes und Dreampoppiges, und der Teac arbeitet diese Merkmale noch etwas stärker heraus, als ich es gewohnt bin. Sein Naturell lässt sich also als leicht hell und frisch bezeichnen, ohne zu sehr ins Analytische oder gar Anstrengende abzudriften. Aber klar: Genusshörer mit einem Hang zum Warmen dürften woanders ihr Glück finden, sofern sie ihrer Kette nicht eine Prise mehr Leben einhauchen möchten.

Blick ins Innere des Teac VRDS-701

Blick ins Innere des Teac VRDS-701 – schön zu sehen: das VRDS-Laufwerk oben rechts

Mittellage

Die Mitten präsentiert der Teac streng neutral, also weder betont noch zurückgenommen. Er ist kein Schönfärber mit warmen Klangfarben, aber auch kein nüchterner Spielverderber, der sich lediglich aufs emotionslose Wiedergeben von Informationen versteht. Stimmen wirken offen, transparent und authentisch, und das merke ich auch beim einzigartigen Organ von Robert Smith (The Cure), das ich regelmäßig höre, seitdem ich 16 bin. Das Meisterwerk Disintegration aus dem Jahr 1989 kenne ich in- und auswendig, ich habe es auf zahlreichen Anlagen und mit diversen Quellen gehört und auch mehrmals live erlebt. Der Teac VRDS-701 schält Smiths Stimme bei „Pictures Of You“ haargenau aus dem Sound der restlichen Band heraus, ohne sie überzubetonen oder zuzuschütten. Das ist vorbildlich.

Ringkerntransformatoren im Teac VRDS-701

Raumabbildung

Long Distance CallingDer Teac bietet eine schöne, breite Bühne, wie man sie in dieser Preisklasse erwarten kann. Sowohl in Kombination mit dem McIntosh- als auch dem PrimaLuna-Vollverstärker dehnt sie sich seitlich ein Stückchen über die Lautsprecher hinaus aus. Zum Testen der Räumlichkeit verwende ich gerne „Into The Black Wide Open“ der deutschen Instrumental-Post-Rocker Long Distance Calling vom nach der Band benannten 2011er-Album. Das extrem räumliche Stück, bei dem die Instrumente wie kaum bei einem anderen im Raum stehen und auch mal wandern, zeigt, was eine Anlage in dieser Hinsicht kann.

Der Japaner macht dabei eine gute Figur, überrascht aber auch nicht sonderlich. So zeichnet der McIntosh-Player beispielweise eine noch breitere Bühne, während er sich bei der Ausdehnung nach vorne ganz ähnlich gibt. Mit dem Teac startet die Abbildung exakt auf Höhe der Lautsprecherbasislinie, und er liefert ein authentisch wirkendes, weder eingeengtes noch übertrieben großes Bühnenbild. Bei der genauen Lokalisierung der Instrumente, der Tiefenstaffelung und der dreidimensionalen Greifbarkeit der Instrumente gäbe es allerdings schon noch Luft nach oben. Das kann man dem VRDS-701 aber nicht wirklich ankreiden angesichts seines Einstandskurses, preisklassenbezogen macht er seine Sache sehr ordentlich.

Das eingravierte Logo des Teac VRDS-701

D/A-Wandler & Kopfhörer

Natürlich habe ich den Teac VRDS-701 auch als reinen D/A-Wandler ausprobiert, wofür ich meinen NAD-Musikserver M50.2 per digitalem Koax-Kabel mit ihm verbunden habe. Das Ergebnis war im Großen und Ganzen dasselbe, hin und wieder überkam mich jedoch der Eindruck, minimal mehr Ruhe beziehungsweise weniger Dynamik im Klangbild zu vernehmen. Er eignet sich also auch gut als externer Wandler, wenn man zum Beispiel einen Musikserver ohne integrierte D/A-Wandlung besitzt.

Die digitalen Schnittstellen des Teac VRDS-701

Die digitalen Schnittstellen des Teac VRDS-701. Ein USB-Input ist ebenfalls vorhanden, aber vom Typ C statt B

Eine Sache bin ich Ihnen noch schuldig: den Kopfhöreranschluss. Hier war ich angenehm überrascht, als ich den Hifiman Arya Stealth (1.800 Euro) anschloss. Das war schön räumlich, ging auch ohrenfeindlich laut und erzeugte überraschend viel Druck. Okay, im Bass bin ich von meinen beiden Kopfhörerverstärkern (Focal Arche und McIntosh MHA100) mehr Tiefgang gewohnt, aber unter dem Strich verfügt der Teac über einen guten Kopfhörerverstärker. Lediglich die Höhen wurden mir manchmal etwas zu frech, doch das änderte sich, als ich den etwas dunkler und wärmer abgestimmten Focal Clear MG ins Spiel brachte: Jetzt klang es in jeder Hinsicht ausbalanciert.

Billboard
Elac Vela

Test: Teac VRDS-701 | CD-Player, D/A-Wandler

  1. 1 Heavy Rotation
  2. 2 Teac VRDS-701: Hörtest & Vergleiche

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