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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Energetisch!
  2. 2 Leema Quasar: Klangeindruck

„The times they are a-changin’“, kann man angesichts der Entwicklungen auf dem Highend-Markt nur schreiben. War es früher angesagt, für jede Aufgabe innerhalb der HiFi-Kette einen eigenen Baustein zu haben, sind heute hochwertige All-in-one-Geräte en vogue. Auch der britische Hersteller Leema Acoustics (Web: www.f-o-m.eu) hat mit dem Quasar (Preis: 3.600 Euro) etwas Spannendes für den modernen Musikgenuss im Angebot.

Anschlussfreudig!

Leema selbst führt den Quasar in der Kategorie „Vollverstärker“. Allerdings besitzt dieser Integrierte auch ein DAC-Modul, das gängige Audio-Datenformate verarbeitet und eine sehr breite Konnektivität bietet. Drei koaxiale S/PDIF- sowie drei optische Toslink-Eingänge nehmen Daten entgegen. Damit kann man etwa ein CD-Laufwerk, einen DAT-Recorder (vielleicht erlebt DAT ja irgendwann auch mal ein Revival …), AV-Gerätschaften oder Ähnliches anschließen. Hinzu kommt noch ein asynchroner USB-Eingang zum Anschluss eines Computers beziehungsweise Musikservers.

Der Leema Quasar bietet viele Zugangswege

Der Leema Quasar bietet viele Zugangswege

Darüber hinaus ist der Leema Quasar Bluetooth-fähig. Wer ihn mit dem Smartphone koppelt, kann die darauf gespeicherte oder darüber gestreamte Musik wiedergeben. Leema hat dem Quasar sogar den aptX-Codec spendiert. Der sorgt dafür, dass die per Bluetooth zugespielte Musik auch passabel klingt. AptX stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber der ansonsten wenig audiophilen Qualität der Bluetooth-Übertragung dar. Allerdings gibt es mittlerweile noch neuere Codecs wie etwa aptX-HD, LDAC oder UHD-BT, die via Bluetooth eine Übertragung noch höherer Datenraten ermöglichen. Die Bluetooth-Verbindung mit dem Quasar sollte man also nicht als die klanglich beste Lösung betrachten.

Doch warum sollte man auch? Wer die Sache mit der „smarten Musikwiedergabe“ ernst meint, greift auf das im Gerät integrierte Netzwerk-Modul zurück, das den Leema Quasar zu einem kompletten Streaming-Verstärker macht. Das Streamer-Modul bindet den Quasar via LAN oder WLAN in ein DLNA/UPnP-Netzwerk ein. Mithilfe einer Steuer-App, die es für iOS und Android gibt, kann man ihn dann von jeder Ressource, die im heimischen Netz verfügbar ist, mit Musik versorgen. Das können Netzlaufwerke, Daten aus der Cloud oder Streaming-Dienste sein. Über einen USB-A-Anschluss lässt sich auch unmittelbar ein USB-Stick oder eine Festplatte an den Quasar anschließen. Für knallharte HighRes-Junkies gibt es allerdings eine schlechte Nachricht: Der Quasar verarbeitet „nur“ PCM-Daten bis 24 Bit/192 kHz. Die gute Nachricht für alle, die einfach nur Musik hören wollen, ist, dass der Leema Quasar damit etwa 99,9 % aller aktuell verfügbaren Musiktitel abspielt. Noch höhere Auflösungen und Abtastraten unterstützt er genauso wenig wie DSD.

Bevor nun weniger Computer-HiFi-affine Leser aussteigen, schnell die rettende Nachricht: Der Leema Quasar nimmt natürlich auch analoge Musiksignale entgegen. Dazu stehen drei unsymmetrische Cincheingänge und ein symmetrischer XLR-Input zur Verfügung. Einen Phonoeingang besitzt er allerdings nicht.

Egal wie man den Leema Quasar mit Musik füttert, die Lautsprecher werden von einer Class-A/B-Leistungsstufe im Doppel-Mono-Aufbau versorgt. Die liefert solide 180 Watt Ausgangsleistung an acht Ohm. Das sollte für den normalen Hausgebrauch mehr als genug sein. Über Details und Kniffe der Verstärkerschaltung schweigt sich Leema leider aus.

Außen & innen

Wie der Leema Quasar so vor mir steht, finde ich ihn gefällig. Die Front ist weitgehend symmetrisch gestaltet. Zwei Drehknöpfe – links der Lautstärkeregler, rechts ein Wahlrad, das sowohl zur Eingangswahl als auch zur Navigation durch Einstellungs- und Titelmenüs dient – nehmen ein zentral angeordnetes Display in die Mitte.

Leema Quasar

Links und rechts vor den Befestigungsschrauben ist die Front bogenförmig abgesetzt. Dieses Designmerkmal teilen alle Leema-Komponenten. Die matt-grau schimmernde Alu-Front fällt mit acht Millimeter Stärke ziemlich solide aus, das übrige Gehäuse besteht aus Stahlblech und ist ebenfalls sehr stabil. Die ganze Erscheinung des Leema Quasar wirkt auf mich sinnvoll-pragmatisch, mit einem Hauch Design.

Blick ins Innere des Leema Quasar

Blick ins Innere des Leema Quasar

Ein Blick ins Innere des Leema Quasar zeigt Ungewöhnliches: Die Anordnung der Kühlkörper ist für eine HiFi-Komponente eher unüblich. Sie liegen horizontal über der Elektronik. So verdecken sie den größten Teil des Innenlebens. Ein schmaler Schlitz trennt die beiden Kühlkörper, darunter lässt sich der kapitale Ringkerntrafo mehr erahnen denn sehen. Er trägt einiges zum stattlichen Gewicht des Verstärkers bei.

Leema Quasar,Blick auf die Elektronik

Gut zu sehen ist allerdings der saubere Aufbau. Vorne, hinter der Front, scheint im Wesentlichen die Steuerlogik zu sitzen. Beeindruckend ist, dass Leema die beiden Drehknöpfe offensichtlich separat gelagert hat. Meist sind die Bedienknöpfe ja einfach auf die Achsen der digitalen Impulsgeber gesteckt. Diese aufwendige Lagerung erklärt wohl auch den geschmeidigen, spielfreien Lauf der beiden wichtigsten Bedienelemente. So einen Luxus kenne ich sonst nur von AVM, und die spielen in einer deutlich höheren Preisliga. Soweit ich erkennen kann, werden die Steuersignale von der Front dann zur Rückseite geführt. Hier, unmittelbar hinter den Anschlussbuchsen, wird die Eingangsumschaltung via Relais und die Lautstärkeregelung per Widerstandsnetzwerk vorgenommen. Auch die digitale Sektion ist unmittelbar hinter den Eingängen auf der Rückseite angeordnet.

Vorm Hörcheck

Um möglichst viele Aspekte des Leema Quasar auszuprobieren, verkabele ich ihn sowohl analog mit meinem North Star Design Supremo DAC als auch per S/PDIF mit dem North Star CD-Laufwerk Model 192. Später werde ich das USB-Kabel vom DAC an den Quasar umstecken. Und wenn wir schon dabei sind, binde ich ihn natürlich auch noch in mein Heimnetzwerk ein.

Leema Quasar mit Antennen

Ein Tipp noch: Der Leema Quasar zeigt eine Unsitte, die man ihm gleich im Setup-Menü austreiben sollte. Sobald man die Quelle umschaltet, springt die Lautstärke auf den Wert 20, und das ist, selbst an meinen Spendor 9.2 mit ihrem eher mäßigen Wirkungsgrad, schon deutlich Zimmerlautstärke. Ich höre tendenziell leiser und lande im Laufe des Hörtests eher bei 15. Doch wie gesagt, das lässt sich im Setup leicht beheben.

Leema Quasar: Klangeindruck

Amy Antin - Just for the RecordBeim Hören gibt es einiges zu tun. Schließlich gilt es, die Qualitäten des Leema Quasar sowohl als reinen Amp wie auch im Zusammenspiel mit DAC und Netzwerkplayer zu eruieren. Ich beginne mit der analogen Abteilung. Von meiner CD-Laufwerk/DAC-Kombi North Star Design CD 192/Supremo mit Musik versorgt, liefert der Leema Quasar vom Fleck weg eine einnehmende, ja, mitreißende Vorstellung. Im Laufwerk dreht sich Just for the Record von Amy Antin (auf Amazon anhören). Passend zu Tag und Zeit höre ich mir den Track „Friday Night“ an. „The sun goes down, the light are lit, | the doorbell rings, she jumps a bit | runs at first …“ Es zieht mich förmlich mit der Protagonistin des Songs vom Sofa! Mit viel Energie und Verve bringt der Quasar den Song rüber, hier ist mehr Drive im Spiel als ich erwartet habe.

Der angenehm lebendig-anspringende Klangeindruck hat verschiedene Ursachen. Zunächst einmal ist da der Bass. Ganz unten befleißigt sich der Leema Quasar einer dezenten Zurückhaltung. Substanziellen Urgewalten ist häufig eine gewisse Behäbigkeit zu eigen, vor allem, wenn ein Verstärker die Tieftönermembranen nicht eisern im Griff hat. Hier agiert der Leema mit einer gewissen Vorsicht. Er legt mehr Wert auf sichere Kontrolle denn darauf, besagte Gewalten zu entfesseln. Gefühlt ab der großen Oktave ist das britische Multitalent aber voll da und wirkt mit seinem knackig-kontrollierten Bass umso zackiger. Musikalisch macht sich das zum Beispiel daran bemerkbar, dass die tiefe Basslinie, die „Friday Night“ einen etwas getragenen Takt gibt, in den Hintergrund gerät. Ja, er ist hörbar, doch weit davon entfernt, das musikalische Geschehen zu dominieren. Akustisch überwiegen die vorantreibenden Zwischentakte.

Cecile McLorin Salvant - WomanChildSchön deutlich wird dieser Charakter des Leema auch bei Cecile McLorin Salvant, WomanChild (auf Amazon anhören). Das Stück „You Bring out the Savage in Me“ bietet einen soliden Kontrabass, Perkussion, Klavier und natürlich die sehr variable Stimme von Frau McLorin Salvant. Der Kontrabass schafft ein schönes Fundament, hält sich aber im Vergleich zu meiner vertrauen (und fast dreimal so teuren) Kombi aus Vorstufe EAR Yoshino 868 und Endstufe Bryston 4B³ eher zurück. Was ich hier als sehr passend empfinde. Die Perkussion, die in diesem Stück einige beeindruckende Einlagen hinlegt, kommt umso präsenter rüber, klingt knackig-akzentuiert, ja, explosiv. Das Ganze bekommt einen richtig tollen Drive.

Auch in den Mitten ist man dicht dran. Die Stimme wirkt vergleichsweise groß, das Piano nah. Beides bildet der Leema Quasar detailliert und facettenreich ab. Die Illusion, dicht vor der Bühne zu sitzen, wirkt insgesamt stimmig. Die Abbildung ist dabei etwas größer als „Normalnull“ und macht nicht zuletzt deshalb richtig Spaß. Beeindruckend zeichnet das englische Multitalent die stimmliche Akrobatik der Sängerin nach. Wenn ich nicht wüsste, dass die Dame eine ausgebildete Stimme hat und weiß, was sie tut, würde ich mir fast Sorgen machen. Das Piano in dem Stück scheint ein modernes Instrument zu sein und liefert einen klaren, fast perkussiven Klang und einen reinen, strahlenden Diskant. Der Leema Quasar liefert viele Details – vom Anschlag über die dezenten Geräusche der Mechanik bis hin zum präzisen, aber etwas knapp gehaltenen Ausklingen.

Die Fernbedienung des Leema Quasar

Die Fernbedienung des Leema Quasar

Die Sache mit dem Ausklingen zelebrieren andere Verstärker oft ausgiebiger. Dabei kommt mir der Verdacht, dass das zeitliche Verhalten gegenüber dem Ton auch mit der Art und Weise der Raumdarstellung eines Verstärkers im Zusammenhang stehen könnte. Als Gegenbeispiel zum Leema Quasar ließe sich etwa der  Magnum Dynalab MD-301A (circa 3.500 Euro ohne DAC) anführen. Der macht einen größeren, tieferen Raum auf und man ist mit ihm definitiv nicht so nah dran wie mit dem Leema. Gleichzeitig lässt der Magnum Dynalab jeden Ton ausgiebig ausklingen. Ist das nur ein Zufall?

Digital gefüttert

Wie auch immer, zurück zum Leema Quasar. Der ist prinzipiell nicht auf einen externen DAC angewiesen, nicht einmal auf einen Streamer, denn man kann ihn ja in ein UPnP-Netzwerk einbinden. Für den Anfang wechsele ich aber zunächst nur das USB-Kabel vom North-Star-Design-DAC zur entsprechenden Buchse des Leema Quasar.

The DevastationsDa es immer einfacher ist, sich zur Beurteilung von Unterschieden auf ein paar wenige Stücke zu beschränken, greife ich zum Album The Devastations der gleichnamigen Band. Dass die Australier viele prägende Einflüsse bei einem längeren Berlinaufenthalt gesammelt haben, hört man an vielen Stellen. Wobei mich der Aufmacher „He Wasn’t Like That When I Knew Him“ eher an die Melodie zum Film Der dritte Mann und damit an Wien erinnert. Doch spätestens beim zweiten Track „Loene“ fühle ich mich an Songs aus David Bowies Berliner Zeit erinnert. Lead-Sänger Conrad Standish gibt sein Bestes und befreit mich vom Vorwurf, immer nur Frauenstimmen für das Testen von Komponenten heranzuziehen. Über den North-Star-DAC ist die Performance wie gehabt: nah dran, unmittelbar, intensiv.

Über den internen Wandler des Leema wird dieser Eindruck sogar noch etwas stärker. Hier kommt eine dezente „Ruppigkeit“ ins Spiel, die das Gefühl von Unmittelbarkeit noch stärkt, weshalb ich den Begriff auch gar nicht despektierlich meine. Der etwas zackigere Klangeindruck kommt meiner Einschätzung nach daher zustande, dass der Wandler im Leema Quasar dynamisch nicht ganz so fein abstuft wie mein Stand-alone-DAC (der freilich auch über 3.000 Euro kostet). Jedenfalls löst der italienische D/A-Wandler sehr hoch auf. Das kann je nach dahinter geschalteter Wiedergabekette auch mal etwas zahnlos klingen. Es ist schön, wenn eine Komponente feine dynamische Abstufungen ermöglicht, das bringt subtile Feinheiten wunderbar rüber. Fallen die Abstufungen dagegen etwas gröber aus, klingt es oft dynamischer und lebendiger.

Die Bedienelemente des Leema Quasar sind gut gelagert

Die Bedienelemente des Leema Quasar sind gut gelagert

Das ist so ähnlich wie bei der SW-Fotografie: Ein „weiches“ Bild bringt viele Details und feinste Grauwert-Abstufungen. Das Korn (oder Pixel) tritt kaum hervor. Der Bildeindruck ist weich, ja, er kann fast flau sein. Nirgends gibt es klares Schwarz oder Weiß, es herrscht immer nur ein mehr oder weniger Grau vor. Ein „hartes“ Bild zeigt dagegen weniger Grauwerte. Dafür treten Kontraste und Strukturen stärker hervor. Ein solches Bild wirkt meist ansprechender, lebendiger, dramatischer. Es gibt ein klares Schwarz und Weiß.

Um im Bild zu bleiben: Der Leema-DAC ist eher auf der kontrastreichen Seite angesiedelt. Das passt ziemlich gut zum Grundcharakter des Amps. Die Wiedergabe scheint über den internen D/A-Wandler nochmal mehr Energie zu gewinnen. Gerade im Bass ist das Klasse, hier kommen die dynamischen Talente des Leema noch besser zur Geltung. In den Höhen zeigt er freilich die gleiche Charakteristik und das kann dem einen oder anderen dann auch schon mal zu viel werden. Je nach Hörgewohnheit und -geschmack werden manche die frische, lebendige Gangart in den oberen Lagen schätzen und andere als etwas zu scharf empfinden. Über LAN und wenn der Leema Quasar sich die Daten von einem direkt angeschlossenen Massenspeicher holt (hier habe ich einfach einen USB-Stick in den USB-A-Anschluss auf der Rückseite des Gerätes gesteckt), ändert sich an diesem Klangeindruck nur wenig. Vielleicht wird es über diese Verbindungen wieder eine Nuance geschmeidiger, ich würde das aber nicht beschwören wollen.

Leema Quasar, seitlich betrachtet

Leema weist in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass die Verbindung über kabelgebundenes LAN der über WLAN zu bevorzugen sei. Das kann ich nur bestätigen. Per Funk mit Musikdaten versorgt, rückt die Bühne ein Stück nach hinten. Dabei öffnet der Quasar aber keinen größeren oder tieferen Raum. Er verkleinert vielmehr das musikalische Geschehen ein wenig. Neben der Größe verringern sich auch Auflösung und Dynamik. Das ist keinesfalls dramatisch, aber eben doch hörbar. Im Fall der Bluetooth-Verbindung mit vom Smartphone zugespielten Musikdaten ist der Effekt der gleiche, nur noch ausgeprägter.

Raumeindruck

Mahlers 3. Symphonie von den Berliner Philharmonikern unter Claudio AbbadoAuf die Räumlichkeit bin ich teilweise schon eingegangen. Trotz der eher nahen Abbildung von großen Klangkörpern bietet der Leema Quasar eine differenzierte räumliche Darstellung. Die Breitenstaffelung funktioniert hervorragend. Was sich auf der Bühne tummelt, stellt er weit aufgefächert dar und schafft so angemessenen Abstand zwischen den Klangquellen. Auch die Tiefenstaffelung gelingt dem Engländer gut, wie ich bei klassischer Musik mit großem Orchester feststellen darf – ich habe mir doch tatsächlich Mahlers 3. Symphonie von den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado gegeben (muss an dem trüben Weihnachtswetter gelegen haben; auf Amazon anhören). Ja, der Leema Quasar staffelt die Instrumente und Instrumentengruppen korrekt in die Tiefe, auch wenn die Berliner Philharmonie insgesamt ein wenig kürzer geworden zu sein scheint. Macht nichts, insgesamt ist die Sache stimmig. Der Klang löst sich gut von den Lautsprechern und der Quasar bietet eine konkrete, stabile Räumlichkeit.

Vergleiche

In der Preisklasse des Leema Quasar habe ich schon einige Amps gehört. Den Magnum Dynalab MD-301 habe ich ja bereits als charakterlichen Gegenspieler herangezogen. Er baut einen deutlich tieferen Raum auf und platziert den Hörer auch in größerer Entfernung zur Bühne. Dafür gestaltet er jeden einzelnen Ton komplexer aus und lässt sich gefühlt mehr Zeit, ist nicht so flott unterwegs. Das Anmachende, Mitreißende des Leema, das schnell Live-Feeling aufkommen lässt, bietet er weniger. Mal abgesehen davon, dass er serienmäßig weder einen DAC noch einen Streamer mitbringt. Nicht ganz so schwelgend wie der Magnum Dynalab und etwas stärker auf Präzision und Neutralität getrimmt, bringt sich der Parasound Halo Integrated Hint 6 (circa 3.500 Euro) ins Spiel. Der hat wie unser Proband einen DAC, aber keinen Netzwerkplayer mit an Bord und nimmt meiner Einschätzung nach die klangliche Mitte zwischen dem Magnum Dynalab und dem Leema Quasar ein.

Billboard
Elac

Test: Leema Quasar | Vollverstärker

  1. 1 Energetisch!
  2. 2 Leema Quasar: Klangeindruck

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