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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Schnörkelos hören
  2. 2 Buchardt Audio S400 MKII: Klangtest & Vergleiche

Ja, auf diese Premiere in meinem Hörraum habe ich mich besonders gefreut. Als mein Kollege Martin Mertens im Oktober 2019 den Kompaktlautsprecher Buchardt Audio S400 testen durfte, beneidete ich ihn nämlich ein wenig. Ich fand die schmucken Wandler aus Dänemark von Anfang an (äußerlich) attraktiv und lag den fairaudio-Herausgebern seitdem regelmäßig in den Ohren, dass ich auch mal „was von Buchardt“ testen wollte. Meine Gesuche wurden letztendlich erhört: Im April durfte der überarbeitete Nachfolger Buchardt Audio S400 MKII (2.000 Euro | https://www.hifipilot.de/ ) auf meinen Boxenständern Platz nehmen. Schauen wir zuerst einmal, was gegenüber dem Vorgänger neu ist – und was nicht.

Geblieben ist …

… das grundsätzliche Konzept eines passiven, kompakten Zweiwegelautsprechers, dem statt einer Bassreflexöffnung eine an der Rückseite angebrachte, ovale Passivmembran spendiert wurde. Eine solche Lösung ist zwar etwas teurer, sie hat jedoch einige akustische Vorteile, wie etwa den Wegfall von Strömungsgeräuschen, den man Bassreflexports letztlich nie hundertprozentig aberziehen kann, oder störenden Mittenanteilen. Auch umgeht man so die stets etwas kompromissbehaftete Abstimmung auf einen eher schmalen Resonanzfrequenzbereich.

Buchardt Audio S400 MKII mit Passivmembran auf der Rückseite

Auf der Rückseite der Buchardt Audio S400 MKII findet sich statt einer Bassreflexöffnung eine Passivmembran

Beibehalten wurden weiterhin das Prinzip der „umgekehrten“ Treiberplatzierung (Tiefmitteltöner oben, Hochtöner unten), die im Sinne der Zeitrichtigkeit leicht nach hinten (2 Grad) geneigte Front sowie der große Waveguide des vergleichsweise klein dimensionierten 19-Millimeter-Hochtöners. Dass Tiefmittel- und Hochtöner mit Blick auf ihre vertikale Positionierung „vertauscht“ sind, sieht nicht nur ganz keck aus, es hat natürlich auch einen akustischen Sinn: Bei klassischer Anordnung würde der Hochtöner durch seinen ungewöhnlich breiten Waveguide zu weit nach oben weg strahlen, daher wurden die Positionen vertauscht, um – so Berthold Daubner von Hifipilot – ein optimales Verhältnis aus Direkt- und Diffusschall am Hörplatz zu erzielen.

Die Neuerungen an den Buchardt Audio S400 MKII

Das Gehäuse der Buchardt Audio S400 MKII ist um zwei Grad geneigt

Das Gehäuse der Buchardt Audio S400 MKII ist leicht um zwei Grad geneigt

Kommen wir zu den Neuerungen: Da wäre zunächst der neue 15-cm-Langhub-Tiefmitteltöner, der nun mit einer Papier- und nicht mehr mit einer Aluminiummembran ausgestattet ist. Man habe sich, für diesen neuen Treiber entschieden, weil die Papiermembran noch natürlicher klinge und feiner zeichne als die Alumembran. Damit einher gehe allerdings auch eine etwas höhere untere Grenzfrequenz des Treibers, was man durch eine Vergrößerung des Gehäuses und damit des Volumens, auf das der Treiber spielen kann, ausgeglichen habe. Tatsächlich ist die Buchardt S400 MKII vier Zentimeter tiefer, was gegenüber dem Vorgängermodell zu einem Volumenzuwachs von immerhin zweieinhalb Litern geführt hat. Zu guter Letzt hat man der Frequenzweiche (LINK) eine umfangreiche Überarbeitung angedeihen lassen; das verwundert nicht, denn durch den Einsatz des neuen Tiefmitteltöners musste man an dieses Thema eh „ran.“ Gleichwohl ging’s nicht ausschließlich darum, ein paar Induktivitäten und Kapazitäten zu verschieben, sondern auch, den Hochtöner zur Entlastung des Tiefmittelöners etwas niedriger als bisher anzukoppeln (nun bei 1,8 kHz) und zugleich höher ins Regal zu greifen und wertigere Bauteile, u.a. von den gut beleumundeten Herstellern Jantzen und Miflex zu integrieren.

Design & Verarbeitung der Buchardt Audio S400 MKII

Zwei Buchardt Audio S400 MKII übereinandergestellt

Schlicht & schick – das Design der Buchardt Audio S400 MKII dürfte sehr mehrheitsfähig sein

Bevor wir ans Eingemachte – den Klang – gehen, muss ich noch ein paar Worte über die äußere Anmutung verlieren. Ich hatte lange keinen Kompaktlautsprecher bei mir daheim, der mich ästhetisch so ansprach wie der Buchardt Audio S400 MKII. Die Designer zeigen hier beispielhaft, dass man gar keine besonderen Verrenkungen (abgerundete Ecken, Verblendungen, Logo-Kunstwerke oder Schriftzüge, Gehäuseapplikationen und anderer Schnickschnack) unternehmen muss, um ein richtig schönes Stück HiFi zu bauen. Und dass weniger manchmal mehr ist. Wenn man die magnetisch haftenden Treiberabdeckungen anbringt, sehen die Lautsprecher fast etwas geheimnisvoll aus – und ohne die Abdeckungen wirkt der Anblick zwar etwas technischer, trotzdem aber immer noch harmonisch, was ein Stück weit dadurch begünstigt wird, dass der Hochton-Waveguide mit dem gleichen Durchmesser kommt wie der Tiefmitteltöner. Die vollständige Abwesenheit unnötigen Zierrats beruhigt das Auge ungemein, diese Lautsprecher dürften sich in wirklich jede Hör- oder Wohnraumumgebung ohne ästhetische Grundsatzdiskussionen mit etwaigen Mitbewohnern/ Mitbewohnerinnen einfügen lassen.

Das Singe-Wiring-Terminal der Buchardt Audio S400 MKII

Das Singe-Wiring-Terminal der Buchardt Audio S400 MKII

Bestens ist auch die Verarbeitung (Spaltmaße, Lackierung), das Single-Wiring-Terminal wirkt minimalistisch, aufgrund der sauberen Ausführung und verwendeten Materialien gleichwohl sehr vertrauenserweckend. Nun, eine akkurate Verarbeitung kann man für 2.000 Euro Paarpreis in der Kompaktklasse auch erwarten. Na dann: Leinen los (bzw. Lautsprecherstrippen dran)!

Buchardt Audio S400 MKII: Klangtest & Vergleiche

Der Bassmitteltöner der Buchardt Audio S400 MKII

Beim Blick auf die technischen Daten der Buchardt Audio S400 MKII, insbesondere auf die angegebene untere Grenzfrequenz von 33 Hertz, regt sich beim Rezensenten sogleich eine gewisse Kratzbürstigkeit und bohrt sich der Satz „das wollen wir doch erst mal sehen!“ ins Gehirn. Reichen wir den kühlen Skandinavierinnen also gleich mal richtig schönen Schweinerock, nämlich „Dog gone“ von Frank Black (Album: Frank Black and the Catholics, auf Amazon anhören), den wir auch unter dem Künstlernamen Black Francis als Frontmann der Pixies kennen.

Erste Eindrücke

Frank Black (Album: Frank Black and the Catholics)Sagte ich gerade „kühle Skandinavierinnen“? Weit gefehlt. Was die Lautsprecher abliefern, ist das genaue Gegenteil: erdig, satt, druckvoll, im besten Sinne „stromgitarrig“. Gitarre und Bass wurden im Studio offensichtlich mit einem gerüttelt‘ Maß an Dynamikkompression behandelt, was für einen dichten, fetten Sound sorgt. Und diesen Sound bringen die Buchardts authentischer in die Wohnstube als ich angesichts der bescheidenen Abmaße der Lautsprecher zu hoffen gewagt hatte. Das schließt zu meiner Freude auch einen Tiefgang ein, der durchaus einer kleinen Standbox zu Gesicht stünde. Die „Pappe“ des Tiefmitteltöners bewegt richtig Luft, natürlich geht’s nicht bis in den Subbass hinunter, doch hier kommt auf keinen Fall – nicht mal ein leichtes – flaues oder blasses Kompaktlautsprecher-Feeling auf.

Schon mal gut, aber das ist noch nicht alles. Der Track „Dog gone“ wirkt nämlich nur beim ersten Hören wie eine schnöde Midtempo-Rocknummer vom Reißbrett. Hört man genauer hin, ist das Stück kompositorisch erstaunlich vielschichtig. So gibt es neben Bass und Drums zwei in gleicher Lage spielende E-Gitarrenspuren, den Gesang von Frank Black sowie einige eher ätherische Backing Vocals. Alle diese einzelnen Spuren sind jedoch gar nicht so leicht vom Ohr herauszufiltern, weil jede für sich im Studio heftig komprimiert wurde, um ein möglichst dichtes Gesamtbild zu erzeugen.

Der 19-mm-Hochtöner der Buchardt Audio S400 MKII mit großem Waveguide

Der 19-mm-Hochtöner der Buchardt Audio S400 MKII kommt mit großem Waveguide

Die Buchardt-Audio-Lautsprecher zeigen an dieser Stelle – hier geht es natürlich vornehmlich ums Mittenband (Stimmen, Gitarren) – eine erfreulich gute Feinauflösung und helfen dabei, aus dem dichten Gesamtsound die einzelnen Vertreter bestens herauszuhören. Sehr gut lässt sich auch die emotionale Bandbreite von Frank Blacks Stimme im Verlauf des Stücks nachverfolgen: Am Anfang noch mit leichter Nonchalance/Wurschtigkeit unterwegs, wird die Stimme/Stimmung im Verlauf des Tracks etwas selbstbewusster und zupackender – und bei der elegischen Verschnaufpause (rund um 02‘00“) plötzlich geradezu sentimental-brüchig: Das alles reichen die Buchardt Audio S400 MKII komplett durch – und sie können sich diesbezüglich sogar mit meiner deutlich teureren Harbeth 30.1 (Preis damals um die 3.150 Euro) messen, der ja – zu Recht – der Ruf vorauseilt, gerade bei der Wiedergabe von Stimmen und akustischen Instrumenten besondere Kompetenzen aufzuweisen. Ein guter erster Einstieg in meine Hörsession, aber gehen wir nun mal etwas kategorischer vor. 

Tonalität & Transparenz der Buchardt Audio S400 MKII

Ich könnte es mir hier einfach machen und schreiben, dass in Bezug auf die Tonalität – von der bauprinzipbedingten Absenz eines Subbasses abgesehen  – hier im Prinzip überhaupt nichts auffällt. Das liest sich zugegebenermaßen nicht besonders sexy, ist aber definitiv als Kompliment gemeint und ein Stück weit auch bestimmender Charakterzug dieser Lautsprecher. Und wenn ich sage, dass „nichts auffällt“, dann meine ich damit, dass die Buchardts wie nur wenige mir bekannte Lautsprecher dieser Preisklasse vollständig wie aus einem Guss spielen.

Lautsprecher-Paar Buchardt Audio S400 MKII

Wie aus einem Guss …

So sind weder störende Übergangsartefakte zwischen den Treibern bzw. den Frequenzgefilden auszumachen noch Überhöhungen, Dellen, Senken oder Verfärbungen. Mithin haben die Entwickler auch darauf verzichtet, mit einer Oberbassbetonung den Sound künstlich anzudicken – wie das beispielsweise bei der kompakten Fyne Audio F1-5 (3.800 Euro) der Fall ist. Ebenso haben sie bei der Abstimmung des Hochtonbereichs der Buchardt Audio S400 MKII keinerlei Vorwitzigkeiten oder Abdunkelungen ins Spiel gebracht.

The Notwist (Album: Superheroes, Ghost-Villains + Stuff)Diese Neutralität und damit gefühlte Korrektheit gehen aber weder mit einem Mangel an Informationen und Emotionen („blasser“ Sound) noch mit überzogener Seziererei einher, bei der man jede Unzulänglichkeit der Produktion sofort auf dem Silbertablett serviert bekäme. Beispielhaft lässt sich das an der Liveaufnahme des Stücks „Pilot“ von The Notwist (Album: Superheroes, Ghost-Villains + Stuff) erfahren: Ganz in der typischen Frickelmanier der Weilheimer wurde dieser Song, der in der Studiofassung (Album: Neon Golden) nicht mal viereinhalb Minuten lang ist, hier auf volle 13 Minuten und 13 Sekunden ausgedehnt – von denen keine einzige Sekunde langweilt. Das gesampelte Textfragment „Different Cars and Trains“ dient als musikalische Ausgangsbasis und Leitthema für eine komplett irrwitzig-virtuose Jamsession, im Grunde eine Achterbahnfahrt von Krautrock über Reggae bis hin zu waschechtem, live gespieltem Techno.

Buchardt Audio S400 MKII verhüllt

Am Anfang gefällt, wie die Buchardt Audio S400 MKII die rockigen Gitarren, Bass und Schlagzeug mit großer Spielfreude rüberbringen. Ab der dritten Minute schwenken die Jungs auf einen stark elektronisch angehauchten Reggae rüber, wobei eine obertonreiche Vintage-Orgel (Farfisa-Style) die Offbeat-Akkordfetzen übernimmt. Die Buchardt-Lautsprecher geben diese Orgel strahlend-präzise und mit ihrem gesamten „schmutzigen“ Obertonspektrum wieder. Ab der fünften Minute kommt mehr und mehr puckernde Elektronik zum Zug, außerdem hört man immer wieder merkwürdige metallische „Ping-Laute“. Was mag das sein? Könnte ein Metallophon sein, bei dem man die „Klangriegel“ mit einem Tuch abgedeckt hat. Kurzer Video-Check bei YouTube, wo es verschiedene Live-Versionen von „Pilot“ zu sehen gibt: Yo, richtig gehört. Und das, liebe Leserinnen und Leser, hat mich dann wohl am meisten beeindruckt: Die Buchardt Audio S400 MKII spielen tonal so unverfälscht auf, dass man nicht nur sattsam bekannte Instrumente leicht identifiziert (das sollte ja nun wirklich jedes Glied der highfidelen Kette beherrschen), sondern sogar unbekannte oder manipulierte Klangquellen intuitiv richtig benennen oder erkennen kann.

Im weiteren Verlauf des Stücks verschiebt sich das tonale Spektrum der Instrumente immer mehr aus den mittigen Bereich an die Frequenzgangenden: Krasse Sequenzerbässe, hochfrequente Geräusche, wilder, ungezügelter Einsatz von massivem Schlagzeugblech (Timecode 09‘00“ – 11‘00“). Die Buchardt S400 MKII schafft das Kunststück, diese ganz schön komplexe und zuweilen auch nervös machende Passage spannend und präzise darzureichen, ohne (!) dass man nach der Fernbedienung greift und zurückregelt, weil’s in den Ohren zu sehr klingelt und zischelt.

Buchardt Audio S400 MKII von vorne

Andererseits: Ich schrieb zwar oben bei Frank Black, dass der Tiefton sogar für eine kleine Standbox „gut wäre“, wenn es dann aber deutlich Richtung Tiefbass bzw. Subbass geht – wie beim Track „Pilot“ in der Dub-Reggae-Sektion –, dann zeigen sich bei der Buchardt schon die Limitierungen des Kompaktbox-Prinzips; meine 3-Wege-Standbox ProAC D20R (5.100 Euro) spielt da dann doch nochmal in einer anderen Liga. Eigentlich auch klar.

Der Bühnenauftritt der Buchardt Audio S400 MKII

Kommen wir zur Bühnenabbildung: Auch diese besticht durch Präzision, Klarheit, Sortiertheit – und auf der Metaebene durch den ungetrübten Hörgenuss, der somit erzeugt wird. Weil nichts im Ungefähren gelassen wird, Raumabmessungen authentisch dargeboten werden, Klangquellen exakt und unverrückbar ortbar sind, entspannt sich das Ohr ungemein: Es ist halt nicht damit beschäftigt, Klangquellen zu „suchen“, wie es schon einmal vorkommt, wenn ein Lautsprecher beim Bühnenaufbau ein gewisses laisser-faire walten lässt. Dabei spielen die Buchardt Audio ein Stück weit auf den Hörer zu und bilden ansonsten die Ausdehnung der Bühne recht realistisch ab, so wie sie halt im Studio erzeugt oder vom Aufnahmeraum vorgegeben wurde. Ob es breit und tief oder eher flach und schuhkartonartig klingt – das liegt nur an der gereichten „Software“, die Buchardt-Lautsprecher reichen das anstandslos durch.

Dynamik – durchaus was los …

Lautsprecherpaar Buchardt Audio S400 MKII liegend

Dynamisches Duo: Buchardt Audio S400 MKII

Ich erwähnte es weiter oben schon (Frank Black): Grobdynamisch kann die Buchardt Audio S400 MKII durchaus was losmachen, Rockmusik klingt schon klar nach Rockmusik. Es geht aber da grundsätzlich noch mehr – siehe auch nächster Absatz „Vergleiche“. Natürlich kriegt der oben erwähnte Dub-Reggae-Part im Song „Pilot“ (The Notwist) oder eine tiefe Standtom (Frank Black / Dog Gone) noch mehr Schmackes, wenn man ein Lautsprecherkonzept mit mehr Treiberfläche oder Gehäusevolumen ins Rennen wirft. Aber: Wäre ja auch sehr merkwürdig, wenn ein 2.000-Euro-Kompaktlautsprecher alles kann. Feindynamisch wiederum haben die Buchardt-Lautsprecher richtig was auf dem Kasten. Wenn beispielsweise im The-Notwist-Track „Run Run Run“ (Album: Close to the Glass) die bewusst körnig-blass gemischte Stimme von Markus Acher von zarter 8-Bit-Elektronik untermalt wird sowie zirpende, sirrende Streicher-Samples und sachte Klick- und Shakergeräusche eingeblendet werden, dann kann die Buchardt Audio S400 MKII diese „versammelten Zartheiten“ ungemein akzentuiert wiedergeben.

Vergleiche der Buchardt Audio S400 MKII mit anderen Lautsprechern

Wie ordnet sich die Buchardt S400 MK2 denn nun so ganz generell im Genre Zweiwege-Kompaktbox ein? Nun, wenn ich in meinen Erinnerungen krame, erinnert sie mich in ihrem Klangprofil am ehesten an die deutlich teurere XTZ Divine Delta (3.990 Euro): Unbestechlich, neutral ohne zu langweilen, kohärent aus einem Guss spielend. Sehr viel besser kann das die XTZ nicht wirklich, allerdings mit einer Ausnahme: Sie ist in Bezug auf Treiberbestückung (zwei Tiefmitteltöner) und Gehäusevolumen insgesamt „größer“ ausgelegt, will heißen: Sie ist pegelfester und kann ihre Talente auch insgesamt noch bei höheren Lautstärken ausspielen. Und: Sie weist zudem etwas mehr Kontrolle und Nachdruck im Tieftonbereich auf. Eine Fyne Audio F1-5 (3.799 Euro) wiederum fadet trotz ähnlichen Gehäusevolumens im Bass merklich eher nach unten aus als die Buchardt Audio S400 MKII und kommt mit einer leichten Oberbassbetonung als „Gegenmaßnahme“. Auch am anderen Frequenzgangende – im Hochton – ist sie hörbar milder, ja fast schon abgedunkelter unterwegs. Dafür verwöhnt sie mit einer noch ausgedehnteren Raumflutung, bei ebenfalls sehr präziser Rasterung/Ortbarkeit der Schallquellen.

Gehäuseecke der Buchardt Audio S400 MKII

Die Inklang Ayers Two, mit 1.660 Euro etwas günstiger gepreist als die Dänin, kommt wiederum mit etwas mehr Nachdruck und auch absoluten Tiefgang im Bassbereich, wohingegen sie in puncto Feinauflösung der Buchardt S400 MK2 nicht das Wasser reichen kann. Summa summarum und über alle Parameter betrachtet, geht die S400 MK2 von Burchardt einen recht schönen und eleganten Mittelweg, der wenig vermissen lässt und keinesfalls mit faulen Kompromissen behaftet wäre.

Billboard
HMS

Test: Buchardt Audio S400 MKII | Kompaktlautsprecher

  1. 1 Schnörkelos hören
  2. 2 Buchardt Audio S400 MKII: Klangtest & Vergleiche