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Adam Audio / Hoerzone

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Primetime
  2. 2 Tune Audio Prime: Klangeindruck

Zwei Wege, ein 6,5-Zoll-Tiefmitteltöner. Diese Angaben lassen normalerweise Bassreflexboxen mit irgendetwas um die 10 Liter Volumen und 12 Kilo Gewicht erwarten. Die Tune Audio Prime, die mir Herr Kircher (www.walterkircher.com) da ins Hörzimmer wuchtet, nehmen allerdings rund 160 Liter Raum ein und wiegen 33 Kilo das Stück. Und dabei sind es die kleinsten Modelle von Tune Audio.

Die größten Kaliber des griechischen Herstellers, die Avaton, sind raumhohe Skulpturen. Sie beanspruchen eine Höhe von 2,1 Meter und den gleichen Platz noch einmal in der Tiefe. Da schadet es nicht, wenn sich die Wohnfläche im dreistelligen Quadratmeterbereich bewegt. Zu hören gab es die guten Stücke übrigens auf der High End 2017 – eine beeindruckende Vorstellung.

Tune Audio Avaton auf der High End 2017

Tune Audio Avaton auf der High End 2017

Die 7.500 Euro teuren Tune Audio Prime sind dagegen für kleinere Hörräume so zwischen 15 und 25 m² gedacht. Allerdings muss man auch hier bereit sein, den Lautsprechern einen nennenswerten Anteil des vorhandenen Raumvolumens zur Verfügung zu stellen. Zwei Prime lassen sich in Zimmern besagter Größe kaum verstecken. Doch dafür geben sich die Lautsprecher bei der Aufstellung relativ unkritisch: Sie sollen nah vor einer Wand stehen, sogar eine Aufstellung in den Raumecken soll den Prime bekommen. Als empfohlenen Mindestabstand zwischen den Lautsprechern gibt Tune Audio 1,5 Meter an und zwischen Lautsprecher und Hörer 2 Meter.

Die vergleichsweise großen Gehäuse sind der Tatsache geschuldet, dass Tune Audio aufs Hornprinzip setzt. Die dahinterstehende Philosophie des Firmeninhabers Manolis Proestakis hat mein Kollege Frank Hakopians im Rahmen seines Testberichts über das größere Modell Marvel schon erläutert. Deshalb mache ich es mir einfach und verweise auf seinen Text.

Tune Audio Prime

Zum Thema Hornlautsprecher haben sich schon viele Menschen Gedanken gemacht. Die Bauweise fasziniert nicht zuletzt aufgrund der komplexen Gehäuse. Es gibt wohl kaum Lautsprechergehäuse, in die verschiedene Entwickler mehr Gehirnschmalz investiert haben. Einige solcher Hörner durfte ich bereits hören. Etwa die Hornmanufaktur Eurydike, Hornmanufaktur Aurora, Expolinear Studiohorn 2-60, Hornmanufaktur Akusmatik A90 sowie, im Rahmen eines Firmenberichts über den Hersteller Jawil Audio, die Jawil Bragi. Allen genannten Lautsprechern – wie auch den Prime – ist gemein, dass es sich um sogenannte Backloaded-Hörner handelt.

Backloaded-Hörner werden gerne eingesetzt, wenn ein vergleichsweise kleines Chassis tiefe Töne wiedergeben soll. Das ist häufig der Fall, wenn ein Breitbänder für das gesamte oder zumindest das Gros des Audio-Frequenzspektrums zuständig ist. Damit ein Breitband-Chassis mittlere und hohe Töne abstrahlen kann, darf seine bewegte Masse nicht zu groß sein. Sonst würde die Massenträgheit verhindern, dass es hohe Frequenzen zufriedenstellend wiedergeben kann. Breitbänder zeichnen sich deshalb meist durch leichte Membranen und kurze (und deshalb leichte) Schwingspulen aus. Ein kräftiger Antrieb, sprich ein starker Magnet, ist ebenfalls Pflicht. Häufig fällt der Frequenzgang solcher Treiber zum Bass hin aber stark ab. Und hier kommt dann die Sache mit dem Horngehäuse ins Spiel. Während man das Chassis mittlere und hohe Frequenzen direkt nach vorne abstrahlen lässt, wird der rückwärtig abgestrahlte Schallanteil in ein Horn geführt, welches so ausgelegt ist, dass es die tiefen Töne verstärkt, sodass sich insgesamt ein ausgeglichener Frequenzgang ergibt.

Blick ins Basshorn der Tune Audio Prime

Blick ins Basshorn der Tune Audio Prime

Das bekannte Problem mit Hörnern, die tiefe Frequenzen abstrahlen sollen, ist, dass sie eigentlich sehr groß sein müssen. Doch man kann mit dem Wohnraum „arbeiten“ und so ein paar Tricks anwenden. Zimmerwände, Boden und Decke können in den Hornverlauf einbezogen und als Teil des Horns betrachtet werden. So kann man die theoretisch notwendige Größe des Basshorns in der Praxis stark reduzieren.

Die Hörner in den Tune Audio Prime erreichen durch Faltung im Gehäuseinnern eine Länge von 2,4 m. Die Hornöffnungen sind nach unten gerichtet, sie strahlen also Richtung Boden ab. Mithilfe dieses Tricks kann Herr Proestakis die Mundflächen deutlich kleiner halten als sie gemäß Theorie eigentlich sein müssten. Den Füßen und Spikes der Tune Audio bzw. den Aussparungen unten im Gehäuse kommen bei dieser Konstruktion eine zentrale Bedeutung zu. Durch den Bodenabstand lässt sich die Bass-Performance der Prime beeinflussen.

Bei den Tune Audio kommen bewährte Fostex-Breitband-Chassis zum Einsatz, denen Herr Proestakis ein Tuning zuteilwerden lässt, so etwa eine spezielle Beschichtung der Membranrückseite. In den oberen Lagen, ab 6300 Hertz, ergänzen Horn-Hochtöner mit Ringmembranen die Fostex-Treiber. Sie stammen vom gleichen Hersteller und werden mit einer Flankensteilheit von sechs Dezibel von den Breitbändern getrennt.

Tune Audio Prime: Klangeindruck

Nachdem Herr Kircher vom deutschen Vertrieb die Tune Audio Prime geliefert hat und wir die Lautsprecher ausgepackt und aufgestellt haben, machen wir einen ersten kleinen Klangcheck, schließlich haben die Prime den weiten Weg aus Graz ins rheinländische Düsseldorf hinter sich. Da gilt es zu prüfen, ob die Boxen den langen Transport gut überstanden haben. Herr Kircher möchte eine Opernsängerin hören – mein persönlicher Horror. Aber gut, wenn es der Sache dienlich ist, bitte. Irgendwo fliegt auf meinem Server noch ein Sampler Maria Callas, The Legend herum …

Herr Kircher ist recht zufrieden mit dem ersten Klangeindruck. Meine Bryston 4B³ Endstufe mit ihren 300 Watt ist für Lautsprecher mit einem Kennschalldruck von 93 dB/1W/1m zwar etwas überdimensioniert – die Prime laufen auch an kleinen Röhrenverstärkern ab circa 8 Watt –, doch das schadet nicht. So bleibt der Lautstärkeregler meiner EAR Yoshino 868 Vorstufe meist in der Nähe des linken Anschlags. Einen Schuss Röhre bringt die Vorstufe auch so ins Klangbild.

Tune Audio Prime

Zu 100 Prozent ist Herr Kircher zwar noch nicht glücklich, aber das führt er darauf zurück, dass die Boxen im Auto der Kälte ausgesetzt waren und außerdem gut durchgerüttelt wurden. Einen kleinen Effekt sollte auch der Wechsel von den provisorischen Füßen, auf denen man die Prime leicht schieben kann, bis sie ihre optimale Position gefunden haben, auf die mitgelieferten Spikes bringen. Beide Erfahrungen teile ich – sowohl was das Akklimatisieren von Lautsprechern nach einem längeren Transport betrifft als auch was den richtigen „Unterbau“ angeht.

Ich will Spaß!

a-chorus-lineAllein mit den beiden Testkandidatinnen brauche ich erst einmal irgendetwas, das Frau Callas „neutralisiert“. Geht mir mit der Hochkultur, ich will Spaß der niedrigsten Sorte! Einen Whisky-Sour gemixt, die Chips-Tüte auf und in JRiver den Soundtrack zu A Chorus Line (auf Amazon anhören) angeklickt! Das macht sofort unglaublich Laune. Die weichen Bass-Beats erinnern ein bisschen an eine große Zirkuspauke und kommen wunderbar locker-flockig, doch gleichzeitig vehement und mit Nachdruck rüber. Diesen Spagat aus Leichtigkeit und Autorität können meiner Erfahrung nach nur Hörner. Mich erinnert das ein wenig an die Hornmanufaktur Akusmatik A90 (4.800 Euro), die mir seinerzeit einen ordentlichen Streit mit meinem Nachbarn eingebracht hat. Von diesem Bass will ich mehr (auf den Streit verzichte ich aber gerne).

moses-coverDie Sache stellt sich allerdings als nicht ganz so einfach heraus und verlangt eine differenzierte Betrachtung. Es gibt tief tönende Instrumente, die die Tune Audio Prime unglaublich gut rüberbringen. Etwa den akustischen Kontrabass auf China Moses & Raphael Lemonnier, This One’s For Dinah (auf Amazon anhören). Das geht tief runter, die einzelnen Saiten schwingen sauber aus, der Resonanzkörper des Instruments setzt sich beeindruckend in Szene und selbst die Bodendielen scheinen hier und da noch ein wenig mitzuspielen. Ja, ich bin mir sicher, dass der Bass bei der Aufnahme auf einem Holzboden stand. Grandios.

Bei Marcus Millers Album Afrodeezia (auf Amazon anhören) werde ich aber unsicher. Wie Miller auf seinem E-Bass slappt, das kommt satt rüber, das groovt, hat richtig Energie. Aber irgendetwas mit dem Timing rastet nicht hundertprozentig ein. Bei schnelleren Stücken scheinen die Bassläufe, die als solche separat betrachtet sauber und knackig kommen, dem Rest der Musik ein wenig hinterherzuhinken. Bei den harten Synthie-Bässen auf Madonnas Die Another Day wird es noch deutlicher: Die ganz tiefen Töne kommen leicht verzögert. Eine Winzigkeit, aber wo es auf minutiöses Timing ankommt, eben doch hörbar. Das ist kein Knock-out für die Prime, denn in vielen Fällen spielt das eine untergeordnete Rolle bzw. fällt nicht groß auf: Wer vornehmlich akustische Instrumente und sanftere Musik hört, wird prima damit leben können, vor allem angesichts der sonstigen Qualitäten im Bassbereich. Wer aber oft synthetisches Material und härtere musikalische Kost auf der Playlist hat, dürfte sich mit dieser Eigenart schwertun.

Ich persönlich bin den Tune Audio Prime weiterhin zugetan. Denn die Kombination aus Entspanntheit und Durchsetzungskraft klingt souverän. Das können so wohl nur Basshörner oder in ähnlicher Form ganz große Pappen (ich hatte da letztens eine beeindruckende Begegnung mit zwei 15-Zöllern), das Suchtpotential eines solchen Tieftons ist immens. Übrigens: Die Spikes lassen einem, was die Bassabstimmung betrifft, ein bisschen Spielraum. Der Verstellbereich der Spikes reicht bei mir zwar gerade aus, um die Bodenunebenheiten auszugleichen. Man kann sie aber auch einfach weglassen. Stehen die Prime unmittelbar auf ihren Stummelfüßen (ok, bei mir hat es noch zweier sorgfältig nach akustischen Aspekten ausgesuchter Bierdeckel bedurft, um die Sache wackelfrei zu machen), sieht das nicht nur besser aus, auch rücken die tiefen Lagen vom Timing her besser an die übrigen Frequenzbereiche heran. Dafür opfert man allerdings ein wenig Tiefgang.

Das Fostex-Breitbandchassis der Tune Audio Prime

Das Fostex-Breitbandchassis der Tune Audio Prime

Noch einmal zur Einordnung bzw. Abgrenzung: Insgesamt ist die Basswiedergabe der Tune Audio Prime etwas ganz anderes, als etwa die knallharte Basskontrolle, die ich mit der Nubert NuVero 140 (4.470 Euro) erlebt habe. Die Nubert mit ihren insgesamt acht Langhub-Tieftönern beherrschte meinen Raum in Sachen Bass geradezu, hatte ihn völlig im Griff. Das war sehr eindrucksvoll. Aber diese federnde und doch nachhaltige Basswiedergabe der Tune Audio hat – zumindest für meine Ohren – einen authentischeren Charakter. Ich gebe gerne zu, dass das Geschmackssache ist.

Mittellagen

Die Mittenwiedergabe der Prime beeindruckt mich dagegen ohne Einschränkung. Was Herr Proestakis hier aus den Fostex-Treibern heraus holt, ist phänomenal. Das fängt bei A Chorus Line mit Texten an, die ich wirklich selten so leicht verstanden habe. Und genauso selten habe ich derart klar gehört, dass hier eben Schauspieler und Tänzer, die auch singen können, zu hören sind. Das ist nicht despektierlich gemeint. Nur klingt eine ausgebildete Stimme eben anders. Auch die geben die Tune Audio Prime mit beeindruckender Stimmigkeit und Kohärenz wieder. Unita Knaus‘ wunderbar akzentuierten und rhythmisch pointierten Gesang auf The Moon on My Doorstep transportieren sie mit perfektem Timing.

Eine enorm schlüssige und überzeugende Stimmwiedergabe ist zwar vielen Breitbändern zu eigen, dennoch setzen die Fostex-Treiber in den Tune Audio Prime hier Maßstäbe. Neben einem tollen Timing und einer homogenen, bruchlosen Reproduktion des Gesangs bieten sie auch eine hohe Auflösung – was bei Breitbändern nicht unbedingt selbstverständlich ist. In Sachen Stimmwiedergabe erinnern mich die Prime ein wenig an die etwas speziellen, aber genau in diesem Punkt faszinierenden DoAcoustics Harmonia Mundi Impact (2.300 Euro). Die waren zwar insgesamt deutlich ruppiger und über alles bei Weitem nicht so ausgeglichen wie die Tune-Audio-Lautsprecher, doch was die Kohärenz der Stimmwiedergabe betrifft, ähnlich.

Tune Audio Prime

Den Tune Audio Prime gelingt auch die Wiedergabe von Instrumenten überzeugend. Das sonnige, aber knackig kalte Wetter des Februars versetzt mich in eine eigentümliche Stimmung. Fröhliche Melancholie könnte man das nennen. Musikalisch kommt dieser Stimmung für mich irgendwie Barockmusik am nächsten. Einen sonnigen, eiskalten Sonntagnachmittag lang verbringe ich deshalb mit Bach. Mauriziuo Pollinis Interpretationen des Wohltemperiertem Klaviers sind schnell, dynamisch, präzise und doch hoch differenziert. Und dieses Klavierspiel bringen die Tune Audio Prime facettenreich und dynamisch enorm spannend rüber. Die sich umspielenden Melodie-Linien der Fugen, das polyphone Zusammenspiel der Stimmen, das passt alles auf den Punkt. Dazu reproduzieren die Lautsprecher die sehr kontrastreichen Klangfarben und die herausragende Dynamik von Pollinis einzigartigem Fabbrini-Flügel nahezu perfekt.

Hochton

Auch der Hochton trägt wesentlich zum überzeugenden Auftritt der Prime bei. Lautsprecher, bei denen der Tweeter erst im oberen Bereich ins Spiel kommt, habe ich schon öfters gehört. Und in den meisten Fällen fand ich die Sache stimmig. Üblicherweise liegt die Trennfrequenz bei einem Zweiwegesystem ja irgendwo zwischen 2000 und 3000 Hertz – und damit in einem Bereich, der zum Beispiel für die menschliche Stimme sehr entscheidend ist. Trennt man eine Oktave höher, umgeht man eine Menge Probleme.

Dass Herr Proestakis mit dieser Entscheidung richtig liegt, hört man. Der Hochtöner macht sich durch eine wunderbare Luftigkeit des Klangbildes bemerkbar, verleiht Klangfarben Glanz und bietet genau das, was ein Breitbänder alleine eben nicht schafft – eine saubere, stressfreie und zart-luftige Wiedergabe der oberen Oktaven. Dabei enthält er sich jeglicher Schärfen und steuert das richtige Maß an Energie bei. Einen Lautsprecher zu finden, der einen vergleichbaren Hochton bietet, fällt mir schwer. Da müsste ich fast schon zu exotischen Konstruktionen wie einer German Physiks greifen, die einen ähnlich entspannten, luftigen und doch mitreißend-energiereichen Auftritt hinlegen.

Tune Audio Prime

In der Summe ergibt sich mit den Prime also ein ausgewogenes, tonal neutrales Klangbild. Doch nicht nur tonal, auch unter anderen, qualitativen Aspekten sind die Tune Audio „ausgeglichen“. Der leichtfüßige und doch durchsetzungsstarke Bass passt nämlich gut zur entspannten und dynamisch präzisen Mittenwiedergabe – und genauso zum luftigen und doch energiereichen Hochton. Selbst das Auflösungsvermögen ist quer über das gesamte Frequenzspektrum gleich gut. Selten habe ich Lautsprecher gehört, die unter so vielen klanglichen Gesichtspunkten derart homogen und ausgewogen klingen.

Entspannt dabei

e.s.t.-Live-In-HamburgHinzu kommt noch die besonders natürlich und selbstverständlich wirkende Art der Raumdarstellung. Ich höre E.S.T. Live in Hamburg – eine tolle Live-Aufnahme (auf Amazon anhören) und bestimmt eine der Sternstunden der neueren Jazz-Geschichte. Position und Größe der Musiker bzw. der Instrumente, ihre Anordnung im Raum und den Platz, den das Publikum einnimmt, bilden die Tune Audio Prime exakt und mit realistischer Größe ab. Das ist vorbildlich. Vor allem aber gefällt mir, wie plastisch und dreidimensional das Geschehen auf der virtuellen Bühne rüberkommt, das hat schon „Anfassqualität“. Interessant ist dabei auch, dass die Tune Audio zwar einerseits „Contenance“ halten, einem also nicht zu dicht „auf den Pelz rücken“ – andererseits wird auch keine „starre Grenze“ aufgebaut, etwa in dem Sinne, dass die Bühne immer erst bei der Lautsprechergrundlinie starten würde. Nein, das variiert je nach Aufnahme. Das hier ist keine Guckkastenbühne, sondern einfach ein entspanntes Dabeisein.

Eine Überraschung erlebe ich, als ich die Tune Audio am Ende des Testzeitraums wieder gegen meine Valeur Audio Micropoint 4SE (9.900 Euro) eintausche. Das ist wirklich eine andere Welt. Jetzt nicht an den üblichen HiFi-Kriterien gemessen. Tonal sind beide Lautsprecher ausgewogen. Beide bieten Auflösung, Dynamik, Tiefgang (die Tune Audio bietet davon mehr) – nach Punkten würde ein Vergleich vermutlich auf ein Patt hinauslaufen. Nur vermitteln die Tune Audio Prime Musik irgendwie viel selbstverständlicher, natürlicher, geschlossener. Bei den Valeur habe ich den Eindruck, dass ich erst wieder lernen muss, die Informationen, die sie kommunizieren, zusammenzusetzen, um die Musik als Ganzes wahrzunehmen – während die Prime sie einfach gleich in sich schlüssig vermitteln. Das ist es wohl, was man häufig als „Geschlossenheit der Wiedergabe“ bezeichnet.

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Test: Tune Audio Prime | Hornlautsprecher

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