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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Harmonisches Heimspiel
  2. 2 Genelec 6040R: Hörtest und Vergleiche

Alles neu macht der Mai: Ja, das kann ich in diesem Fall bestätigen. Denn im Mai 2015 hatte ich das letzte Mal Lautsprecher von Genelec zum Test (die aktiven Genelec 8351). Ziemlich genau sieben Jahre später, im Mai 2022, darf ich mich mit den 6040R (Preis: 6.766 Euro) befassen. Ob „R“ für Revival steht, weiß ich nicht – es würde aber passen, denn die 6040R basieren auf dem bereits 2001 vorgestellten Erfolgsmodell 6040A, das technisch wie optisch modernisiert wurde.

Die aktive Genelec 6040R in unterschiedlichen Ausführungen

Die aktive Genelec 6040R in unterschiedlichen Ausführungen

Es handelt sich beim Genelec 6040R um ein kompaktes, aktives Zweiwegesystem, bei dem die Ständer ab Werk zum Lieferumfang gehören. Anders geht’s auch nicht, denn die Aktivelektronik ist raffinierterweise in den Standfüßen versteckt. Das ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein geschickter Schachzug: Zum einen kann so ein deutlich größeres Volumen des Lautsprechergehäuses klanglich ausgeschöpft werden, weil die Elektronik dort keinen Platz raubt, zum anderen kann die Elektronik mit gehörigem Abstand zum Gehäuse auch „befreiter“ aufspielen – denn sie wird deutlich weniger von akustischen und elektrischen Schwingungen und damit Mikrofonieeffekten beeinträchtigt, die sich bei klassischen Aktivsystemen, wo die Verstärker in direkter Nachbarschaft zu den Treibern residieren, prinzipiell nicht ganz vermeiden lassen.

Die Elektronik inklusive der Class-D-Endstufen steckt bei der Genelec 6040R im Standfuß

Die Elektronik inklusive der Class-D-Endstufen steckt bei der Genelec 6040R im Standfuß – dementsprechend findet sich hier auch das Anschlussfeld

Okay, es gibt auch einen Nachteil dieser Lösung: Verkabelung und Inbetriebnahme der 6040R gestalten sich etwas mühevoller. Man muss die Lautsprecher-Ständer-Einheit entweder waagerecht liegend aufbocken oder auf dem Fußboden herumrutschen, um die Kabel (Netzkabel, Signalkabel, Netzwerkkabel für die Einmessung) einzustecken und gegebenenfalls weitere Grundeinstellungen an dem auf der Unterseite der Füße (!) angebrachten Mäuseklavier vorzunehmen. Andererseits macht man das üblicherweise eh nur einmal, insofern geht das schon in Ordnung.

Nicht nur in Ordnung, sondern richtig gut sind Optik und Haptik. Das geschlossene Gehäuse besteht aus Alu-Druckguss, ein Material, das große Steifigkeit und Resonanzarmut selbst bei recht dünnen Gehäusewänden bietet. Das zahlt positiv auf das akustisch nutzbare Volumen ein. Für das sanft-kurvige, zeitlose Design zeichnet der berühmte finnische Industriedesigner Harri Koskinen verantwortlich. Es schmeichelt nicht nur dem Auge, auch wirken die abgerundeten Gehäusekanten Verfärbungen und Kantenreflexionen entgegen. Die Verarbeitung der Genelec 6040R ist tadellos, die Lautsprecher sind meiner Meinung nach echte Schmuckstücke und dürften sich aufgrund ihres elegant-minimalistischen Designs, das Retro und Moderne klug miteinander vereint, in nahezu jede Wohnraumumgebung gut einfügen. Jedenfalls deutlich besser als die Genelec 8351, die schon arg nach Tonstudio aussieht.

Organisch-runde Form der Genelec 6040R

Die organisch-runde Formgebung der Genelec 6040R hat auch einen akustischen Zweck, sie soll Kantenreflexionen minimieren

Ein Blick auf die Technik

Den Tiefmitteltonbereich bestellt ein 16,5-cm-Konuslautsprecher im geschlossenen Kabinett, den Hochtonbereich ab etwa 2,8 kHz eine 19-mm-Kalotte, um welche herum die konkav ausgeführten Gehäuselinien einen Waveguide bilden. Dieser soll für einen „gesunden“ Anteil von Direktschall zu reflektiertem sorgen, was die 6040R unabhängiger von Einflüssen der Raumakustik machen soll. Versorgt werden die Treiber durch zwei Verstärker: Pro Weg stehen jeweils 150 Watt Leistung zur Verfügung, die – man ahnt es bereits beim Blick auf die Standfüße und deren Abmessungen – über ein Class-D-Design bereitgestellt werden.

19-mm-Kalotte der Genelec 6040R

Ab 2800 Hertz übernimmt die 19-mm-Kalotte der Genelec 6040R das Geschehen

Statt einer diskret aufgebauten Frequenzweiche kommt ein ausgefeiltes DSP-Netzwerk zum Einsatz, das mithilfe des optional erhältlichen GLM-Kits (später mehr dazu) vielfältige Eingriffe in den Klang ermöglicht. Etwas rudimentärer – und ohne das Kit erwerben zu müssen – lässt sich der DSP-Prozessor auch über besagte DIP-Schalter auf der Unterseite des Standfußes verwenden: So können Tiefbass und Bass in drei Stufen um zwei bis sechs Dezibel abgesenkt und der Hochtonbereich um zwei Dezibel angehoben oder um zwei bis vier abgesenkt werden. Außerdem lässt sich die Eingangsempfindlichkeit des Analogeingangs um 10, 20 oder 30 dB absenken, sodass Zuspieler hinsichtlich des Pegels optimal angepasst werden können. Apropos Zuspieler: Den Studiogenen des Genelec 6040R ist geschuldet, dass es generell nur per XLR hineingeht: entweder analog-symmetrisch oder digital (AES/EBU). Falls Sie nun hoffen, dass man – wie bei vielen anderen Aktivlautsprechern – mit dem Genelec 6040R und einer Quelle eine smarte und puristische Kette aufbauen kann, dann muss ich mit einem entschiedenen „Vielleicht“ antworten. Weil?

Auf der Unterseite des 6040R-Standfußes befinden sich die DIP-Schalter

Auf der Unterseite des 6040R-Standfußes befinden sich DIP-Schalter, mit denen die Klangcharakteristik der Lautsprecher angepasst werden kann

Nun, einen „richtigen“ Lautstärkeregler haben die Entwickler dem Genelec 6040R ab Werk leider nicht spendiert, wenn wir mal das auf der Standfußunterseite angebrachte Trimmpoti zur groben Pegelanpassung außer Acht lassen. Falls Sie den 6040R direkt und ohne Vorstufe von einer Quelle aus beschicken wollen, muss diese entweder ihre eigene Lautstärkeregelung mitbringen – oder Sie geben noch etwas mehr Geld bei Genelec aus: Für rund 390 Euro können Sie nämlich das oben erwähnte Genelec GLM-Kit erwerben, das nicht nur die Einmessung der Lautsprecher an die heimischen Verhältnisse gestattet, sondern auch die Einstellung der Lautstärke. Das wiederum bedeutet jedoch, dass Sie bei der täglichen Nutzung permanent das GLM-Kit und einen Rechner angehängt haben müssten – was nur fürs Regeln der Lautstärke schon ziemlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wäre, finde ich. Alternativ gibt es bei Genelec einen optionalen Hardware-Lautstärkeregler (rund 100 Euro), der an das (beispielsweise mit einem USB-Ladegerät mit Strom versorgte) GLM-Kit angeschlossen werden kann oder eine Funkfernbedienung (59 Euro), die jedoch ebenfalls nur im Verbund mit dem GLM-Kit funktioniert. Solche Lösungen findet man im Tonstudio häufig, richtig smart für daheim wirkt es auf mich aber nicht. Doch wie gesagt: Mit einer regelbaren Quelle umschiffen Sie das Thema und können eine puristische, hochwertige Kette aufbauen.

Einmessen mit dem GLM-Kit

Genelec stellte mir für den Test das GLM-Kit samt kalibriertem Messmikrofon zur Verfügung. Das Kit besteht aus einem kleinen Plastikkästchen mit der Elektronik, mehreren RJ45-Kabeln und einem USB-Kabel. Letzteres führt als Datenkabel sowie zur Stromversorgung zum Laptop, ein RJ45-Kabel zum ersten Lautsprecher, von dort wird ein weiteres zum zweiten gezogen. Zu guter Letzt wird noch das Mikrofon an das Kit angeschlossen – der Einmessvorgang kann starten.

Genelec GLM-Kit mit kalibriertem Messmikrofon

Das Genelec GLM-Kit kommt mit kalibriertem Messmikrofon

Hierzu platziert man das Messmikrofon auf Ohrhöhe am Hörplatz und startet dann per Mausklick die Einmessung. Es ertönen zwei Sinus-Sweeps, mit denen der rechte und der linke Lautsprecher separat gemessen werden, sodann beginnt die GLM-Software zu rechnen und schlägt eine Entzerrungskurve vor. Die lässt sich manuell natürlich noch anpassen, wenn gewollt, was aber nicht zwingend notwendig ist. Prinzipiell arbeitet die Entzerrung so, dass Resonanzen in Form von Peaks, also Überhöhungen, abgemildert werden, das Ganze geschieht bis zu 2000 Hertz hinauf. Am Ende erhält man also keinen linealglatten Frequenzgang, sondern eine Korrektur, die vor allem die Überhöhungen (im Bass) am Hörplatz einhegt, zudem erfolgt automatisch eine Pegel- und Laufzeitkorrektur zwischen linkem und rechtem Kanal. Die Korrektur ist sehr zu empfehlen, das Klangbild wirkt nach der Einmessung deutlich natürlicher und entstresster, es rastet auch in Bezug auf die Ortbarkeit der Klangquellen auf der Stereobühne merklich besser ein. Und wie klingt’s nun?

Anschlussfeld des GLM-Systems

Anschlussfeld des GLM-Systems

Genelec 6040R: Hörtest und Vergleiche

Nun, die oben erwähnten Studiogene lassen sich auch bei der Genelec 6040R nicht verleugnen. Was ich als Kompliment betrachte, denn schon nach einem eher kurzen Tête-à-Tête mit der 6040R zeigt sich ihre ungemein transparente, klare, ja geradezu Ordnung schaffende Handschrift.

Our love to admire InterpolMeine Hörsession begann mit dem Album Our love to admire von Interpol (auf Amazon anhören), das in jeder Hinsicht hohe Bandbreite mitbringt: Es gibt massiven Tiefbass und wuchtige Bassdrums sowie Toms im Track „Pace is the Trick“, es gibt klickende Rimshots und beißendes Schlagzeugblech im Song „All Fired Up“, aber auch einsame, verhallte Gitarren mit reichlich Lautsprecherklirr (abmikrofonierte Gitarrencombos) im Intro des Songs „Wrecking Ball“.

Die Genelec teilen im Tieftonbereich ordentlich, aber realistisch aus – ohne anzudicken, ohne zu verschmieren oder zu verschleppen, das hat gerade das richtige Maß an Wucht und Wumms. Attacks der Bassdrum werden ohne Verzug in den Raum geknallt, das mit Wut gedroschene Standtom in „Pace is the Trick“ hat nicht nur ordentlich Volumen, man kann auch dem Ausschwingvorgang des Fells nahtlos beiwohnen. Die synthetischen Streicher und Keyboard-Pads im Schlussteil von „Wrecking Ball“ haben über die 6040R Strahlkraft und echte Wärme – und wenn der Gitarrist bei diesem Song gelegentlich gegen seinen Verstärker tritt, um die Hallspirale zu einem dengelnden Sound anzuregen, dann meint man fast, die einzelnen Federn im Hallgerät sehen zu können. Wie man es auch dreht und wendet: Ich fühle mich bei der 6040R in tonaler Hinsicht stets korrekt informiert, Verfärbungen, Dips und Peaks kann ich nicht ausmachen. Mit einer kleinen Ausnahme.

Tiefton

The Gun Club Mother JunoIm Vergleich zur größeren Genelec 8351 macht die 6040R im Tieftonbereich bei hohen Pegeln natürlich eher „zu“. Verstehen Sie mich nicht falsch: Die 6040R spielt auch bei Pegeln deutlich über Zimmerlautstärke klar und unverzerrt, aber wenn’s richtig laut wird, beginnt der Tiefmitteltöner etwas zu komprimieren. Die 8351 konnte ich damals in meinem Hörraum (mit körperlich zumutbaren Lautstärken und ohne Gehörschutzstopfen) nicht in die Verzerrung bringen, die 6040R hingegen mit fiesen Bassdrums in Verbindung mit bauchigem E-Bass („Yellow Eyes“, The Gun Club, Album: Mother Juno; auf Amazon anhören) schon. Ist ja auch kein Wunder: Die 8351 kommt als Dreiwege-Aktivmonitor mit einem eigenen Tieftöner, der sich ungestört ums tonale Untergeschoss kümmern kann, noch dazu bekam er eine Class-D-Endstufe mit 250 Watt (statt 150 Watt bei der 6040R) spendiert. Und logo – gegenüber einer großformatigen „Pappe“ vom Kaliber einer Tannoy Turnberry (Passiv-Koaxialsystem mit Zehnzöller für den Tiefmittelton, rund 7.500 Euro), die ich einige Jahre besessen habe, kommt die Genelec 6040R auch nicht so tief in den Basskeller hinunter. Doch auch wenn sie keine Partybox ist, bringt die kleine Genelec mehr Tiefton mit als so manch ein anderer Lautsprecher dieser Baugröße. Räume in der Größenordnung von circa 15-20 Quadratmetern sollten diesbezüglich jedenfalls ausreichend beschallt werden können.

Die Höhen

Auch am anderen Frequenzgangende zeigt sich die Genelec 6040R gegenüber ihrer großen Schwester 8351 etwas milder, wie ich es mal nennen will. Das bedeutet nun nicht, dass die 6040R einen hörbar dunkleren Klangeinschlag hat. Sie klingt ausbalanciert, ja, im mittleren Hochtonbereich sogar eher minimal angefrischt als gülden – aber sie verrundet die obersten Höhenlagen etwas, was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass schlechtere Produktionen, insbesondere ältere mit einem gewissen Grundrauschen, deutlich angenehmer zu konsumieren sind. Im Fazit zur 8351 schrieb ich: „Die Genelec 8351 spielt geradezu unglaublich direkt und transparent […], sicherlich wird nicht jeder damit glücklich, denn diese Ehrlichkeit muss man auch wollen.“ Studiomonitor halt.

Die kleinere 6040R ist für den Heimbereich vielleicht die bessere Wahl, denn sie legt nicht so viele Finger in die Wunden, wenn das zugelieferte Material nicht optimal gemischt oder produziert wurde. Trotzdem – und das möchte ich betonen – zeigt sie sich mehr als transparent und durchlässig für Details: So arbeitet sie beispielsweise sehr gut heraus, dass der Track „Stranger than Kindness“ (Nick Cave & the Bad Seeds, Album: Your Funeral … My Trial) in der remasterten Fassung von 2009 (gestreamt via Tidal Hifi) deutlich steriler, kühler und flügellahmer klingt als das bauchig-sinistre Vinyl-Original von 1986. Das sind Informationen, die ich auch als „Privathörer“ erhalten möchte – und die liefert mir die 6040R, selbst wenn sie nicht primär fürs Tonstudio konzipiert wurde.

Genelec 6040R, rechte Seite

Wichtige Talente

Doch die 6040R hat Talente, die ich für noch deutlich wichtiger halte: Sie läuft besonders dann zur Hochform auf, wenn es um „unübersichtliche“ Musik geht – also zum Beispiel große Orchester, dicht arrangierte Musik oder auch Musik mit komplexen Voicings. Nehmen wir noch mal Interpols „Pace is the Trick“. Dieses Stück birst fast vor Intensität: Wir haben mehrere Gitarrenspuren, tiefen Bass, wuchtige Drums und eine „In your Face“ gemischte Gesangsstimme. Gerade bei etwas gehobener Lautstärke kann das schon mal in einen ziemlichen Klangbrei ausarten. Die Genelec 6040R hingegen sortiert und separiert die Instrumente beziehungsweise den Gesang extrem gut voneinander.

Die Genelec 6040R besitzt einen integrierten Ständer

Einerseits tonal – die ab 01‘11“ einsetzenden Bassläufe bietet sie wie ein stabiles Geländer dar, an dem man sich festhalten kann, die teils gepickten, teils geschrammelten Gitarren werden perfekt voneinander und auch vom Gesang und den Keyboards (allesamt primär im Mittenband unterwegs) getrennt, die massiven und mit Zorn geprügelten Drums sind nicht einfach nur „laut“, sondern herrlich präzise, die eigentlich sehr präsent abgemischte Stimme von Paul Banks stiehlt den Instrumenten trotzdem nicht die Show. Alles wirkt über die 6040R bestens austariert, nachvollziehbar – und es macht auch schlicht und einfach großen Spaß, sich in so ein klangliches Stahlbad hineinzuwerfen, weil die dargebotene Intensität eine emotional fassbare ist und keine schmerzhafte („Boah, was für ein Krach!“).

Andererseits sortiert die 6040R auch den Bühnenaufbau sehr sauber, gibt mithin einen wirklich akkuraten Platzanweiser ab. Es gibt ja Lautsprecher, die den Fokus auf eine gewisse „integrierende“ Räumlichkeit legen (z. B. meine passive Harbeth 30.2), bei denen man eher aufs Gesamtbild blickt – die Genelec hingegen rastert in Breite wie Tiefe wesentlich exakter, was interessanterweise trotzdem nicht klinisch-analytisch-steril anmutet, sondern schlicht und einfach mehr Übersicht bietet, gerade bei komplexem Geschehen. Salopp gesagt sitzen Sie bei der 6040R nicht in einem großen Konzertsaal irgendwo in der zehnten Reihe, sondern weiter vorne mit einem sehr exakten Blick aufs Geschehen.

Genelec-Logo der 6040R

Bei der Gelegenheit möchte ich Ihnen eine interessante Beobachtung nicht unterschlagen: Die Genelec 6040R reagiert erstaunlich ungerührt auf ein Verändern der Basisbreite. Selbst recht weit auseinanderstehend (Abstand zwischen beiden Lautsprechern deutlich größer als der zum Hörer) bringt sie kein „Mittenloch“, bei dem die virtuelle Mitte nicht mehr greifbar erscheint. Die Bühne wird einfach nur breiter. Das hat man nicht immer – und das schenkt einem bei der Aufstellung viel Flexibilität, weil man die Stereo-Basisbreite in einem vergleichsweise großen Ausmaß nach Gusto gestalten kann.

Ein paar Worte zur Dynamik

Nick Caves The Boatman’s callWie weiter oben schon geschildert, ist die 6040R diesbezüglich kein Kind von Traurigkeit: Schnelle Attacks, krasse Lastwechsel, das gehört zu ihren Stärken – wenn man nicht zu laut hört. Doch auch feindynamisch ist sie talentiert. Ob es die feinen Schattierungen in Nick Caves Stimme und die dynamischen Abstufungen des Konzertflügels bei der todtraurigen Ballade „Into my arms“ (Album: The Boatman’s call; auf Amazon anhören) sind oder die perfekt nachgezeichneten eiernden Hüllkurven der synthetischen Streicher bei Kraftwerks „Trans Europa Express“ (gleichnamiges Album): Die Genelec 6040R spielt präzise und kraftvoll, wenn gefordert, aber auch zart und fein. Nur halt nicht mit Partypegeln.

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Test: Genelec 6040R | Aktivlautsprecher

  1. 1 Harmonisches Heimspiel
  2. 2 Genelec 6040R: Hörtest und Vergleiche

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