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HiFi-Lexikon: Skating-Kraft

Skating entsteht bei Radialtonarmen, da durch Reibung zwischen Plattenrille und Nadel eine Kraft entsteht, die nicht vollständig vom Tonarmlager aufgenommen werden kann. Die Skating-Kraft wirkt zur Plattenmitte hin. Dies ist im ersten Augenblick vielleicht wenig anschaulich, manche vermuten spontan eine Fliehkraft, die nach außen wirken müsste. Die Skating-Kraft ist aber keine Fliehkraft.

Die Reibung erzeugt eine zur Plattenrille tangentiale Gesamtkraft, die sich, wie alle Kraft-Vektoren, in zwei senkrecht zueinanderstehende Kräfte aufteilt: Ein größerer Teil wird von Tonarmlager aufgenommen, ein kleinerer, hierzu senkrecht stehender Teil ist genau die Skating-Kraft. Die Rillentangente und die Linie zwischen Lager und Nadel zeigen nicht in die gleiche Richtung – die „Restkraft“ zieht den Tonarm also zur Plattenmitte (hier eine anschauliche Grafik zu den wirkenden Kräften).

Die Größe der Skating-Kraft ist abhängig von der auftretenden Reibung, und somit:

  • von der Rillengeschwindigkeit – somit bei 45 Upm höher als bei 33 1/3 Upm – aber auch von der Position der Nadel: Denn die weiter innen liegende Rille läuft langsamer, als die weiter außen liegende
  • vom Nadelschliff bzw. der Form der Nadel (und damit der Art und Größe der Kontaktfläche zur Rille).

Die Skating-Kraft verursacht eine einseitige Belastung der linken Rillenflanke, was folglich auch zu einer einseitigen Abnutzung von Nadel und Flanke führt und zudem die Wiedergabe beeinträchtig. Daher gibt es bei Radialtonarmen einen Anti-Skating-Mechanismus, der für eine entsprechende Gegenkraft sorgt.


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