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Test Hifi Voll-Verstärker MastersounD 300B S.E. und 300B P.S.E. – 300B und Wirkungsgrad der Lautsprecher – Test-Bericht Stereo-Verstärker, High End-Hifi-Magazin fairaudio

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  1. 5 Test Hifi Voll-Verstärker MastersounD 300B S.E. und 300B P.S.E. - 300B und Wirkungsgrad der Lautsprecher - Test-Bericht Stereo-Verstärker, High End-Hifi-Magazin fairaudio

MastersounD 300B S.E. mit Röhren

Keine so gute Idee, denn der „kleine“ MastersounD fängt bei forcierten Klavieranschlägen an, recht deutlich zu verzerren. Da ist die Volent wohl doch zu schwere, sprich wirkungsgradarme Kost. Schade, schade, schade. Mit dem „großen Bruder“ verbessert sich die Situation wesentlich, aber 100% astrein ist’s nicht. Was tun? Zurück auf Los.

ZU Audio DruidWas in diesem Fall heißt, zurück zur ZU Audio Druid. Es soll der ideale Lautsprecher für Leistungswinzlinge sein – was ist hier los? Zunächst wechsele ich das LS-Kabel – es wird besser, leicht besser. Na ja. Und dann fällt mir ein, dass ich neulich die Spikes ausgetauscht hatte – lange spitze gegen kurze runde. Keine Bange, ich schiebe es nicht auf die Rundung … Sondern auf die Kürze! Denn die Druid hat unten am Fuß eine Down-Fire-Bassreflexöffung, so dass erhebliche Teile der Bass-Quantität über den Abstand des Lautsprechers vom Boden geregelt werden können. Wenn man nun bei einem Breitbänder die Bassfähigkeiten weiter stutzt und diesen dann über relativ mittenprominente 300B-Designs laufen lässt – sollte man sich da über leicht überbetonte und zu forsche Mitten wundern? Wohl kaum, also Maulschlüssel her und Spikes ausgetauscht.

Fazit: Da hätte ich auch früher drauf kommen können. Es wurde wesentlich besser, nein, es wurde richtig gut. Freilich konnte ich mich von der extremen Hochtonauflösung, wie ich sie mit der Volent erleben durfte, verabschieden – dafür können die Mastersounds nun nichts, dafür kann vielmehr die Druid was. Womit keinesfallsZwei Spikes durch die Blume gesagt sein soll, dass es stumpf klang, mit der Druid. Ich vermisste lediglich etwas von diesem letzten Schimmern und dem weichen Air, welche das Bändchen der Volent in Kombination mit den Mastersounds offenbarten. Die (banale) Erkenntnis der Geschichte: Wenn Sie so wenig Leistung einkaufen, vergessen Sie alles unter 90 dB Wirkungsgrad oder Wandler mit bösen Dips im Impedanzverlauf. Sehr weich aufgehängte Basstreiber betrachten Sie bitte auch mit einem eher skeptischen Blick. Apropos: Kennt jemand eigentlich eine Box mit +95 dB und einem erstklassigem Hochtonbändchen?

Betrachten wir die Dinge tonal und fangen ganz unten an. Da ist nicht viel und was da ist, ist weich. Dies kann man nun bedauern, aber wer wird schon einen 300B-Verstärker kaufen, wenn es ihm vorwiegend um ultimativen Tiefbassschub geht? Dies wäre ein mehr als seltsames Ansinnen. Das Gute an dieser „Schwäche“ ist, dass die Mastersounds gen Untergeschoss sanft abfallen – und also nicht versuchen, so zu tun, als ginge alles.

Ein bis zwei Oktaven darüber geht’s aber richtig flott zur Sache. Wird zum Beispiel ein forsches Bassspiel angestimmt – sei es akustisch oder elektrisch -, bleiben die Italiener ganz genau dran. So reißt „Give It Away“ von den Red Hot Chili Peppers richtig mit und das liegt u.a. an der genauen Wiedergabe von Fleas treibendem Gezupfe. Und bei Jazztrios werden die Kontrabässe schön sonor und körperreich dargestellt – freilich auch nicht staubtrocken, aber vielleicht ist das genau der Punkt: Wiewohl eine gewisse „Weichheit“ zu konstatieren ist, leidet die Präzision darunter nicht. Nuancen und Schattierungen werden herausgearbeitet, aber nicht in einer trocken-hölzernen Gangart, sondern geschmeidig.

Test: MastersounD 300B S.E. und 300B P.S.E. | Vollverstärker

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