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Test: Rega Elicit | Vollverstärker

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Juni 2009 / Ralph Werner

Haben Sie sich schon mal für einen Verstärker entschieden, weil dessen Kühlrippen Sie irgendwie anlachten? Nun ja, ich schon – zumindest fast. Das kam so: In grauer Vorzeit besaß ich einen Einsteiger-Integrierten eines großen japanischen Herstellers, welcher mit zahlreichen Funktionen aufwartete: Balance-, Höhen- und Bass-Regler, Loudness, zwei Tapeschleifen, Kopfhörerbuchse, … das ganze Programm. Allerdings war ich echt verärgert über solche Features wie „Extrem-Geknister-bei-Balanceregler-Berührung“ oder auch mal einen kompletten Kanalausfall, sobald von einer Quelle auf die andere geschaltet werden sollte. Das Ding war keine drei Jahre alt! Ein neuer Amp musste also her und lassen Sie es mich so ausdrücken: Ich war wirklich nicht auf der Suche nach möglichst vielen Köpfen fürs Geld, die kaputt gehen können.

Eines Abends spazierte ich – eigentlich andere Dinge im Kopf habend – am beleuchteten Schaufenster eines HiFi-Händlers vorbei. Ein kleiner Schlenker führte mich zu dessen Auslage, in der ich die Mutter aller Black-Boxes entdeckte: den Rega Miro. Zwei Dinge erwärmten sofort mein Herz: Zum einen die Knöpfearmut der Frontplatte: Powerschalter – Eingangswahl – Pegelregler – Ende. Zum andern aber dieses Gehäuse, das aussah, als hätte jemand im Metallwerk den Auftrag abgegeben: „Gießt uns bitte etwas schön Solides und flext dann rechts eine Kühlrippe rein.“ So zumindest meine leicht romantisierende Vorstellung, als ich den Mira das erste Mal sah. Keine Woche später gehörte er mir. Doch doch, ich hab‘ ihn mir natürlich schon vorher angehört – und zuhause funktionierte esDer alte Rega Mira klanglich auch einwandfrei. Zumindest solange, bis meine kleinen Kompakten ausgewachsenen Standboxen weichen mussten, welche den Rega Mira leistungsseitig in die Enge trieben.

Nun, die Zeiten ändern sich. Und es wird wohl nicht zu viel über unseren Testkandidaten verraten, wenn man sagt, dass in Sachen Power und Laststabilität erstmal wenig zu befürchten steht.

Rega Elicit

Man muss schon stattliche Stromsäufer mit dem Rega Elicit verbinden, bis der einknickt. Der Briten (www.rega-deutschland.de) neuster, bisher größter und teuerster Vollverstärker (2.200 Euro) ist ein recht kräftiger Bursche, auch wenn die nominellen Angaben einen nicht gerade umhauen (2 x 82 Watt / 8 Ohm). Treu ist man sich insofern geblieben, als der Rega Elicit – wie weiland schon der Miro – eine gewisse Maschinenbau-Ästhetik verströmt, in Sachen Ausstattung schnickschnacklos daherkommt und Kühlkörperfreunde weiterhin auf ihre Kosten kommen …

Rega Elicit - Kühlkörper

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