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Test: PSB Synchrony One | Standlautsprecher

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  1. 1 Test: PSB Synchrony One | Standlautsprecher

November 2011 / Jochen Reinecke

Nicht alles, was einen Lautsprecher gut macht, muss auch – in den Kosten der Zutaten gemessen – unbedingt extrateuer sein. In der für ein Spitzenmodell sehr moderat gepreisten PSB Synchrony One (www.psb-lautsprecher.de) stecken, dies sei vorab schon einmal verraten, eine ganze Menge Hirnschmalz und konstruktive Finessen. Auch physisch ist die große PSB kein Leichtgewicht: Immerhin 28 Kilogramm wiegt ein Exemplar.

Beginnen wir mit den Treibern: Gleich fünf davon in einer durchaus nicht alltäglichen Anordnung befinden sich auf der Schallwand. Der Bass wird bestritten von drei Sechseinhalbzöllern mit Glasfaser-Konusmembran. Diese drei schweren Jungs sind gleichmäßig über die gesamte Höhe der Synchrony One verteilt – einer ganz oben, einer ganz unten und einer in der Mitte. Der 4-Zoll-Mitteltöner (ebenfalls ein Glasfaser-Konus) sitzt unter dem obersten Bass-Chassis. Unter dem Mitteltöner wiederum befindet sich der 25-mm-Hochtöner, eine ganz klassische ferrofluidgekühlte Titankalotte. Erwähnenswert ist, dass die Front der PSB Synchrony One extrem aufgeräumt aussieht – es sind keinerlei vorstehende Kanten zu sehen, Schrauben und Halterungen wurden verblendet, was nicht nur eine dezente, angenehm „ruhige“ und wertige Optik zum Resultat hat, sondern sich vermutlich auch akustisch in Form von reduzierten Störeinflüssen bemerkbar machen dürfte.

Zur PSB Synchrony One gehört eine Frontabdeckung, die jedoch nicht nur aus einem wie auch immer gearteten „Stoff“ besteht, sondern aus einem feinmaschigen, sehr stabil wirkenden, dünnen Metallgitter. Fakt ist, dass die Synchrony One mit dieser Abdeckung anders klingt als ohne (dazu noch später), andererseits sind die empfindlichen Membranen auf diese Art wirkungsvoll vor neugierig pieksenden Kinderfingern oder hastigen Ellenbodenschwenks staubsaugender Wohnungsgenossen geschützt. Sehr praxisgerecht!

Wertig verarbeitet: Furniertes Mehrschichtholz und doppelwandiges Aluminium

Bisher erscheint alles noch wie gehobene Hausmannskost, nicht wahr? Anders sieht’s beim Gehäuse und dem Innenleben aus: Die sanft geschwungenen Seitenwände bestehen aus siebenlagigem Mehrschichtholz, Schallwand und Backbord hingegen aus doppelwandigem Aluminium. Stabilität und möglichst geringes Eigenschwingen des Gehäuses seien, so PSB, die Postulate bei der Auswahl dieses Materialmixes gewesen. Der Innenraum der Synchrony One teilt sich in drei akustische Kammern auf. Je eine für den unteren und mittleren Basstreiber sowie eine dritte für Hochton, Mittelton und den obersten Basstreiber. Auch die Frequenzweiche (Linkwitz-Riley-Filter 4. Ordnung) besteht nicht aus einer einzigen Zentralplatine, sondern teilt sich in je eine Platine pro akustischer Kammer auf.

Bassweiche hinter dem unteren Basstreiber

Und was die Bassreflexrohre angeht, wähnt man sich in einer amerikanischen Dauerwerbesendung: Nicht eines, nicht zwei, nein gleich DREI Bassreflexrohre kommen zum Einsatz.

Im Lieferumfang enthalten sind übrigens drei flexible „Gummimöppel“, wie ich sie hier mal volksnah nennen möchte, mit denen man wahlweise eine, zwei oder alle Bassreflexöffnungen bequem abdichten kann. Auch dies finde ich ausgesprochen praktisch, denn damit kann man so manchen raumakustischen Problemen im Bassbereich doch recht gut begegnen – oder aber die Klangcharakteristik in den tiefen Lagen dem persönlichen Geschmack anpassen, ohne elektronisch ins Geschehen beziehungsweise in den Signalfluss einzugreifen. Die vergoldeten Bi-Wiring-Anschlussterminals wirken außerordentlich robust und auch die ab Werk montierten Kontaktbrücken für den Single-Wiring-Betrieb machen ob ihrer Dicke und Festigkeit einen vertrauenerweckenden Eindruck.

Test: PSB Synchrony One | Standlautsprecher

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