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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Der Klang der Rose
  2. 2 HiFi Rose RS130: Klangeindruck & Vergleiche

Auf der letzten High End in München hatte ich nach dem Abendessen ein längeres Gespräch mit unserer Redaktion über Streamer und die klangbestimmenden Faktoren dieser Gerätekategorie. Dabei unterhielten wir uns über die Einflüsse der Stromversorgung, einer Clock und ganz allgemein über die klanglichen Auswirkungen von hochfrequenten Störungen. Einige Monate später schien sich die Redaktion trotz (oder wegen?) des sehr guten Rotweins an jenen Abend zu erinnern und bot mir einen Streamer an, der auf den ersten Blick all die klangbestimmenden Faktoren mit durchdachten technischen Lösungen adressiert: den brandneuen HiFi Rose RS130 (Vertrieb: www.audiodomain.de; Preis: 4.799 Euro).

Die Marke „HiFi Rose“ ist noch relativ jung, doch das Unternehmen dahinter hat Tradition: Bereits 1967 wurde die Citech Ind. Co. Ltd. in Seoul, Südkorea, gegründet. Sie bietet verschiedene IT-Lösungen und Set-Top-Boxen an und bringt nun ihre gesammelte Kompetenz in Audiostreaming-Komponenten ein. Der RS130 ist als reiner Streaming Transport ohne DAC ein Spezialist innerhalb der wachsenden Modellpalette von HiFi Rose.

Touchdisplay der Streaming Bridge HiFi Rose RS130

Besonderes Kennzeichen der Streaming Bridge HiFi Rose RS130: das riesige 15,4-Zoll-Touchdisplay

Doch warum sollte man rund 4.800 Euro für eine Streaming Bridge ausgeben, wenn derselbe Hersteller ein auf den ersten Blick ähnliches Produkt, den RS150 B mit integriertem DAC, für 400 Euro weniger anbietet? Nun, die Antwort liegt auf der Hand: Weil es (angeblich) besser klingt. Durch die Spezialisierung auf die Entschlüsselung der Digitaldaten und deren Durchleitung zu einem externen DAC, verspricht uns der Hersteller exzellenten Klang. Mal sehen, ob da etwas dran ist.

HiFi Rose RS130: Technik & Ausstattung

Schon bei der Anlieferung hatte ich den ersten Aha-Moment, als mir ein Karton vor die Türe gestellt wurde, der vom Gewicht und den Maßen her auch locker einen potenten Vollverstärker hätte enthalten können. Nach dem Auspacken verfestigte sich der positive Eindruck, kam doch ein perfekt verarbeiteter Alu-Block zum Vorschein, dessen Front von einem großen 15,4-Zoll-Touchscreen dominiert wird. Die einzigen sichtbaren Bedienelemente sind vier Knöpfe in Swarovski-Kristall-Optik (!) an der Oberseite des Streamers. Der wertige Eindruck wird durch ein Lüftungsgitter in Form des Rose-Logos – einer stilisierten Rose, was sonst – noch verstärkt. Bravo: So erzeugt man „Besitzerstolz“, auch wenn das Gerät ja eigentlich gar nicht mir gehört …

Vier Knöpfe des HiFi Rose RS1830 in Swarowski-Kristall-Optik

Glamour: Die vier Knöpfe auf der Oberseite des HiFi Rose RS1830 in Swarovski-Optik

Schaut man sich die Streaming Bridge von hinten an, lassen sich außergewöhnliche Lösungen entdecken: Neben Standardanschlüssen wie den optischen und koaxialen S/PDIF-Ausgängen sowie einer AES/EBU-Buchse, die ich zum Anschluss an den DAC nutze, stehen zwei konventionelle USB-3.0-Ports und ein weiterer USB-2.0-Ausgang für die Verbindung mit einem D/A-Wandler bereit. Als zusätzliches Schmankerl bietet der HiFi Rose aber auch einen optisch entkoppelten USB-3.0-Anschluss, wie er andernorts in der Medizintechnik oder bei USB-Isolatoren verwendet wird. Hiermit soll verhindert werden, dass zum Beispiel externe Festplatten mit minderwertigen Netzteilen hochfrequente Störungen in die Schaltungen des Streamers einstreuen.

Der HiFi Rose RS130 kommt mit optischen USB- und Ethernet-Eingang

Schmankerl auf der Rückseite: Der RS130 kommt mit optischem USB- und Ethernet-Eingang. So sollen vor allem HF-Störungen außen vor bleiben

Konsequent nenne ich auch die Entscheidung der Koreaner, für die Einbindung in das Heimnetzwerk einen Schacht für ein optisches SFP-Modul (Small Form-factor Pluggable) vorzusehen. Der RS130 kann so vor HF-Störungen vom Router isoliert werden. Auch der I2S- sowie der HDMI-Ausgang zeugen vom audiophilen und gleichermaßen universellen Konzept des Streaming-Transports aus Südkorea. Für ganz ambitionierte Highender gibt es sogar die Möglichkeit, eine externe 10-Megaherz-Clock mit 50- oder 75-Ohm-Ausgang anzuschließen. In vielen Fällen sollte dies aber gar nicht notwendig sein, da die eingebaute OCXO-Clock den Richtung DAC gehenden Datenstrom bereits mit sehr hoher Genauigkeit taktet.

Die Clock im HiFi Rose RS130

Der HiFi Rose RS130 lässt sich zwar extern takten, hat aber auch eine hochwertige Clock an Bord

HiFi Rose hat jedoch nicht nur auf den Signalpfaden versucht, den RS130 von Störungen freizuhalten, sondern auch netzteilseitig. So setzen die Koreaner auf ein Linearnetzteil mit 100-VA-Ringkerntrafo und sogenannte Superkondensatoren. Letztere können in einer Netzteilschaltung eine schnelle und stabile Spannungsversorgung gewährleisten, die für digitale Audiogeräte wichtig ist, da sie empfindlich auf Spannungsschwankungen reagieren – hieraus resultierende Störungen oder Verzerrungen könnten sich negativ auf die Klangqualität auswirken. Dem will HiFi Rose mit den „Super-Caps“ vorbeugen.

Superkondensatoren im Netzteil des HiFi Rose RS130

Superkondensatoren im Netzteil des RS130 sollen Spannungsschwankungen den Garaus machen

Trotz der Ausrichtung auf besten Klang, haben die Koreaner Aspekte wie Vielseitigkeit und Bedienbarkeit nicht aus den Augen verloren. Das zeigt sich schon beim Lieferumfang, der eine hochwertige und stilsichere Infrarotfernbedienung beinhaltet, aber auch darin, dass HiFi Rose dem Kunden die Möglichkeit gibt, eine SSD-Festplatte durch einen im Geräteboden befindlichen Schacht nachzurüsten. So lässt sich der HiFi Rose RS130 günstig und unkompliziert zu einem vollwertigen Server aufrüsten. Zudem kann der Kunde eine Erweiterungsbox (RSA720; 429 Euro) über den optischen USB-SFP-Port an den Streamer anschließen, die praktisch wie ein USB-Hub funktioniert – aber eben galvanisch vom RS130 entkoppelt. An diesen Hub lassen sich dann weitere USB-Massenspeicher oder das hauseigene CD-Ripping-Laufwerk RAS780 (399 Euro) anschließen. Praktisch, oder?

Blick ins Innere des HiFi Rose RS130

Haube ab: Blick ins Innere des HiFi Rose RS130

Neben der angesprochenen Fernbedienung hat man natürlich auch die Möglichkeit, den Streamer über den wunderbar schnellen und knackscharf abbildenden Touchscreen zu bedienen. Vor allem die Einrichtung des mit vielen Features geschmückten Streaming-Transports gerät damit zum kurzweiligen Kinderspiel: Nachdem das Netzwerkkabel eingesteckt ist und die Setup-Prozedur gestartet wird, bei der sich der HiFi Rose RS130 automatisch die neueste Software aus dem Netz zieht, vergehen nur knapp 15 Minuten, bevor der Streamer spielbereit ist. Super! Einzig beim Download der App mit ihrem enormen Funktionsumfang schlug mir der Streamer eine veraltete Version vor, die inzwischen aber aus dem App-Store verschwunden ist.

Zur Bedienung gibt es eigentlich recht wenig zu sagen, außer dass alles ziemlich selbsterklärend und flüssig vonstattengeht. Eben so, wie man es eigentlich von einem Premium-Gerät erwartet, aber leider nicht immer erlebt. Die native Einbindung von Streamingdiensten wie Qobuz, Tidal und Spotify funktioniert tadellos (inklusive ausführlicher Darstellung der Metadaten über die App) und natürlich ist der RS130 auch Roon Ready. Darüber hinaus werden Fans von Internetradio und Podcasts die intuitive Einbindung von Radiosendern begrüßen.

Display des HiFi Rose RS130 mit VU-Meter in Blau

Das große Display des HiFi Rose RS130 lässt sich flexibel „gestalten“ – zum Beispiel mit VU-Meter in Blau, oder in Gelb, in Rot usw.

Display des HiFi Rose RS130 mit VU-Meter in Gelb

Display des HiFi Rose RS130 mit VU-Meter in Rot

Der einzige Wermutstropfen ist, dass – wie bei anderen Herstellern auch – für die vollständige Nutzung von Diensten wie etwa der Wiedergabe von YouTube-Videos, hier „Rose Tube“ genannt, ein Benutzerkonto erstellt werden muss und dabei der Erhebung und Nutzung von personenbezogenen Daten nicht widersprochen werden kann. Wer für den täglichen Musikgenuss statt der „RoseConnect Premium App“ lieber eine andere App wie das von mir gerne genutzte JPLAY verwenden möchte, kann dies übrigens problemlos tun.

HiFi Rose RS130: Klangeindruck & Vergleiche

Nach all diesen Informationen sind Sie sicher gespannt, ob sich der Aufwand denn auch klanglich auszahlt. Im Sinne des Herstellers ist sicher, dass ich den HiFi Rose eingangsseitig über 15 Meter Glasfaser-Netzwerkkabel mit meinem Heimnetzwerk im Wohnzimmer verbunden habe. Dies lässt einerseits hochfrequenten Einstreuungen keine Chance, andererseits verhindert es, dass sich elektrische Störungen vom Modem oder Router bis in die Audio-Schaltkreise des Streaming-Transports ausbreiten können.

Der Ethernet-SFP-Eingang des HiFi Rose RS130

Der Ethernet-SFP-Eingang des HiFi Rose RS130

Ausgangsseitig liefert der HiFi Rose RS130 die digitalen Signale über mein AES/EBU-Referenzkabel von der Habst-Kabelmanufaktur an den klanglichen Lieblingseingang meines CD-Players/DACs TAD D1000 MKII. Dermaßen verkabelt ließ ich den Südkoreaner dann erst mal ein paar Tage mit Internet-Radio einspielen, während ich im Homeoffice die unbeantworteten Mails aus der Urlaubszeit abarbeitete …

Gesamttonalität

Trotz der begrenzten Datenraten der meisten Radiostationen, hatte ich von Anfang an den Eindruck einer sehr ausgewogenen Wiedergabe. Nachdem Tage später der E-Mail-Berg abgetragen war und der Koreaner sich in der neuen Umgebung akklimatisiert hatte, konnte das Hörvergnügen mit einem meiner Lieblingsalben losgehen: St. Germain mit ihrem gleichnamigen Album aus 2015, Track „Real Blues“.

Instrumentaler Protagonist des Stücks ist die Kora, eine Stegharfe aus Westafrika, die hier neben einer akustischen Gitarre, diversen Percussions und einem Keyboard für einen wundervollen Klangfarbenreichtum sorgt. Der HiFi Rose RS130 zeigt keinerlei Vorliebe für einzelne Instrumente oder Frequenzbänder, sondern stellt alle Instrumente mit ihren Klangfarben gleichberechtigt nebeneinander.

Katie Melua Acoustic Album No.8Dieser Eindruck weitgehender Neutralität bleibt auch bei der spärlichen Instrumentierung von Katie Meluas Acoustic Album No.8 (Titel „Airtime“, gestreamt über Qobuz in Hi-Res) bestehen. Der HiFi Rose betont auch hier weder das Holz noch die Saiten bei Katies Gitarrenspiel. Auch stimmseitig werden weder die schwierigen S-Laute ungebührlich betont, noch zu viel oder zu wenig Volumen vorgetäuscht. Alles bleibt im besten Sinne unauffällig ausgewogen – und kein vorlauter Hochton oder dominanter Bass stört die balancierten Mitten.

Display des HiFi Rose RS130 im Vintage-Look

Sie möchten eine moderne Streaming Bridge im Vintage-Look? Auch das lässt sich mit dem Display des HiFi Rose RS130 realisieren

Räumlichkeit und Abbildung

Tonal balanciert spielen viele digitale Quellen – besonders interessant sind bei Streamern und Co. vor allem aber die Disziplinen Räumlichkeit, Basswiedergabe und Hochton. Zu dieser Überzeugung bin ich nach diversen Experimenten mit hochwertigen, störarmen Netzteilen an Streamern und Switches sowie Optimierungsversuchen der Ethernet-Strecke gelangt. Aus mir noch nicht ganz nachvollziehbaren Gründen scheinen sich Störungen bei diesen Kriterien besonders auszuwirken.

Fantastic Beasts James Newton HowardEine tolle Aufnahme, nicht nur für Klassikfans, ist der in den Abbey Road Studios entstandene Soundtrack zum Film Fantastic Beasts (Deutscher Titel: „Fantastische Tierwesen“) von James Newton Howard. Der zweite Titel des Albums, „There Are Witches Among Us“, bietet richtigen Hörspaß und erinnert an die legendären Aufnahmen von Erich Kunzel und den Cincinnati Pops. Schon in den ersten Sekunden hört man die Weite des Raumes, unterstützt von den Streichern und einem Chor von, so glaubt man zumindest, Elfen, bevor ein Gewitter in Form von bedrohlichen Bässen aufzieht. Die dunklen Klangwolken werden aber alsbald schon wieder von diversen aus dem Nichts erklingenden Instrumenten vertrieben. Das Klanggeschehen ist über die gesamte Bühnenbreite zwischen den Lautsprechern verteilt und präzise in Höhe und von der Basislinie bis weit in die Tiefe gestaffelt. Man schließt die Augen und wähnt sich sofort inmitten der dramatischen Handlung – der HiFi Rose weiß die Vorgaben der Aufnahme überzeugend umzusetzen.

15,4-Zoll-Display des RS130

Auffällig dabei: Der RS130 platziert jedes Instrument zentimetergenau in allen drei Dimensionen, beispielsweise wenn nach gut zwei Minuten die Oboe exakt mittig das Thema vorgibt oder wenn sich eine Minute später eine Flöte – leicht dahinter links positioniert – dazugesellt. Die einzelnen Klangkörper haben dabei, auch im Vergleich mit anderen Streamern, eine realistische Größe und werden plastisch abgebildet. Das ist Erlebniskino für die Ohren!

Bass und Grobdynamik

Der Soundtrack von James Newton Howard führt mir wieder mal vor Augen, wie sehr ein weiter und tiefer Raum doch von einer tiefen Basswiedergabe profitiert. Die Bühne wird hier nämlich von einem Tieftonteppich aus zart gestrichenen Kontrabässen und Synthesizerklängen getragen. Der HiFi Rose setzt den Qobuz-Stream so tiefgreifend und mächtig um, dass einem Gedanken an irgendwelche Bandbreitenlimitierungen gar nicht erst kommen. Dass der Streaming-Beau aus Korea den Bass bei aller Kraft aber zu kontrollieren versteht, zeigt sich gegen Ende des Stücks, wenn Streicher, Bläser und Trommeln zum Fortissimo ansetzen und der RS130 Dynamikattacken weder verschleift noch aufweicht.

Daft Punk HomeworkFür einen Schnelltest, ob sich der kritische Mid-Bass eher trocken oder weich, zu schlank oder zu voluminös darstellt, ist für mich immer noch der Klassiker „Around the World“ von Daft Punk (Album: Homework) gut. Den Hit hat sicher jeder, der heute in den 40ern oder 50ern ist, noch von den Clubnächten der 90er im Ohr. Und genauso sollte der Bass auch heute (daheim) rüberkommen: Einerseits muss er trocken knallen, andererseits genug Volumen haben, um nicht dünn zu klingen. Der Streamer aus Seoul meisterte diesen Spagat aus Konturiertheit und Substanz ohne Probleme und beamte mich gut 25 Jahre zurück in den Club.

Hochton

Viele Leser werden hochfrequente Störeinflüsse mit einem harten Hochton in Verbindung bringen. Eine technische Erläuterung hierzu fehlt mir zwar, doch auch meine Hörerfahrungen gehen in diese Richtung und ich bin daher gespannt, wie der HiFi Rose mit den obersten Lagen umgeht.

Gustav Mahler / Berliner Philharmoniker unter Daniel HardingDie hierfür passende Testmusik wurde knapp 100 Jahre vor Daft Punk uraufgeführt: die 1. Sinfonie von Gustav Mahler (Berliner Philharmoniker unter Daniel Harding in der Einspielung von 2019, gehört über Qobuz in Hi-Res). Die Sinfonie beginnt mit absoluter Stille, aus der sich zurückhaltend aus dem Hintergrund sphärische Klänge zu einem Motiv entwickeln (sehr passend dazu auch das Albumcover, auf dem man die Erde vom Weltall aus sieht). Mahler setzt hier mehrere Flöten ein, deren Tonspitzen ganz langsam wieder in der Stille verhallen, bevor die Streicher zu einem melodischen Bogen ansetzen.

Der HiFi Rose RS130 im Hörzimmer

Der koreanische Streamer gibt diese Flöten und Streicher langzeittauglich, ohne jegliche Anzeichen von Härte oder Schärfe wieder. Ja, vielleicht zeigt der Streamer einen ganz leichten Hang zur Zurückhaltung im Präsenzbereich, aber mangelnde Auflösung kann ich ihm nicht vorwerfen: Alle Details sind da, auch wenn sie dem Hörer nicht auf dem Silbertablett serviert werden, was ich persönlich eher angenehm empfinde.

Luft nach oben?

Angesichts des Einstandpreises kann man dem HiFi Rose im Grunde nichts vorwerfen. Richtig ist aber auch, dass es (meist teurere) Digitalquellen gibt, die im Superhochton noch etwas mehr Air bieten und Töne vor einem noch schwärzeren Hintergrund entstehen und ausklingen lassen. Letzteres kann insbesondere in leisen Passagen ein Gefühl von unendlicher Tiefe und Luftigkeit entstehen lassen. Zur Einordnung muss aber gesagt werden, dass der Unterschied zwischen Schwarz und Tiefschwarz nur im Vergleich mit vorzüglichen Quellen und entsprechendem Musikmaterial wie obiger Mahler-Einspielung überhaupt auffällt.

HiFi Rose RS130 auf dem Rack

Klangliche Einordnung

Als ich vor Jahren mit dem Streaming begann, waren meine ersten Erfahrungen mit einem Netzwerk-Transport (der 2.500-Euro-Klasse) in klanglicher Hinsicht recht enttäuschend. Erst nach einem Austausch des Netzteiles und einer langwierigen Entstörung der Ethernet-Strecke vor dem Transport, war ich mit der Klangqualität zufrieden. Der HiFi Rose toppt dieses klangliche Ergebnis sofort aus dem Karton in jeder Disziplin.

Lüftungsgitter in Form des HiFi-Rose-Logos auf der Oberseite des RS130

Dabei ist der RS130 ein klanglicher Gegenentwurf zum Streamer/DAC Lumin P1 (10.000 Euro) oder dem Transport Lumin U2 Mini (2.500 Euro). Beide Lumin-Quellen stellen den Hochtonbereich hörbar prominenter dar und der P1 bietet zudem „ganz oben“ mehr Luft. Wenn es um die tiefen Lagen geht, kontert der HiFi Rose jedoch mit hörbar mehr Volumen und ausgebautem Tiefgang, ohne an Kontur einzubüßen. Im Vergleich zum „kleinen“ U2 Mini gerät die räumliche Abbildung präziser und weiträumiger, er spielt zudem rhythmisch involvierender. Ob dies jetzt an der OCXO-Clock oder am aufwendigen Linearnetzteil liegt, ist schwer zu sagen. Jedenfalls ist der Lumin P1, was Timing und Rhythmus angeht, schon eher der angemessener Gegner für den HiFi Rose RS130.

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Test: HiFi Rose RS130 | Streaming-Bridge

  1. 1 Der Klang der Rose
  2. 2 HiFi Rose RS130: Klangeindruck & Vergleiche

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