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Report Octave Audio – Röhrenverstärker – Dämpfungsfaktor – Bericht – fairaudio

Inhaltsverzeichnis

  1. 6 Report Octave Audio - Röhrenverstärker - Dämpfungsfaktor - Bericht - fairaudio

Octave Audio: Stabilität, Kontrolle, Musik …

Octave Audio - Details eines Verstärkers

Und da er die eigenen Amps als stabil erachtet, sei – quasi als Nebeneffekt – zur Lautsprecher-Kontrolle ein weniger hoher Dämpfungsfaktor nötig. Oder anders formuliert: Die relativ hohe Ausgangsimpedanz seiner Verstärker bedeute für die daran angeschlossenen Lautsprecher keinesfalls einen Kontrollverlust. Es sei ein Trugschluss zu glauben, ein hoher Dämpfungsfaktor alleine garantiere einen kräftigen und konturierten Bassbereich, so Herr Hofmann. Im Gegenteil: Eine sehr geringe Ausgangsimpedanz sorge zunächst mal nur dafür, dass die Gegeninduktion eines Lautsprecher noch unmittelbarer auf die Stromversorgung treffe – und stimme es dann beim Netzteil nicht, so helfe die vermeintlich hohe Dämpfung auch nicht weiter. Nominal sei der Dämpfungsfaktor der Octave-Verstärker zwar nicht sonderlich berauschend – er liegt, an einer 4 Ohm-Last gemessen, bei circa 5, was auf eine Ausgangsimpedanz von ungefähr 0,8 Ohm hinausläuft -, doch wolle er keinem Messwerte-Fetischismus anheimfallen – zumal es bei einer höheren Dämpfung auch zu Hochtonresonanzproblemen kommen könne … De facto und unter dynamischen Bedingungen betrachtet, schlage sich seine Kombination aus klanglich optimiertem Dämpfungsfaktor und der stabilen, niederohmigen Stromversorgung jedenfalls besser als das Gros der Angebote aus dem Röhren-Lager, so recht selbstbewusst der Octave-Chef. Was das Gros des Röhren-Lagers wohl anders sehen dürfte …

Nun, das Technik-Kaffeekränzchen dauerte noch eine ganze Weile: Auch über Sinn und Unsinn von Zero-Feedback (steht bei Herrn Hofmann unter Ideologieverdacht), Vollsymmetrie (sei zwar theoretisch schön, in praxi aber wegen Schwierigkeiten bei der Lautstärkesteuerung klanglich nachteilig) oder mehrerer Abgriffe bei Ausgangsübertragern („ein nicht optimierbares System“) herrscht bei Octave Audio eine eigene Ansicht, die hier ausführlich darzustellen aber den Rahmen sprengen würde.

Zumal es ja auch nicht uninteressant ist, was am Ende dabei rauskommt, sprich: Wo ist denn eigentlich der Hörraum? Und mit was für Lautsprechern hört ein Wagner-Fan …? Also ging’s ab ins Untergeschoss. Dort befindet sich nämlich, neben Lagerraum, dem Verpackung & Versand-Arbeitsplatz sowie der Maschine, auf der Trafo-Prototypen gewickelt werden …

Octave Audio - hier wird verpackt ...

Trafo-Wickel-Maschine

… besagter Hörplatz.

Octave Hörraum

Hier im Keller müssen sich die Prototypen beweisen. Damit sie dies auch können, wurde der Ort entsprechend akustisch präpariert, „schließlich will ich die Verstärker hören und nicht den Raum“, wie Herr Hofmann meint. Dies ist ein ziemlich „trockener Keller“: Die Nachhallzeit liegt unter 0,3 Sekunden, und das auch im Bassbereich.

Octave Audio Hörraum

Die Bilder oben zeigen schon, dass wohl ein gewisses Faible für Full-Range-Wiedergabe angenommen werden darf. Eine Isophon Vertigo – ein 4-Wege-Lautsprecher mit Bandpass und insgesamt 7 Chassis – dient Herrn Hofmann als Abhöre. Unter anderem. Eine JM Lab Utopia (Zitat: „Die Kleine kann auch schon Spaß machen.“) darf ebenfalls öfter mal ran, sowie ganz allgemein Wandler, die nicht unbedingt als „röhrenfreundlich“ durchgehen. Hochwirkungsgrad-Speaker und Hörner sucht man jedenfalls vergebens im Octave-Studio.

Fanfare CiocărliaSo undogmatisch Herr Hofmann in technischen Belangen vorgeht, so scheint er es auch in musikalischen zu tun – der Mix macht‘s: Natürlich wurde Wagner gereicht. Und ja, es war recht beeindruckend, den Schlusssatz des Rheingolds über die Jubilee-Kombi plus Isophon Vertigo zu hören – keine Frage. Nicht minder spannend fand ich aber eine mir bis dato unbekannte Blaskapelle namens Fanfare Ciocărlia – im Grunde genommen eine Art Gypsy Goes Punk-Ansatz oder so, schmutzig, schnell und ziemlich abgefahren. Zwölf verrückt gewordene ostrumänische Bläser bei ungefähr 200bpm über eine solche Kette zu hören, ist ziemlich begnadet! Ich schätz‘, ich muss bald mal den Plattenladen aufsuchen und nachhorchen, wie sich das Ding zuhause so anfühlt. Vielen Dank jedenfalls für den Musik-Tipp. Und für den Kuchen.

Andreas Hovmann von Octave Audio

Firmenbericht: Besuch bei Octave Audio

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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