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Test-Fazit: Progressive Audio Extreme 2 Aktiv

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  1. 4 Test-Fazit: Progressive Audio Extreme 2 Aktiv

Progressive Audio Extreme 2 Aktiv

Ralf Koenen, Chef der Essener High-End-Schmiede Progressive Audio, ist ein sportlicher Typ. Gleiches darf man mit Fug und Recht von seinen Lautsprecherkreationen behaupten und ganz sicher auch von der jüngsten, der Extreme 2 Aktiv. Wie man sich einen sportlichen Lautsprecher vorstellen muss? Spurtstark, muskulös, aber nicht zu massig, eher von der definierten Sorte. Weniger Romantiker als Realist. Klar im Geist und zielstrebig bei der Umsetzung ehrgeiziger Vorgaben. Dabei gilt natürlich: Nicht schummeln, nicht tricksen, aber maximale Fairness nach dem Motto: „Hart, aber gerecht“. Und wichtig bei allem ist, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

Wenn sie jetzt der Meinung sind, dass Lösungswort sei „Sebastian Vettel“ werde ich wohl nochmal umformulieren müssen: Für alle Wahrheitssuchenden, eben jene, die sich keine Märchen von ihren Schallwandlern erzählen lassen wollen, die Interpretation als Sache der Musiker verstehen und bereit sind, bei der Wahl der Quelle etwas mehr Sorgfalt walten zu lassen, dürfte die aktive Progressive Audio Extreme 2 das Zeug zum Traumlautsprecher haben. Erfreulich dabei ist, dass Progressive Audio für die „Extreme-Sportler“ keine unnötig abgehobene Ablöse verlangt. Die fällt angesichts der gebotenen Qualität fast schon bodenständig aus.

Steckbrief der Progressive Audio Extreme 2 Aktiv:

  • Progressive Audios Extreme 2 gehören tonal zu den neutralsten und im Sinne akkurater Musikreproduktion auch ehrlichsten Schallwandlern, die dem Tester bisher untergekommen sind. Nicht ganz unbedeutend: Die eigene Empfindsamkeit gegenüber Verfärbungen kann bei längerem Gebrauch stark zunehmen.
  • Die Aktivlautsprecher warten für ihre Größe mit einem erstaunlich „erwachsenen“ Bass auf. Der Charakter der Bassperformance liegt tendenziell eher auf der schnellen denn warm-üppigen Seite.
  • Sehr gut durchhörbarer und mit realistischen Klangfarben versehener Mittenbereich. Das gesamte Mittenband wird griffig und direkt reproduziert.
  • Eine klitzekleine Vorliebe der Extreme 2 Aktiv für gut produzierte Stimmen kann nicht abgestritten werden. Dabei bleibt die Wiedergabe aber in erster Linie einem realistischen Klangeindruck verhaftet. Es gibt auch hier keine euphonischen Tendenzen.
  • Hochtonseitig dominieren Klarheit und Offenheit, gewürzt mit einem Schuss Geschmeidigkeit. Gerade bei entsprechend hochwertigem Programm spielen die Extreme 2 bar jeder Hochtonlästigkeit. Mit der schaltbaren Anpassung können die Höhen um ein Dezibel variiert werden, was mehr als Feinanpassung gesehen werden sollte und den Charakter der Extreme 2 nicht umkrempelt.
  • Dynamik und Raumabbildung befinden sich ebenfalls auf einem hohen, durchaus auch oberhalb des angestammten Preissegmentes angesiedeltem Niveau.
  • Die erzielbaren Lautstärkepegel erscheinen raumabhängig für die große Mehrzahl der Anwendungen völlig ausreichend. Startende Düsenjets und ACDC in Originallautstärke mal ausgenommen.
  • Wegen der überdurchschnittlichen Transparenz der Extreme 2 Aktiv ist die Auswahl der Zuspieler (Quelle, Preamp) nicht ohne Bedeutung. Das Ende der „Fahnenstange“ in klanglicher Hinsicht wurde mit den vorhandenen Preamps zwar ausgelotet, aber nicht unbedingt erreicht. Enormes Potenzial!
  • Ansteuerung symmetrisch vom Hersteller aus klanglicher Sicht empfohlen.

Fakten:

  • Modell: Progressive Audio Extreme 2
  • Konzept: 2-Wege-Bassreflex-Aktivlautsprecher mit Koaxialsystem
  • Preis zum Testzeitpunkt: 8.300 Euro
  • Maße und Gewicht: 17x100x38 cm (BxHxT), 24 kg
  • Verstärkung: 2 x 100 Watt Class AB
  • Eingänge XLR und Cinch
  • Farben: Schwarz, Weiß
  • Sonstiges: Acrylgehäuse, Kippschalter zur Feinanpassung des Hochtons um +1 dB
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:
Progressive Audio Ralf Koenen
August-Thyssen-Straße 13a | 45219 Essen-Kettwig
Telefon: 02054 – 9 38 57 93
eMail: info@progressiveaudio.de
Web: www.progressiveaudio.de

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Test: Progressive Audio Extreme 2 Aktiv | Aktivlautsprecher, Standlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: stst Motus 2 Tonarm: stst Vertex Tonabnehmer: Zyx Yatra

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Antelope Zodiac+, North Star Design Supremo CD-Player: North Star Design CD-Transport (Laufwerk)

Vorstufen: Hochpegel: EAR Yoshino 868 mit NOS-Röhren Phonoverstärker: Musical Fidelity MX-VYNL

Endstufen: Bryston 4B³

Lautsprecher: Valeur Audio Micropoint 4 SE, Genelec 8020

Kopfhörer: AKG K702, AudioQuest Nighthawk, Beyerdynamic T 51p, fabulous earphones Basic Dual Driver, Sennheiser HD8 DJ

Kopfhörerverstärker: Opera Consonance Cyber 20 mk2, SPL Phonitor mini

Kabel: Lautsprecherkabel: Cardas Clear Light NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: AudioQuest Coffee

Rack: Lovan Sovereign, Tiglon TMB-10E (Gerätebasis)

Zubehör: Stromfilter: Audioplan FineFilter S, Mehrfachsteckdose PowerStar S, Gerätefilter PowerPlant S, Netzleitungen PowerCord

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m

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