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Test-Fazit: Magnum Dynalab MD-301A

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Magnum Dynalab MD-301A

Die Performance des Kanadiers ist auf ihre Art einzigartig. Einerseits nüchtern bis zur Selbstverleugnung, andererseits aber alles andere als analytisch, gibt der Magnum Dynalab Musik mit einer Ruhe und gleichzeitig mit einer Spannung wieder, die man erlebt haben sollte. Trotz hohem Auflösungsvermögen seziert er nicht, sondern vermittelt tiefe Einblicke und Eindrücke, bei denen sowohl die Musik selber als auch die Qualität der Aufnahme und der Wiedergabekette zur Geltung kommen.

Magnum Dynalab MD-301A

Meine Empfehlung: Wenn Sie sich mit dem MD-301 beschäftigen wollen, nehmen Sie sich Zeit. Erst, wenn man sich auf die „Ruhe“ dieses Verstärkers, die quasi die Basis seiner musikalischen Performance bildet, einlässt, lernt man seine Qualitäten schätzen. Und dann kann er nachhaltig beeindrucken.

Steckbrief Magnum Dynalab MD-301A:

  • Im Bass agiert der MD-301A eher schlank, dabei aber sehr realistisch. Er beeindruckt mehr durch souveränen Tiefgang als durch Druck und wirkt damit zurückhaltender als andere Vertreter der Zunft. Fordert die Musik beziehungsweise die gewählte Lautstärke aber Leistung, hat man nie den Eindruck, dass der Verstärker irgendwie einknickt.
  • Auch die Mitten spielen sich nicht in den Vordergrund, entpuppen sich bei genauerem Hören aber als enorm detailreich und dynamisch fein abgestuft. Klangfarben liefert der Verstärker präzise – und das heißt auch: nicht „nachkoloriert“ oder grellbunt.
  • MD-301A - Detail innenGleiches gilt für die Höhen. Strahlen und funkeln ist die Sache des MD-301A nicht. Die Wiedergabe feinster Schwingungen und Schwebungen dagegen schon. Wenn Sie jetzt nach dem „Air“ fragen – so etwas bietet der Magnum Dynalab schon. Aber das Ganze macht sich eher in der Räumlichkeit bemerkbar.
  • Der MD-301A besitzt ein sehr hohes dynamisches Differenzierungsvermögen über das gesamte Frequenzband hinweg.
  • Die räumliche Wiedergabe des MD-301A ist ausnehmend gut und richtet sich stark danach, was die Aufnahme bietet. Er kann die große Bühne aufmachen, die weit über die Basisbreite der Lautsprecher oder sogar des Hörraums hinaus geht, er kann aber auch wunderbar kleine Besetzungen präzise in den Raum stellen. In allen Fällen beeindrucken die hohe Lokalisationsschärfe und die dreidimensionale Wiedergabe einzelner Instrumente, Instrumentengruppen oder Sänger.
  • Zusammenfassend kann ich sagen: Dieser Verstärker ist ein Vertreter des Prinzips „in der Ruhe liegt die Kraft“. Er spielt unprätentiös und ungeheuer souverän. Ich bin sehr begeistert.

Fakten:

  • Modell: Magnum Dynalab MD-301A
  • Konzept: Stereo-Vollverstärker, Hybrid-Schaltung mit Vorstufen-Röhre und Transistor-Endstufe
  • Preis: 3.500 Euro
  • Maße und Gewicht: 45 × 16 × 50 cm (B×H×T), 23 kg
  • Farbe: Schwarz, Front in Silber: 350 Euro Aufpreis
  • Anschlüsse: vier Hochpegeleingänge (Cinch), je ein Paar geregelte und ungeregelte Line-Ausgänge (Cinch), Lautsprecherklemmen für ein Paar Lautsprecher
  • Leistungsaufnahme: circa 90 Watt im Leerlauf, 6 Watt im Standby
  • Sonstiges: Fernbedienung, auch als MD-301 mit eingebautem D/A-Wandler lieferbar (Preis: 4.200 Euro)
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:
Input Audio
Ofeld 15 | 24214 Gettorf
Telefon: 04346 – 60 06 01
eMail: b.hoemke@inputaudio.de
Web: www.inputaudio.de

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Test: Magnum Dynalab MD-301A | Vollverstärker

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: stst Motus 2 Tonarm: stst Vertex Tonabnehmer: Zyx Yatra

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Antelope Zodiac+, North Star Design Supremo CD-Player: North Star Design CD-Transport (Laufwerk)

Vorstufen: Hochpegel: EAR Yoshino 868 mit NOS-Röhren Phonoverstärker: Musical Fidelity MX-VYNL

Endstufen: Bryston 4B³

Lautsprecher: Valeur Audio Micropoint 4 SE, Genelec 8020

Kopfhörer: AKG K702, AudioQuest Nighthawk, Beyerdynamic T 51p, fabulous earphones Basic Dual Driver, Sennheiser HD8 DJ

Kopfhörerverstärker: Opera Consonance Cyber 20 mk2, SPL Phonitor mini

Kabel: Lautsprecherkabel: Cardas Clear Light NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: AudioQuest Coffee

Rack: Lovan Sovereign, Tiglon TMB-10E (Gerätebasis)

Zubehör: Stromfilter: Audioplan FineFilter S, Mehrfachsteckdose PowerStar S, Gerätefilter PowerPlant S, Netzleitungen PowerCord

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m

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