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Test-Fazit: Diapason Adamantes

Mit Spannung hatte ich diesen Test erwartet – und doch auch mit einigen Bedenken im Hinterkopf, wie immer die sich Diapason Adamantesgebildet haben mögen … Meine Erwartungshaltung ging in die Richtung „bestimmt einer von diesen gefällig tönenden Lautsprechern, die niemanden wehtun und eher leicht warm abgestimmt sind – und ein großer Anteil des Geldes geht fürs Möbelhandwerk drauf, statt klanglich alles auszureizen“.

Ein Vorurteil, wie ich im Nachgang zugeben muss. Die Diapason Adamantes geht als sehr detailreicher Monitor mit erstklassigen räumlichen Fähigkeiten durch – der gleichzeitig, und das ist so häufig nicht, mit einem feinen („musikalischen“) Timing gesegnet ist und völlig unartifiziell, bar jeglicher Härten spielt. Statt eines betont warmen Klangbildes steht sie tonal eher mit einem Fuß auf der leichten Seite – dies ist schon eine Sache, die zum eigenen Geschmack passen sollte.

Besitzt man das nötige Kleingeld und hört in eher kleinen bis mittelgroßen Räumen, sollte man die holzige Italienerin auf jeden Fall auf die Muss-ich-mir-noch-anhören-Liste setzen. Diese Box überzeugt mich vor allem akustisch – ihren gediegenen Möbelcharme nehm‘ ich dabei gerne obendrauf.

Klangcharakter Diapason Adamantes:

  • Die Adamantes legt im Oberbass-/Grundton-Bereich keine „ausgleichende“ Schippe für die bei Kompaktlautsprechen dieser Größe prinzipbedingt fehlenden tieferen Basslagen drauf. Dies gibt der tonalen Gesamtmelange eine etwas leichtere Note. Damit tönt sie immer noch sehr ausgeglichen und schlüssig, insbesondere klingt sie nicht zu hell oder gar zu präsent.
  • Die Mittelton- und Höhenlagen sind nahtlos mit einander verknüpft und von ausnehmend klarer, transparenter Natur. Die Diapason bringt hier jede Menge Details ans Ohr, aber niemals in einer vordergründigen oder ermüdenden Art und Weise. Sie spielt selbstverständlich informativ.
  • Auch der Bassbereich wird perfekt eingebunden. Druckwellen bleiben natürlich aus, echter Tiefgang auch. Die unteren Oktaven werden ungemein locker dargeboten, spricht: unmittelbar im Antritt und feinzeichnend im Nachschwingen der Noten (also nicht „ultratrocken“ auf die Bremse tretend).
  • Transiente Klänge (Geräusche, Schlagwerk, Attackphase bei Instrumenten, …) gibt die Diapason faszinierend real wieder.
  • Die Diapason Adamantes bietet exzellente räumliche Fähigkeiten: Es wird zwar geradezu millimetergenau verortet, gleichwohl zerschneidet sie das Gesamtklangbild nicht. Klänge werden körperlich gestaltet (statt flach) und völlig frei und präzise verortet im Raum „aufgehängt“. Die Tiefenstaffelung beeindruckt – und das auch an den Rändern der virtuellen Bühne. Sie leuchtet den gesamten Raum aus.
  • Die Diapason ist nicht sonderlich pegelfest.

Diapason Adamantes

Fakten:

  • Modell: Diapason Adamantes III
  • Konzept: 2-Wege-Bassreflex-Kompaktlautsprecher,
    Bass-/Mittelton-Treiber „filterfrei“, d.h. keine
    Weichenbauteile im Signalweg
  • Preis: 3.950 Euro
  • Abmessung & Gewicht: 26 x 36 x 36,5 cm (BxTxH),
    8 kg/Stück
  • Wirkungsgrad: 89 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 6 Ohm
  • Sonstiges: Bi-Wiring-Terminal,
    optionaler Ständer: 980 Euro

Vertrieb:

Audiovertrieb Frank Koglin
Junkernstraße 5-7 | 47051 Duisburg
Telefon: +49(0)203-9346643
E-Mail: info@diapason-audio.de
Web: https://diapason-audio.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m