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Test-Fazit: Stereokonzept 3.0 Lautsprecher

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Stereokonzept 3.0 Lautsprecher

Ja, klanglich so allürenfrei und ausgeglichen, dass es – etwas überspitzt ausgedrückt – schon fast wieder radikal ist, und dennoch auf eine gewisse Hörerklientel zielend – so könnte man das Profil der Stereokonzept 3.0 grob skizzieren:

Ob es die Tonalität betrifft, die Charakteristik des Hochtons oder das Dynamikverhalten – es dürfte auch in dieser Preisklasse schwer werden, einen Wandler zu finden, der sich so wenig in irgendeine Schublade quetschen lässt, der so tendenzlos spielt, bei so wenigen Hörern an irgendeiner Stelle anecken dürfte wie die 3.0. Dazu gesellen sich eine auffallende Reinheit beziehungsweise Störungsfreiheit im Klangbild, eine ganz hervorragende Stimmwiedergabe sowie eine räumliche Plastizität, die selbst ein mit einem Koax aufwartendes, punktschallquellenähnliches Wandlerkonzept wie die Thiel CS 3.7 schlägt.

stereokonzept 3.0

Aber vielleicht mögen die Stereokonzeptler bei der Entwicklung ihres Erstlings den Aphorismus „Wer auf alle zielt, trifft keinen“ im Sinn gehabt haben und wollten dann doch bewusst einen Teil der Klientel außen vorlassen: Hörer, die einen fünfstelligen Betrag auf den Händlertresen legen wollen, um sich insbesondere eine „Macht“, eine Lautsprecherautorität in Sachen Bassdruck und Tiefgang ins Haus zu holen, werden wohl mit einem nicht mal einen Meter in die Höhe ragenden Zweiwegerich per se nicht glücklich.

Für Hörer, die es tieftonseitig durchaus erwachsen und keinesfalls „light“ wünschen, aber es eben nicht spektakulär oder „physisch fühlbar“ brauchen, und – ebenfalls wichtig – unaufgeregte Ausgewogenheit nicht mit Langeweile gleichsetzen, hat die Stereokonzept 3.0 dagegen ohne Frage das Zeug dazu, zum Traumlautsprecher zu avancieren – ja, das dürfte gar in solchen Fällen nicht eben selten passieren … Gönnen Sie ihr beim Probehören auf jeden Fall neutrale und vor allen Dingen auch potente, agile Verstärker.

Die Stereokonzept 3.0 charakterisiert sich durch:

  • ein gleichermaßen auffallend reines wie ausbalanciertes, weniger spektakulär denn ausnehmend natürlich wirkendes Klangbild.
  • nicht minder ins Ohr fallende räumliche Fähigkeiten beziehungsweise eine ortungsscharfe und zudem vorbildlich plastische, körperhafte Darstellungsweise von Instrumenten und Stimmen.
  • einen gänzlich grauschleierfreien, undiffusen, hochtransparenten, gleichsam härtefreien und eher unaufgeregten als flirrenden, betont luftigen oder crispen Hochton – auch randständige Aufnahmequalitäten lassen sich mit den 3.0ern stressfrei hören.
  • einen sehr farbechten, bestens durchgezeichneten, sehr „organisch“ tönenden Mitten-/Stimmbereich.
  • ein ordentliches Dynamikverhalten, die 3.0 zählt weder zu den betont anspringend klingenden, attackigen Wandlern noch zur auffallend gemütlichen Sorte.
  • einen Bassbereich, der in Sachen Tiefgang und Druck als schon erwachsen durchgeht, aber nicht zu den besonderen Meriten dieses Wandlers zählt beziehungsweise im preisklassenbezogenen Wettbewerb sicherlich nicht den Grund für eine Kaufentscheidung abgeben wird.
  • einen schon recht mäßigen Wirkungsgrad, potente, kontrollierte, hinreichend „schnelle“ Verstärker sind eigentlich Pflicht, damit sich dieser HighEnd-Wandler im Hörraum nicht unter Wert verkauft.
  • eine perfekte, sehr sorgsam ausgeführte Verarbeitungsqualität.

Fakten:

  • Modell: Stereokonzept 3.0
  • Prinzip: 2-Wege-Bassreflex-Standautsprecher
  • Paar-Preis: 14.800 Euro
  • Ausführungen: Corian Weiß, Schwarz, Sand, Grau, weitere Farben auf Anfrage
  • Abmessungen & Gewicht: Höhe 94cm/Breite 20cm/Tiefe 37cm, 54 kg je Box
  • Wirkungsgrad lt. Hersteller: 84 dB (1 W/1 m)
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Sonstiges: Probehörtermine auch zuhause möglich
  • Garantie: 10 Jahre

Vertrieb/Hersteller
Stereokonzept
Telefon: +49 (0) 451 88069949
eMail: kontakt@stereokonzept.de
Web: www.stereokonzept.de

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Test: Stereokonzept 3.0 | Standlautsprecher

  1. 5 Test-Fazit: Stereokonzept 3.0 Lautsprecher

Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Norma HS-DA1 PRE, Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: Funk MTX Monitor V3b-4.3.1, Funk MTX Monitor V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Spendor D9, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: Norma HS-DA1 PRE, NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno, BMC Pure USB1 Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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