Billboard
Dynaudio Special Forty

Test-Fazit: Nubert nuLine 34

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Nubert nuLine 34

Wie oben schon gesagt: Für die 670 Euro, die ein Paar Nubert nuLine 34 kostet, habe ich an den Boxen nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Bei mir liefen sie ungebührlich lang, fast vier Monate. In dieser Zeit habe ich sie – obgleich deutlich teurere Lautsprecher gewohnt – ohne weiteres als Alltagslautsprecher akzeptiert. Sie gehen tief genug, laut genug, sind unverfärbt genug und auch noch sehr nett anzusehen. Das alles aus einem kleinen, unauffälligen Gehäuse. Für jemanden, der sonst deutlich größere und teurere Schallwandler zu brauchen meint, eine interessante Erfahrung.

Nubert nuLine 34

Die Nubert spielt „ehrlich“. Sie will die Gunst des Zuhörers nicht mit oberflächlichen Effekten, sondern mit Langzeit-Hörbarkeit und einer insgesamt äußerst ausgewogenen Darstellung erobern. Natürlich gibt es Teilbereiche, in denen deutlich teurere Lautsprecher sie übertreffen. Was mich an der nuLine 34 aber tief beeindruckte, ist die Stimmigkeit, mit der sie dem Zuhörer gegenübertritt. Die kleinen Kompromisse sind so sorgfältig austariert, dass sie eigentlich nur beim „kritischen“ Hören auffallen. Im Alltag dagegen spielt die nuLine 34 auch langfristig überzeugend.

Was habe ich eingangs gesagt? Ich war neugierig darauf, einmal ein Paar Nuberts zu Hause ausprobieren zu dürfen. Nachdem meine Neugierde gestillt wurde, kann ich verstehen, warum die Firma Nubert so schnell wächst, wie sie es nur so gerade eben verkraften kann. In Sachen Preis-Leistungsverhältnis ist die nuLine 34 ganz vorne dabei. Meinen Respekt.

Die Nubert nuLine 34 …

  • überrascht durch den für die Gehäusegröße gänzlich unerwarteten Tiefgang im Bass. Für „normale“ Anforderungen ist ein Subwoofer überflüssig. Günther Nubert spielt dennoch mit dem Gedanken, auch für die 34er ein ATM-Modul herauszubringen, das dann den -3 dB-Punkt auf 40 Hertz hinunterziehen soll.
  • ist tonal erstaunlich neutral, mit einer leichten Tendenz zur Helligkeit im unteren Hochton, die aber durch etwas Sorgfalt bei der Aufstellung sehr gut eingefangen wird. Der Stimmbereich, insbesondere bei männlichen Stimmen, liegt etwas auf der kühl-nüchternen Seite der Neutralität. Eine leichte Zurückhaltung im Übergang der beiden Chassis nimmt giftig abgemischten Platten Lästigkeit, kostet andererseits Stimmen ein klein wenig Prägnanz.
  • spielt rhythmisch sauber, aber eher ein klein wenig relaxed als nach vorne treibend.
  • kann Räume in Breite und Tiefe sehr gut darstellen.
  • klingt locker transparent genug, um Unterschiede in der antreibenden Elektronik deutlich zu machen.
  • spielt insgesamt sehr „straight“. Sie fügt der Aufnahme keinen Schmelz hinzu, verrundet andererseits aber auch Impulse nicht, sondern gibt sich als „ehrliche Haut“.
  • lässt sich über einen Schalter auf der Rückseite an die Raumakustik (und vielleicht den Hörgeschmack) anpassen.
  • hinterlässt einen unglaublich „erwachsenen“ Eindruck. Wer sie hinter einem Vorhang hört, wird sie viel, viel größer schätzen, als sie tatsächlich ist.
  • bietet einen exzellenten klanglichen Gegenwert für’s Geld.

Fakten:

  • Modell: Nubert nuLine 34
  • Konzept: 2-Wege-Bassreflex-System
  • Paar-Preis: 670 Euro
  • Ausführungen: Echtholzfurnier Kirsche (Testexemplar) oder Nussbaum. Mehrschichtlack in Weiß, Schwarz oder Platin.
  • Wirkungsgrad: 85 dB/1w/1m
  • Nennimpedanz: 4 Ohm
  • Maße & Gewicht (H x B x T): 34 x 21 x 31/33 cm (ohne/mit Gitter) & 9,5 kg je Box
  • Sonstiges: einmonatiges Rückgaberecht, Pegelschalter zur zur Hochtonanpasung
  • Garantie: 5 Jahre bei privater Nutzung

Vertrieb:
Nubert electronic GmbH (ausschließlich Direktvertrieb)
Web: www.nubert.de
eMail: info@nubert.de
Telefon: 0800 – 682 37 80

Kommentar/Leserbrief zu diesem Bericht schreiben

Test: Nubert nuLine 34 | Kompaktlautsprecher

  1. 4 Test-Fazit: Nubert nuLine 34

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Plattenspieler: Rega Planar 3 Tonabnehmer: Rega Exact

Digitale Quellen: CD-Player: C.E.C. CD 5 Computer/Mediaplayer: Samsung-Notebook mit SSD und Foobar-Mediaplayer und Logitech Squeezebox-Server

Vollverstärker: Hegel H90

Vorstufen: Hochpegel: Abacus Preamp 14, Audreal XA-3200MK2 Phonoverstärker: Pro-Ject Phonobox MM, Pro-Ject Phonobox DS+

Endstufen: Audreal MS-3 (Röhren-Monos), Valvet E2 Endstufe

Lautsprecher: Harbeth 30.1, Nubert nuPro A-100, Nubert nuLine 244, Quadral Rondo

Mobiles HiFi: iPod classic 5 160GB mit Pro-Ject Dock-Box S digital

Kabel: Lautsprecherkabel: Ortofon SPK 500, Real Cable OFC 400 NF-Kabel: Audioquest Evergreen Digitalkabel: Oehlbach XXL Series 7 MKII, Oehlbach XXL Serie 80

Billboard
Nubert