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Ichos N°TWO: Vergleiche mit mehreren Verstärkern – Test fairaudio

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Ichos N°TWO: Vergleiche mit mehreren Verstärkern - Test fairaudio

Versuch macht klug:
Verschiedene Verstärker an den Ichos N°TWO

Für den Hörtest wurde bisher auf die Tenor 75 OTL-Monos zurückgegriffen, die ohne Zweifel eine klanglich sehr reizvolle und auch elektrisch absolut stimmige Kombination darstellen. Allerdings nicht gerade eine „Sparlösung“, denn schließlich mussten für die Röhrenmonos zu ihrer Produktionszeit satte 18.000 Euro auf den Tisch des Händlers gelegt werden. Nicht zuletzt aufgrund der verstärkerfreundlichen Impedanz und des hohen Wirkungsgrades sollten die Ichos N°TWO natürlich auch mit preiswerteren und leistungsschwächeren Amps eine harmonische Verbindung eingehen können. Kraftmeier aus der Transistor- oder Class-D-Fraktion, speziell der Audionet Amp1 V2 und Devialets D-Premier, waren wie erwähnt nicht die idealen Partner für die N°TWO.

Tatkräftige Unterstützung bei der Suche nach passender Amplifikation erhalte ich von Aura-Hifi, einem bestens sortierten HiFi-Händler aus dem Essener Süden, für dessen Unterstützung ich mich herzlich bedanke.

Ichos N°TWO

Zunächst bekommt Regas Vollverstärker Elicit-R – immerhin 2 x 108 Watt an 8 Ohm stark und mit 2.400 Euro eine durchaus erschwingliche Alternative – die Chance, sein Können an den Ichos unter Beweis zu stellen (den Vorgänger hatten wir übrigens im Test). Wie zu erwarten, reicht die schiere Power problemlos aus, um Lautstärken zu realisieren, vor denen jeder HNO-Arzt warnen würde. Dabei kann die schiere Bassgewalt quantitativ und qualitativ durchaus an zuvor Gehörtes heranreichen. Der Big-Band Knaller „Joaquin“ mit der Tobias Becker Bigband macht jedenfalls gehörig Laune. Doch muss im direkten Vergleich zum Röhren-OTL, wohl bauartbedingt ein etwas nüchterner, weniger Wärme ausstrahlender Mittel-Hochtonbereich attestiert werden. Unterm Strich keine schlechte Wahl, doch würden die meisten Hörer wahrscheinlich die Röhre vorziehen.

Diese Einschätzung ruft wiederum das Aura-Team auf den Plan. Prompt steht einer der aktuellen „Beststeller“ des Ladens, Unisons Simply Italy, zwischen meinen Tenor-Monos. Nach einer gewissen Aufwärmphase schwingt sich der 2 x 12 Watt-Vollverstärker mit seiner eher simplen Triodenschaltung dazu auf, sein beschränktes Leistungsvermögen an den Terminals der Ichos 2 zu erproben. Und ja, Klangfarben und Geschmeidigkeit kommen denen der kanadischen OTL-Amps schon erstaunlich nahe. Selbst in Sachen Schubkraft und Tiefgang im Frequenzkeller dürften Wünsche nach mehr erst im direkten Vergleich mit großen Verstärkerlösungen wie meinen Monos artikuliert werden. Selbst bei der Raumdarstellung sind kaum Abstriche zu verzeichnen. Ebenso bei der Plastizität der Abbildung, die nahezu auf Augenhöhe angesiedelt ist.

Ganz klar: Bereits an Unisons Simpy Italy demonstrieren die Ichos N°TWO, was sie am besten können und wozu sie konzipiert wurden, nämlich auch an „kleinen“ Verstärkern mitreißend zu musizieren!

Test: Ichos N°TWO | Standlautsprecher

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