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Test-Fazit: Denon PMA-150H

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Denon PMA-150H: Klangtest und Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Denon PMA-150H

Denon PMA-150H - darußen, komplett

Ein echtes Sahneteil mit umfangreicher Netzwerk- und Bluetooth-Streaming-Ausstattung liefert Denon mit dem HEOS-Multiroom-kompatiblen PMA-150H ab – und „Sahne“ beschreibt auch gleich die klangliche Marschrichtung: Mit seiner angenehmen und sämigen Abstimmung wirkt der japanische Amp gleichzeitig involvierend und entspannend, dabei immer emotional sättigend.

Einschränkungen? Nun, für füllig-warm, bassstark und im Superhochton allzu gedeckelt klingende Lautsprecher ist er vielleicht nicht der bestgeeignete Antrieb. Neutral bis schlank, nüchtern und sehnig klingende Systeme hingegen dürften mit dem Denon PMA-150H regelmäßig massiv an Ausdruck und Zugänglichkeit gewinnen. Sehr leistungshungrige Lautsprecher in sehr großen Räumen könnten für die Realisierung von livehaftigen Lautstärken eventuell noch etwas mehr Power fordern, doch in der Regel sollte der Denon alles treiben, was ihm hinter die BTL-Class-D-Endstufen kommt.

Mit der überschaubaren nominellen Leistungsabgabe mag es auch zusammenhängen, dass der Denon PMA-150H grobdynamisch anspruchsvolle Musikstile und heftige Impulsattacken à la Techno und Hip-Hop eher lässig (nicht fahrlässig!) als verbissen sportlich angeht.

Doch am Ende sind es nicht extrovertierte Effekte, die die Faszination des Denon PMA-150H ausmachen, sondern der Sinn fürs Feine, für Fluss und Harmonie, ebenso sein hervorragendes Timing und seine natürliche Homogenität – ein Begriff, der meist im Zusammenhang mit Lautsprechern fällt, aber bei diesem digitalen Streaming-Receiver wie die Faust aufs Auge passt. So brilliert der Denon weit über seine Klasse hinaus und landet umgehend auf meiner Shortlist für den „fairaudio favorites“-Award 2020.

Der Denon PMA-150H …

  • ist tonal tendenziell warm und im Bass eher satt-voluminös als sehnig-trocken abgestimmt. Dabei kann er sehr tief hinunter reichen.
  • spielt von Kopf bis Fuß mit Schmelz und Farbe.
  • liefert bestechenden Grip, Prägnanz und Druck im Grundton.
  • bewahrt die Balance mit einem:
    – klaren und transparenten Mittelton.
    – sehr sauberen Präsenz- und Hochton, der nicht ausnehmend luftig oder analytisch rüberkommt. Eher langzeittauglich als frisch-offensiv.
  • projiziert eine in der Horizontalen ausladende, vertikal hingegen ganz leicht gedeckelt wirkende Bühne. Diese platziert der 150H tendenziell auf die Lautsprecherebene und dahinter als offensiv zum Hörer hin.
  • grenzt einzelne Klangereignisse hinreichend kantenscharf voneinander ab, Stimmen treten klar, aber nicht wie herausgeschält aus dem Mix heraus.
  • kann grobdynamisch in seiner Klasse mithalten, besticht aber eher mit seinem feindynamischen Gefühl.
  • ist bis auf den fehlenden Phono-Eingang komplett ausgestattet mit Netzwerk- und Bluetooth-Streaming, DAC und HEOS-Multiroom-Fähigkeit.
  • macht mit seinen kompakten Maßen und den hochwertigen Materialien auch optisch eine gute Figur.

Fakten:

  • Modell: Denon PMA-150H
  • Konzept: digitaler Streaming-Verstärker/Receiver mit „Heos Built-in“
  • Preis: 1.199 Euro
  • analoge Eingänge: 2 x Stereo-Cinch Hochpegel
  • digitale Eingänge: LAN/WLAN, USB-B (384 kHz/32 Bit sowie DSD2.8 / DSD5.6), Bluetooth, AirPlay 2, 2 x S/PDIF optisch, 1 x S/PDIF elektrisch (192 kHz/24 Bit)
  • Streamingdienste (HEOS-App): Spotify, Deezer, TIDAL oder Amazon Music
  • Ausgänge: 1 x Lautsprecher, Sub Out, 6,3-mm-Kopfhörerklinke
  • Ausgangsleistung: 2 x 70 Watt (4 Ohm), 2 x 35 Watt (8 Ohm)
  • Maße & Gewicht: 280 x 337 x 104 mm (B x T x H), 4,8 kg
  • Farben: Schwarz
  • Sonstiges: Amazon Alexa, Google Assistant, dedizierte Kopfhörerverstärkerschaltung mit manueller Impedanzeinstellung
  • Garantie: 2 Jahre oder 3 Jahre bei Registrierung

Hersteller/Vertrieb:

D&M Germany GmbH | A Division of Sound United
An der Kleinbahn 18
41334 Nettetal
Telefon: +49 (0) 2157-1208-0
E-Mail: info@denon.de
Web: https://www.denon.com

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Test: Denon PMA-150H | Streaming-Verstärker

  1. 2 Denon PMA-150H: Klangtest und Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Denon PMA-150H

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Auralic Aries, MacBook Pro

Vollverstärker: Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg Bizet, Neukomm MCA112S

Endstufen: Linnenberg LIsZT Stereo

Lautsprecher: Argon Audio Forte A5, Qin Prestige Three, Nubert NuPro A100

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, AKG N60 NC Wireless

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Gutwire Chime 3, Fastaudio Black Science NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Gutwire Synchrony 2 SE, Audioquest Yukon, fastaudio Black Science Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: JIB Boaacoustic Silver Digital Xeno USB, AudioQuest Vodka und Cinnamon Ethernet, AudioQuest Carbon RCA, Graditech Kide Digital RCA Netzkabel: Audioquest Tornado, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 Customized

Zubehör: Stromfilter: Tsakiridis Super Athina Sonstiges: YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren, The Gryphon De-Magnetizer

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m