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Klangliche Einordnung Audeze LCD-3 …

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Technik Auralic Taurus/Audeze LCD-3
  2. 4 Klangliche Einordnung Audeze LCD-3 ...

Wir sind noch nicht fertig mit dem Herumspielen! In der Folge tauschte ich den Audeze LCD-3 gegen den LCD-2 aus und begann den Hörparcours von Neuem. Und ja, es waren tatsächlich Unterschiede hörbar.

Audeze LCD-3

Der LCD-2 wirkt, wenn man es kurz zusammenfassen müsste, vor allem an den Frequenzgangenden ein bisschen behäbiger (wobei „behäbig“ hier wirklich schon Jammern auf allerallerhöchstem Niveau ist). Die oben erwähnten Crashbecken schienen über den LCD-3 noch ein wenig direkter im Attack zu kommen, etwas mehr Luft anzuregen, auch der Bass bei Peter Tosh wirkte noch ein Jota federnder bei vergleichbarer tonaler Vehemenz. Und auch die „gefühlte Raumgröße“ des LCD-3 erstreckte sich einige Quadratzentimeter weiter über meinen Kopf hinaus. Insgesamt muss man aber noch mal betonen, dass beide Kopfhörer eine absolut fantastische Darbietung hinlegen. Auch erwähnt werden sollte, dass der LCD-2 die Hälfte des LCD-3 kostet. Etwas ketzerisch gesagt: Mir würde der LCD-2 dicke ausreichen, wenn ich wählen müsste. Für das gesparte Geld würde ich dann noch zwei Mal im Berliner Paris-Moskau essen gehen.

… und Auralic Vega

Bevor wir zum Fazit kommen, möchte ich – wie angekündigt – auch noch ein paar Worte zum Auralic-Vega-DAC verlieren, denn dieser ist, was die Vorstufenfunktionalität angeht, quasi das digitale Äquivalent zum Taurus. Wo der Taurus anstrebt, das bestmögliche aus analogen Signalen zu machen, so gilt ebendies für den Vega in puncto Digitalsignale.

Auralic Vega

Gut finde ich zum einen die sehr praxisgerechte Auswahl von Digitaleingängen: Mit einem USB-, einem Toslink-, einem AES/EBU- und zwei koaxialen Eingängen dürfte man für fast jede digitale Audio-Situation gerüstet sein. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass die hochwertigen Orfeo-Class-A-Module auch hier verbaut sind und in der Tat für einen lupenreinen, kontrastreichen und sehr dynamischen Sound sorgen. Und zu guter Letzt sei noch auf die Femto Master Clock hingewiesen. Diese proprietäre Clock taktet das Signal dermaßen genau, dass nur noch ein gemessener Restjitter von 0,082 Picosecunden (!) übrig bleiben soll. Ziemlich abgefahren: Diese Clock kann erst aktiviert werden, nachdem das Gerät mindestens eine gute Stunde gelaufen ist – so lange braucht sie nämlich, um sich zu stabilisieren. Der Witz an der Sache ist aber: Es tut der Musik tatsächlich gut. Wenn man hochauflösendes Material über die Femto-Clock takten lässt, stellen sich Klangunterschiede ein, die im Blindtest tatsächlich reproduzierbar waren: Eine hörbare Prise mehr Sauberkeit im Obertonbereich und eine noch stärker eingerastete stereofone Bühne waren für mich die schlagenden Vorteile dieser Variante.

Test: Audeze LCD-3 und Auralic Taurus MKII | Kopfhörer, Kopfhörer-Verstärker

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