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Audiodata MusikServer: Remotedesktop, Teamviewer, Backups sowie Softwareoptionen – Testbericht fairaudio

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Audiodata MusikServer: Remotedesktop, Teamviewer, Backups sowie Softwareoptionen …

Natürlich können Sie an den Audiodata MusikServer MS I auch Bildschirm, Tastatur und Maus anschließen und mit ihm arbeiten wie an einem normalen Windows-7-Rechner; das ist ja das Schöne bei der Entscheidung für Windows als Basis des MS I: Die Mehrheit der Nutzer dürfte sich damit leichter zurechtfinden als mit anderen Server-Betriebssystemen. Doch Bildschirm & Co. sind eigentlich zu umständlich – sehr bequem dagegen ist es, mittels der schon erwähnten Remotedesktopverbindung zuzugreifen. Hierzu bedarf es nur eines weiteren Windowsrechners (Apple-User nehmen den Remote Desktop Connection Client) im Heimnetzwerk. An diesem startet man das Programm „Remotedesktopverbindung“ (einfach in die Befehlszeile schreiben), woraufhin sich ein kleiner Dialog öffnet, …

Remotedesktopverbindung

… der im Grunde so funktioniert als würden Sie sich bei Facebook, Ihrem Web-Mailaccount oder wo auch immer einloggen – sprich mittels User- und Passwortangabe (die Daten findet man im persönlichen MS I-Benutzerhandbuch) klinkt man sich auf den MusikServer ein. Ihr normaler Arbeitsrechner dient hier quasi als externes Benutzerinterface und Sie arbeiten mit ihm auf dem MusikServer. Nun können Sie ganz normal Programme starten (z. B. eben dbPoweramp, MP3tag etc.) und arbeiten, so wie Sie das von Ihrem Rechner her kennen. Sehr elegant.

Audiodata MusikServer

Gleiches können Sie natürlich auch mit Teamviewer machen, der wohl verbreitetsten Fernwartungssoftware – genau diese nehmen die Audiodatas für Ihren Fernwartungs-Support, dazu später mehr –, wozu Sie sich diese – logischerweise – erstmal herunterladen und installieren müssen, hier geht’s zum Download (s. rechte Spalte). Meiner Ansicht nach bietet das aber für Ihren normalen PC daheim keinen wirklichen Vorteil. Doch wenn Sie die Teamviewer-App auf einem Tablet verwenden, sieht die Sache eventuell schon anders aus: Da hat man das Tablet auf dem Schoß, hört Musik und stromert mit seiner Steuer-App durch die Musiksammlung auf dem MS I … da fällt einem auf, das Tori Amos unter Amos, Tori einsortiert wurde! Also Teamviewer gestartet, zack auf dem MusikServer drauf, MP3tag angeklickt – und schon korrigieren Sie die fehlerhaften Tags, ohne dass Sie Ihren Hintern aus dem Sweetspot bewegt haben und ohne dass die Musik unterbrochen wurde. Wie cool ist das eigentlich?

Was nun die Backup-Option angeht, muss man nicht viele Worte machen. Man hängt einfach die USB-Platte an den Audiodata-Server, loggt sich auf diesem wie oben beschrieben ein, klickt einmal auf das „Backup Music“-Icon – das war’s!

Backup

Nun schaufelt der MS I die Daten auf die Festplatte, was je nach Umfang der Sammlung auch gerne ein paar Stunden dauern kann. Zumindest beim ersten Mal, Folge-Sicherungen werden natürlich inkrementell ausgeführt, das heißt nur die neuen Dateien werden rüberkopiert (und die auf dem MS I gelöschten gelöscht, nicht zu vergessen). Es handelt sich übrigens um eine 1:1-Kopie, nicht um ein proprietäres Backup-Format.

Audiodata Musikserver

Bei den Softwarepaketen geht’s im Wesentlichen um drei Dinge. Die sogenannte Management-Konsole dient nur der Bequemlichkeit, geht also als Kür durch, aber die ist ja auch nicht zu unterschätzen. Mit ihr lässt sich der Server kalendergestützt hoch- und runterfahren. Wenn Sie werktags sowieso nur abends zum Musikhören kommen, wieso sollte er den ganzen Tag laufen? Am Wochenende mag sich das aber anders verhalten, also geben Sie im Kalender ein, dass der MS I früher aufwachen soll. Besonders elegant ist dabei die Wake-over-LAN-Funktion der Managementkonsole: Diese überwacht das Netzwerk und erkennt, ob gerade Musik gespielt wird – und schaltet dann nicht hart aus, auch wenn Sie im Timer beispielsweise 22 Uhr als Zeitpunkt des Herunterfahrens hinterlegt haben, es aber schon später geworden ist. Gleiches wollte ich meiner NAS auch beibringen, aber der Rechercheaufwand, wie dass denn genau geht, ist mir einfach zu hoch. Eh man sich’s versieht hat man anderthalb Stunden Hardcorce-Techie-Foren durchwühlt, wenig verstanden, und ist immer noch keinen Schritt weiter …

Und dann lässt sich natürlich noch zwischen zwei Streaming-Pakten wählen: der bewährten Asset-UPnP-Software (100 Euro) und JRivers Mediacenter (180 Euro, Anleitung JRiver). Letztgenanntes Programm kann vor allem zwei (für manchen durchaus wesentliche) Dinge mehr: Zum einen macht sie aus dem MusikServer einen Musikplayer, sprich: Sie kann dafür sorgen, Asset-UPnP-Software oder JRivers Mediacenterdass die Daten via USB oder S/PDIF (beides zusammen funktioniert nicht) ausgespuckt werden. Wenn Sie also den MS I als direkten Zuspieler für Ihren D/A-Wandler einsetzen möchten, sollten Sie JRiver wählen. Zum anderen ist da die JRiver-Fernsteuer-App „JRemote“ (separat fürs Smartphone/Tablet zu erwerben, hier), und allein die ist fast schon das Extrainvestment wert. Ich kenne jedenfalls zurzeit keine bessere Steuer-App, JRemote ist wirklich vorbildlich schnell, intuitiv in der Benutzerführung und besitzt vor allem eine sehr flinke und komfortable Suchfunktion. Zudem ermöglicht Audiodatas MusikServer seit neuestem auch kundenspezifische Suchkriterien.

Test: Audiodata MusikServer MS I |

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