Billboard
Transrotor

Audiodata MusikServer: Hardwareoptionen und Rippen – Testbericht fairaudio

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Audiodata MusikServer: Hardwareoptionen und Rippen - Testbericht fairaudio

Audiodata MusikServer: Hardwareoptionen und Rippen

Generell ist der Audiodata MusikServer MS I ein modular aufgebautes Gerät, welches sich individuell konfigurieren lässt. Hierfür gibt es bei Audiodata sogar eine eigene Webseite. Immer mit an Bord sind das Intel-Motherboard mit Dual-Core-1,9 GHz Prozessor und 4 GB RAM sowie eine schnelle 64-GB-SSD-Festplatte fürs Betriebssystem. Letztere sorgt zum Beispiel dafür, dass der MS I 30 Sekunden nach dem Einschalten da ist – gut sechsmal schneller als meine NAS. Nice.


So zeigt sich das Innere des MusikServer, wenn die …

Standardmäßig wird eine 2-TB-Western-Digital-Festplatte verbaut, aber da fangen die Optionen schon an: Wer will, kann auch eine drei oder vier Terabyte große Platte bestellen (+ 60 bzw. 160 Euro). So umfangreich sind die meisten Musiksammlungen zwar nicht, als dass das nötig wäre, aber was soll der Geiz. Die meisten Kunden entschieden sich für mehr als 2 TB, so Schippers.

... Festplatte ausgebaut wurde
… Festplatte ausgebaut wurde

Neben den Möglichkeiten, statt eines Standardnetzkabels eine Audiodata-Premiumstrippe zu bestellen oder, so man noch keinen D/A-Wandler besitzt, einen M2Tech HiFace USB-DAC mit in den Warenkorb zu legen, umfassen die wichtigsten Hardware-Optionen unterschiedliche Rip- und Backup-Pakete. Wobei das streng genommen natürlich keine reinen Hardware-Alternativen sind: Zum Rippen wird die Software „dBpoweramp“ auf den MusikServer installiert und konfiguriert – und fürs „Backuppen“ braucht’s natürlich ebenfalls eine Software. Die Backup-Option lässt sich auch ohne extra USB-Festplatte buchen, die meisten dürften freilich eine (zwischen 2 und 4 TB große) mit dazu bestellen. Beim RIP-Paket gibt’s ebenfalls was Externes, nämlich ein TEAC USB-DVD-Laufwerk dazu.

Zum optionalen Rip-Paket gehört ein externes Teac-Laufwerk dazu

Da fragt man sich natürlich: warum kein integriertes CD-Laufwerk? Nun, zum einen sind solche Laufwerke in der Regel nicht ewig haltbar, und bei einem defekten externen ist Ersatz eben schnell und relativ günstig möglich – zum anderen rippen Kunden häufig sowieso schon an ihrem PC beziehungsweise Laptop, und deren Interesse daran, eine interne Rip-Lösung mitzubestellen – und zu bezahlen – dürfte recht gering sein.

Ähnliches gilt fürs Backup-Paket, wer hier schon eine Lösung hat, wird nicht gezwungen, die Audiodata-One-Click-Lösung mit einzukaufen. Wobei sich hier vielleicht eine zweite Frage stellt: Warum gibt es eigentlich keine zweite (oder weitere) Festplatte im MusikServer und damit eine redundante Datenspeicherung auf mehreren Festplatten? Stichwort: Raid – Redundant Array of Independent Disks.

Backups erfolgen beim MS I auf eine externe USB-Platte
Backups erfolgen beim MS I auf eine externe USB-Platte

Die Entscheidung dagegen sei bewusst gefallen, man wollte ein kleines Gehäuse, möglichst geringe Abwärme und ein insgesamt einfaches System behalten. Zudem sei es ja so, dass wenn einer zum Beispiel versehentlich ein paar Alben gelöscht habe, dieser Fehler in einem Raid-System sofort dupliziert werde – und damit seien die Daten unwiederbringlich weg, so Schippers. Vor dem Hintergrund benötige man sowieso einen externen Datenspeicher fürs „echte“ Backup – und dergleichen reiche dann auch aus, zumindest für Privatanwenderbedürfnisse. So kann man das sehen. Ich persönlich finde Raid aber trotzdem ganz nett, denn mir ist’s schon zweimal passiert, dass eine Server-Festplatte abgeschmiert ist, und da war es echt schön, dass auf der zweiten noch alle Daten drauf waren. Denn mein „echtes Backup“ auf der USB-Drive war zum jeweiligen Zeitpunkt bestimmt schon wieder ein halbes Jahr alt und in der Zeit sind natürlich einige „Rips“ geschehen. Klar, man muss sein Backup einfach häufiger und regelmäßiger erstellen …

Was nun das Rippen angeht, gibt es zwei Wege: den automatischen und den manuellen. Die „Automatik“ läuft so, wie man sich das vorstellt: Das Teac-Laufwerk wird hinten an die USB-Buchse angeschlossen, man legt eine CD ein und wartet, wartet, wartet … dann wird sie wieder ausgeworfen. Fertig. Das Ganze hat knappe zehn Minuten gedauert. (Der MusikServer wurde, aus qualitativen Gründen und damit das CD-Laufwerk möglichst leise arbeitet, auf maximal 10-fache Rip-Geschwindigkeit voreingestellt. Wem das zu langsam ist, kann bei Audiodata darum bitten, dieses „Tempolimit“ aufzuheben.) Um nachzusehen, ob alles gut gegangen ist, bin ich via Remotedesktop-Verbindung (dazu gleich mehr) auf den MusikServer MS I und habe das Album – in dem Fall Warpaint/The Fool – im Dateiexplorer gesucht. Alles bestens, automatisch den richtigen Pfad getroffen, automatisch den Verzeichnisbaum „Warpaint/The Fool“ angelegt und dort die neun FLAC-Dateien plus Cover abgelegt. Einziger Wermutstropfen: Das Cover, welches sich der Audiodata-Server automatisch aus dem Netz gezogen hat, war ein wenig klein, nämlich nur 250 x 250 Pixel.

Aber genau für solche Feinheiten – vor allem aber für etwas exotischere Aufnahmen beziehungsweise viele Klassikplatten, bei denen die automatisierte Metainformationssuche kein befriedigendes Ergebnisse liefert – gibt es ja das manuelle Ripping. Hierfür muss man sich auf den Server (via Remotedesktop oder Teamviewer) begeben, das Auto-Rip-Programm „Batch Ripper“, welches im Hintergrund läuft, beenden, …

das Auto-Rip-Programm „Batch Ripper“, welches im Hintergrund läuft, beenden

… und mit einem weiteren Klick auf „CDRip“ das Programm dbPoweramp starten.

cdrip starten

dbpoweramp auf dem MusikServer MSI

Danach hat man alle Möglichkeiten, die man von dbPoweramp so kennt. Eine Anleitung für diese Software finden Sie hier. „Manuell“ meint also, dass die Software einem Wahlmöglichkeiten eröffnet, welche Infos an die Musikdateien geschrieben werden. Ich beispielsweise habe nach einem größeren Coverbildchen gefahndet, bin fündig geworden, habe draufgeklickt – und danach den Rip-Prozess angestoßen.

Was ist nun besser? Automatisch oder manuell? Es kommt darauf an. Wenn Sie keinen exzentrischen Musikgeschmack besitzen und/oder wenig Klassik hören, würde ich’s bei der Automatik belassen und einzelne Platten im Fall der Fälle (wie die Sache mit dem Cover oder wenn beispielsweise eine Platte unter „Tori Amos“ abgelegt wird, die andere von der gleichen Künstlerin aber unter „Amos, Tori“) mittels „MP3tag“ reparieren, einer kleinen Software, die den Zugriff auf die Tag-Informationen erlaubt. Das nützliche Tool befindet sich natürlich ebenfalls auf dem MusikServer MS I.

Test: Audiodata MusikServer MS I |

  1. 2 Audiodata MusikServer: Hardwareoptionen und Rippen - Testbericht fairaudio
Billboard
Audioplan