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Analog Forum 2010 Spendor Isenberg Phonosophie Sota – fairaudio

Inhaltsverzeichnis

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Spendor Heed Dr. Feickert

Preislich bodenständiger und klanglich dennoch sehr erfreulich ging es im Raum des B&T Vertriebes zu (www.bt-vertrieb.de) Neben einem analogen Zuspieler von Dr. Feickert Analogue (um 4.000 Euro), Spendor SA 1 Lautsprechern (1.890 Euro/Paar) zog nicht zuletzt die aus Ungarn stammende Heed Elektronik mit den brandneuen Monoverstärkern Obelisk PM (3.190 Euro/Paar) die Aufmerksamkeit auf sich:

Heed Obelisk PM

musikWenn uns die gespielte Musik zunächst auch unbekannt war, was die klangliche Einordnung des Ganzen erschwerte, so überraschte aufs erste Hören doch zumindest die Pegelfähigkeit dieser gar nicht so „laut aussehenden“ Kette. Der in unmittelbarer Folge musikaufgelegte Johnny Cash war da denn schon etwas vertrauter: Die entspannte Transparenz, die authentisch herausgearbeitete, gut balancierte Stimme und die Offenheit des Gebotenen gingen – insbesondere für eine ja stets unter erschwerten Bedingungen spielende Messevorführung – schon als ausnehmend interesseweckend durch …

Etwas anders, auch in Sachen Musikauswahl (Kraftwerk, Nectron), aber ebenfalls recht eindrucksvoll spielte es bei Isenberg Audio (www.isenbergaudio.de), wo man einen Simon Yorke Plattenspieler (8.800 Euro), einen Isenberg nectronAudio Phono-Pre (11.000 Euro) sowie Vollverstärker (3.300 Euro) und Lautsprecher (3.600 Euro) von Lavardin an den Start gebracht hatte: So rhythmisch trocken auf den Punkt, so transparent bekommt man Musik wahrlich nicht alle Tage serviert, in Sachen Hochton wird es sich der eine oder andere aber vielleicht etwas geschmeidiger gewünscht haben – aber dies mag auch der Raumakustik beziehungsweise eventuell auch der recht dicht hinter den Boxen gelegenen Fensterscheibe geschuldet gewesen sein.

isenberg-audio-lavardin

Rhythmisch: Simon Yorke, Lavardin, Isenberg Audio

Und da eben schon das Wörtchen „anders“ fiel – ein Besuch bei Phonosophie (www.phonosophie.de), sprich Herrn Ingo Hansen (Bild unten) lohnt immer. Einerseits weil seine Activator-Technologie (Chips, CD- und Platten-Steine, … zur Dämmung von klangschädlichem Elektrosmog und statischen Feldern) so schön polarisiert. Andererseits, so finden wir jedenfalls, weil man bei jeder Vorführung merkt, dass hier einer wirklich mit Leib und Seele „arbeitet“, sprich von seiner Sache mit ganzem Herzen überzeugt ist. Oder kennen Sie sonst noch einen Hersteller, der bei seinen AB-Vergleichen nicht müde wird coram publico auf die Knie zu gehen beziehungsweise unters Rack zu krabbeln?

phonosophie

Die Kombination aus „normaler“ Phonosophie Elektronik und – fast überraschend, diese hier anzutreffen – Joseph Brodmann Lautsprechern (www.brodmannacoustics.com) klappte auf jeden Fall gut (tonal ausgewogen, angenehm transparent-offen ohne jegliche Härte), wenngleich man in dieser Vorführung automatisch verleitet wurde, weniger auf die absolute Klangqualität zu achten als vielmehr damit beschäftigt war, relative Unterschiede zu erfassen: Mit Chip unter der Elektronik, ohne Chip, „normale“ Schallplatte, mit Stein behandelte Platte – und so fort … Gerade unter Messebedingungen und aufgrund der an diesem Tage bis dato schon arg beanspruchten Ohren kein leichtes Unterfangen, daher einfach mal der O-Ton unseres zufälligen Sitznachbarn: „Ich hör doch was … das hört sich doch anders an, Mensch …“

phonosophie-joseph-brodmann

Nach alledem kam uns ein Ohren-Break in Form eines gemütlichen Pläuschchens mit Dr. Burkhardt Schwäbe, dem entspannten Chef von Eternal Arts (www.audioclassica.de), gerade recht:

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Freund von übertragerlosen Röhrenschaltungen – Dr. Burkhardt Schwäbe

Tja, es gab auf dieser schwarzen Messe tatsächlich auch CD-Player-Neuheiten zu entdecken – und zwar auf den ersten Blick überaus ansprechende:

eternal-arts-digital-player
Der neue Eternal Arts CD-Spieler namens „Digital Player“, darunter der optisch passende „Digital Tuner“

Auf Basis eines ursprünglich rein transistorbasierten Restek Players habe man das Gerät in Sachen Software und Netzteil überarbeitet sowie mit einer Röhrenausgangsstufe versehen und äußerlich zudem mit einem pulverbeschichtetem Stahlblechgehäuse und einer Acrylfront ausgestattet. Ja, optisch macht das Ganze schon mal in jedem Fall eine Menge her – wie sich der 3.500 Euro kostende Silberscheiben-Beau klanglich bei uns in Berlin im Rack machen würde, wäre auch mal interessant zu erfahren …

sota-plattenspieler

Aufgrund ihres vergleichsweise schlichten Designs hätte man die im Gang aufgestellten Plattenspieler von Sota (www.axiss-europe.de) im Vorbeilaufen leicht übersehen können – was schade gewesen wäre: Dreißig Jahre gibt es diese hierzulande lange Zeit nicht präsente amerikanische Traditionsmarke nun schon, und allein das bei den höheren Modellen zu findende Vacuum Pump Concept ist alles andere als alltäglich:

Eine – geräuschlos arbeitende, wie der Vertrieb versicherte – Pumpe sorgt für einen gleichmäßigen, genau definierten „Ansaugdruck“ mit dem das Vinyl auf den Plattenteller gepresst wird, was beim Abtastvorgang für ein optimales Resonanzverhalten der Schallplatte/des sota-plattenspielerTonabnehmers sorgen soll. Das kleinste, allerdings noch pumpenlose und zudem nicht aufrüstbare, 12 Kilogramm wiegende Masselaufwerk Comet (rechts im Bild) startet inklusive Rega-Tonarm RB 250 oder 300 bei 1.450 Euro. Daneben das upgradefähige Modell Satellite (13 Kilogramm) in seiner Basisversion (ohne Arm ab 1.950 Euro). Das Ende der Sota’schen Fahnenstange bildet mit 10.800 Euro schließlich der Millenia Dreher (nicht im Bild).

Messebericht: Analog Forum 2010

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