Billboard
beyerdynamic Fox

Test-Fazit Electrocompaniet Prelude PI-2

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit Electrocompaniet Prelude PI-2

Dies hier ist die Stelle, an der Sie eine zusammenfassende Klangcharakteristik der besprochenen Komponente erwarten dürfen – und ich möchte damit auch keineswegs hinterm Berg halten. Doch für mich persönlich kann ich auch etwas bündiger resümieren, und zwar mit einer Frage: Wenn dieser Vollverstärker schon so ausgereift und geschmackvoll Musik präsentiert – was werden dann eigentlich die dicken, schwarz-goldenen Endstufen der Classic Line veranstalten?

Electrocompaniet AW 250 Stereoendstufe

Das ist das Dilemma an unserem Hobby: mehr, mehr, mehr! Jedenfalls bin ich durch die Beschäftigung mit dem Electrocompaniet Prelude PI-2 etwas angefixt worden, ich sähe gerne Großes von diesem Hersteller in meinen bescheidenen Räumlichkeiten … nun, das ist mein Problem.

Electrocompaniet Prelude PI-2

Derart „appetitanregend“ spielt freilich nicht jede Komponente, die bei uns aufschlägt – das spricht eindeutig für den Prelude PI-2. Zumal ich auch gerne zugebe, dass richtige Verstärker-Boliden eigentlich gar nicht nötig sind: Ganze Ketten lassen sich fürs gleiche Geld zusammenstellen, die das Wesentliche, die Essenz der Musik, lebhaft vermitteln können – ein Beispiel erwähnte ich ja auf der vorigen Seite.

Der Klangcharakter des Electrocompaniet Prelude PI-2:

  • Der PI-2 spielt auf der leicht wärmeren Seite von Neutral, er weist einen vollen und sehr gefälligen Grundtonbereich auf – der gleichwohl nicht behäbig wirkt, sondern beweglich bleibt. Diese Tendenz verdeckt nichts im Mittenbereich, vielmehr sorgt sie für einen ausgebauten, erdgebundenen und vor allem auch körperlichen Vortrag von Stimmen und Instrumenten. Natürlich ist dies auch eine Geschmacksfrage – der Electrocompaniet-Amp zeigt durchaus Charakter -, ist aber gerade deshalb ein Probehören wert.
  • Der Tiefbassbereich gibt sich kontrolliert, gleichwohl nicht staubtrocken. Letzteres muss auch kein Ideal sein. Bei schlecht gedämpften (und überhaupt zu Tiefbass fähigen) Wandlern kann mehr Grip allerdings vorteilhaft sein.
  • Der Mitten- und Hochtonbereich zeigt sich hochtransparent, aber nicht – negativ verstanden – „analytisch“. Wer denkt, dass grundtonstarke Amps zum Klangverwischen neigen, sollte sich den Prelude anhören – am besten mit „unverwischenden“ Monitor-Lautsprechern, die das Niveau auch halten können.
  • Dem Electrocompaniet gelingt eine sehr gute Integration der oberen Oktaven ins Klangbild – er exponiert den Hochton nicht.
  • Die Bühnenabbildung gehört zu den Stärken dieses Verstärkers: Das Klangbild ist frei und an der gebotenen Breiten- und Tiefenstaffelung gibt es nichts auszusetzen.
  • Die Lokalisationsschärfe ist gut – von seiner Grundtendenz her organisiert der Electrocompaniet PI-2 eher klingende Körper, die eine gewisse Rundung aufweisen, als dass er das Millimeterpapier zückt und harte Kreuze setzt.
  • Dynamisch betrachtet ist der Prelude PI-2 gut beieinander, manche heftigen Bassimpulse könnten freilich noch mehr Pfeffer vertragen. Die Feindynamik fesselt einen.

Fakten:

  • Modell: Electrocompaniet Prelude PI-2 / Vollverstärker
  • Preis: 2.200 Euro
  • Maße & Gewicht: 420 x 340 x 77 mm (BxTxH) / 14 kg
  • Ausgangsleistung: 2 x 100 Watt / 8 Ohm und
    2 x 150 Watt / 4 Ohm
  • Leistungsaufnahme: ca. 100 Watt im Leerlauf
  • Terminal: 2 x Cinch- und 2 x XLR-Hochpegeleingänge / Ein Paar Lautsprecherklemmen (Banana & Gabelschuh)
  • Sonstiges: Vollsymmetische Schaltung, „TIM-freies“-Design
  • Vertrieb: www.electrocompaniet.eu
    Telefon: +49 (0)9131 – 4 00 28 57
    eMail: info@electrocompaniet.de

Test: Electrocompaniet Prelude PI-2 | Vollverstärker

  1. 5 Test-Fazit Electrocompaniet Prelude PI-2

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

Billboard
Auralic G2