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Test Hifi Röhren-Phono-Vorstufe Fonel MC Symphony – Klang

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test Hifi Röhren-Phono-Vorstufe Fonel MC Symphony - Klang

Klangeindrücke

Das übliche Testprocedere:

  • Schritt 1: Gerät auspacken, anschließen, Zigarettchen rauchen – und feststellen, dass sich das Ding ja auch erst mal einspielen muss …
  • Schritt 2: Zwei-drei Wochen lang vergessen, dass da eine neue, unbekannte Komponente in der Kette spielt. Mit ein bisschen Autosuggestion klappt das durchaus. Die Gewöhnungsphase …
  • Schritt 3: Zurück auf Los, also wieder in der altbekannten, aber bewusst kurzfristig „entfremdeten“ Konstellation hören. Die Gesamtperspektive …
  • Schritt 4: A/B-Vergleiche, freilich auch nicht C und D vergessen, sprich: Rund um den Testprobanden „herumspielen“, ihn unter möglichst vielen Perspektiven hören, fleißig Notizen machen – die Sezierphase.
  • Schritt 5: Schreiben.

Fonel Symphony Phono-Pre: Röhre

Der Witz an der Geschichte ist, dass man häufig bei Phase 3 mit den Achseln zuckt und sich sagt: „Okay, anders eben.“ – während es dann wiederum manche Komponenten gibt, bei denen man sagt: „Okaaaay, schon was anderes!“ Im ersten Fall geht’s fließend zu Schritt 4 über, aber im zweiten denkt ich mir meist: „Oh man, jetzt auch das noch …“

Fonels Symphony gehört ganz klar zum zweiten Typus. Mit ihm klingt es farbenprächtiger, profilierter und vor allem: lebendiger! Warum muss ich das jetzt alles auseinanderklamüsern und analysieren? Vielleicht, weil ich mir diesen Job ausgesucht habe … Und das schönste dabei ist, dass ich auch sofort etwas zum nörgeln finde, sobald der Kopf eingeschaltet wird:

Fonel SymphonyGanz an den Enden des Frequenzspektrums könnte es deutlicher klingen, eine kleine Verrundung ist hier nicht zu leugnen. Aber damit keine Missverständnisse aufkommen: Der Symphony klingt nicht mittig, es geht wirklich um die äußersten Randbezirke. So gefällt mir angeschlagenes Blech und Hi-Hat, Zimbel, Triangel usw. ausnehmend gut – ja, es gerät authentischer, als ich es gewohnt bin, prägnant und plastisch, à la „das ist nicht das Geräusch eines Beckens, das ist ein Becken“. Aber „ausnehmend luftig“ geht es eben auch nicht zu, der Symphony flutet den Raum nicht gleich mit Hochton-Air. Analog im Bassbereich: Ich liebe ihn wegen seines Tempos, weil er so schnell und forsch ist – und griffig gestaltet. Aber die letzte Feindifferenzierung in den alleruntersten Frequenzlagen bleibt der Symphony schuldig. Damit kann man leben, aber es sei erwähnt.

Wie auch, dass der Fonel zwar detailreich zeichnet, aber nicht detailversessen: Diese Phonostufe scheint der Auffassung zu sein, dass der musikalische Schwung wichtiger ist als „Mikroskopie“ – und im Zweifel entscheidet sie sich deshalb für jenen und nicht für diese. Und dem kann ich durchaus zustimmen.

Test: Fonel MC Symphony | Phono-Vorstufe

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