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Test-Fazit: NuPrime STA-9 Endstufe

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  1. 4 Test-Fazit: NuPrime STA-9 Endstufe

Ja, man kann mit diesen kleinen Blöcken unheimlich weit kommen. Im Zusammenspiel mit meinen Sehring 902 empfand ich sie im Monobetrieb als verdammt nah dran an großen, mehrfach teureren Endstufen. Die Versuche mit den Wilson Audio Sabrina zeigen, dass neben der Pegelfestigkeit der größte Unterschied zu den großen Transistor-Endstufenboliden wohl darin liegt, dass die schweren Jungs meist echte Universalwerkzeuge sind und in der Regel problemlos verschiedenste Lautsprechertypen im Griff haben, während die NuPrime STA-9 trotz ihrer auf dem Papier recht beeindruckenden Potenz von 2 x 120 beziehungsweise 2 x 290 Watt mit elektrisch diffizileren Lautsprechern an ihre Grenzen stoßen.

NuPrime STA-9 im Regal

Im Grunde sind die NuPrime so etwas wie Wenn-Dann-Maschinen: Wenn es passt beziehungsweise man entsprechende Sorgfalt bei der Lautsprecherwahl (wobei es wohl weniger auf den Wirkungsgrad als auf den Impedanzverlauf und das Phasenverhalten ankommt) hegt, dann vermögen sich die STA-9 zu veritablen Preis-Leistungskrachern aufzuschwingen, die nur wenige Begehrlichkeiten nach teureren Amps aufkommen lassen werden. Ob es dabei zwei STA-9 sein sollten oder gar eine einzelne Stereo-STA-9 die bessere Lösung darstellt, lässt sich ebenfalls an den eigenen Lautsprechern erproben.

Die NuPrime STA-9 zeichnen sich aus durch …

  • ein ausnehmend sauberes, grisselfreies, klares Klangbild, was nicht zuletzt eine sehr angenehme, organisch anmutende Klangfarbendarstellung fördert.
  • tonale Neutralität. Auch in Abhängigkeit der angeschlossenen Lautsprecher geht es dabei im Stereobetrieb tendenziell etwas spritziger, hochtonfrischer, im Monobetrieb etwas gelassener/souveräner zu. So oder so wirkt das Klangbild in sich aber absolut konsistent und stimmig.
  • gute Fein- wie Grobdynamik, für sehr hohe Lautstärken sind die STA-9 aber nur bedingt geeignet.
  • ein tadelloses Auflösungsvermögen, lediglich das letze Fitzelchen Hochtondurchzeichnung könnten akribische Hörer vermissen – lobenswert ist, dass die Präzision der STA-9 mit keinerlei Strenge verbunden ist, es wird ein angenehm langzeittaugliches Klangbild geliefert.
  • eine gut ausbalancierte Stimm- beziehungsweise Mittenwiedergabe.
  • einen hinreichend offenen, stress- und härtefreien Hochtonbereich, alleroberste Höhenluft lässt sich mit den STA-9 nicht ganz so ausgeprägt schnuppern.
  • eine hervorragende Räumlichkeit: Ortungsschärfe und Plastizität stehen auch weitaus teureren Amps in nichts nach.
  • eher nüchterne, aber anstandslose Verarbeitungsqualität. Die mechanische Qualität der Schalter und Schnittstellen wirkt zuverlässig.
  • Effizienz: Knapp 13 Watt zieht sich ein STA-9 im Leerlauf.
  • durch das Zeug zum Preis-Klang-Knaller, wenn der anhängige Lautsprecher passt, es empfiehlt sich, sowohl mit der Stereo- als auch Monovariante zu experimentieren.

Fakten:

  • Modell: NuPrime STA-9
  • Konzept: Class-D-Endverstärker, schaltbar für den Stereo- oder (gebrückt) Monobetrieb
  • Preis zum Testzeitpunkt: 849 Euro/Stück
  • Maße & Gewicht je Stück: 24 x 28 x 5,5 cm (BxTxH), 4,75 Kilogramm
  • Ausgangsleistung: 2 x 290 Watt (Mono gebrückt) und 2 x 120 Watt Stereobetrieb sowohl an 8 & 4 Ohm
  • Leistungsaufnahme: 13 Watt im Leerlauf und Normalbetrieb
  • Anschlüsse: 1 x Cinch, 1 x XLR, Ausgänge für 1 Lautsprecherpaar
  • Garantie: 2 Jahre

Kontakt:
TAD Audiovertrieb GmbH
Steinbühl 8 | 93444 Bad Kötzting
Telefon: 09941 – 9084210
eMail: mail@tad-audiovertrieb.de
Web: www.tad-audiovertrieb.de

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Test: NuPrime STA-9 | Endstufe

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Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Norma HS-DA1 PRE, Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: Funk MTX Monitor V3b-4.3.1, Funk MTX Monitor V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Spendor D9, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: Norma HS-DA1 PRE, NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno, BMC Pure USB1 Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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