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Testfazit: Moon 700i v2

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Moon 700i v2 im Klangcheck
  2. 3 Testfazit: Moon 700i v2

Der Moon 700i v2 nimmt den Begriff „HiFi“ wörtlich und schlägt sich klanglich auf keine bestimmte Seite: Er gibt sich tonal neutral (nicht zu warm, nicht zu kalt), löst sehr gut auf (ohne „sezierend“ rüberzukommen), spielt dynamisch (doch stets kontrolliert), spannt einen schönen Raum auf (weder zu groß noch zu klein) und zeichnet den Verlauf der Noten sehr akkurat nach (betont weder Impuls noch Ausklingen).

Der Moon 700i v2 ist auch mit komplett silberner Front zu haben

Ja, wenn dieser Vollverstärker etwas kann, dann balancieren! Er ist ein Allrounder vor dem Herrn – und damit freilich nichts für den „schnellen Kick“. Sofern Ihnen die wohlabgewogene, audiophile Über-alles-Performance wichtiger ist als eine bestimmte klangliche Schwerpunktsetzung, gehört der 700er zwingend auf Ihre Shortlist. In dieser Preisklasse gibt es viele Klangangebote, doch wenig derart ausbalancierte.

Der Moon 700i v2 gibt sich …

  • tonal mustergültig balanciert-neutral. Kein Frequenzbereich schmeckt vor, keiner wird vernachlässigt.
  • kraftvoll und kontrolliert im Bass. Bei aller Durchzeichnung übertreibt er es auch nicht mit der Trockenheit im Tiefton, akustische Instrumente wie Kontrabass und Klavier klingen in den unteren Lagen natürlich, nicht überkontrolliert-karg. Guter absoluter Tiefgang, ganz unten aber etwas weicher unterwegs als die Besten der Klasse.
  • linear im Mittel-/Hochtonbereich. Hier gefällt besonders das der Preisliga entsprechende hohe Auflösungsvermögen, das nebenwirkungsfrei – also ohne kalt-seziererischer Note – ein detailreiches Klangbild ermöglicht.
  • grobdynamisch sattelfest. Manche Vor-End-Kombinationen bieten hier noch etwas mehr.
  • nicht nur tonal balanciert, sondern auch „zeitlich“: Er lässt Impulsen die gleiche Aufmerksamkeit zukommen wie dem Ausklingen der Klangquellen. Es gibt „zackiger“ und „schwelgerischer“ aufspielende Amps. Der Moon steht souverän in der Mitte und bietet nicht zuletzt deshalb eine tolle Feindynamik.
  • räumlich natürlich. Die virtuelle Bühne beginnt meist auf Lautsprecher-Grundlinie und erstreckt sich realistisch in Breite und Tiefe. Statt „uferloser“ Räumlichkeit gibt es ausnehmend klare, transparente Bühnenbilder mit präziser, griffig-plastischer Abbildung.
  • als klassisch konzipierter Vollverstärker zu erkennen. Der Moon verstärkt Hochpegelquellen – und sonst nichts. Aber genau diesen Job erledigt er mit Bravour.

Fakten:

  • Modell: Moon 700i v2 (vollsymmetrisches Doppelmono-Design)
  • Konzept: Vollverstärker
  • Preis: 14.500 Euro
  • Eingänge: 5 x Line-level (4 x Cinch, 1 x XLR), 1 x Tape-Schleife
  • Ausgänge: 1 x Pre-Out (Cinch), 1 x Lautsprecherterminal
  • Leistung: 2 x 175 Watt/8 Ohm, 2 x 350 Watt/4 Ohm
  • Leistungsaufnahme: 40 Watt (im Leerlauf und im Standby)
  • Maße und Gewicht: 47,6 x 14 x 46 cm (BxHxT), 27 kg
  • Sonstiges: Vollmetall-Fernbedienung, umfangreiche Einstellmöglichkeiten (Home-Cinema-Through, Eingangsempfindlichkeit, Maximallautstärke etc.)
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:

Dynaudio Germany GmbH
Ohepark 2 | 21224 Rosengarten
Telefon: +49 (0) 4108 – 41800
E-Mail: info@dynaudio.de
Web: https://simaudio.com/

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Test: Moon 700i v2 | Vollverstärker

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 Musikserver: Innuos Zenith Mk3, Audiodata MusikServer MSII Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver

Vollverstärker: Unison Research Triode 25

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: Boaacoustic Silver Actinium, fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 40 m² Höhe: 2,45 m