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Test-Fazit: Hornmanufaktur Eurydike

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Hornmanufaktur Eurydike

Die Eurydike stellen klanglich eine Bereicherung des Portfolios der österreichischen Hornmanufaktur dar. Insgesamt sind sie meiner Meinung nach die aktuell konsensfähigsten Lautsprecher von Herrn Hüpfel. Sie besitzen wohnraumtaugliche Abmessungen und spielen tonal absolut sauber und einwandfrei.

Hornmanufaktur Eurydike

Dennoch unterscheiden sie sich in Punkten wie Spielfreude, Dynamik und Auflösungsvermögen deutlich vom Mainstream und setzen hier eigene Akzente. Sie machen schnell klar, warum da jemand einen solchen Aufwand bei der Entwicklung und Konstruktion seiner Lautsprecher betreibt.

Hornmanufaktur Eurydike im Einzelnen:

  • Tonal agieren die Eurydike sowohl im Vergleich zu den anderen Modellen des Herstellers, aber auch zu gängigen Wettbewerbsmodellen, sehr neutral und für mein dafürhalten absolut richtig. In Relation zu meinen Geithains spielen sie eine Nuance wärmer, im Vergleich zu den von mir zuletzt besprochenen Progressive Audio Extreme 1 etwas kühl. Insgesamt liegen aber alle Lautsprecher im grünen Bereich, sprich, man kann in keiner Weise von Verfärbung sprechen. Höchstens von Charakter.
  • Im Bass geht es – gemessen an der Größe der Lautsprecher – vergleichsweise nicht sooo tief hinunter. Wer auf ultimative Tieftonorgien abfährt, bekommt woanders mehr. Anders ist es bei der Qualität des Bassbereichs. Einen solch schnellen, luftigen und differenzierten Ton liefern wohl nur Basshörner, die gerne auch größer ausfallen als die Eurydike, oder Flächenstrahler, die trotz fehlender Gehäusetiefe optisch meist noch mehr Platz beanspruchen. Pflicht ist nach meinem Dafürhalten aber eine wandnahe, eventuell sogar eine Eckaufstellung.
  • Die Mitten spielen, auch im Vergleich zu Nicht-Breitband-Konstruktionen, neutral, offen und ohne tonale Eskapaden. Bei den gewählten Chassis handelt es sich offensichtlich um einen Glücksgriff. Sie bieten exzellente grob- wie feindynamische Qualitäten und ein überdurchschnittliches Auflösungsvermögen. Was die Offenheit und Detailfreudigkeit der Darstellung betrifft, gibt es definitiv nichts zu kritisieren. Anders sieht es bei der Geschlossenheit der Darbietung aus. Hier muss man den Eurydike eher eine Tendenz zur differenzierten Darstellung der Details als zu einem integrierenden Gesamtbild attestieren.
  • Die Superhochtöner ergänzen bruchlos die Talente der Breitbänder. Dank des gerichteten Abstrahlverhaltens lässt sich die Hochtondosis durch eine entsprechende Einwinklung auf den Hörplatz gut an die Bedingungen des Hörraums (schallhart oder gut bedämpft) beziehungsweise an den eigenen Hörgeschmack anpassen.
  • Ein eigenes Thema ist die räumliche Abbildung. Hier machen die Eurydike eher die breite Bühne auf, vor der man als Hörer ziemlich nah dran ist. Das geht nach vorne, macht an und hat viel vom Konzerterleben. Minutiös in allen Dimensionen ausgeleuchtete Klangkörper in einem tief gestaffelten Aufnahmeraum, in den man sich aus dem Hörsessel heraus versenken kann, bieten sie weniger. Die Höhe der Abbildung kann aufnahmeabhängig schon mal geringer ausfallen.

Fakten:

  • Modell: Hornmaufaktur Eurydike
  • Konzept: Breitbandchassis im Backloaded-Horn mit speziellerImpedanzanpassung vor dem Hornmund und Superhochtöner
  • Preis: ab 7400,- (Nuss, Kirsche, Buche), Testgeräte in
    Kernahorn 7.800,-
  • Maße & Gewicht: 100 x 34 x 42 cm (HxBxT), circa 35 kg/St.
  • Wirkungsgrad: 94 dB/1W/1m
  • Nenn-Impedanz: 8 Ohm
  • Sonstiges: Verkauf ab Werk
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller und Vertrieb:
Hornmanufaktur
Laritzgraben 61 | 8380 Jennersdorf |Österreich
Telefon: +43-(0)699-127 38 868
eMail: huepfel@hornmanufaktur.at
Web: www.hornmanufaktur.at

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Test: Hornmanufaktur Eurydike | Standlautsprecher

  1. 4 Test-Fazit: Hornmanufaktur Eurydike

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: stst Motus 2 Tonarm: stst Vertex Tonabnehmer: Zyx Yatra

Digitale Quellen: D/A-Wandler: RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip) Musikserver: Antipodes S40

Vorstufen: Hochpegel: SPL Elektor Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube SE II

Endstufen: Bryston 4B³

Lautsprecher: Horns FP12, Genelec 8020

Kopfhörer: Campfire Equinox, Grado PS500, Pioneer SE Monitor5, Austrian Audio Hi-X65

Kopfhörerverstärker: SPL Crimson 3 (Audio-Interface), RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip)

Kabel: Lautsprecherkabel: In-akustik Referenz LS-404 Micro Air NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: Boaacoustic Silver Digital Xeno

Rack: Horns EX

Zubehör: Stromfilter: Audioplan FineFilter S Sonstiges: Mehrfachsteckdose Audioplan PowerStar S, Gerätefilter Audioplan PowerPlant S, Netzleitungen Audioplan PowerCord, Netzteil (für DAC, Musikserver): Keces P8

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m