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Musical Fidelity

Creek Evolution 100A – Klangbeschreibung

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Creek Evolution 100A

Wobei, nochmal kurz auf „Pause“, Hinweis: Der Tester ist dem Röhrenkult verfallen. Pardon, dem Röhrenklang natürlich. Nach knapp einjähriger Romanze mit verschiedenen Kuschelverstärkern aus dem Hause Jadis müssen meine Lauscher deshalb erst wieder auf Transistor geeicht werden. Ein Job für den mausgrauen Kraftzwerg Abacus Ampino. Niemand könnte Schmuseöhrchen besser in die nüchterne Halbleiter-Realität zurückbefördern als der Lautsprecherkontrolleur aus Nordenham, wegen seiner geradezu neurotischen Neutralität von mir inzwischen liebevoll „Der Schweizer“ genannt.

Und ab dafür. Klingeldraht-Adapter eingestöpselt, Cinchkabel in die winzigen Buchsen gejuchtelt – und dann auf ins kalte Wasser. Einmal kurz geschüttelt. Klangfarben? Deutlich nüchterner. Grundtonwärme? So einige Grad Celsius weniger. Dafür klingt jetzt alles straffer, transparenter, linearer und auch ein bisschen frischer. Stimmt, so können Harbeth ja auch klingen. Auch gut. Anders gut. Der Röhrenzauber ist jetzt runter, ich fühle mich unbestechlich objektiv und bereit, mich auf den Creek Evolution 100A einzulassen.

Angeschlossen wird der Brite, wie ich’s immer mache: mit überkreuzter Ansteuerung am Bi-Wiring-Terminal der Lautsprecher. Roter Pol am Hochtoneingang, schwarzer Pol am Tief-Mittelton-Eingang; macht die Gesamttonalität harmonischer, jedenfalls ist das bei meinen Harbeth so.

Creek Evolution 100A Terminal

Was dann als Erstes auffällt, ist die angenehm feinstufige Lautstärkeregelung, die noch dazu auf dem großen OLED-Display des Creek Evolution 100A aus vier Metern Entfernung prima ablesbar bleibt. Solche Details finde ich sympathisch, weil kleine Sünden wie mickrige Displays oder eingeschränkte Fernbedienbarkeit gerade bei höherpreisigen Verstärkern – ich habe das Gefühl: aus demonstrativem Purismus – ein immer häufiger anzutreffendes Ärgernis darstellen.

Was als Zweites auffällt, und zwar bereits nach wenigen Takten Musik: Die Wärme ist zurück. Zusammen mit der sofort ohrenfälligen Ganzheitlichkeit und Bruchlosigkeit des Creek’schen Klangbilds ein sehr wohltuender Kompromiss auf etwa halbem Wege von Jadis nach Abacus. In dieser überraschend reifen, effekt- und überbetonungsfreien Homogenität und dem grundehrlichen, hochmusikalischen Understatement liegt denn auch die große Stärke des Evolution. Und die Schwäche des Testers. Denn wo sich keine Ecke und keine Kante im Klangbild in den Vordergrund spielen, fällt es umso schwerer, einzelne klanglichen Kriterien abzufrühstücken. Wir halten fest: keine Schwäche ohrenfällig, keine Stärke streberhaft vor die Nase gehalten – runde Sache, diese ersten Takte. Selten gehört in dieser Preisklasse. Also aufgemerkt und jetzt nochmal genauer hingehört.

Creek Evolution 100A Ringkern-Trafo

Was der Creek auf alle Fälle ist: ein Musiker. Was er nicht ist: ein Akademiker. Timing, Rhythmus, Pace, Flow – all sowas kann man dem Creek besten Gewissens attestieren. Musikalische Soft Skills, die dieser Groove-Maschine in bester britischer Tradition quasi in der DNA liegen. Detailauflösung, Raumausleuchtung, Separation von Stimmen und Instrumenten – da hingegen tummeln sich im 2.000-Euro-Bereich Konkurrenten, die eine Spur mehr Akribie und Auskunftsfreude an den Tag legen. Läge man ausschließlich derlei harte HiFi-akademische Kriterien zu Grunde, wäre der Creek im Mittelfeld zu suchen.

Seine große Stärke: Highfidele Erbsenzählerei im Sinne des Abhorchens verschiedener Klangmerkmale lässt der Brite erst gar nicht zu. Auf solche Dinge achtet man halt einfach nicht, wenn der Creek spielt, denn dafür musiziert er zu schlüssig, zu homogen und, verdammt nochmal: viel zu anmachend. Wäre ich nicht damit beauftragt, einen Testbericht zu schreiben, ich hätte an seine defensiv interpretierte Hochtonwiedergabe und das leichte Ineinanderlaufen von Klangquellen keinen einzigen Gedanken verschwendet. Warum? Nun, weil der Creek genau das macht, wofür ich auch meine Harbeth liebe. Er lenkt das Ohrenmerk aufs Wesentliche: weg von der Technik, hin zur Musik.

Wie? Schon zu oft gehört? Phrasendrescherei? Okay, Punkt für Sie. In der Tat werben immer mehr Hifi-Verkäufer mit der angeblichen „Musikalität“ ihrer Geräte, die plötzlich gar keine Geräte mehr sind, sondern „Instrumente“. So nutzen Händler, aber auch Hersteller die heimliche Sehnsucht langjähriger Hörer nach einem endgültigen Ausstieg aus der technikfixierten highfidelen Dauerkostenfalle zu ihrem Vorteil. Denn am Ende ist auch die gerühmte „Musikalität“ nur eine Masche, die nächst teure Kiste zu verticken. Da aber nun der Creek ein Gerät ist (oder ein Instrument, eine Apparatur, was immer Sie wollen), das wirklich im reinen Sinne „musikalisch reproduziert“, werden wir ihn mal damit beauftragen, diesen etwas hohlen PR-Begriff ein wenig mit Inhalt zu füllen.

Creek Evolution 100A seitlich

Und fragen: Was bedeutet „Musikalität“ ganz konkret beim Creek Evolution 100A? Nun, gesamttonal zunächst, dass alles wärmer, runder und sonorer klingt als der Durchschnitt vergleichbarer Halbleiter, weil Grundton und untere Mitten hier den Cantus Firmus spielen und die oberen Lagen very british daherkommen. Pro Wärme, contra Frische. Dass Melodien organischer fließen, Töne stärker miteinander verwoben und natürliche Instrumente länger und sorgfältiger ein- und ausschwingen und dafür ein bisschen an Grip und Attacke gespart wird. In Sachen Abbildung bedeutet Musikalität, dass analytische Seziererei des Gesamtklangs vermieden wird und die einzelnen Klangquellen dafür etwas weniger scharf konturiert dargeboten werden.

Musikalität im Bass? Ein Mittelweg. Hier liefert der Creek Volumen und Fundament, ohne Schlammschieberei zu betreiben. Punch und Kick gibt’s auch, aber eben nicht als Militärparade im Untergeschoss, sondern als knorrig-federnde Stütze. Man mag sich Bassattacken trockener wünschen; man mag auch ankreiden, dass etwa bei Kontrabässen das tieffrequente Volumen des Korpus ein wenig die darüber liegende Textur der Saitenzupfer überdeckt; doch man mag sich auch noch kurz gedulden, denn wir haben ja noch ein Ass im Ärmel. Beziehungsweise im Karton.

Creek Evolution 100A Rückseite

Musikalität in den Mitten – ja, das machen wir jetzt noch fertig – bedeutet: tolles Timing sowie Ehrlichkeit bei Klangfarben, allenfalls gibt’s eine Prise Wärme oder Schmelz extra, ansonsten wird nichts dazugetan, was nicht in der Aufnahme drinsteckt. Im Zweifel geht der Brite eher mild zu Werke, bleibt dafür aber frei von Verfärbungen und vermeidet jeden Anflug einer Überpenetration des Hörnervs durch pseudodirekte Präsenzbetonung. Klar gibt es woanders mehr Zackigkeit oder schillerndere Klangfarben oder mehr Direktheit – der Creek bietet aber von allem ein bisschen und macht damit die Mitte frei für den Hauptstrom der Musik. Ziemlich erwachsen für dieses kleine Ding.

Die musikalische Gretchenfrage im Oberstübchen: Brauche ich unendlich Auflösung, weil die echte Welt da draußen schließlich auch unendlich aufgelöst ist? Die musikalische Antwort des Creek: Ja, brauche ich – aber nur, wenn es auch wirklich Auflösung ist. Was ich nicht brauche, ist unendlichen Linearpegel, der nach oben hin dann einfach immer schlechter auflöst. Der Creek weiß, was er kann und was nicht – und blendet die Höhen aus, wo er keine Auflösung mehr bieten kann. Er gibt Verstärker in der Preisklasse, die Crashbecken nicht nur scheppern, sondern akustisch zerstäuben lassen und die Klavierläufe nicht nur perlen, sondern strahlen lassen. Dafür sind die dann weniger, wie es der Engländer nennt, „forgiving“. Bedeutet: Die Hochtondezenz macht schlechte Aufnahmen genießbar. Ob das nun britische Höflichkeit oder echte Stärke ist, mag der Hörer nach Gusto entscheiden. Meine persönliche Antwort: Wo beim Hören nichts vermisst wird, fehlt auch nichts. Punkt für Creek.

Creek Evolution 100A Front

Was nun ist eine musikalische Bühne? Wenn wir dem Creek Evolution 100A bei seiner Antwort sorgsam zuhören, dann Folgendes: Die Dimension der Bühne wird allein von der Aufnahme reguliert, es gibt keinen akustischen Zoom und keine künstliche Tiefenwirkung. Die Instrumente stehen etwas dichter zusammen als üblich und haben ein paar Kubikzentimeter weniger Luft um sich herum, damit das Klangbild bloß nicht zerklüftet. Dafür fehlt die letzte Portion Offenheit, Plastizität und Konturenschärfe in der Abbildung. Nein, keine Sorge, die Lokalisation von Schallquellen gelingt einwandfrei. Nur werden diese eben nicht im Pinpoint-Stil herausgeschält, sondern locker-lässig in den Raum gestellt. Eine Eigenheit, die mir vom vergleichbaren Naim XS und etwas abgemildert auch vom SuperNait 2 in Erinnerung geblieben ist und mich hier wie dort nie groß gestört hat. Im Gegenteil: Wer einmal versucht, im echten Konzertsaal mit geschlossenen Augen Einzelinstrumente zu lokalisieren, der wähnt sich in aller Regel näher an der typischen Creek- oder Naim-Abbildung als an jenen Millimeterpapier-genauen Tonskulpturen, die viele mondpreisige HiFi-Kolosse in den Wohnraum zimmern.

Abschließend – fast fertig mit unserem kleinen Grundkurs „musikalische Verstärkung“ – noch ein Wort zur dynamischen Herangehensweise des Creek. Denn hier ist der Evolution 100A bei allem Groove, den er intus hat, dann doch ein Schöngeist. Feindynamische Impulse verarbeitet der Evolution beispielsweise deutlich nuancierter als seine britischen „Klassenkameraden“ Rega Elict oder Naim XS. Im Groben schreckt der feine Creek dafür vor Overperforming zurück. Impulse werden weder nachgeschärft noch überrissen, was den Evolution grobdynamisch eben nicht zum Dopingsünder macht, der übereifrig losprescht, sondern eher zum ehrlichen Athleten, der die Antwort auf jede Frage nach Laut und Leise am Maßstab einer möglichst naturnahen Wiedergabe ausrichtet.

Creek Evolution 100A Schiftzug

Alles durch? Wunderbar. Wir sind fertig und bereit fürs erste Zwischenfazit. Et voilá: Der Creek ist – Überraschung! – ein waschechter Musiker von der Insel. Britisch dezent im Hochton sowie im Umgang mit selbstgefälligen Toneffekten, präsentiert er sich als schnörkelloser Allrounder, der bei keinem Genre und in keiner Disziplin grobe Schnitzer offenbart und hinter allen Arten von Musik kultiviert, homogen und verfärbungsfrei zurücktritt. Klingt gut. Und was? Langweilig? Finde ich nicht. Aber nun denn: Dopen wir den Briten jetzt mal. Und ziehen unser schwarzes Ass namens 50P aus dem Karton.

Creek Evolution 100A plus Creek Evolution 50P – Klang im Bi-Amping-Modus

Fürs doppelte Creekchen verbinden wir die „kleine“ Endstufe Evolution 50P per Cinchkabel mit dem Vorverstärkerausgang des 100A. Das nun erforderliche zweite Paar Lautsprecherkabel – Sie merken: „bi“ steht keineswegs für „billig“ – führt dann von der Endstufe zum Hochtoneingang der Harbeth, sodass der 100A mit seinen beiden Lautsprecherausgängen nunmehr exklusiv den Tief-Mitteltöner betreut. Ein zusätzliches Netzkabel für die Creek Evolution 50P ist schließlich auch noch fällig, und endlich: Wir haben statt der 110 Watt Evolution solo nunmehr ein 110 plus 50 Watt starkes Verstärker-Tandem am Start.

Creek Evolution 50P front

Mit welchem Effekt? Hypothese eins: Mehr HiFi, weniger Musik – weil die wunderbare Ganzheitlichkeit des Klangbilds aufgrund der nunmehr unterschiedlich wattstarken Ansteuerung von Hoch- und Tief-Mittel-Ton zerfällt und sich wegen zusätzlicher Kabelage Timingfehler und/oder Verfärbungen einstellen. Hypothese zwei: Noch mehr Musikalität – weil die guten Anlagen der Creeks durch separate Ansteuerung der Terminals jeweils ungestört herausgearbeitet werden können. Hypothese drei: Es tut sich gar nichts, denn angeblich – so die skeptische Theorie zum Bi-Amping – sollen klangliche Vorteile, sofern diese überhaupt zugestanden werden, sich messtechnisch im nicht hörbaren Bereich bewegen.

Also was nun: eins, zwei oder drei? Klare Antwort: zwei! Das Publikum von Highend-Messen und insbesondere der Highend in München zeigt zwar hin und wieder seltsame Reaktionen, hätte sich aber kaum von der gerade aufspielenden Doppel-Creek-Harbeth-Kombi zu Ovationen bequemt, wenn tatsächlich an den Hypothese eins oder drei etwas dran wäre. Nein: Die Hochton-Unterstützung durch die externe Endstufe lässt den 100A hörbar befreit und sogar eine schöne Ecke musikalischer aufspielen. Und obwohl die Unterschiede „mit“ und „ohne“ zumindest im Verbund mit den britischen Boxenkollegen Harbeth SHL5plus derart ohrenfällig werden, dass man’s eigentlich nicht braucht, fühlen wir dem Bi-Amping-Effekt noch einmal per Direktvergleich auf den Zahn.

John Scofield Überjam DeuxEs werde Groove! Das durchaus etwas arg mainstreamige Album Überjam Deux (auf Amazon anhören) des amerikanischen Jazz-Gitarristen John Scofield hat alles, was ein Testalbum braucht. Straff gespannte Snares, eine herrlich trockene, wohltexturierte Bassdrum, detailliert eingefangene Crashbecken, amüsant verzerrte Gitarrensounds und eine geradezu gleißende Ausleuchtung des Aufnahmeraums mit viel Luft zwischen den Instrumenten. Besonders leicht am Toe-Tapping-Syndrome erkrankt der Hörer beim Song „Cracked Ice“, der im Grunde aus kaum mehr als diffusem Gitarren-Schrubbeln, einer polkaartig stampfenden Bassdrum, einem 0815er-Basslauf sowie leicht debil vor sich hin rasselndem Schellenkranz besteht. Das Ganze kann über mittelmäßige Anlagen recht witzarm klingen, groovt über die doppelt Creek-verstärkten Harbeth jedoch schlicht und einfach wie die Hölle. Der Bass wirkt schlackenlos und griffig, sein Lauf gewinnt gegenüber dem solo betriebenen Evolution 100A dezent, aber hörbar an Präzision und Timing. Die Saiten wirken (kein Denkfehler, nur Metapher) straffer gespannt. Die zuvor bereits ordentlich ausgeleuchtete Bühne legt an Höhe, Breite (je ein bisschen) und Tiefe (ordentlich!) zu, wird also wortwörtlich dreidimensionaler, wobei der gesamte Klang und insbesondere das jeweilige Soloinstrument einen Schritt nach vorne machen – bis deutlich vor die Grundlinie der Lautsprecher. Zugleich wird die Abbildung einen Tick präziser und die Lokalisation konkreter. Dabei ist es vor allem das Soloinstrument, dessen Konturen hierbei geschärft werden.

Creek Evolution 50P oben

Neben dem Zuwachs an involvierender Räumlichkeit verfügt der Doppeldecker nun auch über abermals gesteigerte dynamische Fähigkeiten. In Sachen Detailauflösung tut sich wenig, allerdings bekommt der Hochtonbereich noch ein Schippchen an Offenheit und Ausdehnung obendrauf.

Ganz klar: Die beorderte Verstärkung lohnt sich. Doppelt klingt der Creek zwar nicht doppelt gut, und auch seine Schwächen, oder besser: Eigenheiten, werden nicht ausgemerzt. Die Creek Evolution 50P aber macht aus dem 100A ganz einfach eine bessere Version seiner selbst. Alle oben beschriebenen Stärken und auch die grundsätzliche Klangsignatur des Evolution 100A bleiben erhalten, doch zugleich fühlt sich alles eine Spur intensiver, schneller, kräftiger, unmittelbarer an. Kurz: Es involviert, ohne je zu nerven.

Nachteile? Kaum. Etwas Grundtonwärme mag durch das tonale Facelift auf der Strecke bleiben, und hier und da hat man das Gefühl, dass Musikern und Instrumenten ein doch ganz schön stramm sitzendes Korsett angelegt wurde. Kontrabässe etwa erhalten im Bi-Amping-Modus mehr Attacke und verlieren dafür etwas an Körper, akustische Gitarren wirken etwas kleiner und strammer als im Solo-Betrieb, aber diese Effekte verbleiben allesamt locker im Rahmen dessen, was man noch als natürliche Wiedergabe beschreiben würde. Und auch die Art, wie Kollege Scofield einem plötzlich mit seiner Leadgitarre unmittelbar vor der Nase herumfuchtelt, gerät keinesfalls „frontal“, weil derlei Direktheit beim Doppel-Creek eben nicht (wie bei vielen ad hoc „anmachend“ klingenden Artgenossen) durch eine Pegelanhebung im oberen Mittenbereich ergaunert wird, sondern eine Folge der plastischeren Abbildung und der umfassenderen Rauminformation im Superhochtonbereich ist.

Creek Evolution 50P XLR-Anschlüsse

Womit die Frage „Lohnt sich Bi-Amping?“ zumindest für die Kombination aus Creek Evolution 100A und Evolution 50P eindeutig mit „Ja“ beantwortet wäre. Allerdings mit einer Einschränkung: Das restliche Equipment sollte mindestens dieselbe Qualität wie beide Creeks zusammen haben. Denn: Sobald ich die Creek nicht am Haus-DAC Jadis JS2, sondern am günstigeren Chord Hugo betreibe, fällt der Effekt des Bi-Amping schon deutlich marginaler aus. Statt über Bi-Amping nachzudenken, würde ich bei einer solchen Konstellation zunächst einen höherklassigen DAC ausprobieren – oder den Creek erstmal mit der bluetoothfähigen DAC-Platine „Ruby“ ordern. Das Ding macht für seine knapp 600 Euro einen durchaus ordentlichen Job, und aufrüsten kann man später ja immer noch. Wobei ich angesichts der Qualität des Creek fast sagen würde: man sollte.

Test: Creek Evolution 100A & 50P | Endstufe, Vollverstärker

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