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Innuos 2.0 + Sense-App: Musikserver von Innuos nun mit deutlich verbesserter User Experience

von | 6. August 2021

Der Musikserver- und Streaming-Spezialist Innuos hat die Software, auf deren Basis seine Server arbeiten und gesteuert werden, runderneuert – Grund genug für uns, das neue System Innuos 2.0 einmal genauer anzuschauen, zumal wir die Server/Player der Portugiesen aus dem Redaktionsalltag gut kennen.

Die Innuos-Musikserver ZEN Mk3, ZENmini Mk3, ZENith Mk3 und Statement sind nach wie vor Linux-basierte Maschinen und nutzen Logitech Media Server (LMS) als Audioengine. Die Datenbankstruktur von LMS wurde allerdings durch eine komplett neu aufgebaute, proprietäre Struktur ersetzt und die bisherige Zweiteilung der Bedienung aufgehoben – für die Verwaltung des Servers und der Musikbibliothek gab es bis dato ein Web-Interface zur Steuerung der Audiowiedergabe-Apps von Drittanbietern wie Oranges Squeeze und iPeng. Ab sofort findet alles in einem User Interface statt, der Innuos-Sense-App, die Android- und iOS-Usern kostenlos zur Verfügung steht.

Innuos Sense App: Screenshot der Albenansicht

Innuos Sense App: Screenshot der Albenansicht

Innuos 2.0 – User Experience

Diese Einheitlichkeit verbessert die bewährt gute Usability noch einmal deutlich. Ein Beispiel: Man hört ein bestimmtes Album und stellt dabei fest, dass das hinterlegte Cover nicht so gut aussieht. Ein kurzer Tipper auf das Edit-Symbol, schon kann man ein neues Cover-Bild suchen, festlegen und weitere Dinge anpassen – und muss dazu eben nicht in ein anderes Programm wechseln.

Welches Coverbild soll's denn sein? Die Innuos-Sense-App biete intuitive Editiermöglichkeiten inklusive einer leistungsfähigen Cover-Suche

Welches Coverbild soll’s denn sein? Die Innuos-Sense-App biete intuitive Editiermöglichkeiten inklusive einer leistungsfähigen Cover-Suche

Positiv hervorzuheben ist auch, dass das UI nun zwar einheitlich ist, neben dem Weg über die Innuos-Sense-App aber auch der über das Webinterface (unter my.innuos.com) weiterhin möglich ist – es sieht genauso aus wie die App. Heißt im Alltag: Sie können den Innuos-Musikserver per Mobildevice plus App und mit jedem Computer im Heimnetzwerk, auf dem ein Browser installiert ist, ansprechen.

Überhaupt hat die Benutzerfreundlichkeit einen großen Schritt nach vorne gemacht – war das Anlegen von Playlisten und Favoriten über iPeng bisher doch etwas umständlich, so ist das nun viel intuitiver und „klickärmer“ gelöst. Auch die Möglichkeit, Alben und Tracks von Streamingdiensten mit einem Schritt in die eigene Bibliothek, in der auch die lokal auf der Festplatte gespeicherte Musik liegt, zu integrieren, fördert die Zugänglichkeit und minimiert den Suchaufwand.

Auch die Suchfunktion ist mit Innuos 2.0 leistungsfähiger geworden

Auch die Suchfunktion ist mit Innuos 2.0 leistungsfähiger geworden

Apropos: Die neue Suchfunktion läuft viel schneller und ist auch optisch deutlich ansprechender – sauber werden die Suchtreffer nach der eigenen Bibliothek und eingebundenen Streamingdiensten sowie nach Künstler, Album, Playlists und Tracks sortiert. Zudem stehen nützliche Filterfunktionen zur Verfügung.

Sie möchten bestimmte Alben aus der Musikbibliothek herausfiltern? Die entsprechenden Kriterien sind schnell gesetzt (hier: Quelle Qobuz, Auflösung Highres, Genre Jazz)

Sie möchten bestimmte Alben aus der Musikbibliothek herausfiltern? Die entsprechenden Kriterien sind schnell gesetzt (hier: Quelle Qobuz, Auflösung Highres, Genre Jazz)

Innuos 2.0 – Qobuz & Tidal

Neben besserer Usability ist als weiterer Pluspunkt die Integration von Streamingdiensten anzusehen, die nun auf einem ganz anderen Niveau angesiedelt ist. Qobuz ist schon komplett angebunden, bei Tidal stehen gewisse Funktionen noch aus.

Die Integration von Qobuz innerhalb der Innuos-Sense-App ist viel besser gelöst als zuvor

Die Integration von Qobuz innerhalb der Innuos-Sense-App ist viel besser gelöst als mit den App-Lösungen von Drittanbietern zuvor

Vergleicht man die Qobuz-eigene App mit Innuos Sense, fällt es schwer, echte Lücken auszumachen – okay, die Artikel, die auf der Qobuz-App zu lesen sind, fehlen bei Innuos, der Rest ist aber eigentlich gleichwertig gut aufbereitet. Und das ist ein großer Fortschritt, demgegenüber wirkt eine Lösung wie iPeng geradezu altmodisch.

Innuos 2.0 vs. Roon

Lässt sich die Kombination aus Innuos 2.0 und Sense-App mit einem System wie Roon vergleichen? Nicht wirklich – Roon bietet noch mehr Informationen und redaktionelle Aufbereitung an, orientiert sich am jeweiligen Hörgeschmack und macht Algorithmus-gestützte Musik-Vorschläge. Darüber hinaus bietet Roon DSP-Möglichkeiten inklusive der Integration von Korrekturdateien zur Raumeinmessung – und ist ein echtes Multiroom-System. Letzteres ist allerdings auch eine Idee, über die man bei Innuos nachdenkt.

Roon bietet also noch mal mehr und ist vor allem herstellerunabhängig. Allerdings werden viele den vollen Funktionsumfang gar nicht nutzen, und solche Anwender könnten mit der proprietären Innuos-Lösung sehr zufrieden sein, zumal sie zusammen mit der Hardware kommt und nicht noch extra bezahlt werden muss. Freilich lassen die Innuos-Musikserver einem nach wie vor die Wahl: Man kann sie weiterhin auch als Roon-Core oder -Endpoint betreiben, Die Sonos-Integration sowie die Möglichkeit, als UPnP-Server zu fungieren, sind ebenfalls erhalten geblieben.

Und akustisch?

Klanglich hat sich mit der neuen Softwareversion übrigens kaum etwas getan, allenfalls wirkt die Tiefenstaffelung ein wenig transparenter und die Abbildung etwas griffiger, aber das bewegt sich in homöopathischen Dosen. Im Wesentlichen ist Innuos 2.0 plus Sense-App also ein großes Funktions- und Usability-Update – und zwar ein ausnehmend gelungenes.

Weitergehende Informationen zu Innuos 2.0 finden Sie in den Inn-Sights des Herstellers.

Kontakt

Innuos
Ed. CACE, Lt.15, Escr.4 / Lot. Industrial de Loule
8100-272 Loule (Portugal)
Portugal

Telefon: +49(0)800-724 4538
E-Mail: sales@innuos.com
Web: https://innuos.com/

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