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Weiterer Störenfried: Jitter

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Ganz vorn im Boot, quasi am Steuerrad dieser subtileren Einflussfaktoren, sitzt der sogenannter Jitter. Jedes digitale Signal „lebt“ förmlich von zeitlicher Kohärenz. Ein DAC wird ein digitales Signal nur dann so verarbeiten können wie es auf dem Datenträger gespeichert war, wenn während der Übertragung keine Änderung an der zeitlichen Information des Signals vorgenommen wird: Dem Takt.

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USB/SPDIF-Adapter und Jitter-Minimierer: M2Tech HiFace

Der hier gemeinte Signaltakt – der zeitliche Aspekt des Digitalsignals – hat die gleiche Wichtigkeit wie der Takt bei Musikern: Einsätze von Musikern werden nur dann korrekt erfolgen, wenn in einem Orchester jede Reihe von Musikern zeitgleich dasselbe Taktsignal erhält (Dirigent). Bei der digitalen Musikverarbeitung resultieren Taktschwankungen der einzelnen Samples beziehungsweise Ungenauigkeiten bei der Samplefrequenz/Samplerate in Amplitudenschwankungen, wie sie in der Natur niemals vorkommen würden. Daher reagiert das menschliche Gehör so empfindlich auf diese Schwankungen.

Der Begriff Takt wird auch gern mit „Clock“ umschrieben, analog zum Metronom eines Musikers. Die Clock-Informationen werden bei einigen Digitalschnittstellen direkt mit dem digitalen Musiksignal quasi im „Huckepackverfahren“ übertragen. Was für ein Fauxpas! Die im Clock-Signal eingebetteten digitalen Musikinformation werden vom Empfänger (zum Beispiel einem DAC) mittels PLL-Technik (Phase-Locked-Loop, wird zur Anpassung eines Regelkreises/Schaltung an eine bestimmte Frequenz benutzt) zwar quasi eingetaktet, aber PLLs neigen leider zur Anpassung an das Eingangssignal und nicht umgekehrt. Die ursprüngliche Zeitinformation des digitalen Signals wird verändert. So können subtile, aber eben doch hörbare Amplitudensprünge entstehen.

Computer-Audio, Grundlagentechnik: Grundlagen & Grundbegriffe der digitalen Audiotechnik

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