Test: Accustic Arts Power 1 MK4 | Vollverstärker
Preis: ab 6.490 Euro

Cool durchs Chaos

Accustic Arts Power 1 MK4 | Vollverstärker

Jochen Reinecke / September 2016

In Lauffen am Neckar beschäftigt man sich seit beinahe 20 Jahren mit allem, was das Musik-Herz begehrt – neben Verstärkern, CD-Spielern, DACs, Streamern und Zubehör hat Accustic Arts (www.accusticarts.de) auch ein audiophiles Musiklabel im Portfolio. Trotz zahlreicher technischer Neuentwicklungen, gerade im Bereich der Referenz-Serie, pflegt man aber auch die bestehenden Gerätelinien. Nicht immer muss eine Komponente ja von Grund auf neu entwickelt werden, manchmal tun es auch inkrementelle Fortschritte. Das zeigt sich am Stereo-Vollverstärker Power I, der nunmehr in der vierten Inkarnationsstufe vorliegt.

Accustic Arts Power 1 MK4 | Rückseite und Anschlüsse
Der Accustic Arts Power 1 Mk4 weist nun auch XLR-Inputs auf

Dass hier einiges grundlegend anders als bei den Vorgängermodellen ist, zeigt ein Blick auf die Rückseite. Während der Power I MK3 ausschließlich unsymmetrische Hochpegeleingänge aufwies, kommt der MK4 nun „nur noch“ mit drei unsymmetrischen Eingängen, dafür wurden ihm zwei symmetrische XLR-Eingänge spendiert. Doch damit nicht genug – ich fragte den Geschäftsführer Joachim Voss, auf welche Neuerungen sich der geneigte Käufer noch freuen darf. Seine Antwort:

„Das grundlegende Design des Power I wurde auch in der Version MK4 beibehalten. Ziel dieser Evolutionsstufen gegenüber der Vorgängerversion MK3 war die Implementierung symmetrischer Eingänge, die mit Hilfe ausgesuchter Bauteile sehr hochwertig ausgeführt sind. Das ist im grundlegenden Design der wichtigste Unterschied, bedingt eine andere Signalführung, weitere Bauteile und somit viel Feintuning auf den Leiterplatten. Der Netztrafo wurde ebenfalls überarbeitet und bietet nun durch den Einsatz von äußerst hochwertigem Kernmaterial aus Schweizer Produktion eine noch besser Abschirmung und Performance. Ein weiterer Unterschied ist die neue System-Fernbedienung, die auch andere Geräte aus dem Hause Accustic Arts steuert und serienmäßig dem Power I MK 4 beiliegt.“

Accustic Arts Power 1 MK4 | Front

Geblieben sind die Pre-Out-Ausgänge, auch die Frontplatte zeigt keine weiteren Überraschungen: Einen sämig laufenden Lautstärkesteller, einen runden, soliden Eingangswahlschalter – übrigens beide aus massivem Messing – sowie drei LEDs, die über Betriebszustände informieren. Und natürlich gibt es auch wie beim Vorgänger die Möglichkeit, einen Kopfhörer anzuschließen.

Was die inneren Werte angeht, hat man sich bei Accustic Arts im Zweifelsfall aufs Klotzen statt Kleckern besonnen: Die acht Feldeffekttransistoren, die die Leistungsverstärkung übernehmen, wurden gematcht und selektiert, der Netztrafo kommt mit getrennten Wicklungen für Vor- und Endstufensektion sowie linken und rechten Kanal. Das Netzteil wird von 80.000 Mikrofarad Siebkapazität flankiert, was eine Ausgangsleistung von 2 x 135 Watt an 8 Ohm resultieren lässt – und eine integrierte, nicht im Signalweg liegende Schutzschaltung greift ein, wenn der Amp ins Clipping gerät oder sich Hochfrequenzschwingungen aufzuschaukeln drohen.

Accustic Arts Power 1 MK4 | innen

Was mir schon beim Vorgängermodell gefallen hat, ist auch hier wieder einmal die extrem gute Verarbeitung und die tolle Materialauswahl: Vollmetallgehäuse, Frontplatte aus microliertem Aluminium, die schon erwähnten schweren, präzise und vollständig unwuchtfrei laufenden Lautstärke- und Quellenwahlknöpfe, exakt eingepasste, bombenfest sitzende Anschlüsse – und nicht zuletzt werden auch der großzügige massive Kühlkörper sowie der geschirmte und vergossene 600-VA-Ringkerntrafo ihren Beitrag dazu leisten, dass die Waage am Ende 22 Kilogramm anzeigt.

Nun geht’s aber los: Per XLR den CD-Player/DAC C.E.C. CD5 angekabelt, hinten am Gehäuse den harten Netzschalter bedient – ein wenig gewartet, und dann Vorhang auf ...

Accustic Arts Power 1 MK4 in Schwarz
Den Accustic Arts Power 1 Mk4 gibt's auch in Schwarz

 

Händler, die Accustic Arts führen:

 

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Im Test:

Vollverstärker:
Accustic Arts
Power 1 MK4

Preis: ab 6.490 Euro

Hersteller/Vertrieb:
ACCUSTIC ARTS Audio GmbH

Telefon:
(07133) 97477-0

eMail:
info@accusticarts.de

Web:
www.accusticarts.de


 
Größe des Hörraums:
Grundfläche: 32,5 m²
Höhe: 3,6 m

 

Equipment:

Quelle:

C.E.C. CD 5
iPod classic 5 160GB mit Pure i-20 Dock
Notebook mit foobar und Logitech Squeezebox-Server
Rega RP-1 mit Ortofon RED
B.M.C. PureDac

Verstärker:

Pro-Ject Phonobox MM
Abacus Preamp 14 Vorstufe
Abacus Ampollo Endstufe
Audreal MS-3 Monoblöcke
Trends Audio TA 10.2 Vollverstärker

Lautsprecher:
Tannoy Turnberry Gold Reference
Quadral Rondo
Nubert nuBox 101

Kabel:
Goldkabel Profi (NF)
Oehlbach XXL Series 7 MKII (digital, koaxial)
Oehlbach XXL Serie 80 (digital, Toslink)
Ortofon SPK 500 (LS)
Real Cable OFC 400 (LS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vier versus drei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

innere werte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nun geht's aber los