Artikel: Internationale Funkausstellung 2008 in Berlin

Hifi?

ifa 08

September 2008 / von Jörg Dames

Schön, Sie interessieren sich also dafür, was auf der vor ein paar Tagen zu Ende gegangenen IFA 2008 so los war ... Und das, obwohl Sie - aller Wahrscheinlichkeit nach - fairaudio nicht unbedingt deswegen angesteuert haben, um sich über die neuesten Entwicklungen in Sachen Spülmaschinen, Kühlschränke und Navigationsgeräte auf dem Laufenden zu halten. Ja, ja - der Bereich HiFi führt, sofern man mit anderen, angesagteren Themen Vergleiche zieht, mittlerweile eher ein Mauerblümchendasein auf der Internationalen Funkausstellung Berlin.

Um aber nicht gleich vollends in die Jammerharfe zu greifen: In diesem riesigen, knapp 200.000 Quadratmeter umfassenden Reich der "Unterhaltungselektronik" existierte doch auch dieses Jahr wieder so etwas wie ein highfideles gallisches Dorf - sprich ein eigener Bereich, der in der Tat ausschließlich dem Thema HiFi gewidmet war. Von der an ganz unterschiedlichen Ecken des Messegeländes anzutreffenden HiFi-Diaspora (u.a. reson und Sun Audio) mal ganz zu schweigen. Immerhin also ...

Und interessanterweise stand der Beginn unseres Streifzuges durch das HiFi-Dorf gar im Zeichen richtig alter HiFi-Schule. Der französische Vertrieb Innovadis hatte nämlich eine ziemliche Besonderheit in petto: Die Elipson 4240 - kein Serienlautsprecher, sondern ein waschechter Oldtimer, der wohl in den 80er Jahren für Furore sorgte und damals für umgerechnet (nach heutigen Maßstäben vergleichsweise schlappe) 3.000 Euro zu haben war.

elipson

Leider sind wir des Französischen nicht mächtig und wenn sich der (zusätzlich deutsch und englisch beherrschende) Herr Borhane Trabelsi nicht irrte, dann sollte das Gehäuse der 4220 tatsächlich aus Bimsstein bestehen ... Na, ich weiß nicht. Fest steht aber in jedem Fall: Elipson (www.elipson.com) feiert dieses Jahr 70jähriges(!) Firmenjubiläum und will nächstes Jahr mit neuen Modellen, die sich zum Teil wohl an die alte 4240 anlehnen, auch den deutschen Markt in Angriff nehmen.

Etwas überraschend stießen wir als nächstes auf GENELEC (www.audioexport.de): Der seit 1978 existierende finnische Hersteller ist ja vornehmlich in der Studiobereich zu Hause und wird in der HiFi-Szene allenfalls als Geheimtipp gehandelt. Herr Terho Svolainen erklärte uns aber, dass man künftig ebenso den "Consumer Market" ins Visier nehmen will:

genelec

Zum Beispiel mit dem Miniwandler Genelec 6010A, der Dank seiner Aktivtechnik direkt von einem Vorverstärker, einer Soundkarte o.ä. mittels Cinch-Verbindung angetrieben werden kann,genelec aufgrund spezieller Schutzschaltungen vor Überlastung sicher ist und auch für sehr kurze Hörabstände geeignet sein soll. Preislich liegt der 6010A bei 500 Euro/Paar, farblich kann man zwischen anthrazit, weiß oder silbermetallic wählen. Mit dem zugehörigen Subwoofer 5040A (500 Euro) soll's dann sogar bis 35Hz hinunterreichen ...

Im Test:

Vollverstärker:
Dussun V8

Audiochina GmbH
www.dussunpower.org

UVP: 1.200 EUR


 

Equipment:

Quelle:

Audiomeca Obsession II
Creek Destiny

Verstärker:

Accuphase E-212
Classic 6.6
Creek A 50i
Lua 4040C

Lautsprecher:

Thiel CS 2.4
ZU Druid mk4
Sehring 703 SE
Spendor S3/5
Sonics Argenta

Kabel:

NF: Straight Wire Virtuoso, Zaolla Reinsilber NF

LS: Ortofon SPK 500, Straight Wire Rhapsody, HMS Al Cinema

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gallisches dorf ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

oldtimer!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

studioarbeiter