fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Totem Acoustic Element Ember | Lautsprecher
Preis: 5.684 Euro

Aus der Tarnung gelockt

Totem Acoustic Element Ember

Januar 2013 / Martin Mertens

Auf der letzten internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin wurde erstmals ein funktionsfähiges Passiv-Radar vorgestellt. Ein solches Radarsystem sendet selbst keine Radarwellen mehr aus. Damit trägt es nicht mehr zum Elektrosmog bei, der ja im Verdacht steht, uns HiFi-Verrückten den Sound zu versauen. In anderen Kreisen ist es dagegen viel entscheidender, dass das passive Radar die Stealth-Technologie unwirksam macht. Mit dieser Technologie tarnen die Militärs dieser Welt ihre geheimsten Waffen vor dem gegnerischen Radar. Warum ich das hier anführe? Nun, eigentlich als Versuch zu rechtfertigen, warum wir die Lautsprecher der Firma Totem nicht schon länger auf unserem audiophilen Radar haben.

Die Lautsprecher der „Element“-Reihe des kanadischen Lautsprecherherstellers Totem sehen nämlich mit ihren angeschrägten Wänden so aus, als wäre ihr Design durch die genannte Tarnkappen-Technologie inspiriert worden. Was natürlich nicht der Fall ist – im Gegenteil: Der in der Schweiz ansässige Vertrieb High-End Company ist bemüht, die Lautsprecher in unseren Gefilden bekannt zu machen - quasi also vermehrt aus der Tarnung zu locken.

Im Hinblick auf die Designgebung geht es dann auch vielmehr darum, parallele Wände, zwischen denen sich stehende Wellen bilden können, zu vermeiden. Diese Technik ist nicht neu. Sie wird aber wegen der aufwändigeren Fertigung solcher Gehäuse nur von der Minderheit der Hersteller angewendet. Und bei denen, die den Aufwand nicht scheuen, erfreuen sich meist nur die Top-Modelle eines solchen Designs. So auch bei Totem. Die Lautsprecher der Element-Reihe sind die Spitzenmodelle von Totem. Element Metal und Element Earth sind mittelgroße Standboxen, Element Fire und Element Ember Kompaktboxen, wobei die Element Ember, um die es hier geht, das kleinste Modell der Reihe ist. Die Element Wood schließlich ist ein Center Speaker. In der Entwicklung befindet sich noch ein Subwoofer, der Element Water heißen wird. Die Lautsprecher der anderen Baureihen sind konventionell gestaltet.

Totem Ember

Spitzenmodelle, andere Baureihen - ja, Sie haben richtig gelesen: Bei Totem handelt es sich definitiv nicht um eines der momentan wie Gras aus dem Boden sprießenden Startups in der Unterhaltungselektronik, die ein Allerweltsprodukt neu erfinden, indem sie es im schicken, weißglänzenden iDesign herausbringen. Totem baut schon seit 25 Jahren Lautsprecher. Und zwar keine kurzlebigen Lifestyle-Produkte, auch wenn man das aufgrund des - zumindest für die High-End Branche - erfreulich frischen Markenauftritts vermuten könnte. So wird beispielsweise das bisherige Kompaktboxen-Spitzenmodell, das auf den schlichten Namen Model-1 hört, seit über 20 Jahren gebaut.

Rechtfertigt das alles nun, die Lautsprecher extra über die Schweiz aus Kanada kommen zu lassen, wo es sich doch auf den ersten Blick nur um die x-te Variation des Themas Zwei-Wege-Bassreflex-Kompaktbox handelt? Und ist das Ganze dazu noch die recht stattliche Summe von knapp 5.700 Euro wert, die für ein Pärchen der Totem Element Ember fällig wird? Wir werden sehen.

 

 

 

Im Test:

Lautsprecher:
Totem Acoustic Element Ember

Preis: 5.684 Euro

Vertrieb:
HIGH-END COMPANY AG

Telefon (Schweiz):
+41-71 911 86 90
eMail: info@highendcompany.ch
Web: www.highendcompany.ch


 

Equipment:

Quellen:

analog:
Thorens TD 160 HD
(mit TP250 Tonarm &
Benz Micro MC Gold
Tonabnehmer)

digital:
Creek CD 43 Mk II
Logitech Transporter

Verstärker:

Phono-Pre:
Lehmann Black Cube SE II

Vollverstärker:
Jadis Orchestra blacksilver
Exposure 2010 S
Musical Fidelity AMS 35i

Lautsprecher:
Gaithain ME150
Thiel SCS4

Kabel:
NF: Vampire CC
LS: Fast Audio Compact 6M in Biwiring-Konfiguration

Stromversorgung: Audioplan FineFilter S, Mehrfachsteckdose PowerStar S, Gerätefilter PowerPlant S, Netzleitungen PowerCord

HiFi-Rack: BassoContinuo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tarnkappendesign?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

erfreulich frisch