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HiFi-Lexikon: Klangfarbe

Die Klangfarbe wird hauptsächlich durch das Frequenzspektrum, also das Verhältnis des Grundtons zu den Obertönen bzw. der Obertöne zueinander bestimmt. Verschiedene Instrumente haben verschiedene Obertonspektren, die wie ein Fingerabdruck das Instrument erkennbar machen. Dieser Fingerabdruck lässt eine Trompete anders klingen als eine Geige, obwohl auf beiden (beispielsweise) der Kammerton gespielt wird. Wichtig hierbei ist auch das Einschwingverhalten, also der zeitliche Verlauf des Spektrums und der Lautstärke in den ersten Sekundenbruchteilen.

Was das Hörerlebnis in der Praxis angeht, ist natürlich nicht zuletzt die Tonalität einer HiFi-Komponente maßgeblich für die Darstellung von Klangfarben: Fehlt es etwa an Grundtonwärme werden die meisten Hörer z.B. die Wiedergabe eine Akustikgitarre als (farblich) zu hell oder kalt empfinden. Gibt sich der Hochton dagegen überprononciert, mögen eine Hi-Hat oder ein Becken zu silbrig oder grell wirken.

Andererseits können sich Klangfarben auch bei gegebener Tonalität unterscheiden: Viele auf die Attackphase, auf den „schnellen Antritt“ von Tönen ausgerichtete und das Sustain, quasi den Körper, das „Ausmalen“ von Tönen vernachlässigende Geräte lassen Klangfarben etwas fahler, dünner erscheinen.

Farbig tönende Komponenten differenzieren Instrumente besser, wirken satter/voller, was man womöglich gar mit (vermeintlicher) tonaler Wärme in der Wiedergabe gleichsetzen könnte, aber mit von einem angehobenen Grundtonbereich o. ä. ausgehender tonaler Wärme freilich nichts zu tun hat.


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Bass-Bereich | Beugung (Diffraktion) | Dezibel | Dopplereffekt | Dynamik (-umfang) | Frequenzbereiche (Bass-, Mittelton-, Hochtonbereich) | Geräusch | Grundton-Bereich | Hochton-Bereich (Höhen) | Interferenz | Klang | Klangfarbe | Mittelton-Bereich (Mitten) | Oberton | Oktave | Phase | Phon | Resonanz | Rosa Rauschen | Sone | Ton | Weißes Rauschen