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Testfazit: Trenner & Friedl Osiris

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Testfazit: Trenner & Friedl Osiris

Die Trenner & Friedl Osiris sehen genial aus, sind wohnraumfreundlich, nämlich wandnah aufzustellen und vom Konzept und von den verwendeten Materialien her auf Nachhaltigkeit und Werterhalt ausgelegt. Und auch klanglich machen sie ganz viel richtig. Das beginnt im sehr variablen Bassbereich, der sämtliche Spielarten von mächtig bis knochentrocken beherrscht, geht über eine straighte, eher schlankere Mittenwiedergabe bis hin zum gut auflösenden Hochton, der Strahlkraft bietet, ohne zu Schärfen zu neigen. Dabei bieten sie ein top Timing und lassen sowohl grob- wie feindynamisch nichts anbrennen.

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Klar, zwei 6,5-Zoll-Chassis kommen bei der Beschallung eines Lofts an ihre Grenzen, insofern eignen sich die Osiris eher für kleinere bis mittlere Räume. Unter beengten Verhältnissen sollte man prüfen, ob sich ein Hörabstand von um die 3 Meter realisieren lässt. Ansonsten geben sich die altägyptischen Gottheiten erfreulich kompatibel.

Verstärkerseitig würde ich dazu neigen, die Osiris mit einem kräftigen Röhrenamp zu kombinieren. Bei einem Wirkungsgrad von knapp 89 dB und einer Impedanz von 8 Ohm mit, wie Trenner & Friedl schreiben, „röhrenfreundlichem? Impedanzverlauf, sollten sich da einige geeignete Spielpartner finden. Davon würde ich mir den letzten Kick in den stimmlichen Lagen versprechen.

Steckbrief Trenner & Friedl Osiris:

  • Der Bass der Osiris reicht in Anbetracht der Tatsache, dass hier lediglich zwei 6,5-Zoll-Chassis in einem mäßig großen Gehäuse arbeiten vergleichsweise tief herunter. Er ist kontrolliert und hat, wenn nötig, Durchsetzungsvermögen, kann aber federnd und swingend klingen, ganz wie es die Musik erfordert. Trotz wandnaher Aufstellung neigt er nicht zum Dröhnen – im Gegenteil, bei allzu freier Aufstellung verliert er an Souveränität.
  • In den Mitten überzeugen die Osiris mit sauberen Klangfarben. Insgesamt sind sie hier eher etwas schlanker abgestimmt, was für einen sehr transparenten Klangeindruck sorgt. Das Auflösungsvermögen im Mittenband ist in Ordnung, aber auch nicht die Paradedisziplin der Österreicherinnen.
  • Der Hochton der Osiris hat Strahlkraft und gibt sich wiederum sehr gut aufgelöst. Obwohl sich die Lautsprecher hier nicht künstlich zurückhalten, gibt es keine Schärfen – außer, sie werden von der Musik vorgegeben.
  • Beachtlich ist die räumliche Abbildung der Osiris, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass sie wandnah stehen sollen. Sie machen eine breite Bühne auf, die auch eine ordentliche Tiefendimension bietet – wobei hier bei anderen, frei aufgestellten Konzepten in dem einen oder anderen Fall schon noch mehr geht. Alles in allem wird eine plastische Abbildung mit hoher Lokalisationsschärfe geboten.
  • Als ein besonderes Talent möchte ich das exzellente Timing herausstellen. Rhythmisch spielen die Osiris auf den Punkt, die Wiedergabe klingt authentisch und kohärent. Fein- wie grobdynamisch bieten die Osiris mehr, als man ihrer Größe zutraut. Bei bestimmungsgemäßem Einsatz in nicht zu großen Räumen taugen sie pegelmäßig durchaus zur Partybeschallung. Kompressionserscheinungen sind ihnen fremd. Andererseits geht auch leises hören gut.
  • Die Verarbeitung, das gelungene Aussehen sowie der Anspruch von Trenner & Friedl, nachhaltige Produkte herzustellen, verdienen noch mal besondere Erwähnung.

Fakten:

  • Modell: Trenner & Friedl Osiris
  • Konzept: Zweiwege-Bassreflex-Standboxen mit Koaxialchassis in Downfire-Hornreflex-Gehäusen
  • Preis: 5.990 Euro
  • Maße und Gewicht: 85 cm × 36 cm × 37 cm (H×B×T), 25 kg
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Kennschalldruck: 88.7 dB (2.83V/1m)
  • Ausführungen: Walnuss natur, Walnuss amaranth, Walnuss mocca, andere auf Anfrage
  • Sonstiges: Cardas-Anschlussterminal
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Audiovertrieb Barisic & Partner KG
Pradlerstraße 3 | A-6020 Innsbruck
Telefon: +43 676 590 6026
E-Mail: info@audiovertrieb.com
Web: www.audiovertrieb.com

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Vincent

Test: Trenner & Friedl Osiris | Standlautsprecher

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: stst Motus 2 Tonarm: stst Vertex Tonabnehmer: Zyx Yatra

Digitale Quellen: D/A-Wandler: RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip) Musikserver: Antipodes S40

Vorstufen: Hochpegel: SPL Elektor Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube SE II

Endstufen: Bryston 4B³

Lautsprecher: Horns FP12, Genelec 8020

Kopfhörer: Campfire Equinox, Grado PS500, Pioneer SE Monitor5, Austrian Audio Hi-X65

Kopfhörerverstärker: SPL Crimson 3 (Audio-Interface), RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip)

Kabel: Lautsprecherkabel: In-akustik Referenz LS-404 Micro Air NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: Boaacoustic Silver Digital Xeno

Rack: Horns EX

Zubehör: Stromfilter: Audioplan FineFilter S Sonstiges: Mehrfachsteckdose Audioplan PowerStar S, Gerätefilter Audioplan PowerPlant S, Netzleitungen Audioplan PowerCord, Netzteil (für DAC, Musikserver): Keces P8

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m