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Test-Fazit: Teac AI-2000 und CD-2000

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Teac AI-2000 und CD-2000

Beim Schreiben dieser Zeilen überlege ich, ob der alte Spruch „Getrennt marschieren, gemeinsam schlagen“ auf die Teac-Kombi zutrifft. Irgendwie schon. Doch Amp wie CD-Spieler haben auch jeweils für sich das Zeug, bestehende Ketten zu bereichern.

Teac Distinction 200 Kombi

Der CD-2000 sammelt dabei Sympathiepunkte für seine USB-Schnittstelle, mit der er auf PCs oder Macs gespeicherten Musikbibliotheken eine hochwertige Wiedergabemöglichkeit über die HiFi-Anlage bietet. Aber nicht nur das: Schließlich spielt er auch SACDs auf hohem Niveau ab und verfügt mit seinem symmetrischen Ausgang über ein in dieser Preisklasse nicht selbstverständliches Feature. Die massive Verarbeitung und das zurückhaltend-vornehme Design unterstreichen seine Wertigkeit. Aufgrund seines in den Mitten vollmundigen und im Bassbereich kraftvollen Klangcharakters macht es Sinn, diesen Player eher in Ketten zu integrieren, die tonal nicht unbedingt in die gleiche Richtung tendieren.

Teac 2000er-Kombi

Er harmoniert gut mit dem Integrierten AI-2000, der mit souveräner Kraftentfaltung antritt und weder bei großen Dynamiksprüngen die Puste noch bei komplexem Musikmaterial die Übersicht verliert. Auch der Teac-Vollverstärker mag es im „untenrum“ durchaus kräftig, wirkt dabei aber konturierter und austrainierter als der Player. Vor allem via XLR verbunden, ergänzen sich die beiden zu einem rundum musikalischen, vollmundig, aber gleichsam lässig, recht groß und rhythmisch tönenden Duo für eigentlich jeden Musikgeschmack. Saftigen Rock und Pop können sie genauso wie Bigband oder das „kleine Besteck“. Mir ist bewusst, dass der Begriff „Allrounder“ nicht durchgängig positiv besetzt ist, hier aber meine ich dieses Attribut ausschließlich so. 2.500 Euro sind für viele hart verdientes Geld. Geld, das hier gut angelegt scheint: Teacs solide Mittelbauten können Freunde fürs Leben werden.

Teac CD-2000

Der SACD/CD-Player Teac CD-2000 …

  • spielt CDs wie SACDs ab und kann dank USB-Schnittstelle als D/A-Wandler eingesetzt werden.
  • zeigt einen tief hinab reichenden, recht voluminösen Bass, der tendenziell bis in die unteren Mitten hinaufreicht und für einen „satten“ Grundton sorgt. Das ist zwar nicht im audiophilen Sinn neutral, aber auch nicht unangenehm, weil nie zu dick aufgetragen wird. Bei Verwendung der symmetrischen Ausgänge kommt der Tieftonbereich übrigens immer noch kräftig, aber etwas schlanker, konturierter und straffer zu Gehör.
  • spielt auch in den Mitten mit einer Tendenz ins Füllige, ohne dabei an Präsenz einzubüßen. So wirken Gesangsstimmen mitunter etwas voluminöser als es die „Software“ hergibt, diese Eigenart verdeckt jedoch nichts – Nuancen und Details sind trotzdem präsent.
  • schafft am oberen Frequenzende den Spagat zwischen Feinzeichnung, Detailliebe, Luftigkeit und Transparenz, ohne ins „Analytische“ abzudriften.
  • präsentiert keine übertrieben große, aber doch als großzügig zu bezeichnende Raumdarstellung in Tiefe und Breite sowie eine realistische Staffelung und Ortbarkeit. Die Relationen passen gut zueinander.

Teac AI-2000

Der Vollverstärker Teac AI-2000 …

  • hat Kraft. Und das hört man. Jederzeit souverän, auch bei großen Dynamiksprüngen. Egal welcher Lautsprecher angeschlossen ist, der Teac-Amp macht ihm „Beine“.
  • spielt dabei mit Rhythmusgefühl, also zackigem Timing und flüssiger Musikalität.
  • bringt einen tiefen und dabei sehr sauber strukturierten Bassbereich zu Gehör, der „ganz unten“ eher böse grollt als dröhnt.
  • bindet die darüber angeordneten Frequenzbänder völlig bruchlos an und schafft somit ein über das gesamte Wiedergabespektrum schlüssiges Bild. Der Bereich des Mittenbandes (Stimmen, Naturinstrumente) wird agil und präsent dargestellt. Dadurch wirkt der Gesamtvortrag lebendig und beweglich.
  • Raumdarstellung und Tiefenstaffelung sind großzügig, jedoch in der Gesamtschau auch nicht übertrieben groß. Die Ortbarkeit von Einzelereignissen ist sehr exakt.
  • präsentiert die oberen Lagen detailreich, sauber aufgelöst und gut durchhörbar – mit leicht samtigem Charakter. Die Hochtondarstellung gewinnt, wenn der Amp via XLR-Verbindung angeschlossen wird, an Facettenreichtum und Brillanz.

Fakten:

CD-Spieler Teac CD-2000:

  • Preis: 1.000 Euro
  • Abspielbare Formate: CD, SACD, CD-R, CD-RW
  • Maße & Gewicht: 435 x 116 x 366 mm (BxHxT), 7,2 kg
  • Farben: Silber, Schwarz
  • Eingänge: USB-2.0-Anschluss für PC/Mac
  • Ausgänge: analog: 1 x unsymmetrisch (Cinch), 1 x symmetrisch (XLR), digital 1 x koaxial
  • Sonstiges: Systemfernbedienung
  • Garantie: 2 Jahre

Vollverstärker Teac AI-2000:

  • Preis: 1.500 Euro
  • Maße & Gewicht: 435 x 154 x 403 mm (BxHxT), 14 kg
  • Farben: Silber, Schwarz
  • Eingänge: 5 x Cinch (1 x Phono (MM), 3 x Hochpegel, 1 x Bypass), 1 x XLR (Hochpegel)
  • Ausgänge: 1 x Preout (Cinch), 1 x Kopfhörerausgang (6,3 mm), Terminal für 2 Paar Lautsprecher
  • Sonstiges: Systemfernbedienung
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:
Teac Europe GmbH
Bahnstraße 12 | 65205 Wiesbaden-Erbenheim
Telefon: 0611 – 7 15 80
eMail: info@teac.de
Web: www.teac.eu

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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