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Klang Teac Distinction 2000er-Kombination (II)

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Anders dagegen „The Fear“ (Album: Every Kingdom) des jungen, britischen Newcomers Ben Howard. Bei dieser recht sparsam instrumentierten Aufnahme bekommt man einen guten Raumeindruck vermittelt. Gesangsstimme und Leadgitarre stehen scharf umrissen Ben Howard/Every Kingdomeindeutig im Vordergrund, die Band fächert sich fast klassisch halbkreisförmig hinter ihm auf, das Schlagzeug steht offenbar leicht versetzt links hinter ihm. Wobei auch das natürlich in der Postproduktion so „hingedreht“ worden sein kann. Aber die Illusion funktioniert. Sehr schön auch das präsent eingefangene Intro von „Everything“, in dem das Umgreifen Howards auf seinen Gitarrensaiten sehr direkt zu hören ist, inklusive einem im Hintergrund rauschenden Gitarrenverstärker. Interessant ist übrigens, das meine zum Vergleich herangezogene „1000er“-Kombi von Yamaha (CD-Player CD-S 1000, Vollverstärker A-S 1000), im direkten Kontrast – obschon ebenfalls leicht warm abgestimmt – klanglich etwas nüchterner rüberkommt, vor allem bei Stimmen.

Teac CD-2000 von Innen

Für alle, die darauf warten: Tendenziell gilt das bisher zur klanglichen Performance gesagte auch für die Wiedergabe über den USB-Port des CD-2000 sowie den Phono-Pre des AI-2000.

Erfreulicherweise handelt es sich bei dem integrierten Entzerrer-Vorverstärker nicht um ein Alibifeature, sondern um ein klanglich ernstzunehmendes Ausstattungsdetail des Teac-Amps. Zeigt etwa das beim renommierten Label „Stockfisch“ produzierte Bassface Swing TrioBassface Swing Trio (Album: … plays Gershwin) über meinen externen Lehmann Audio Black Cube Statement eine anspringende Spielfreude, Lebendigkeit, Spontanität, Farbkraft und Detailfülle, nimmt sich der integrierte Phono-Pre in seiner Darstellung in allen Belangen etwas „blasser“, in Details leicht verschliffener aus – etwa beim knarzig-trockenen Kontrabass. Allerdings wirklich nur im Direktvergleich fällt dann auch auf, dass die externe Lösung Räume mit mehr Tiefe und Luft abbildet. Das geschieht aber alles nicht in einem Ausmaße, das gegen den eingebauten Pre spräche. Für Gelegenheits-Vinylisten reicht er vollkommen aus.

Teac

Als Schmankerl darf der USB-2.0-Port des Teac CD-Spielers durchgehen. Meine iTunes-Mediathek, die ich von meinem iMac über den Cirrus-Logic-Wandler des Players schickte, klang durchweg sehr satt, druckvoll und auf den Punkt. Selbst 128-kbit-AAC-Files – klanglich nun wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss – ertönten ohne Kompressionseffekte und störende Artefakte wie etwa Hallfahnen oder bissige Sibilanten. Im Stimmbereich meinte ich zunächst eine leicht nasale Tendenz zu vernehmen, die aber bei höher aufgelöstem Datenmaterial nicht mehr auftrat. Sollten Sie also bisher eine interne Soundkarte zur Anbindung Ihres Rechners an Ihr HiFi-System verwendet haben – stöpseln Sie die ab. Der Teac-Player erledigt diesen Job besser. Und sollten Sie über eine solche Möglichkeit bislang noch gar nicht nachgedacht haben, weil Sie der Ansicht waren, dass Musik, die Sie nicht in Form einer CD oder Schallplatte anfassen können, nichts in Ihrer hifidelen Welt verloren hat – versuchen Sie es doch einmal. Enttäuscht werden Sie hier bestimmt nicht.

Teac AI-2000 - Anschlussfeld

Test: Teac Distinction CD-2000 und AI-2000 | CD-Player

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