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Testfazit: Naim NDX 2

Mit dem NDX 2 bietet Naim einen erstklassig ausgestatteten und ebenso verarbeiteten Netzwerkplayer, der sich vor allem an solche Hörer richtet, die einen unverkopften, sprich direkt-emotionalen Zugang zu ihrer Lieblingsmusik suchen, statt mit so einer Art „Liste im Hinterkopf“ hören und einzelne HiFi-Kriterien abchecken möchten.

Naim NDX 2, oben-rechts

Dabei werden Tugenden wie Lokalisationsschärfe, Auflösungsvermögen, Tiefenstaffelung etc. keinesfalls vernachlässigt – nein. Aber es scheint doch so zu sein, dass dem Naim andere Dinge wichtiger sind. Als da wären: eine eher vollmundige Tonalität, eine involvierende, sich Richtung Hörer öffnende Klangbühne und vor allem diese plastisch-griffige Art, Stimmen und Instrumente abzubilden. Wenn Ihnen solche Aspekte besonders am Herzen liegen, sollten Sie dem Naim NDX 2 einmal länger zuhören. Und sich darauf gefasst machen, verführt zu werden.

Steckbrief Naim NDX 2:

  • Balancierte Gesamttonalität mit kleiner Tendenz zur langzeittauglichen, vollmundigen Seite.
  • Etwas kräftiger gehaltener Bassbereich, der gut durchstrukturiert wird, aber auch nicht knochentrocken rüberkommt. Im Tiefbass etwas weicher unterwegs.
  • Sehr angenehme, etwas wärmere Mittellagen dank minimal kräftigerem Grundton und einer gewissen Dezenz im Präsenzbereich. Ausdrucksstark, deckkräftig – ja. Aber der Skat wird nicht überreizt: So werden Klangfarben beispielsweise schön differenziert wiedergegeben und keinesfalls „übertüncht“. Wie fein justiert dieses Timbre ist, lässt sich insbesondere bei akustischen Instrumenten und der Stimmwiedergabe nachvollziehen.
  • Der Hochton ist im Grunde die „natürliche Verlängerung der Mitten“. Heißt: perfekt angebunden, nie eine exponierte Sonderrolle spielend, eher auf der etwas defensiveren Seite angesiedelt.
  • Gute, preisklassenadäquate Auflösung sowie fein- wie grobdynamische Fähigkeiten. Gerade makrodynamisch weiß der Naim mit seinen Pfunden zu wuchern. Die Transientenwiedergabe wirkt glaubhaft, aber ein wenig „runder“ als mit der einen oder anderen Digitalquelle. Der Naim NDX 2 beherrscht den klugen Ausgleich zwischen rhythmischer Akzentuierung und musikalischem Flow.
  • Sehr schön involvierende, sich nach vorne öffnende Bühnendarstellung mit realistischen Größenbezügen. Gute, in dieser Klasse aber noch steigerbare Tiefenstaffelung. Als besonderes Highlight geht die körperhaft-griffige Abbildungsqualität durch – Instrumente und Vocals wirken wie aus „echtem Schrot und Korn“. Schon das allein wird so manchen Hörer betören.

Fakten:

  • Produkt: Naim NDX 2
  • Kategorie: Netzwerkplayer
  • Preis: 5.999 Euro
  • Maße & Gewicht: 87 x 432 x 314 mm (HxBxT), 10 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Eingänge: 1 x RJ45/Ethernet (LAN), 1 x WLAN, 1 x Bluetooth, 2 x Toslink, 2 x elektrisches S/PDIF (Cinch, BNC), 2 x USB-A (für Speichersticks/Festplatten)
  • Ausgänge: 2 x analoger Hochpegel (Cinch, DIN 5-polig), 1 x Digital-Out (S/PDIF, BNC)
  • Datenraten & Formate: PCM bis 32 Bit/384 kHz, DSD 64 und 128; FLAC, Apple Lossless (ALAC), WAV, AIFF, MP3, AAC, OGG, WMA, M4A, DSD
  • Leistungsaufnahme: circa 19 Watt im Leerlauf
  • Sonstiges: großes Farbdisplay auf der Front; Naim-App für iOS und Android; Fernbedienung; Chromecast built-in, Apple AirPlay, Tidal, Spotify Connect, Bluetooth (aptX HD), Webradio, UPnP, Roon-Ready, Lautstärke regelbar; Multiroom-fähig mit bis zu sechs anderen Naim-Geräten; optionale Upgrademöglichkeit mit externen Netzteilen
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Music Line Vertriebs GmbH
Hainbuchenweg 14-18 | 21224 Rosengarten
Telefon: +49(0)4105 – 77050
E-Mail: info@music-line.biz
Web: www.naimaudio.com

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m