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Test-Fazit: Dynaudio Contour 20

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Dynaudio Contour 20

Die Dynaudio Contour 20 ist ein Allrounder im besten Sinne des Wortes – kein Spezialist, kein Lautsprecher, der irgendeinen klanglichen Parameter wirklich vernachlässigen würde. Aber dann ist da noch dieser besondere „Touch“.

Dynaudio Contour 20

Die Generalisten-Tugenden mögen der Strich vom „i“ sein, die Basis: Die Dynaudio wirkt komplett und sehr ausgereift, es geht ihr um ein maximal stimmiges Gesamtklangbild. Mit ihr hört man Musik, nicht Bass, Mitten, Höhen. Aber dann gibt’s da eben doch noch das Tüpfelchen vom „i“: das sehr hohe Auflösungsvermögen in Kombination mit überragenden räumlichen Fähigkeiten. Was das angeht, übertrifft sie die an sich schon hohen Klassenstandards deutlich, das macht sie zu einem sehr besonderen Allrounder. Sollten Sie auf der Suche nach einer Kompakten in dieser Preisliga sein und die Contour 20 nicht zur Probe hören, begehen Sie sicherlich einen Fehler.

Steckbrief Dynaudio Contour 20:

  • Insgesamt ist die tonale Abstimmung balanciert und weitgehend neutral gehalten. Konzeptbedingt kann sie in den allertiefsten Lagen nicht das ganze Brett bieten, im Mittel/Oberbass legt sie dafür minimal drauf. Mitten und Höhen sind schlicht und ergreifend linear, keine Einbrüche, keine Betonungen fallen auf, auch der Superhochtonbereich wird komplett ausgeleuchtet.
  • Der Tiefton wirkt stets definiert und trocken – doch auch nicht staubtrocken. Was ihn auszeichnet, ist das Vermögen, „farbig“ und differenziert aufzuspielen. Er ist das Gegenteil eines One-note-Bass. Dass das so gut gelingt, liegt an einer besonderen Stärke der Contour 20, …
  • … nämlich dem sehr hohen Auflösungsvermögen. Detaillierungsgrad und Transparenz im Mitten- und Hochtonband übertreffen das normale Maß deutlich. So wird nicht nur ein sehr echt wirkendes Bühnen-Ambiente geschaffen – Hallfahnen, Raumrückwürfe, Publikumsgemurmel, Ansatzgeräusche bei Instrumenten etc. kommen ganz selbstverständlich und natürlich. Auch klangfarblich macht es sich sehr bezahlt, die Dynaudio „malt“ mit einer sehr reichhaltigen, fein abgestuften Palette. Wer viel akustisch Instrumentiertes (Klassik, Jazz, Singer-Songwriter etc.) hört, kommt voll auf seine Kosten.
  • In Sachen Rhythmus, Timing, Dynamikverhalten sortiert sich die Contour sauber in ihre Klasse ein. Natürlich lässt sich fürs Geld ein größerer Lautsprecher kaufen, der noch pegelfester und grobdynamisch befreiter aufspielen kann. Wer sich fürs Kompaktkonzept entscheidet, legt Wert auf andere Dinge, …
  • … zum Beispiel auf eine freie und transparente Raumausleuchtung. Hier bieten Monitore häufig eine gute Performance – doch der Contour 20 gelingt es, auch solche hohen Erwartungen noch zu übertreffen. Dabei gilt auch hier: Sie reicht das weiter, was in der Aufnahme steckt. Die Bühne kann deutlich auf einen zukommen oder auf der Boxen-Grundlinie verbleiben, sie kann, wenn gefordert, seitlich ganz weit die Aufstellung überragen – und gefühlt beliebig tief erscheinen. Instrumente und Stimmen werden fokussiert und plastisch abgebildet.
  • Fit & Finish sind perfekt, so sollte das in der Klasse aber auch sein. Es gibt einen passenden Stand.

Fakten:

  • Modell: Dynaudio Contour 20
  • Konzept: passiver Zweiwege-Kompaktlautsprecher, Bassreflexsystem mit rückwärtiger Öffnung
  • Preis: 4.500 Euro
  • Wirkungsgrad: 86 dB (2,83 V/1 m)
  • Maße & Gewicht: 215 x 440 x 360mm (BxHxT), 15,5 kg/St.
  • Ausführungen: White Oak, Satin Walnut, Klavierlack Schwarz und Weiß (Aufpreis +10 %), Grey Oak und Palisander Hochglanz (Aufpreis +15 %)
  • Garantie: 8 Jahre bei Registrierung, sonst 2 Jahre

Vertrieb:

Dynaudio International GmbH
Ohepark 2 | 21224 Rosengarten
Telefon: 04108 – 4180 – 0
E-Mail: info@dynaudio.de
Web: www.dynaudio.de

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Test: Dynaudio Contour 20 | Kompaktlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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