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Denon PMA-2500NE: DAC- & Phono-Eingänge

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Denon PMA-2500NE DAC

Aber weiter im Text. Das USB-Kabel wandert vom North Star Design Supremo in den PMA-2500NE. Es gilt, dem eingebauten DAC des Verstärkers auf den Zahn zu fühlen. Auch wenn die Kollegen jetzt die Nase rümpfen – ich finde man hört, dass im Denon ein Burr-Brown-Chip arbeitet. Burr Brown und die baugleichen Texas Instruments Chips setzen meiner Erfahrung nach gerne dynamische Akzente, klingen fetzig, auf der anderen Seite dafür gerne mal einen Hauch grobkörniger. So verwundert es nicht, dass mein mit einem Sabre ES9018 bestückter North Star insgesamt die klarere, differenziertere und letztendlich bessere Darbietung liefert. Was ja auch irgendwie so sein soll – schließlich kostet der Supremo allein mehr als der komplette Vollverstärker. Doch der dynamische Charakter des eingebauten DACs passt gut zu den Stärken des Verstärkers. Darüber hinaus gelingt es dem Denon, auch „Low-Res-Daten“, etwa MP3s, so wiederzugeben, dass das Musikhören Spaß macht. Mein Supremo gibt mit solchem Material die Diva und versaut mir die Freude am hören gnadenlos. Da der gemeine Musikhörer vermutlich durchschnittlich 0,2 % seiner Musik in Hi-Res Formaten vorliegen hat, den Rest in CD-Auflösung und vieles sicher auch darunter, hat Denon die Digital-Sektion praxisgerecht ausgelegt. So kann man auch problemlos mal den Sound eines Youtube-Videos über die Anlage wiedergeben, ohne dass es schrecklich wird.

Denon PMA-2500NE Phono

Kommen wir zum nächsten spannenden Feature des PMA-2500NE – dem eingebauten Phono-Pre. MC-Tonabnehmer müssen mit 100 Ohm als fixem Anschlusswert vorlieb nehmen. Das dürfte allerdings in den allermeisten Fällen funktionieren. Selbst mein recht niederimpedantes Zyx Yatra kommt damit offenhörbar prima zurecht. Das Album Nightbird von Eva Cassidy (auf Amazon anhöreneva cassidy) landet auf dem Teller meines Plattenspielers und hey, der Denon macht seine Sache richtig gut! Tonal ist hier alles im Lot und sofort zeigt der PMA-2500NE, dass er seine Talente bei der Stimmwiedergabe auch über den Phonoeingang ausspielt. Die Stimme von Frau Cassidy stellt er wunderbar frei und fein aufgelöst zwischen die Lautsprecher – das reicht allemal für Gänsehaut. An den Enden des Frequenzspektrums hält die Wiedergabe etwas stärker zurück als über die Line-Eingänge oder digital per USB, insgesamt wirkt die Phono-Wiedergabe etwas kompakter und auch räumlich nicht ganz so weit aufgefächert. Das kann aber auch an meinem Zyx liegen, das eher ein Feingeist ist und dessen „Real Stereo“-Generator seine Qualitäten am liebsten an sehr anspruchsvollen Phono-Pres ausspielt. In den meisten Fällen wird man den Denon mit einem preiswerteren System kombinieren. Ich kann mir vorstellen, dass das als sehr farbkräftig geltende DL-103 von Denon in Verbindung mit dem PMA-2500NE ziemlich gut passen dürfte.

Test: Denon PMA-2500NE | Vollverstärker

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