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Kurztest: Shokz OpenFit – Open-Ear-Kopfhörer mit gerichtetem Schall

von | 11. Juli 2023

Den Hersteller Shokz (ehemals AfterShokz) gibt es schon seit 2011 – bereits im ersten Jahr nach der Gründung markierte man mit dem Modell Bluez den Markteintritt in den Bereich „Knochenleitungshörer“. Heuer verweist man stolz auf über 2800 Patente und einen 60 Länder umfassenden, internationalen Markt. Nun beschreitet das in Shenzhen ansässige Unternehmen mit dem Shokz OpenFit abermals neue technologische Wege.

Der Lieferumfang des Shokz OpenFit

Zum Lieferumfang des Shokz OpenFit gehört natürlich auch ein Ladecase

Die Knochenschallleitung von Shokz

Bei der Knochenschallleitung umgeht der Kopfhörer das Trommelfell, um die Musikinformationen in Form von Vibrationen über die Wangenknochen direkt ans Innenohr zu übertragen. Die Vorteile dieser Open-Ear-Technologie sind freie Ohren inklusive eines entsprechend angenehmem Tragekomforts und vor allen Dingen direkten akustischen Kontakts zur Außenwelt. Zudem lassen sich mit dieser Technologie sehr wasserresistente Kopfhörermodelle realisieren, wie etwa den Shokz OpenSwim, der noch bei zwei Meter Wassertiefe dicht halten soll. Klar ist aber auch, dass mit dieser Technologie klangliche Kompromisse einhergehen.

Die neue DirectPitch-Technologie des Shokz OpenFit

Der Shokz OpenFit in Schwarz

Der Shokz OpenFit arbeitet mit schallrichtender DirectPitch-Technologie und ohne mechanische Isolation des Gehörgangs

Der jüngste Wurf von Shokz will hier einen entscheidenden Schritt weitergehen: So sind die Earbuds des neuen, lediglich 8,3 Gramm leichten Shokz OpenFit zwar jeweils unmittelbar vor dem Gehörgang positioniert, verschließen diesen aber nicht – und wirken daher mit Blick auf die Umgebung akustisch ebenfalls nicht isolierend. Statt einer Knochenschallleitung kommt die neue schallrichtende DirectPitch-Technologie zum Einsatz, die – wie von anderen Kopfhörern gewohnt – mit Luftschall arbeitet und dafür sorgt, dass trotz des offenen Konzepts ein kontrollierter Sound und hinreichend Bassdruck resultieren.

Letzteren gewährleistet nicht zuletzt das OpenBass-System, bei dem ein dynamischer Equalizer konstant die Soundqualität in Echtzeit optimiert. Freilich lässt sich der Sound über die Shokz App auch nach eigenen Vorlieben anpassen. Die Shokz-DirectPitch-Technologie beinhaltet zudem eine Phasenauslöschung für jene Schallanteile, die nicht in den Gehörgang strahlen – so soll die Umgebung, wie man es von abdichtenden, klassischen In-Ears gewohnt ist, von der Wiedergabe der Kopfhörer möglichst unbehelligt bleiben.

Den Shokz OpenFit in Beige

Das OpenBass-System des Shokz OpenFit soll trotz offener Bauweise für eine druckvolle Tieftonwiedergabe sorgen

Umgekehrt filtert der Shokz OpenFit auch störende Geräusche aus der Umgebung heraus, nicht zuletzt wichtig beim Telefonieren; zum Einfangen der eigenen Stimme verfügt der Open-Ear-Kopfhörer darüber hinaus über zwei Mikrofone.

Weitere technische Features

Die Schallwandlung erfolgt über speziell entwickelte 18 x 11 Millimeter große Treiber. Die die Treiber- und Akkueinheit verbindenden Bügel des Shokz OpenFit sind mit besonders weichem Silikon überzogen – die sich ausbalancierenden Massen von Akku und Earbud sollen mithilfe der Bügelkonstruktion ebenfalls positiv auf den Tragekomfort einzahlen.

Das Ladecase des Shokz OpenFit

Sieben Stunden Akkulaufzeit gibt Shokz für seinen OpenFit an, wobei das Ladecase drei zusätzliche Ladungen ermögliche

Zu den weiteren Features des Shokz OpenFit zählen eine P54-Zertifizierung (Staub- und Spritzwasserschutz) sowie sieben Stunden Akkulaufzeit, wobei das Ladecase drei zusätzliche Ladungen ermögliche. Die Verbindung des Open-Ear-Kopfhörers zum Quellgerät vollzieht sich über Bluetooth 5.2.

Kurzcheck Shokz OpenFit

Shokz OpenFit am Ohr

Wir haben den Shokz OpenFit kurz ausprobiert: In Sachen Tragekomfort gibt es wohl kaum Kopfhörer, die sich noch unauffälliger anfühlen – man „vergisst“ ziemlich schnell, dass man überhaupt welche trägt. Dennoch sitzen die Open-Ears sehr sicher und können etwa auch bei sportlichen Aktivitäten getragen werden. An den Earbuds selbst lassen sich lediglich zwei Steuerbefehle direkt ausführen. In der Werkseinstellung sind das Start/Stopp (auch beim Telefonieren) oder Titelsprung. Wir empfehlen, per App statt Titelsprung die Laustärkeregelung zu aktivieren. Der Sound ist für solch ein Konzept überraschend ausgewogen: Klar, den Bassdruck, die klaren Klangfarben sowie die Unmittelbarkeit eines hochwertigen In-Ears erreicht der Shokz OpenFit nicht, dennoch glänzt sein Klangbild durch Abwesenheit störender Unregelmäßigkeiten – auch viele anspruchsvolle Hörer werden überrascht sein, wie gut eine solche naturgemäß kompromissbehaftete Lösung klanglich funktioniert. Durch die frei vor den Ohren hängenden Treibereinheiten bekommt der Sound dabei eine eigene, ebenfalls irgendwie locker-frei anmutende Charakteristik, die man als „anders“ und dennoch angenehm empfinden kann.

Preis und Verfügbarkeit

Der Shokz OpenFit ist für 199 Euro in den Farben Beige und Schwarz im Fachhandel oder über die Shokz-Website (s.u.) erhältlich.

Kontakt

Shokz
E-Mail: customer.service@shokz.com
Web: https://de.shokz.com/

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