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CD-Ripping mit EAC und dBpowerAMP

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 CD-Ripping mit EAC und dBpowerAMP

Mai 2012 / Jens Bondarenko

Wir müssen uns schon etwas Neues einfallen lassen, wenn es um das Übersetzen des englischen Wortes „ripping“ geht. Denn das beliebte Online-Übersetzungswerkzeug eines ebenso beliebten Internet-Giganten weiß zur Anfrage nach einem deutschen Wort für „ripping“ nur: „Ripping“. Aha. Sehr mysteriös.

Natürlich wissen Computer-HiFi-Interessierte, was damit gemeint ist und müssen nicht erst nachschlagen. Es geht um das Auslesen von Audio-Daten eines optischen Datenträgers wie zum Beispiel der Compact Disc beziehungsweise das Übertragen auf einen anderen Datenträger. Aber wie immer geht es bei uns Klangfetischisten auch darum, die nun von ihrem Dauerdrehwurm befreiten Audiodaten zum Abspielen von sich allerdings ebenso drehenden Festplatten oder regungslosen Flash-Datenträgern so zu nutzen, dass maximaler Hörgenuss zu erwarten ist.

CD im Laptop-Laufwerk

Beim Ripping entstehen Dateien, die ein bestimmtes Format besitzen, welches mit geeigneter Software auf dem PC oder einem Netzwerk-Player oder – für den mobilen Einsatz – durch MP3-Player abspielbar ist. Beliebt sind neben MP3 auch klanglich verlustlos speichernde Formate wie zum Beispiel das sehr flexible, freie FLAC. Auf der CD selbst sind die Audiodaten im sogenannten Red-Book-Format abgelegt, welches Blockstrukturen nutzt. Die Daten liegen dabei nicht in abgeschlossenen Einheiten pro Track wie zum Beispiel bei einer FLAC-Datei vor. Man kann also nicht Tracks von einer CD durch bloßes Auslesen auf eine Festplatte schreiben, sondern muss diese Blöcke zu zusammenhängenden Dateien „zusammensetzen“.

Es geht beim Ripping von Audiodaten neben der Benennung der herzustellenden Dateien und dem Speichern von Tagging-Informationen (also so etwas wie Album, Künstler, Aufnahmejahr etc.) natürlich auch darum, Fehler beim Lesen der Datenträger zu vermeiden oder zu minimieren. Und Lesefehler sind auch bei perfekt hergestellten Audiodatenträgern unvermeidlich: Fehlerverursacher in diesem Zusammenhang können unter anderem Staub auf der CD-Datenseite, Kratzer oder Fingerabdrücke sein. Unter Fehlern müssen wir die Abweichungen der gelesenen Daten, aus denen die Audiodateien von der Ripping-Software erstellt werden, zu denen, die sich tatsächlich auf dem Datenträger befinden, verstehen. Die Ripping-Software sollte also Techniken nutzen, die die Auswirkungen dieser Lesefehler minimieren.

Laufwerk eines LaptopsLaptop-Laufwerk

Ausgewachsene High-End-Netzwerk- und Audioplayer, die eingebaute optische Laufwerke mitbringen, verwenden je nach konstruktivem Aufwand teils softwarebasierte Optimierungswerkzeuge innerhalb ihrer Firmware zum fehlerminimalen Ripping von CDs. Die Methoden dieser Softwarewerkzeuge sind aber leider fast nie transparent, weswegen man sich „blind“ auf sie verlassen muss.

Einigen Fehlern, die beim Ripping am PC auftreten können, kann ebenfalls mit „Software-Tricks“ begegnet werden. Ich will exemplarisch mit der Software „Exact Audio Copy“ (EAC) zeigen, was neben Tagging- und Dateiformatunterstützung hinsichtlich der Ripping-Qualität bei CDs möglich ist. Anschließend vergleiche ich EAC mit einer kommerziellen Software gleichen Daseinszwecks, nämlich dBpoweramp.

Computer-Audio: CD-Ripping mit EAC und dBpowerAMP

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