fairaudio HiFi Stereo - HiFi Test - HiFi Magazin

Test: Magnum Dynalab MD-301 A | Verstärker
Preis: 3.500 Euro

Harley fahren und
Magnum hören

Magnum Dynalab MD-301A

 

Januar 2012 / Martin Mertens

fairaudios's favourite Award 2012Irgendwie finde ich, dass die kanadische Firma Magnum Dynalab Radios für amerikanische Harley-Davidson-Motorräder bauen müsste. Lachen Sie nicht. Ab Harley Davidsons Electra-Glide-Modellreihe gehört ein Radio zur Serienausstattung. Und die kanadische Firma Magnum Dynalab (Vertrieb: www.inputaudio.de) ist für ihre hochwertigen Tuner bekannt. Beide Firmen schaffen es, traditionelle und moderne Technik unter einen Hut zu bringen. Harley Davidson etwa mit dem Revolution Motor, der einen klassischen 60°-V-Motor mit elektronischer Benzineinspritzung und je zwei obenliegenden Nockenwellen verbindet. Und Magnum Dynalab verbindet Röhren- mit Transistortechnik.

Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich noch mehr Parallelen: So schielen viele Harley-Fans auf das Spitzenmodell, aktuell die „CVO Ultra Classic Elektra Glide“ für rund 38.000 Euro, greifen dann aber doch zur „1200 Custom“, die mit circa 11.000 Euro noch bezahlbar ist. Fans von Magnum Dynalab schielen auf das Verstärker-Spitzenmodell MD-309, für das knapp 10.000 Euro fällig werden, ...

Magnum Dynalab MD-309
Magnum Dynalab-Vollverstärkerflaggschiff mit goldener Front

... greifen dann aber vielleicht doch eher zu unserem Testkandidaten, dem neuen MD-301A, für den man nur 3.500 Euro berappen muss. Exklusivität ist bei beiden Marken garantiert. Wobei Sie vermutlich mehr Leute treffen werden, die eine Harley fahren, als Leute, die mit einem Magnum Dynalab Musik hören.

Ein Gegensatz zu Harley Davidson ist die Modellpolitik bei Magnum Dynalab. Die ist nämlich im Vergleich zu Harley durchschaubar. Das Spitzenmodell unter den Vollverstärkern ist, wie schon erwähnt, der MD-309. Dann folgen, hierarchisch und preislich absteigend, der MD-307, der MD-306 und zuletzt der MD-301. Standard ist bei allen Verstärkern ein eingebauter D/A-Wandler, der digitale Signale via USB und Cinch entgegen nimmt. Ein „A“ hinter der Typenbezeichnung besagt, dass es sich um ein rein analoges Modell ohne digitale Anschlussmöglichkeiten handelt - was einen im Fall des MD-301A 700 Euro weniger zu stehen kommt als die Standardversion mit DAC an Bord.

Harley

Gut. Bringen wir die Harley mit sattem Blubbern zum stehen. Der V-Twin erstirbt mit einem letzten fetten Grummeln aus den Sidepipes. Lässig kicken wir den Seitenständer aus, der mit einem lauten „Plong“ einrastet. Cool kippen wir die Maschine auf die Seite („knirsch“), schwingen uns vom Sattel und widmen uns nicht weiter dem Sound des Motorrads, sondern dem des Vollverstärkers Magnum Dynalab MD-301A.

Magnum Dynalab MD-301A

 

 

 

 

 

Im Test:

Vollverstärker:
Magnum Dynalab MD-301A

Preis: 3.500 Euro

Vertrieb:
Input Audio

Telefon: 04346 - 60 06 01

eMail: b.hoemke@inputaudio.de

Web:
www.inputaudio.de

Equipment:

Quellen:

analog:
Thorens TD 160 HD
(mit TP250 Tonarm &
Benz Micro MC Gold
Tonabnehmer)

digital:
Creek CD 43 Mk II
Logitech Transporter

Verstärker:

Phono-Pre:
Lehmann Black Cube SE II

Vollverstärker:
Jadis Orchestra blacksilver
Exposure 2010 S

Lautsprecher:
Gaithain ME150

Kabel:
NF: Vampire CC
LS: Fast Audio Compact 6M in Biwiring-Konfiguration

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zum schielen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der v-twin erstirbt mit einem letzten fetten grummeln aus den sidepipes